Nordrhein 20.11.2017

Rheinische Ärzteschaft: Keine Pharmakotherapie durch nicht-ärztliche Psychotherapeuten

Düsseldorf - Die rheinische Ärzteschaft lehnt Pläne des Bundesgesundheitsministeriums zur Reform der  Psychotherapeuten-Ausbildung ab. „Die im Entwurf angelegte Zersplitterung der somatischen und psychischen  Behandlungskompetenz widerspricht einer adäquaten, ganzheitli-chen Versorgung kranker Menschen“,  kritisierten die Delegierten der Kammerversammlung der Ärztekammer Nordrhein heute (Samstag, 18. November) an der vorliegenden Fassung einer vom Bundesgesundheits-ministerium erarbeiteten Novelle.

Die im Arbeitsentwurf vorgeschlagene Möglichkeit zur Einrichtung eines Modellstudiengangs, der nicht-ärztliche  Psychotherapeuten zur Feststellung, Verordnung und Überprüfung von psychopharmakologischen Maßnahmen berechtigt, sei im Sinne der Patientensicherheit unvertretbar. Jede Pharmako-therapie sei eine  „hochkomplexe Form der Heilbehandlung, die besondere und umfassende Kenntnisse der medizinischen  Grundlagen und der Anwendungspraxis erfordert und ausschließlich in die Hand von Ärztinnen und Ärzte  gehört“, sagte Rudolf Henke, Präsident der Ärztekammer Nordrhein, in Düsseldorf.

Die Kammerversammlung fordert die künftige Bundesregierung auf, die geplante Ausbildungsreform  grundsätzlich zu überdenken und dabei auch die Ärzteschaft intensiv einzubeziehen.

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