Ärzte ohne ärztliche Tätigkeit

Die Zahl der Ärztinnen und Ärzte ohne ärztliche Tätigkeit – soweit sie bei den Landesärztekammern registriert sind – hat sich 2012, wie die Jahre zuvor, erhöht. Die Steigerungsrate betrug 2,8 Prozent. Dies entspricht 2.980 Ärztinnen und Ärzten.

Von den Ärztinnen und Ärzten ohne ärztliche Tätigkeit befinden sich 63,4 Prozent im Ruhestand (Vorjahr: 63,4 Prozent), 2,1 Prozent sind berufsunfähig (Vorjahr: 2,1 Prozent), 0,7 Prozent befinden sich in der Freistellungsphase der Altersteilzeit (Vorjahr: 0,7 Prozent), 4,6 Prozent sind ausschließlich im Haushalt tätig (Vorjahr: 4,7 Prozent), 2,4 Prozent sind berufsfremd tätig (Vorjahr: 2,4 Prozent), 5,5 Prozent befinden sich in der Elternzeit (Vorjahr: 5,4 Prozent), 6,6 Prozent sind arbeitslos (Vorjahr: 6,5 Prozent) und schließlich geben 14,7 Prozent einen sonstigen Grund an (Vorjahr: 14,7 Prozent).

Von der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg liegen die Arbeitslosenzahlen vor, die jeweils im September eines jeden Jahres erhoben werden. Daraus ergibt sich, dass bis September 2012 ein Anstieg der Zahl der arbeitslosen Ärztinnen und Ärzte festzustellen war. Es wurden 2.642 arbeitslose Ärztinnen und Ärzte gemeldet, wobei der Ärztinnenanteil 62,9 Prozent (Vorjahr: 64,7 Prozent) beträgt. Dies entspricht einer Zunahme um 222 Ärztinnen und Ärzte bzw. 9,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gegenüber dem Höhepunkt der Ärztearbeitslosigkeit im Jahre 1997 hat die Zahl der arbeitslosen Ärztinnen und Ärzte um 6.754 bzw. 71,9 Prozent abgenommen.

Bezieht man die aktuelle Zahl der Arbeitslosen auf die Zahl der berufstätigen Ärzte insgesamt, ergibt sich eine sensationell niedrige Arbeitslosenquote von nur 0,8 Prozent (Vorjahr: 0,7 Prozent); wird als Bezugsgröße die Zahl der abhängig beschäftigten Ärzte genommen, liegt sie bei 1,2 Prozent (Vorjahr: 1,1 Prozent). Diese Zahlen liegen deutlich unter der Arbeitslosenquote, bei der Vollbeschäftigung herrscht. Das bedeutet, dass im ärztlichen Teilarbeitsmarkt „Überbeschäftigung“ herrscht.

Die Anteile der einzelnen Tätigkeitsbereiche an der Gesamtzahl der Ärztinnen und Ärzte verteilt sich nun wie folgt: ambulant 31,4 Prozent (Vorjahr: 31,8 Prozent), stationär 38,1 Prozent (Vorjahr: 37,8 Prozent), in Behörden/Körperschaften 2,1 Prozent (Vorjahr: 2,1 Prozent), in sonstigen Bereichen 4,4 Prozent (Vorjahr: 4,4 Prozent) und nicht ärztlich tätig 24,0 Prozent (Vorjahr: 23,9 Prozent).