Bayern 13.10.2017

Bayern: Versand von Labor- und Gewebeproben durch Poststreik gefährdet

München - Die Gewerkschaft Ver.di streitet derzeit mit der Post – Hintergrund ist ein Tarifkonflikt. Jetzt machte die Gewerkschaft ihre Streikdrohung wahr und rief Post- und Paketboten ab und zum unbefristeten Streik auf. Die Folge: „Nicht nur Briefe und Pakete kommen verspätet; auch die Patientenversorgung ist durch die Streiks unmittelbar beeinträchtigt, da beispielsweise eilige oder zeitsensible Labor- und Gewebeproben verspätet ankommen bzw. gar nicht mehr versendet werden können“, warnt Dr. Rudolf Burger M. Sc., Hauptgeschäftsführer der Bayerischen Landesärztekammer (BLÄK). Damit es nicht zum Ablauf oder Verfall einzelner Proben komme, sollten die Details der Streiktaktik – Orte und Zeiten – rechtzeitig von der Gewerkschaft kommuniziert werden. Auch wenn derzeit nicht mit flächendeckenden Ausständen zu rechnen sei, sollten die regionalen und/oder zeitweiligen Arbeitsniederlegungen bekannt gegeben werden, so dass sich z. B. Laborärzte und Pathologen darauf einstellen und alternative Versandanbieter beauftragen könnten.

Die Gewerkschaft Ver.di weitet ihre Streiks bei der Post aus. Nachdem zum Wochenanfang der Ausstand in den Briefverteilzentren gestartet war, sollen jetzt Schritt für Schritt Briefträger und Paketboten eingebunden werden. Nach Gewerkschaftsangaben waren rund 8.000 Beschäftigte in den Streik getreten. Dabei blieben nach Angaben der Post rund sieben Millionen Briefsendungen oder elf Prozent aller zugestellten Briefe liegen.

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