Presse 08.10.2013

BÄK appelliert an EU-Abgeordnete: Tabakproduktrichtlinie zustimmen

Berlin, 08.10.2013

Die Bundesärztekammer hat die Abgeordneten des Europaparlaments in einem Brief eindringlich aufgefordert, der Tabakproduktrichtlinie zum Schutz vor den tödlichen Konsequenzen durch das Rauchen zuzustimmen. „Die Bundesärztekammer begrüßt die Bemühungen um eine Änderung der Tabakproduktrichtlinie für einen verbesserten Gesundheits- und Verbraucherschutz durch das Verhindern oder wenigsten Vermindern des Rauchens“, schreibt Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery vor der Abstimmung in Straßburg über die Tabakproduktrichtlinie am heutigen Dienstag. In der Richtlinie werden unter anderem große Schockbilder auf Zigaretten-Packungen, Verbot von Menthol- und Slimzigaretten und Einstufung von e-Zigaretten als Arzneimittel vorgeschlagen. Vor allem Jugendliche sollen damit vom Rauchen abgehalten werden.

In der EU sterben etwa 700.000 Menschen jährlich durch diverse schwere Krankheiten, die durch das Rauchen verursacht werden. Nicht-Raucher leben durchschnittlich 14 Jahre länger als Raucher. Aber selbst wer noch mit 50 Jahren das Rauchen einstelle, könne sein Leben um sechs Jahre verlängern. „Keine andere medizinische Behandlung zeigt ähnliche Wirkungen“, schreibt Montgomery.