BÄKground 20.12.2013

Neue Ausgabe des Informationsdienstes der BÄK erschienen

Berlin, 20.12.2013

Mehr als 180 Seiten umfasst der Koalitionsvertrag von Union und SPD, auf zwölf Seiten kommt allein das gesundheitspolitische Kapitel. „Aber der Umfang täuscht, weil vieles sehr detailistisch dargestellt wurde“, sagt der Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, in einem Interview mit BÄKground. Der Informationsdienst der Bundesärztekammer erläutert, wohin die Koalitionäre in der Gesundheitspolitik wollen und wo die Schwachstellen der vorgestellten Agenda liegen.

Nicht weit genug gehen die angekündigten Maßnahmen im Koalitionsvertrag auch den im Bündnis Gesundheit 2000 zusammengeschlossenen Gesundheitsberufen. In einer gemeinsamen Resolution fordern sie die künftige Bundesregierung auf, angesichts der steigenden Behandlungs- und Pflegebedürftigkeit der Bevölkerung akute Probleme in der Gesundheitsversorgung und wichtige gesundheitspolitische Zukunftsthemen jetzt anzugehen.

Dazu gehört aus Sicht der Bundesärztekammer auch die dringend notwendige Novellierung der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Mitte November haben sich die BÄK und der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) über die Rahmenvereinbarungen einer Novelle verständigt. Die Verhandlungsführer von PKV und BÄK, Dr. Birgit König und Dr. Bernhard Rochell sprechen in einem Interview über die gemeinsamen Ziele.

An die Politik richtet sich auch der Apell von Dr. Christoph von Ascheraden, Vorsitzender des Ausschusses Sucht und Drogen der Bundesärztekammer, die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Substitutionsbehandlung Opiatabhängiger zu überarbeiten. Diese seien so eng gezogen und mit strafrechtlichen Konsequenzen ausgestattet, dass viele Ärzte aus Furcht vor Strafe die Therapie nicht mehr durchführen oder erst gar nicht beginnen.

BÄKground Dezember 2013 [PDF]