Hessen 28.11.2017

Dr. med. Brigitte Ende mit Ehrenplakette in Silber der Landesärztekammer Hessen ausgezeichnet

Hohe Würdigung für engagierte Ärztin und ehemalige langjährige Vorsitzende des Versorgungswerks

Bad Nauheim - Für ihre herausragenden Leistungen ist Dr. med. Brigitte  Ende, niedergelassene Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie in Gießen-Buseck,  auf der Delegiertenversammlung am 25. November 2017 mit der Ehrenplakette  der Landesärztekammer Hessen in Silber ausgezeichnet worden. Er  freue  sich, die Plakette an eine „überaus engagierte und hochverdiente Ärztin   überreichen   zu  dürfen“,  sagte  Ärztekammerpräsident  Dr.  med. Gottfried von Knoblauch zu Hatzbach in seiner Laudatio.

Schon  früh  engagierte  sich  Brigitte Ende, am 2. November 1951 in Bracht (jetzt  Rauschenberg)  geboren,  in der ärztlichen Berufspolitik. Seit 1988 gehört  sie dem Parlament der hessischen Ärzteschaft als Delegierte für die Liste  Demokratischer  Ärztinnen und Ärzte an. Von 1980 bis 1990 wirkte sie im  Beirat der  Bezirksärztekammer Wiesbaden und von 1992 bis 1996 im Beirat der  Bezirksärztekammer Gießen mit. Von  1993 bis 1996 und von 2004 bis 2006 war  sie  Fortbildungsbeauftragte der Bezirksärztekammer Gießen. 1996 wurde Dr.  Ende  zur  Vorsitzenden der Bezirksärztekammer Gießen gewählt und übte dieses Ehrenamt bis zum Jahr 2004 aus.

Auch  die  erfolgreiche  Arbeit des Versorgungswerkes der Landesärztekammer wird  seit  Jahren  maßgeblich  von Dr. Ende mit geprägt. Seit 1995 ist sie Mitglied  im  Aufsichtsrat  des Versorgungswerkes und seit 1998 Vorsitzende des  Aufsichtsrats.  Dr. Ende gehört dem Vorstand des Versorgungswerkes an. Zehn  Jahre  lang – von März 2007 bis März 2017 - stand sie als Vorsitzende des Vorstandes an der Spitze der Einrichtung; zu  ihrem Nachfolger wurde Dr. med.  Titus Frhr. Schenck zu Schweinsberg gewählt. Seit fünf Jahren ist Dr. Ende außerdem stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Berufsständischer Versorgungseinrichtungen (ABV).

Ihre  bemerkenswerte  Karriere  begann im hessischen Rosenthal, wo sie nach Schule  und  Friseurlehre  im  elterlichen  Betrieb  zunächst als Friseurin arbeitete.  Nebenbei  besuchte  sie das Abendgymnasium, legte ihr Abitur ab und  absolvierte  dann in Marburg und München das Studium der Humanmedizin. Nach  der  Approbation im Jahre 1982 war die junge Ärztin zunächst bis 1983 als Assistenzärztin in der Psychiatrie TU München tätig, bevor sie von 1984 bis  1986  in  die  Neurologie und Psychiatrie in Wiesbaden wechselte. Vier Jahre   lang,   von   1986  bis  1990  arbeitete  sie  als  Assistenz-  und Funktionsoberärztin  in der Psychiatrie  bei Dr. Haas in der Klinik Eichberg in Eltville.

Seit1990 ist Brigitte Ende, die im selben Jahr zur Verlaufsbeobachtung des Alkoholentzugssyndroms und  Delirium tremens promovierte, als Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie in Buseck-Beuern  niedergelassen. Parallel zu ihrer Berufstätigkeit wirkte sie bis 2006 als Mitglied im Psychiatriebeirat des  Landkreises Gießen und in der Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft mit. Abschließend  betonte  von   Knoblauch  zu Hatzbach in seiner Laudatio, dass sich  die leidenschaftliche Ärztin und Berufspolitikerin auch  immer für den Erhalt  der  Carl-Oelemann-Schule  für Aus- und Fortbildung von Angehörigen medizinischer   Fachberufe  und  dem  damit  verbundenen Bildungsauftrag für junge Menschen engagiert habe.

Dr.  Ende,  die  im  Oktober  2017 vom Deutschen Ärztinnenbund zur „Mutigen Löwin“ 2017 gekürt  wurde  –   einer  Ehrung  für  Frauen,  die sich gegen Widerstände – „notfalls auch kämpferisch mit Zähnen und  Klauen“
durchsetzen,  forderte in ihren Dankesworten junge Ärztinnen und Ärzte auf, sich  in  der  ärztlichen   Selbstverwaltung  zu  engagieren, um die Zukunft mitzugestalten.

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