BÄKground 02.11.2015

Neue Ausgabe des BÄK-Informationsdienstes BÄKground

Berlin - Obwohl die Temperaturen langsam frostig werden, leben viele Flüchtlinge in Deutschland noch immer in Zelten. Problematisch ist auch die medizinische Versorgung. Zwar arbeiten viele Bundesländer an der Einführung der Gesundheitskarte für alle Flüchtlinge, doch sie sollen auch in Zukunft nur Zugang zu einem eingeschränkten Leistungskatalog haben. Gleiches gilt für die psychologische und psychotherapeutische Versorgung. Die Ärzteschaft hat sich wiederholt gegen solche Leistungsbeschränkungen ausgesprochen. Es dürfe keine anderen Maßstäbe für die Behandlung asylbegehrender Menschen geben, fordert Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery (S. 3).

Mehr Mut könnte die Politik auch bei der Krankenhausreform beweisen. Stattdessen bedroht das Krankenhausstrukturgesetz die in den letzten 15 Jahren aufgebauten Qualitätskultur, kritisiert die Bundesärztekammer in einer Stellungnahme. Statt verschiedene, nicht getestete Qualitätssicherungsinstrumente gleichzeitig einzusetzen, sollten lieber einzelne Maßnahmen mit Bedacht erprobt werden. Auch ein zentrales Problem der Krankenhausfinanzierung bleibt ungelöst: Während Ärzte und Pflegekräfte am Limit arbeiten, um die Folgen der Unterfinanzierung zu mildern, drücken sich die Länder seit Jahren um ihre Investitionsverpflichtungen für die Kliniken (S. 7).

Dass die Patientensicherheit für Ärztinnen und Ärzten an erster Stelle steht, hat die BÄK anlässlich des Tages der Patientensicherheit betont. Gleichwohl seien weitere Anstrenungen der Politik zur Förderung der Hygiene notwendig. (S. 11).

BÄKground November 2015 [PDF]