Türkei 04.08.2016

WMA: Besorgnis über Verhaftung von Ärzten in der Türkei

Berlin - Mit Besorgnis hat der Weltärztebund (WMA) auf Berichte über Massenverhaftungen in der Türkei reagiert, von denen auch ärztliches und nicht-ärztliches Personal in Militärkrankenhäusern betroffen sei soll. „Wir rufen die türkischen Behörden dazu auf, die berufliche Entscheidungsfreiheit und die Neutralität der im Gesundheitswesen Beschäftigten zu respektieren“, erklärte WMA-Präsident Sir Michael Marmot. Ärzte müssten die Möglichkeit haben, jedem Bedürftigen ohne Ansehen der Person zu helfen. Er forderte die türkische Regierung dazu auf, die internationalen Menschenrechtsstandards unter allen Umständen einzuhalten.

In Medienberichten ist von Folter, Misshandlungen sowie mangelhafter Ernährung und medizinischer Versorgung der Gefangenen die Rede. Um die Vorwürfe aufzuklären, seien unabhängige Kontrollen notwendig, so Marmot.

Die Pressemeldung des Weltärztebundes im Wortlaut