Die ärztliche Versorgung in der Bundesrepublik Deutschland - Ergebnisse der Ärztestatistik zum 31.12.2004

Entwicklung der Arztzahlen zum 31.12.2004

Im Jahre 2004 ist die Gesamtzahl der bei den Landesärztekammern gemeldeten Ärztinnen und Ärzte auf 394.432 gestiegen. Dies sind 1,6 % mehr als im Jahre 2003 und liegt unter den Steigerungsraten der vorherigen Jahre. Der Anteil der Ärztinnen an der Gesamtzahl der Ärzte ist auch im Jahre 2004 in der Tendenz der letzten Jahre entsprechend leicht angestiegen und hat jetzt 41 % der Gesamtzahl (2003: 40,7 %) erreicht.

Die weiterhin positive Zuwachsrate der Zahl der Ärzte in Deutschland verdeckt, dass sich der bereits im Jahre 2001 prognostizierte Ärztemangel in den Statistiken niederschlägt. So ist im Jahre 2004 in fünf Kammerbezirken die Zahl der Krankenhausärzte zurück gegangen (Baden-Württemberg, Berlin, Hamburg, Hessen und Niedersachsen). Zudem musste ebenfalls in fünf Kammerbezirken ein Rückgang der ambulant tätigen Ärzte verzeichnet werden (Hessen, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen). Dies führt dazu, dass in drei Kammerbezirken die Zahl der berufstätigen Ärzte zurückgegangen ist (Berlin, Hamburg und Hessen).

Die ärztliche Versorgung der Bevölkerung ist vielerorts nur noch durch die Zuwanderung ausländischer Ärzte aufrechtzuerhalten. So beträgt der Anteil der Ausländer bei den Erstmeldungen bei den Ärztekammern im Jahre 2004 20 %. Damit ist jeder fünfte Arzt, der erstmalig seine Berufstätigkeit in Deutschland aufnimmt, ein Ausländer. Die ausländischen Ärzte werden in erster Linie in den neuen Bundesländern tätig, und dort im stationäre Bereich. So ist im Jahre 2004 die Zahl der ausländischen Ärzte in den Krankenhäusern der neuen Bundesländern nochmals um 30,8 % gestiegen, obwohl bereits im Vorjahr mit 56,4 % ein exorbitant hoher Anstieg zu verzeichnen war, wobei die weit überwiegende Zahl dieser Ärzte aus den osteuropäischen Staaten kommt. Dieses Phänomen führt dazu, dass in den neuen Bundesländern kein Rückgang der Zahl der Krankenhausärzte zu verzeichnen ist. Dass die Zuwanderung ausländischer Ärzte auch in die alten Bundesländer notwendig ist, erkennt man daran, dass ohne diese Immigration die Zahl der Krankenhausärzte in den alten Bundesländern um 0,2 % gesunken wäre.

Im Moment erscheint es so, als würde den neuen Bundesländern die zur Aufrechterhaltung der ärztlichen Versorgung der Bevölkerung notwendige Attrahierung von ausländischen Ärzten besser gelingen als den alten Bundesländern.

Abbildung 1: Struktur der Ärzteschaft 2004

Abbildung 5: Durchschnittsalter der Ärzte

Abbildung 6: Anteil der unter 35-jährigen Ärzte an allen berufstätigen Ärzten

Abbildung 7: Altersstruktur der Hausärzte (ohne Kinderärzte) in den neuen Bundesländern zum 30.06.2004

Abbildung 8: Entwicklung der Zahl der Studierenden im Fach Humanmedizin

Abbildung 9: Entwicklung der Zahl der Absolventen im Fach Humanmedizin

Abbildung 10: Der Verlust an Medizinstudenten im Verlauf des Studiums

Tabelle 1: Entwicklung der Arztzahlen nach ärztlichen Tätigkeitsbereichen seit 1955

Tabelle 2: Ärztinnen/Ärzte nach Landesärztekammern und ärztlichen Tätigkeitsbereichen

Tabelle 3: Ärztinnen/Ärzte nach Bezeichnungen und ärztlichen Tätigkeitsbereichen

Tabelle 4: Ärztinnen nach Bezeichnungen und ärztlichen Tätigkeitsbereichen