Internationales 06.10.2015

Ärzteschaft verurteilt Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen in Kriegsgebieten

Berlin - Die Bundesärztekammer hat den US-Luftangriff auf ein Krankenhaus im afghanischen Kundus scharf verurteilt und auf die Bedeutung des besonderen Schutzes von Ärztinnen und Ärzten sowie von Pflegekräften in Kriegssituationen hingewiesen.

„Das medizinische Personal sichert die Versorgung der Zivilbevölkerung und von Verletzten, ganz gleich welcher Kriegspartei. Der Angriff auf das Krankenhaus in Kundus ist ein weiteres Beispiel dafür, dass Gesundheitseinrichtungen immer häufiger in den Fokus von kriegerischen Auseinandersetzungen geraten“, warnte BÄK-Präsident Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery.

Auch der Präsident des Weltärztebundes, Dr. Xavier Deau, betonte die Notwendigkeit, die Sicherheit von Krankenhäusern, Gesundheitseinrichtungen, Patienten und Gesundheitspersonal in bewaffneten Konflikten zu gewährleisten. Dabei sei die Zusammenarbeit mit dem Internationalen Komitee des Roten Kreuzes für den Schutz von Gesundheitseinrichtungen besonders wichtig.

Der Weltärztebund hatte bereits in mehreren Resolutionen, wie z. B. der Stellungnahme zum Schutz und der Integrität von Gesundheitspersonal in bewaffneten Konflikten und anderen Gewaltsituationen, auf diese Problematik hingewiesen.

WMA Statement on the Protection and Integrity of Medical Personnel in Armed Conflicts and Other Situations of Violence: http://www.wma.net/en/30publications/10policies/a10/