Brandenburg 15.05.2017

Landesärztekammer Brandenburg unterstützt Forderung nach mehr Studienplätzen

Präsident und Vizepräsident der Landesärztekammer Brandenburg (LÄKB) unterstützen die Forderungen der Bundesärztekammer, die Medizin-Studienplätze deutschlandweit zu erhöhen

Potsdam - Dr. Martina Wenker, Vizepräsidentin der Bundesärztekammer und Präsidentin der Ärztekammer Niedersachsen, hatte in dieser Woche bemängelt, der „Masterplan Medizinstudium 2020“ würde nicht schnell genug umgesetzt werden. Die Folge sei ein zunehmender Ärztemangel, den man nicht beheben könne, indem Ärzte aus dem Ausland nach Deutschland geholt werden.

„Dieser Forderung von Frau Wenker pflichten wir unbedingt bei“ so Dipl.-Med. Frank-Ullrich Schulz, Präsident der LÄKB. „Der Mangel an ärztlichem Nachwuchs bei zugleich steigender Altersstruktur und damit ebenfalls steigendem Bedarf an medizinischer Versorgung muss bundesweit gelöst werden. Dabei müssen Möglichkeiten im eigenen Land geschaffen werden, welche dazu führen, die durchaus vorhandenen Ressourcen zu nutzen. Dies beginnt bei der Bereitstellung von mehr Studienplätzen. Interessenten für ein Medizinstudium gibt es hier genug. Dass diese dann ins Ausland gehen müssen, um Medizin zu studieren, ist der falsche Weg. Hier findet letztendlich eine Verdrehung der Bedarfe statt“ so Dipl.-Med. Schulz weiter. So könne man nicht Mediziner aus anderen Ländern abziehen und gleichzeitig den eigenen potenziellen Nachwuchs aus dem Blick verlieren.

Die Landesärztekammer Brandenburg fordert eine schnelle und finanziell abgesicherte Erhöhung der Anzahl von Studienplätzen für Medizin um mindestens 1.000 pro Jahr.

www.laekb.de