BÄKground 26.04.2016

Neue Ausgabe von BÄKground erschienen

Gesundheitspolitisch steht der Mai im Zeichen des 119. Deutschen Ärztetages. Die Delegierten treffen sich vom 24. bis 27. Mai in Hamburg, um über wichtige Fragen wie die medizinische Versorgung von Flüchtlingen oder die Ökonomisierung der Medizin zu diskutieren. Einen weiteren Themenschwerpunkt wird das Spannungsfeld zwischen Patientennutzen und Marktwirtschaft bei der Arzneimittelpreisbildung bilden. Nachdem die Ärzteschaft schon lange für eine Nachschärfung des Gesetzes zur Neuordnung des Arzneimittelmarktes aus dem Jahr 2011 plädiert, wird inzwischen auch die Politik aktiv (S. 3). Im Interview mit BÄKground fordert Prof. Dr. Wolf-Dieter Ludwig, der Vorsitzende der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft, unter anderem eine konsequentere Umsetzung bestehender Verordnungen. Auch eine zweite Nutzenbewertung hält Ludwig für sinnvoll.

Währenddessen geht der Kampf gegen den Ärztemangel weiter. „Die Zahl der Ärzte steigt, aber der Bedarf steigt schneller“, kommentiert BÄK-Präsident Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery die Ergebnisse der jüngsten Ärztestatistik. Ohne energisches Gegensteuern stehe die medizinische Versorgung in Zukunft vor ernsten Problemen. Die BÄK fordert daher mehr Studienplätze und bessere Auswahlverfahren für Medizinstudenten.

Positiv fällt die Bilanz des zweiten Transplantationsberichts aus. Darin attestiert die Bundesregierung der ärztlichen Selbstverwaltung eine verantwortungsbewusste, effektive und professionelle Arbeit. Die Maßnahmen für mehr Kontrolle und Transparenz in der Transplantationsmedizin greifen, findet auch Prof. Dr. Hans Lippert, Vorsitzender der Überwachungskommission. Sie trügen dazu bei, verloren gegangenes Vertrauen zurückzugewinnen.

BÄKground April 2016