Sachsen 05.01.2018

Sachsen: Nachdenken über Organspende

Ein Unterrichtsangebot für Schulen in Sachsen

Dresden - Befragungen der letzten Jahre haben wiederholt ergeben, dass die Informationen zur Organspende in der Bevölkerung oft nur lückenhaft sind, obwohl seit 2013 Versicherte über 16 aller zwei Jahre von ihren Krankenversicherungen zum Thema Organspende angeschrieben und informiert werden.
 
Die Sächsische Landesärztekammer bietet deshalb ab sofort allen Schulen in Sachsen als Unterrichtsergänzung eine wertfreie und sachliche Information zu diesem schwierigen Thema an. „Denn die Schule ist genau der richtige Ort, um frühzeitig über das Thema Organspende aufzuklären, die Problematik von vielen verschiedenen Seiten zu beleuchten, zu diskutieren und zum Nachdenken anzuregen“, betont der Präsident der Sächsischen Landesärztekammer, Erik Bodendieck. Vor allem in den Fächern Biologie, Ethik, Gemeinschaftskunde oder auch im Religionsunterricht lässt sich das Thema fächerverbindend/fächerübergreifend gut unterbringen.
 
Dazu gehen erfahrene Mediziner auf Anfrage in die Schulen und behandeln folgende Fragen:
Was bedeutet Entscheidungslösung/Widerspruchslösung/Zustimmungslösung?
Was ist der Hirntod und wie wird dieser festgestellt?
Wer entscheidet, wenn nicht bekannt ist, was der Wille des Verstorbenen gewesen wäre?
Wie ist der Ablauf einer Organ- und Gewebespende?
Welche Organe und Gewebe können wann gespendet werden?
Was ist eine Transplantation?
Wie häufig werden Organe in Sachsen transplantiert?

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