Hessen 28.11.2017

Hessischer Ärztekammerpräsident fordert sektorenübergreifende Entwicklung eines Konzepts für die ärztliche Notfallversorgung

Bad  Nauheim - Überfüllte  Notaufnahmen,  viele vermeintliche Notfälle, die sich als Bagatellfälle herausstellen: Das Thema Notfallversorgung stellt Fachleute  und  Politik  vor  große  Herausforderungen.  „Wichtig ist, dass ambulant  und stationär tätige Ärzte sektorenübergreifend zusammenarbeiten, um gemeinsam ein Konzept für die Versorgung von Patienten zu Unzeiten und über Tag bei Notfällen zu entwickeln“, betonte Ärztekammerpräsident Dr. med. Gottfried von Knoblauch zu Hatzbach auf der Delegiertenversammlung der Landesärztekammer Hessen am 25. November 2017.

„Der Druck ist  sowohl im niedergelassenen Bereich als auch im Krankenhausbereich  enorm  hoch. Wir können nicht abwarten, bis die Politik uns  Ärzten  sagt, wie wir die Probleme zu lösen haben. Vielmehr müssen wir miteinander  sprechen  und  den Patienten gemeinsam die Wege bauen, die sie bei  tatsächlichen  oder   vermeintlichen  Notfällen  gehen  sollen“, so von Knoblauch zu Hatzbach weiter.

Dafür  sei  eine  enge  Kooperation  zwischen  den  Sektoren  erforderlich. „Voraussetzung  für  die  erfolgreiche Umsetzung eines gemeinsamen Konzepts ist  allerdings  eine  angemessene  Honorierung“,  machte  von Knoblauch zu Hatzbach   deutlich. „Darin drückt sich  nicht  nur  die  Wertschätzung ärztlicher  Arbeit  aus. Sie ist auch  Garant dafür, dass sich Patienten sicher sein  können,  von  Ärzten  ohne  ökonomische  Zwänge, d.h.  ohne Einflussnahme Dritter behandelt zu werden.“

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