Hessen 05.02.2018

Promotionspreis der Landesärztekammer Hessen 2018 geht an Dr. med. Frank Ziemann

Marburg.  Für  seine  Dissertation  mit  dem  Titel „Zelluläre Ursachen des unterschiedlichen   Ansprechens   HPV-assoziierter   und  Noxen-induzierterPlattenepithelkarzinome  der  Kopf-  und  Halsregionen auf eine kombinierte Radiochemotherapie“ ist Dr. med. Frank Ziemann mit dem Promotionspreis 2018 der    Landesärztekammer   Hessen   ausgezeichnet   worden.  Im  Rahmen  der Absolventen-   und    Promotionsfeier   des  Fachbereichs  Humanmedizin  der Universität   Marburg am 2. Februar  überreichte  der  Präsident  der Landesärztekammer,  Dr. med. Gottfried von Knoblauch zu Hatzbach, den Preis an  Ziemann, der sein Studium der Humanmedizin von 2007 bis 2014 in Marburg absolviert hat und seitdem als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Klinik für  Strahlentherapie  und  Radioonkologie  des Universitätsklinikums tätig ist.

In  seiner Arbeit untersuchte Ziemann, warum zwei Gruppen bösartiger Tumore der  Kopf-Hals-Region  (Plattenepithelkarzinomen), die Humanen Papillomvirus (HPV)  assoziierten Tumore und die durch schädigende Substanzen wie Nikotin und  Alkohol  ausgelösten  Karzinome,  unterschiedlich  auf die kombinierte Radiochemotherapie   ansprechen.   Ziemann  konnte  verschiedene  zelluläre Mechanismen    aufzeigen,    die    die    höhere   Therapieempfindlichkeit HPV-assoziierter Tumore bedingen.

„Die  Ergebnisse  dieser Forschungsarbeit liefern wichtige Erkenntnisse für zukünftige Studien und können dazu beitragen, neue zielgerichtete Therapien zu  etablieren.  Daher  ist es mir eine besondere Freude, Herrn Ziemann mit dem  Promotionspreis  der  Landesärztekammer  Hessen auszuzeichnen“, so von Knoblauch zu Hatzbach. Darüber hinaus sei eine Auszeichnung immer auch eine Anerkennung   der   persönlichen   Leistung   des  Preisträgers  und  solle vorbildhaft aufzeigen, dass es Sinn mache, sich zu engagieren.

Mit  dem im Jahr 1966 eingeführten Preis der hessischen Ärztekammer für die beste   Dissertation   der    Medizinischen   Fakultäten  der  Universitäten Frankfurt, Gießen und Marburg, der seit 2000 den Titel  "Promotionspreis der Landesärztekammer   Hessen"   trägt,   sollen   junge  Wissenschaftler  und Wissenschaftlerinnen  in  der  Medizin gefördert werden. Der mit 3.000 Euro dotierte  Preis  wird jährlich verliehen. Bei der diesjährigen Preisvergabe folgte  das  Präsidium der Landesärztekammer dem Vorschlag des Fachbereichs Medizin der Universität Marburg.

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