BÄKground 19.12.2014

Neue Ausgabe des BÄK-Informationsdienstes erschienen

Berlin,19.12.2014

Zum Jahresende kommt noch einmal Bewegung in die Gesundheitspolitik. So stellte Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe den Referentenentwurf seines Versorgungsstärkungsgesetzes vor. BÄKground, der Informationsdienst der Bundesärztekammer, beschäftigt sich in seiner neuen Ausgabe ausführlich mit diesem zentralen gesundheitspolitischen Projekt der Großen Koalition. Die Ärzteschaft begrüßt zwar einige positive Ansätze, spart aber insgesamt nicht mit Kritik. Besonders umstritten sind die Pläne zum Aufkauf von Arztpraxen in überversorgten Regionen, die Terminservicestellen und der Kompetenzzuwachs des Gemeinsamen Bundesausschusses.
 
Nach langen Verhandlungen stellte die Bund-Länder-Arbeitsgruppe nun auch die Eckpunkte für einen Umbau der Krankenhauslandschaft vor. Im BÄKground-Interview kritisiert BÄK-Präsident Prof. Dr. Montgomery den Mangel an konzeptionellen Lösungsvorschlägen.
 
Auch ein Langzeitprojekt nimmt Form an: Das Präventionsgesetz, an dem sich schon mehrere Koalitionen unterschiedlicher Couleur versucht haben. Der nun vorliegende Entwurf sieht unter anderem eine deutliche Aufstockung der Präventionsausgaben vor. Die Primär- und Sekundarprävention bei Kindern und Jugendlichen soll deutlich ausgebaut werden. Die Bundesärztekammer fordert allerdings mehr medizinischen Sachverstand, beispielsweise durch ein umfassendes ärztliches Präventionsmanagement.
 
Mit Spannung erwartet wurde die Bundestagsdebatte zum Thema Sterbehilfe. In der Diskussion zeichnete sich eine breite Mehrheit für ein Verbot der organisierten Beihilfe zum Suizid ab. Als besonders umstritten erwies sich die Frage, welche Rolle die Ärztinnen und Ärzte am Lebensende spielen sollen.

BÄKground Dezember 2014 [PDF]