Hessen 19.12.2017

Numerus Clausus: Landesärztekammer Hessen begrüßt Urteil des Bundesverfassungsgerichts

Frankfurt - „Wir  begrüßen das heutige Urteil des Bundesverfassungsgerichts, wonach das bisherige  Auswahlverfahren  zum  Medizinstudium  die Chancengleichheit der Studierenden   verletzt  und  in  einigen  Bereichen  mit  dem  Grundgesetz  unvereinbar ist, ausdrücklich“, erklärt Landesärztekammerpräsident Dr. med. Gottfried  von Knoblauch zu Hatzbach. „Seit Jahren kritisiert die hessische Ärzteschaft,  dass ausschließlich  die  Abiturnote  über die Zulassung zum Medizinstudium  entscheidet: Nicht nur angesichts  des  zunehmenden Ärztemangels  überholt  als  ausschließliches Kriterium. Auch sagt die Note alleine  nicht  genug  über die menschlichen und fachlichen Voraussetzungen für den Arztberuf aus. “

Dass  Bund  und  Länder nun gemäß dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes bis Ende 2019 die Auswahlkriterien neben der Abiturnote neu regeln müssen - unter anderem sollen zur Wahrung der  Chancengleichheit Eignungsgespräche an Universitäten  bundesweit  in  „standardisierter  und  strukturierte   Form" stattfinden   -  bezeichnet  von  Knoblauch  zu  Hatzbach als große Chance, belastbare Entscheidungen  für die Zulassung zum Medizinstudium zu finden. Darüber  hinaus  erneuert  von  Knoblauch  zu Hatzbach die  Forderung an das Bundesland  Hessen,  die  Zahl der Studienplätze zu erhöhen: „Nur so können wir  auch   künftig  genügend  Ärztinnen  und  Ärzte  für die Versorgung der Patienten ausbilden.“

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