Welt-AIDS-Tag 2016 30.11.2016

Wenker: „AIDS ist behandelbar, aber nicht heilbar“

Berlin - „Die medizinische Versorgung für HIV-Infizierte und AIDS-Erkrankte hat sich erheblich verbessert und zu einer deutlich höheren Lebensqualität und Lebenserwartung geführt. Trotzdem gilt nach wie vor: AIDS ist behandelbar, aber nicht heilbar.“ Das sagte Dr. Martina Wenker, Vizepräsidentin der Bundesärztekammer (BÄK), vor dem morgigen Welt-AIDS-Tag in Berlin.

Wenker forderte Politik, Verbände und Stiftungen auf, auch in Zukunft ihre erfolgreiche Präventionsarbeit fortführen. Dies sei vor allem für junge Menschen wichtig, die die umfangreichen Aufklärungskampagnen der 80er und 90er Jahre nicht miterlebt hätten.

Es dürfe auch keine gesellschaftliche Ausgrenzung der Betroffenen zugelassen werden. Aufgabe von Ärzten sei es, ihren Patienten nach einer Diagnose seelischen Halt zu geben und sie medizinisch zu betreuen. Ärzte wirkten auch präventiv und klärten über Ansteckungsrisiken auf. „So gehen Ärztinnen und Ärzte gleichermaßen gegen Verharmlosung und gesellschaftliche Vorurteile an“, sagte Wenker mit Blick auf die diesjährige Kampagne des Welt-AIDS-Tages  #positivzusammenleben.

Die BÄK-Vize-Präsidentin hob hervor: „AIDS-Patienten haben einen Anspruch auf eine gute ärztliche Versorgung mit Engagement und dem Respekt vor der menschlichen Würde.“