Westfalen-Lippe 16.04.2018

Westfalen-Lippe: Windhorst: „Den tausenden medizinischen Studienplatzanwärtern eine Chance geben“

Einstimmige Resolution: Kammerversammlung fordert mehr Studienplätze für Medizin

Münster - In einer einstimmig angenommenen Resolution hat sich die Kammerversammlung der Ärztekammer Westfalen-Lippe für die Schaffung weiterer Medizin-Studienplätze ausgesprochen. Das Plenum der westfälisch-lippischen Ärzteschaft stellte fest, dass die Versorgung der Bevölkerung auf Dauer nur aufrecht zu erhalten ist, wenn der drohende Verlust von medizinischen Studienplätzen in Nordrhein-Westfalen abgewendet und endlich die notwendigen zusätzlichen Studienplätze wieder geschaffen würden. Die Versammlung forderte die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen auf, sofort entsprechende Maßnahmen einzuleiten.
 
Zur Begründung hieß es in dem von der Fraktion Marburger Bund eingebrachten Antrag, zur Einführung von G8 in NRW seien zur Bewältigung des doppelten Abiturjahrganges zusätzliche Studienplätze geschaffen worden. In der Medizinischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum handelt es sich z. B. um 48 klinische Studienplätze. Die Finanzierung dieser Studienplätze sei jedoch nur bis zum Herbst 2018 gesichert. In Zeiten des massiven Ärztemangels sei eine solche Entwicklung völlig inakzeptabel und muss verhindert  werden. Im Gegenteil müssten zusätzliche Studienplätze, wie sie schon bestanden haben, in der Medizin in erheblichem Umfange wieder geschaffen werden.
 
Kammerpräsident Dr. Theodor Windhorst verwies in der Debatte darauf, dass seit Anfang der 90er Jahre etwa 1.000 Studienplätze für Medizin in Nordrhein-Westfalen abgebaut worden sind. Dem gegenüber stünden aktuell etwa 50.000 Bewerberinnen und Bewerber, die auf einen Studienplatz für Medizin warteten. „Wir müssen den tausenden medizinischen Studienplatzanwärtern eine Chance geben.“

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