Hessen 07.11.2017

"Kammer 4U" – Erster Medizinstudierendentag der Landesärztekammer Hessen auf positives Echo gestoßen

Frankfurt - "Ärztekammer  - was ist das und was kann sie für mich tun?" Eine Frage, die sich  viele  Medizinstudierende  und Berufseinsteiger stellen, wenn Sie zum ersten  Mal  mit  der  Landesärztekammer  in  Kontakt  kommen. Um diese und weitere  Fragen  –  beispielsweise zu Rechtsthemen, der Altersvorsorge oder der  Weiterbildung – zu beantworten, hat die Landesärztekammer Hessen am 6. November unter dem Motto „Kammer 4U“   erstmals die  hessischen Medizinstudierenden  in ihren Verwaltungssitz nach Frankfurt eingeladen. Am Vormittag boten Vorträge Einblicke in die Arbeit der Selbstverwaltung; nachmittags  widmete sich ein Workshop verschiedenen Perspektiven der beruflichen Entwicklung. „Es ist uns ein besonderes Anliegen, dem beruflichen Nachwuchs die ärztliche Selbstverwaltung näher zu bringen und darzustellen, wie die Kammer ihre Mitglieder und die, die es einmal werden, beraten und unterstützen kann“, betonte Dr. med. Gottfried von Knoblauch zu Hatzbach, Präsident der Landesärztekammer Hessen.

Über die Struktur der ärztlichen Selbstverwaltung und die Aufgaben der Landesärztekammer informierte ihr  Ärztlicher  Geschäftsführer,  Dr. med. Alexander Markovic. Auch berichtete er über die Befragungen von Absolventen des  Medizinstudiums, mit denen die Ärztekammer neben Altersstruktur und Geschlechterverteilung  u.a. Erkenntnisse über die beruflichen Ziele von Medizinstudierenden erhalten. Dass  Rechtsfragen alles andere als trocken, sondern sogar ausgesprochen spannend sein können, zeigte Justitiar Manuel Maier in seinem Vortrag, in dem er inhaltlich einen Bogen von den Aufgaben der Rechtsabteilung bis zur  Berufsordnung  und den ärztlichen Berufspflichten spannte.

Noch ist die Rente für Medizinstudierende in weiter Ferne, doch für Überlegungen  zur finanziellen Absicherung im Alter ist es nie zu früh: Das machte  Astrid Strobach, Leiterin Geschäftsbereich Versicherungsbetrieb des Versorgungswerkes  der  Landesärztekammer  Hessen  (LÄKH), in ihrem Referat deutlich,  in  dem  sie  auch  die Vorteile der berufsständischen Versorgung aufzeigte. Anschaulich führte  André R. Zolg,  M.Sc.,  Leiter  der
Weiterbildungsabteilung  der LÄKH, in die Grundlagen der Weiterbildung ein.

„Dreh- und Angelpunkt  der ärztlichen Weiterbildung ist die Weiterbildungsordnung“, unterstrich Zolg und empfahl  den Studierenden, sich auf der Website der Landesärztekammer  -  www.laekh.de  -  über ihre Inhalte zu informieren und sich  bei  Fragen,  etwa  zur  Anrechnung  von Weiterbildungszeiten, an die Weiterbildungsabteilung der Ärztekammer zu wenden.

„Wir  sind  mit Information und Beratung für Sie da, wenn Sie als Ärztinnen und Ärzte in Hessen tätig sind“:  Diese Botschaft wurde auch in dem Workshop am  Nachmittag  deutlich, in dessen Rahmen Monika Buchalik, Vizepräsidentin der LÄKH und in eigener Praxis niedergelassene  Fachärztin  für Allgemeinmedizin,  Dr. med.  Lars Bodammer, Mitglied des Präsidiums der LÄKH und  Oberarzt  (Facharzt  für  Innere Medizin und  Kardiologe) und Cornelius Weiß,   Arzt   in   Weiterbildung,   lebhaft  mit  den  Medizinstudierenden diskutierten.  Im  Mittelpunkt  standen die Fragen: Was ist bei der Planung der  eigenen  Weiterbildung zu  beachten, wie findet man eine Stelle, die zu einem    passt    und   welche   beruflichen   Möglichkeiten   bietet    die Allgemeinmedizin?

„Für die Landesärztekammer ist der direkte Kontakt zum ärztlichen Nachwuchs unverzichtbar, denn er ist die  Zukunft  der  Kammer“,  resümierte  von Knoblauch zu Hatzbach abschließend. Um die Erwartungen und  Lebensrealitäten der künftigen Ärztinnen und Ärzte in Diskussionen und Entscheidungsprozesse einbeziehen   zu können, komme es auf einen regelmäßigen Austausch an, erklärte  der  hessische  Ärztekammerpräsident.   Der Medizinstudierendentag „Kammer  4U“bekam  von  allen Teilnehmenden ein sehr positives Feedback und soll künftig regelmäßig einmal im Jahr stattfinden.

www.laekh.de