Niedersachsen 17.04.2018

Kammerversammlung fordert mehr Vollstudienplätze der Medizin in Niedersachsen

Hannover - Die Delegierten der Kammerversammlung der Ärztekammer Niedersachsen haben in ihrer Sitzung am 14. April einstimmig eine Resolution beschlossen, in der sie die Regierung des Landes Niedersachsen dazu auffordern, das Ziel aus dem Koalitionsvertrag, Teilstudienplätze der Medizin in Vollstudienplätze umzuwandeln, schnell umzusetzen.

„Die Umwandlung von Teil- in Vollstudienplätze ist ein erster wichtiger Schritt, um dem Ärztemangel in Niedersachsen zu begegnen“, betont Dr. med. Martina Wenker, Präsidentin der Ärztekammer Niedersachsen. Die Lungenfachärztin lobt in diesem Zusammenhang ausdrücklich die Kooperation der Universität Göttingen mit dem Klinikum Braunschweig: „Studierende, die in Göttingen bisher nur einen Teilstudienplatz bekommen haben, können zukünftig den klinischen Teil ihrer Ausbildung am Klinikum Braunschweig absolvieren“, erläutert die Präsidentin. So könnten etwa 100 Vollstudienplätze entstehen. 

„Um den medizinischen Nachwuchs auch in Niedersachsen zu halten, ist es enorm wichtig, den jungen Menschen Planungssicherheit während ihres Studiums zu bieten“, ergänzt Marion Charlotte Renneberg, Vizepräsidentin der Ärztekammer Niedersachsen. Trotzdem könne die Umwandlung von Teil- in Vollstudienplätze nur der Anfang sein: „Das Land muss nun dringend die Voraussetzungen dafür schaffen, um die Studienplätze für Humanmedizin in Niedersachsen deutlich zu erhöhen!“

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