Pressemitteilung der Bundesärztekammer 21.06.2013

Qualitätsmanagement: KTQ-GmbH vergibt 2000. Zertifikat

Bundesärztekammer ist als Gesellschafter beteiligt

Berlin, 21.06.2013

Die Qualität im Gesundheitswesen systematisch prüfen und verbessern – das ist ein wichtiges Anliegen der Bundesärztekammer. Vor zwölf Jahren beteiligte sich die BÄK deshalb an der Gründung der „Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen“ (KTQ-GmbH). Deren Arbeit hat sich seitdem zum Erfolgsmodell entwickelt: Jetzt konnte das insgesamt 2000. KTQ-Zertifikat für erfolgreiches Qualitätsmanagement überreicht werden.

Die Jubiläums-Urkunde ging an das Universitätsklinikum Münster (UKM). Es gehört zu den derzeit rund 530 nach KTQ® zertifizierten Krankenhäusern in Deutschland und Österreich. Mit Unterstützung ihrer Gesellschafter hat die KTQ-GmbH ihr Angebotsspektrum in den vergangenen Jahren kontinuierlich erweitert. Mittlerweile sind passgenaue KTQ-Verfahren auch für die Bereiche Rehabilitation, Praxen/Medizinische Versorgungszentren, Pflege/Hospiz und Rettungsdienst etabliert.

Die Besonderheit dabei: Alle KTQ-Verfahren wurden bereichsspezifisch entwickelt und orientieren sich unmittelbar an den Bedürfnissen der Akteure in der Praxis. Konkret bedeutet dies, dass die KTQ-Kataloge mit den Prüfkriterien von erfahrenen Praktikern aus dem Gesundheitswesen erstellt wurden und regelmäßig auf ihre Aktualität geprüft werden.

Als KTQ-Visitoren® (Fachexperten) im Zertifizierungsverfahren setzt die KTQ-GmbH ausschließlich Führungskräfte aus dem jeweiligen Fachbereich ein, z.B. Chefärzte, Pflegedirektoren und Kaufmännische Leiter, die zudem ein spezielles KTQ-Training® mit Personenzertifizierung absolviert haben müssen. Auf der Grundlage des spezifischen KTQ-Manuals beurteilen die KTQ-Visitoren® im Zertifizierungsverfahren den aktuellen Stand des Qualitätsmanagements in der jeweiligen Einrichtung. Zudem benennen sie in ihrem Visitationsbericht detailliert die Stärken und Verbesserungspotenziale. So erhält die Einrichtung wichtige Anregungen im Sinne des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses (KVP).

Seit der offiziellen Zertifikatsübergabe im Universitätsklinikum Münster Ende Mai ist die Zahl der vergebenen KTQ-Zertifikate weiter gestiegen. Dazu trägt nicht zuletzt der als jüngster Bereich hinzugekommene Rettungsdienst bei.  Seit Oktober vergangenen Jahres wurden hier bereits sieben Zertifizierungen erfolgreich abgeschlossen.

Dem sektorenübergreifenden Ansatz des KTQ-Verfahrens widmet sich auch das diesjährige 13. KTQ-Forum am 18/19.10.2013 in Berlin. Zum Thema „Vernetzung im Gesundheitswesen“ erhalten die Teilnehmer in zahlreichen Workshops praxisnahe Einblicke zu aktuellen Entwicklungen. Ebenfalls zu diesem Thema ist der KTQ-Award ausgeschrieben, um den sich KTQ-zertifizierte Einrichtungen mit innovativen Konzepten noch bis zum 12. Juli (Anmeldung) bewerben können.

Hintergrund-Information zur KTQ-GmbH

Einrichtungen des Gesundheitswesens sind gesetzlich verpflichtet, ein internes Qualitätsmanagement einzuführen und kontinuierlich weiterzuentwickeln (§135a Abs. 2 Nr. 2 SGB V). Ziel ist die ständige Überprüfung und Optimierung der Abläufe, Behandlungs- und Versorgungsergebnisse („Qualität“). Zudem sollen die Leistungen für die Öffentlichkeit nachvollziehbar dargestellt werden („Transparenz“). Um diese Anforderungen systematisch und fachlich fundiert umzusetzen, wurde im Jahr 2001 die KTQ-GmbH gegründet: „Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen“ (urspr.: „…im Krankenhaus“).

Gesellschafter der KTQ-GmbH sind

•      die Verbände der Kranken- und Pflegekassen auf Bundesebene,

•      die Bundesärztekammer – Arbeitsgemeinschaft der deutschen Ärztekammern,

•      die Deutsche Krankenhausgesellschaft e.V.,

•      der Deutsche Pflegerat,

•      der Hartmannbund – Verband der Ärzte Deutschlands.