Hessen 01.12.2017

Herzwochen 2017: Hessischer Ärztekammerpräsident nimmt an Aktionstag in Bürstadt teil

Frankfurt - „Das  schwache  Herz“ lautete das Thema der diesjährigen Herzwochen (1. bis 30. November 2017), einer Veranstaltungsserie der Deutschen Herzstiftung. Aus  diesem Anlass fand am 28. November ein  Aktionstag  des Kreises Bergstraße  im Altenpflegeheim St. Elisabeth in Bürstadt statt, an dem auch Dr.   med. Gottfried von Knoblauch zu Hatzbach, Präsident der Hessen, neben der Gesundheitsdezernentin des Kreises
Bergstraße,  Diana  Stolz,  der Gesundheitspräventionsbeauftragten Reinhild Zolg,  dem  Leitenden  Ärztlichen Direktor und Chefarzt am Kreiskrankenhaus Heppenheim  (KKH), Dr. med. Wolfgang Auch-Schwelk, dem Leitenden Notarzt im Kreis, Dr. med. Wolfgang Scheuer und dem Kreisgeschäftsführer des Deutschen Roten  Kreuzes  (DRK), Ulrich Bergmann, sowie der Bürgermeisterin der Stadt Bürstadt, Bärbel Schader, teilnahm.

Der aktuelle Deutsche Herzbericht zeigt, dass die Erkrankungshäufigkeit der Herzinsuffizienz seit Jahren steigt. Mit der Aktion sollte erreicht werden, dass    möglichst    viele    Menschen    ihr   persönliches   Risiko   für Herz-Kreislauf-Erkrankungen   erkennen   und   wissen,   wie   sie   diesem entgegenwirken    können.  Ärzte,    Apotheker, DRK, Rettungsdienst, Kreisgesundheitsamt  und  andere  Institutionen waren vor Ort;  u.a. wurden
Blutdruck- und Blutzuckermessungen  angeboten  und  demonstriert, wie medizinische Laien lebensrettende Herzdruckmassagen durchführen können.

„Das  Herz ist der Motor des Lebens“, betonte von Knoblauch zu Hatzbach und wies auf das  Leistungsvermögen  des  Organs  ins:  Bei  einem  gesunden Erwachsenen  pumpe  das  Herz in Ruhe etwa 4,5–5 Liter in einer Minute. Das entspräche   pro   Tag  einer  Pumpleistung  von  ca. 6480  Litern. Unter körperlicher  Belastung  könne  diese Leistung um das Sechsfache gesteigert werden.

Wenn  das  Herz  aus  den unterschiedlichsten Gründen schwächer werde, habe dies Folgen für den  gesamten  Körper  und könne  sogar lebensbedrohlich werden, so  von Knoblauch zu Hatzbach weiter. Eine   Herzschwäche   kann   viele   Ursachen   haben: Bluthochdruck,  genetische, d.h. erbliche Vorbelastung, Lungenerkrankungen, bereits bestehende oder überstandenen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie z.B. der Herzinfarkt. Außerdem spielt ein ungesunder  Lebensstil  mit  Stress, Rauchen und einer ungesunden fett- und zuckerreichen  Ernährung,  die  in  der Konsequenz zu einem Typ-2- Diabetes führen könne, eine wesentliche Rolle bei der Entstehung einer Herzschwäche.

 In  Deutschland  wird  die  Zahl  der  Patienten  mit Herzschwäche auf 2-3 Millionen geschätzt. 300.000 kommen jedes Jahr neu hinzu, 50.000 sterben an dieser  Krankheit.  Obwohl in den letzten Jahren große Fortschritte bei den Therapiemöglichkeiten   erzielt   wurden,   nehmen   viele  Betroffene  die Herzschwäche  und  die  damit  verbundenen Beschwerden wie Leistungsabfall, Atemnot, geschwollene Beine als altersbedingt hin.

„Dabei  ist  es  dringend  erforderlich,  bei  Warnzeichen  wie zunehmender Müdigkeit  und  Erschöpfung, ohne dass man sich diese erklären könnte, aber auch  Symptomen wie Atemnot, Herzjagen und ein Anschwellen der Knöchel oder täglich  steigendes  Körpergewicht  –  bedingt  durch Wassereinlagerungen - unverzüglich  den Arzt aufzusuchen“, unterstrich von Knoblauch zu Hatzbach.

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