Pressemitteilung der Bundesärztekammer

Evaluation der ärztlichen Weiterbildung: BÄK und Ärztekammern starten zweite Befragungsrunde

Berlin, 01.02.2011

Die Bundesärztekammer startet Mitte April 2011 gemeinsam mit den 17 Landesärztekammern die zweite Befragungsrunde des Projektes „Evaluation der Weiterbildung in Deutschland“. Damit erhalten Weiterbildungsbefugte sowie weiterzubildende Ärztinnen und Ärzte erneut die Möglichkeit, über ein Online-Portal Auskunft zur Qualität der Weiterbildung in Deutschland zu geben.

An der ersten Befragung im Jahr 2009 hatten sich bundesweit rund 30.000 Ärztinnen und Ärzte beteiligt. Die Weiterbildung wurde über alle Fachgebiete mit einer relativ guten Durchschnittsnote von 2,6 bewertet.  Allerdings beklagten die Weiterzubildenden insbesondere zu hohe Arbeitsbelastung, Bürokratie und Überstunden in ihrem Berufsalltag.

Alle Ärztinnen und Ärzte, die sich in Weiterbildung befinden, erhalten ihre Zugangsdaten zur Befragung unmittelbar von ihrer Ärztekammer mit einem Schreiben, welches ihnen persönlich an ihre (Dienst-)Adresse gesandt wird. Weiterzubildende, insbesondere diejenigen, die bis Mitte Juni 2011 ihre Zugangsdaten nicht von ihrer Ärztekammer erhalten haben, können sich bis Mitte Juli 2011 weiterhin direkt an die speziell eingerichteten Hotline-Stellen der Ärztekammern wenden und einen Zugangscode anfordern.

Den Weiterbildungsbefugten werden die Zugangsdaten zur Teilnahme an der Befragung 2011 im Webportal von der zuständigen Ärztekammer zugesandt. Analog der Befragung 2009 wird jeder Weiterbildungsbefugte von seiner Ärztekammer darüber informiert, ob ein Individueller Befugten-Bericht für ihn im Webportal vorliegt. In Auswertung der Erfahrungen aus der ersten Befragung sowie Umsetzung der Beschlüsse des 113. Deutschen Ärztetages 2010 sollen ausgewählte Ergebnisse („Ergebnisspinnen“) jeder einzelnen Weiterbildungsstätte im Anschluss an die Umfrage veröffentlicht werden. Nach Einsicht in die Ergebnisse der Weiterbildungsstätte hat der Befugte vier Wochen Zeit, der Veröffentlichung eines Teils seines Berichtes, der sogenannten Ergebnisspinne, zu widersprechen.

Mit dieser Ergebnistransparenz soll den jungen Ärztinnen und Ärzten eine zusätzliche Orientierung für die Planung ihrer Weiterbildung und die Wahl der passenden Weiterbildungsstätte an die Hand gegeben werden.

Alle Weiterbildungsstätten sind aufgefordert, die weiteren Informationen zum Start der Umfrage zu beachten und sich für eine hohe Beteiligung zu engagieren.

Weitere Informationen zum Projekt „Evaluation der Weiterbildung“ erhalten Sie direkt über die Homepages der Landesärztekammern sowie unter www.evaluation-weiterbildung.de.