Nordrhein 20.11.2017

Nordrhein: Solidarität mit Ärztinnen und Ärzten in Osteuropa

Düsseldorf - Die Kammerversammlung der Ärztekammer Nordrhein hat sich heute (Samstag, 18. November)  solidarisch mit Streiks ihrer ärztlichen Kolleginnen und Kollegen in Ländern Osteuropas gezeigt. Diese waren in  den vergangenen Monaten wegen des Personalman-gels, schlechter Entlohnung, Überarbeitung und  überbordender Bürokratie in den Ausstand getreten. Laut polnischem Ärzteverband starben in diesem Jahr  mehrere Mediziner im Dienst an Arbeitsüberlastung.

„Mit Ausnahme Tschechiens, der Slowakei und Sloweniens liegt der Anteil der öffentlichen Ausgaben für das  Gesundheitswesen in den osteuropäischen EU-Staaten unter fünf Prozent des Bruttosozialproduktes  gegenüber dem EU-Durchschnitt von acht Prozent“, heißt es in einer Resolution des rheinischen Ärzteparlamentes.

In Rumänien gingen Ende Oktober tausende Ärzte und Pfleger gegen Lohn- und Zuschlagskürzungen auf die  Straße. In Bulgarien streikten im Oktober Angestellte mehrerer Kliniken, weil sie seit Monaten keinen Lohn  erhalten haben. In Lettland wollen die Hausärzte Tariferhöhungen mit einem sogenann-ten „langsamen“ Streik  erkämpfen, sie versorgen nur eine geringe Anzahl von Patienten pro Tag. In Polen traten Ärzte in einen  einmonatigen Hungerstreik.

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