Presse 11.02.2014

Montgomery will Rezeptpflicht für Pille danach beibehalten

Berlin, 11.02.2014

Der Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, hat sich für die Beibehaltung der Rezeptpflicht für die sogenannte Pille danach (Levonorgestrel) ausgesprochen. In einem Interview mit dem Deutschlandfunk (11.02.2014) hob er das gut funktionierende System ärztlicher Beratung in Deutschland hervor. Oft werde die Pille danach von jungen Mädchen nach dem ersten Geschlechtsverkehr nachgefragt. „Da geht es nicht einfach, dass man eine Pille über den Tresen der Apotheke schiebt. Wir möchten den großen Vorteil des deutschen Gesundheitssystems wahren, dass man in einem Gespräch mit einem Arzt eine kompetente Beratung bekommt, wie so etwas auch für die Zukunft verhindert werden kann. Wir sollten uns nicht freiwillig dieses Vorteils einer Arztberatung berauben“, sagte Montgomery.

Zu bedenken sei auch, dass die Entlassung von Levonorgestrel aus der Verschreibungspflicht die Möglichkeit der Werbung für das Präparat eröffne. „Das sind Dinge, die wir nicht für vernünftig halten.“