Empfehlungen zum Einsatz antiviraler Arzneimittel für die Postexpositions- und Langzeitprophylaxe während einer Influenzapandemie

Addendum der AkdÄ

Nach Verabschiedung der „Empfehlungen zum Einsatz antiviraler Arzneimittel für die Postexpositions- und Langzeitprophylaxe während einer Influenzapandemie“ durch die Vorstände der BÄK, der KBV und der AkdÄ erschien am 27. November von Jefferson et al. ein systematischer Review (1), in dem die Wirksamkeit physikalischer Maßnahmen gegen die Ausbreitung respiratorischer Viren untersucht wurde.

Es werden u. a. Ergebnisse einer Metaanalyse von Daten aus sechs Fall-Kontrollstudien zu SARS dargestellt, die zeigen, dass Händewaschen kombiniert mit der Verwendung von Masken, Kitteln und Handschuhen eine Erkrankung an SARS mit einer NNT = 3 verhindert. Auch in anderen Studien (insgesamt 51) zeigen sich physikalische Maßnahmen als effizient.

Die Arbeit unterstreicht die Bedeutung der nicht medikamentösen Expositionsprophylaxe, wie sie in Kapitel 4 der vorangehenden Empfehlungen dargestellt wird.

Literatur
1. Jefferson T, Foxlee R, Mar CD, Dooley L, Ferroni E, Hewak B et al.: Physical interventions to interrupt or reduce the spread of respiratory viruses: systematic review. BMJ 2007; Nov 27, Epub ahead of print.

(in: Deutsches Ärzteblatt 104, 51-52 (24.12.2007); S. A-3581)