Ergebnisse der Ärztestatistik zum 31. Dezember 2001

Im Krankenhaus tätige Ärzte

Der Anteil der im Krankenhaus tätigen Ärztinnen und Ärzte bezogen auf alle ärztlich Tätigen hat sich leicht auf 47,8 % erhöht.

Der Anteil der im Krankenhaus tätigen Ärztinnen und Ärzte bezogen auf alle ärztlich Tätigen hat sich leicht auf 47,8 % erhöht. Die Zahl der Krankenhausärztinnen und -ärzte stieg um 2 % auf 142.310. Die Zuwachsrate liegt damit über der des Vorjahres mit 1,5 %.

Diese Zahlen sind allerdings mit Vorsicht zu genießen. Sie resultieren zum großen Teil aus einer Umstrukturierung der Daten der Ärztekammer Nordrhein. Die damit verbundene Korrektur der Zuordnung der Ärzte führte dazu, dass die Zahl der stationär tätigen Ärzte in Nordrhein um 10 % höher ausgewiesen wird. Diese Zahl spiegelt allerdings keine reale Entwicklung wider und darf daher nicht missgedeutet werden.

Auch im stationären Bereich verdecken die globalen Zahlen dass es erhebliche Strukturunterschiede gibt. Ein deutliches Anzeichen für einen sich abzeichnenden Ärzteschwund ist die Tatsache, dass in fünf Kammerbezirken die Zahl der stationär tätigen Ärzte zurückgegangen ist: Berlin (- 0,8 %), Bremen (- 2,0 %), Sachsen (- 0,4 %), Sachsen-Anhalt (- 0,5 %) und Thüringen (- 1,3 %).

Der Anteil der Ärztinnen im Krankenhaus ist im Jahre 2001 weiter angestiegen von 36,4 % auf 37 %.

In einzelnen Arztgruppen ist eine Reihe von Rückgängen zu verzeichnen. Dies betrifft neben anderen Gebieten vor allem die Gebiete Öffentliches Gesundheitswesen, Nervenheilkunde, Lungen- und Bronchialheilkunde sowie Physikalische und Rehabilitative Medizin. Demgegenüber gibt es recht hohe Zugänge in den Bereichen Allgemeinmedizin, Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie, Neurochirurgie sowie Haut- und Geschlechtskrankheiten und Diagnostische Radiologie. Die spektakuläre Zuwachsrate von 31,6 % bei den Allgemeinärzten ist wohl mit der Einführung des "Initiativprogramms Allgemeinmedizin" zu erklären.
Zur Altersstruktur ist festzustellen, dass nur noch 33,4 % der Krankenhausärzte jünger als 35 Jahre ist. 1999 betrug dieser Wert 34,5 % und im Jahre 1991 noch 45,2 %.

Tabelle 7: Stationär tätige Ärztinnen / Ärzte nach Altersgruppen [PDF]