Ergebnisse der Ärztestatistik zum 31.12.2002

Berufstätige Ärzte

Ohne die 80.282 nicht ärztlich Tätigen waren im Bundesgebiet 301.060 Ärztinnen und Ärzte ärztlich tätig, dies sind 3.167 mehr als im Vorjahr.

Die Zuwachsrate von 1,1 % im Jahre 2002 entspricht damit exakt der des Vorjahres, ist allerdings niedriger als in den Jahren davor (1,2 bzw. 1,5 %). Die Rate des Nettozuganges an berufstätigen Ärztinnen und Ärzten liegt damit deutlich unter dem langfristigen Durchschnitt. Diese globalen und aggregierten Zahlen verdecken allerdings, dass es erhebliche regionale Unterschiede gibt. So ist in Sachsen-Anhalt die Zahl der berufstätigen Ärzte um 1,1 % gesunken, das Saarland vermeldet eine Stagnation.

Auch der Anteil der Ärztinnen an der Gesamtzahl der berufstätigen Ärzte ist im Jahre 2002 wiederum leicht angestiegen und hat jetzt 37,9 % der Gesamtzahl (2001: 37,4 %) erreicht. Der Anteil der Ärztinnen an den berufstätigen Ärztinnen und Ärzte lag 1991 noch bei rund einem Drittel (33,6 %). Seitdem hat sich der Frauenanteil um 12,8 % erhöht.

Auf Grund des geringeren Zuganges an jungen Ärzten verschiebt sich die Altersstruktur weiter zu den älteren Jahrgängen. So verringerte sich der Anteil der unter 35-Jährigen von 18,1 % im Jahre 2001 auf jetzt 17 %. Im Jahre 1991 betrug dieser Wert noch 27,4 %, seit dieser Zeit ist der Anteil der jungen Ärzte um dramatische 38 % gesunken. Gleichzeitig stieg der Anteil der über 59-Jährigen von 10 % 2001 auf jetzt 10,9 %, im Jahre 1991 lag dieser Wert noch bei 7,5 %. Der Anstieg des Anteils der älteren Ärzte seit diesem Jahr beträgt somit 45,3 %.

Bei den einzelnen Arztgruppen fallen die Zuwachsraten recht unterschiedlich aus. Sehr große Steigerungsraten sind bei den Gebieten Herzchirurgie (+21,2 %), Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie (+20,1 %) sowie Psychiatrie und Psychotherapie (+18,6 %) zu finden. Aber auch die Zahl der Zugänge bei den Gebieten Plastische Chirurgie (+18,2 %), Phoniatrie und Pädaudiologie (+11,7 %) sowie Transfusionsmedizin (+9,9 %) und Neurologie (+9 %) sind bemerkenswert.

Die größten Rückgänge gab es bei Ärzten folgender Gebietsbezeichnungen: Sozialhygiene (-18,4 %), Sportmedizin (-10,3 %), Pathologische Physiologie (-8,3 %), Physiotherapie (-8,3 %) sowie Radiologie (-8 %).

Abbildung 3: Berufstätige Ärztinnen nach Arztgruppen zum 31.12.2002 [PDF]

Tabelle 5: Berufstätige Ärztinnen / Ärzte nach Altersgruppen (Stand: 31.12.2002) [PDF]

Tabelle 6: Berufstätige Ärztinnen nach Altersgruppen (Stand: 31.12.2002) [PDF]

Abbildung 2: Berufstätige Ärztinnen und Ärzte nach Arztgruppen zum 31.12.2002 [PDF]