Presse 18.10.2013

Deutschland hat Mitverantwortung an Gesundheitsversorgung der Weltbevölkerung

Berlin, 18.10.2013

"Deutschland hat Mitverantwortung dafür, dass eine akzeptable Gesundheitsversorgung der Weltbevölkerung von sieben Milliarden Menschen möglich wird." Das sagte der Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, im Vorfeld des 5. World Health Summit  in Berlin. Die Bundesärztekammer sehe sich in internationaler Verantwortung und teile das Anliegen des World Health Summit, erklärte Montgomery in einem Interview mit dem Deutschen Ärzteblatt (Heft 42, 2013).

Auf dem internationalen Gesundheitskongress, der vom 20. bis 22. Oktober in Berlin tagt, diskutieren rund 1.000 Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft  die drängendsten Aufgaben der globalen Gesundheitsversorgung und erarbeiten Empfehlungen und  Lösungsansätze. „Die Bundesärztekammer sieht sich in internationaler Verantwortung und teilt das Anliegen des World Health Summit“, sagte der BÄK-Präsident. Konkret beteilige sich die BÄK über den Weltärztebund und viele Partnerorganisationen der WHO – wie zum Beispiel dem Europäischen Forum der Ärztekammern – am Aufbau funktionierender Gesundheitssicherungssysteme in Ländern, die sich im Aufbruch befinden. Schon seit vielen Jahrzehnten betreibe die deutsche Ärzteschaft internationalen  Wissenschaftsaustausch. „Der geht immer in zwei Richtungen: zu uns und von uns weg. Beides funktioniert“, unterstrich Montgomery. Dazu gäbe es nationenübergreifende Kooperationen, die Zusammenarbeit in der EU und in der WHO. "Wir sind da gut aufgestellt – und es gehört dennoch zum guten Ton, eine noch weitergehendere Intensivierung dieses Prozesses einzufordern. Dazu bietet der World Health Summit eine ideale Basis“, sagte der Ärztepräsident.

Montgomery zeigte sich optimistisch, dass Initiativen des Gesundheitsgipfels auch in der peripheren Versorgung ankommen werden. Dafür müssten die Visionen des World Health Summit mit dem Machbaren verbunden werden. So sollten Themen wie Gesundheitsprävention stärker aufgegriffen werden, regte der BÄK-Präsident an.

Das Interview im Deutschen Ärzteblatt im Wortlaut