Ergebnisse der Ärztestatistik zum 31. Dezember 1998

Die ärztliche Versorgung in der Bundesrepublik Deutschland

Ergebnisse der Ärztestatistik zum 31. Dezember 1998

Im Jahr 1998 ist die Gesamtzahl der bei den Landesärztekammern gemeldeten Ärztinnen und Ärzte auf 357 727 oder um 2,0 % gestiegen. Subtrahiert man von dieser Menge die 70 695 nicht ärztlich Tätigen, so waren 1998 im Bundesgebiet 287 032 Ärztinnen und Ärzte ärztlich tätig - das sind rund 4 300 mehr als im Jahre 1997. Dies entspricht einem Zuwachs von 1,5 % im Jahr 1998 und ist etwas mehr als 1,2 % im Jahre 1997 gegenüber 1996. Die Rate des Nettozugangs an berufstätigen Ärztinnen und Ärzten von 1,5 % liegt damit aber weiter unter dem langfristigen Durchschnitt, der seit 1980 linear 2,8 % pro Jahr betragen hat.

Auch in diesem Jahr fällt die signifikante Zunahme von 4 % - das entspricht einem Zugang von rund 2 600 Ärztinnen und Ärzten der ärztlich nicht tätigen Ärztinnen und Ärzte auf, und könnte unter anderem mit einer leicht gestiegenen Zahl von arbeitslosen Ärztinnen und Ärzten zusammenhängen.

Die Zuwachsrate für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte ist mit 2,2 % relativ hoch, wenn man bedenkt, dass wegen der Zulassungsbeschränkung durch die Bedarfsplanung ein solcher Nettozuwachs eigentlich nicht mehr möglich sein dürfte.

Eine Sonderanalyse aus dem Bundesarztregister hat jedoch ergeben, dass die Abgänge durch die gesetzlichen Vorschriften zur Beendigung der vertragsärztlichen Tätigkeit mit 68 Jahren ab 1999 im Januar 1999 sehr hoch waren. Da im Zulassungsausschuss vom Dezember häufig Zulassungen erteilt werden, die sich auf Abgänge des nächsten Monats beziehen, müssten die Abgänge des Monats Januar 1999 zu denen des Jahres 1998 hinzugerechnet werden, das ergibt dann einen Nettozugang von 0,7 %.

Dem gegenüber hat sich für die im Krankenhaus tätigen Ärztinnen und Ärzte kaum eine Veränderung bei der Zahl ergeben: Sie ist um 0,9 %, das sind rund 1 200 Ärztinnen und Ärzte, gestiegen.

Zugenommen hat allerdings die Zahl der in sonstigen Bereichen Tätigen, und zwar um fast 4 %, während im Tätigkeitsbereich "Behörden/Körperschaften" 1,4 % weniger Ärztinnen und Ärzte zu verzeichnen waren.

Der Anteil der Ärztinnen an der Gesamtzahl ist auch im Jahre 1998 - der Tendenz der letzten Jahre entsprechend - wieder leicht angestiegen und hat jetzt 38,7 % der Gesamtzahl (1997: 38,4 %) - sowie 36,4 % (1997: 36,1 %) der berufstätigen Ärztinnen erreicht. Dieser Anteil betrug vor sieben Jahren noch: 35,6 % bzw. 33,6 % für die berufstätigen Ärztinnen und Ärzte.

Was die berufstätigen Ärztinnen und Ärzte, bezogen auf die Landesärztekammern anbetrifft, so ist auch in diesem Jahr die Verteilung konstant geblieben, lediglich zweimal Verschiebungen um 0,1 %-Punkte sind zu verzeichnen! Trotz der mannigfachen Bewegungen bleiben die Anteile der Landesärztekammern an der Gesamtzahl der berufstätigen Ärztinnen und Ärzte konstant.