Masern 25.02.2015

Montgomery: Impfpflicht bringt mehr als nur Pflichtnachweis über Impfberatung

Berlin, 25.02.2015

Vor dem Hintergrund des aktuellen Masern-Ausbruchs in Berlin und des tragischen Falls eines an Masern verstorbenen Kleinkindes hat der Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Dr.  Frank Ulrich Montgomery, seine Forderung nach einer Impfpflicht gegen Masern bekräftigt. „Wir haben eine wirklich epochale Chance, die Masern ein für alle Mal auszurotten. Das geht nur, wenn in der Bevölkerung ein ganz umfassender Impfschutz vorhanden ist“, sagte er im Deutschlandfunk (23.02.2015). Auch Erwachsene mit unvollständigem Impfschutz sollten eine fehlende Immunisierung möglichst bald nachholen.

Den von der Bundesregierung geplanten Nachweis einer ärztlichen Impfberatung vor Aufnahme eines Kindes in eine Kita hält Montgomery für nicht ausreichend. In den USA sei man weiter. Man müsse sich vergegenwärtigen, dass man mit der Masernimpfung nicht nur Verantwortung für das eigene Kind übernehme, sondern auch für die gesamt Gesellschaft. Masern seien ansteckender als Influenza und sie könnten tödlich verlaufen. Die Impfpflicht sei notwendig, damit die Gesellschaft insgesamt geschützt werde.