Ärzte in Behörden, Körperschaften und in sonstigen Bereichen

Der Netto-Zugang in dieses Tätigkeitsfeld von 3,8 Prozent hat den relativ hohen Zugang des Jahres 1995 von +5,2 Prozent deutlich unterschritten. Deshalb sind hier nur etwa 1100 Ärztinnen und Ärzte mehr (1995: +1500) tätig, wodurch der gesamte Bereich anteilsmäßig bei rund neun Prozent geblieben ist. Zwar wurden die Zuwachsraten vor 1990, die im langfristigen Durchschnitt bei +7,5 Prozent gelegen hatten, im Jahr 1996 bei weitem nicht erreicht, aber der Netto-Zugang von 3,8 Prozent befindet sich über den Steigerungsraten der übrigen Tätigkeitsbereiche. Betrachtet man lediglich die Zugänge der in sonstigen Bereichen tätigen Ärztinnen und Ärzte, so ist ein Netto-Zugang von mehr als sechs Prozent festzustellen, das entspricht 1200 mehr Ärztinnen und Ärzten. Diese hohe Zuwachsrate mag darauf hindeuten, dass die Suche nach ärztlichen Tätigkeitsbereichen zunehmend schwieriger wird und andere Tätigkeitsbereiche als das Krankenhaus oder die Praxis gesucht werden müssen. In diesem Bereich werden allerdings auch die Praxisassistenten geführt, deren Zahl sich - wenn auch nicht so stark wie 1995 - aber um 4,1 Prozent auf 6900 erhöht hat.

Sowohl im Bereich Behörden, Körperschaften als auch in den sonstigen Bereichen waren die Ärztinnen und Ärzte ohne Gebietsbezeichnung zusammen mit den Allgemein- / Praktischen Ärzten am stärksten mit rund 48  Prozent bei Behörden sowie Körperschaften - und sogar mit 60  Prozent-Anteil in sonstigen Bereichen vertreten. Nimmt man die Internisten und die AiP hinzu, so sind etwa 70 Prozent der in diesen Bereichen tätigen Ärztinnen und Ärzte betroffen. Andere Arztgruppen sind daher nur in kleineren Zahlen vertreten, wie etwa die Arbeitsmedizin, die Kinderheilkunde, das öffentliche Gesundheitswesen und die Chirurgie.

Demgegenüber waren die Zahlen der bei Behörden und Körperschaften arbeitenden Ärztinnen und Ärzte leicht rückläufig. Neben vielen unterschiedlichen Veränderungen sind besonders die Ärztinnen und Ärzte ohne Gebietsbezeichnung um acht Prozent zurückgegangen.