Patienteninformation 12.05.2015

Masern: Impfung bei Kindern und Nachholimpfung

Auf zwei Seiten vermitteln die Patienteninformationen „Masernimpfung bei Kindern – was Sie wissen sollten“ und „Nachholimpfung – bin ich vor Masern geschützt?“ wichtige Fakten und praktische Tipps zum Thema Masern und Impfschutz.

Es gibt einen wirksamen Schutz vor Masern: eine Impfung, die in Deutschland seit über 30 Jahren angewendet wird. Experten empfehlen Kindern zwei Impfungen im Alter von 11 bis 23 Lebensmonaten. Schwere Nebenwirkungen der Impfung sind sehr selten, vor allem im Vergleich zu den Folgen der Erkrankung.

Aktuelle Masernausbrüche haben gezeigt, dass vor allem Jugendliche und junge Erwachsene nicht ausreichend geschützt sind. Daher empfehlen Experten Jugendlichen, versäumte Impfungen nachzuholen. Erwachsenen, die nach 1970 geboren wurden, wird eine einmalige Masernimpfung empfohlen, wenn sie bisher nicht oder nur einmal geimpft wurden oder unsicher über einen ausreichenden Schutz sind.

Masern sind eine hochansteckende Viruserkrankung, die von Mensch zu Mensch übertragen wird. Steckt sich jemand an, so bricht die Krankheit fast immer aus. Typische Krankheitszeichen sind Fieber und Hautausschlag am ganzen Körper. Oft besteht ein schweres Krankheitsgefühl. Eine gezielte Behandlung gegen Masern gibt es nicht, nur die Krankheitszeichen können bekämpft werden. Ernste Folgeerkrankungen wie etwa Lungen- oder Gehirnentzündung können besonders bei Säuglingen, aber auch bei Erwachsenen auftreten. Schätzungen zufolge versterben von 1000 Erkrankten etwa 1 bis 3 an Masern und deren Folgen.

Die Reihe „Kurzinformationen für Patienten" entwickelt das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin im Auftrag der Bundesärztekammer und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung.

„Masernimpfung bei Kindern – was Sie wissen sollten“ [PDF]

„Nachholimpfung – bin ich vor Masern geschützt? [PDF]