118. Deutscher Ärztetag ... 19.05.2015

Bilanz des 118. Deutschen Ärztetages

Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery zieht eine Bilanz des 118. Deutschen Ärztetages. Außerdem gibt der wiedergewählte Präsident der Bundesärztekammer einen Ausblick auf die gesundheitspolitischen Themen der kommenden vier Jahre. Bei allen Schwierigkeiten, über so einen langen Zeitraum Prognosen zu liefern, werde der Erhalt der ärztlichen Freiberuflichkeit das bestimmende Thema sein, so Montgomery.
118. Deutscher Ärztetag ... 14.05.2015

(Muster-) Berufsordnung: Änderungen beschlossen

Frankfurt am Main - Der 118. Deutsche Ärztetag hat heute in Frankfurt am Main der Novellierung einzelner Vorschriften der (Muster-)Berufsordnung für die in Deutschland tätigen Ärztinnen und Ärzte (MBO-Ä) zugestimmt. Geändert wurde unter anderem die Regelung zum Einsichtnahmerecht der Patienten in die ärztliche Dokumentation. Bislang waren diejenigen Teile von der Einsichtnahme ausgenommen, die subjektive Eindrücke oder Wahrnehmungen des Arztes enthalten. Nach Inkrafttreten des Patientenrechtegesetzes im Jahr 2013 war eine Anpassung an den Paragraphen 630g des Bürgerlichen Gesetzbuches angezeigt. Darin ist geregelt, dass Patienten auf deren Verlangen unverzüglich Einsicht in die vollständige, sie betreffende Patientenakte zu gewähren ist, soweit der Einsichtnahme nicht erhebliche therapeutische Gründe oder sonstige erhebliche Rechte Dritter entgegenstehen. Diese Formulierung wurde im Wesentlichen übernommen und um den...
Patienteninformation 12.05.2015

Masern: Impfung bei Kindern und Nachholimpfung

Auf zwei Seiten vermitteln die Patienteninformationen „Masernimpfung bei Kindern – was Sie wissen sollten“ und „Nachholimpfung – bin ich vor Masern geschützt?“ wichtige Fakten und praktische Tipps zum Thema Masern und Impfschutz. Es gibt einen wirksamen Schutz vor Masern: eine Impfung, die in Deutschland seit über 30 Jahren angewendet wird. Experten empfehlen Kindern zwei Impfungen im Alter von 11 bis 23 Lebensmonaten. Schwere Nebenwirkungen der Impfung sind sehr selten, vor allem im Vergleich zu den Folgen der Erkrankung. Aktuelle Masernausbrüche haben gezeigt, dass vor allem Jugendliche und junge Erwachsene nicht ausreichend geschützt sind. Daher empfehlen Experten Jugendlichen, versäumte Impfungen nachzuholen. Erwachsenen, die nach 1970 geboren wurden, wird eine einmalige Masernimpfung empfohlen, wenn sie bisher nicht oder nur einmal geimpft wurden oder unsicher über einen ausreichenden Schutz sind. Masern sind...
Frankfurt am Main – „Freiberuflichkeit ist für Ärzte viel mehr als wirtschaftliche Unabhängigkeit oder Garantie für die Versorgungswerke. Freiberuflichkeit sichert freie medizinische Entscheidungen. Sie sichert die Unabhängigkeit des Patient-Arzt-Verhältnis. Sie sichert damit Patientenrechte.“ Das sagte Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), bei der heutigen Eröffnung des 118. Deutschen Ärztetages in Frankfurt am Main. Der BÄK-Präsident stellte klar: „Freiheit und Verantwortung sind unteilbar. Wir stehen tagtäglich zu unserer Verantwortung in Praxen und Kliniken, im Gesundheitsamt genauso wie beim Notfalleinsatz auf der Straße.“Montgomery warnte vor einer schleichenden Aushöhlung der ärztlichen Freiberuflichkeit durch staatliche Überregulierung. Als Beispiel nannte er das geplante GKV-Versorgungsstärkungsgesetz und die darin enthaltenen Regelungen für Zwangsstilllegungen von...
Frankfurt am Main – Für eine Woche wird Gesundheitspolitik in Frankfurt am Main gemacht. 250 Ärztinnen und Ärzte aus ganz Deutschland kommen vom 12. bis 15. Mai  zum 118. Deutschen Ärztetag in das Congress Center Messe Frankfurt, um gesundheitspolitische Impulse zu setzen und wichtige berufspolitische Themen zu beraten. Eröffnet wird der Deutsche Ärztetag morgen in der Frankfurter Paulskirche unter anderem im Beisein von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe und dem hessischen Gesundheitsminister Stefan Grüttner. In der gesundheits- und sozialpolitischen Generalaussprache werden sich die Abgeordneten des Deutschen Ärztetages mit aktuellen gesundheitspolitischen Reformen der Bundesregierung befassen. Ein Schwerpunkt wird das GKV-Versorgungs-stärkungsgesetz sein. Beraten werden unter anderem auch die geplante Krankenhausreform der Bundesregierung, das Präventionsgesetz sowie die vorgesehenen Anti-Korruptionsregelungen...
Berlin - „Gesundheitsberatung, Früherkennung und Prävention von Krankheiten müssen als originär ärztliche Aufgaben gefördert werden. Wir brauchen aber auch den politischen Willen, Ärzte in der Prävention zu stärken. Leider wird dies im geplanten Präventionsgesetz der Bundesregierung nur unzureichend berücksichtigt“, kritisiert der Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, in einem Gastbeitrag für die Frankfurter Allgemeine Zeitung (17.04.2015) auch im Hinblick auf die Anhörung zum geplanten Präventionsgesetz im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages am 22. April 2015. Montgomery begrüßt die im Gesetz vorgesehene altersmäßige Ausweitung der Kinder- und Jugenduntersuchungen und die stärkere Ausrichtung der Gesundheitsuntersuchungen auf die Erfassung und Bewertung gesundheitlicher Risiken und Belastungen. Der BÄK-Präsident warnt jedoch davor, die Ausgestaltung dieser Untersuchungen allein dem Gemeinsamen Bundesausschuss zu überlassen. „Anzahl und Umfang der angebotenen Untersuchungen für GKV-Versicherte könnten sich verringern statt erhöhen, zumal der Gesetzgeber den Krankenkassen für die neugestalteten Gesundheitsuntersuchungen Kostenneutralität in Aussicht gestellt hat. Bei einer qualitativen Neugestaltung der ärztlichen Vorsorge muss die Honorierung der Untersuchungen ergebnisoffen und leistungsbezogen diskutiert werden“, fordert Montgomery.Statt Ärzte auf das Ausfüllen von Präventionsempfehlungen für Krankenkassenkurse zu reduzieren, wie im Gesetz vorgesehen, fordert Montgomery vom Gesetzgeber die Grundlagen für ein ärztliches Präventionsmanagement zu schaffen, das sowohl eine Exploration gesundheitlicher Belastungen, eine ärztliche Beratung und Begleitung von Präventionsaktivitäten als auch die Bewertung ihrer Wirksamkeit umfasst. Völlig unverständlich sei außerdem, wie die Entwicklung einer Nationalen Präventionsstrategie ohne die verfasste Ärzteschaft erfolgen soll. In der neu zu konstituierenden Nationalen Präventionskonferenz seien laut Gesetzentwurf zwar die Sozialversicherungsträger, Ministerien, Länder- und Patientenvertreter als Mitglieder berücksichtigt, die ärztlichen Spitzenorganisationen jedoch blieben außen vor, kritisiert Montgomery. Gesundheitsförderung und Prävention seien aber nicht nur Aufgabe von Ärzten allein, sondern auch von Kindergärten, Schulen, Bildungseinrichtungen, Politik und Gesellschaft. „Investition in Prävention und Gesundheit lohnt sich, für den Einzelnen wie für die Gesellschaft als Ganzes. Die Ärzte leisten dazu gerne ihren Beitrag“, so Montgomery. ...
Weltärztebund 20.04.2015

WMA-Resolution zu Handelsabkommen

Berlin - Internationale Handelsabkommen dürfen die Gesundheitsversorgung und den öffentlichen Gesundheitssektor nicht gefährden. Das fordert der Vorstand des Weltärztebundes  (World Medical Association, WMA) in einer Dringlichkeitsresolution von allen beteiligten Regierungen. Er bezieht sich dabei insbesondere auf die aktuell in Verhandlungen befindlichen Abkommen wie die Transpazifische strategische wirtschaftliche Partnerschaft (TPSEP), die Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP),  das Abkommen über den Handel mit Dienstleistungen (TiSA) sowie das Kanada-EU Abkommen (CETA).  Der Weltärztebund erkennt grundsätzlich die positiven Aspekte von Handelsabkommen an. Er verlangt aber die feste Zusicherung, Investoren keine Klagemöglichkeiten zu gewähren, die bewährte Gesundheitsgesetze, zum Beispiel bei der Lebensmittelsicherheit oder bei der Reduzierung von Alkohol- und Tabakkonsum, aushöhlen könnten....
Der Vorstand des Weltärztebundes hat heute die US-Amerikanerin Dr. Ardis Hoven zur Vorsitzenden des Vorstandes gewählt. Hoven ist Fachärztin für Innere Medizin und Infektiologie in Lexington, Kentucky und Professorin an der Universität von Kentucky. Zuvor war sie Präsidentin der American Medical Association. Mit ihr sitzt erstmals eine Frau dem Vorstand des Weltärztebundes vor. Zum stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstandes des Weltärztebundes wurde Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery gewählt. Im Amt des Schatzmeisters folgt ihm der Japaner Dr. Masami Ishii nach. Ishii ist Vorstandsmitglied im Japanischen Ärzteverband, Neurochirurg und betreibt eine Klinik in Iwaka in der Region Fukushima. Der Vorstand des Weltärztebundes tagt vom 16. bis 18. April in Oslo. Er setzt sich aus Vertretern aller Weltregionen zusammen und tagt zweimal jährlich. ­ www.wma.net
„Etwas mehr und doch zu wenig“, so fasste Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), die Ergebnisse der Ärztestatistik für das Jahr 2014 zusammen. Wie aus den Daten der BÄK hervorgeht, erhöhte sich die Zahl der bei den Landesärztekammern gemeldeten ärztlich tätigen Mediziner im vergangenen Jahr um 2,2 Prozent auf 365.247. „Dieses leichte Plus reicht bei Weitem nicht aus, um die Lücken in der medizinischen Versorgung zu schließen, die sich aus einer Reihe von gesellschaftlichen Entwicklungen ergeben“, sagte Montgomery. So verschieben sich die Prioritäten der Jungmediziner. „Wir haben es mit einer nachwachsenden Ärztegeneration zu tun, die berechtigte Anforderungen an ihren Arbeitsplatz stellt“, erklärte Montgomery. „Wie zahlreiche Umfragen zeigen, legen diese jungen Ärzte großen Wert auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Beruf, Familie und Freizeit, auf feste Arbeitszeiten und flexible...
Anti-Korruptionsgesetz ... 13.04.2015

Anti-Korruptionsgesetz: BÄK fordert Korrekturen

Die Bundesärztekammer (BÄK) begrüßt grundsätzlich, dass die Koalition einen Gesetzentwurf vorgelegt hat, der die Ahndung von Korruption im Gesundheitswesen regeln soll. Allerdings sei in dem von Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) Anfang Februar vorgelegten Entwurf versäumt worden, die Ursachen der Korruption zu analysieren. Es müsse verhindert werden, dass Ärzte ohne fundierte Analyse möglicher korruptiver Strukturen und Mechanismen einem gesonderten Straftatbestand unterworfen werden. „Um den Kreis der Normadressaten zu bestimmen, sind valide Erkenntnisse über normabweichende Auffälligkeiten, belastbare Statistiken über die Struktur, den Umfang und den Anteil bestimmter Personengruppen an der Korruption im Gesundheitswesen notwendig“, stellt die BÄK in ihrer Stellungnahme zu dem Entwurf klar. Das aber habe der Gesetzgeber im vorliegenden Gesetzentwurf bisher nicht berücksichtigt. Der Entwurf sieht vor, einen neuen...

Health Technology Assessment

Zum Vorhaben der EU-Kommission zur Zentralisierung medizinischer Nutzenbewertungen (HTA)Fachliche Einschätzung der Bundesärztekammer vom 20.04.2018

Bundesweite Fortbildungssuche

Pilotprojekt für eine Übersicht aller in Deutschland von einer Landesärztekammer anerkannten Fortbildungsmaßnahmen www.baek-fortbildungssuche.de

Fortbildungsveranstaltungen der AkdÄ

Aktuelle Termine und Vorträge

Karriere trotz Teilzeit? Karriere in Teilzeit!

Zur Unterstützung von Ärztinnen und Ärzten, die trotz Teilzeittätigkeit eine Leitungsfunktion im Krankenhaus anstreben oder nach Erreichen einer Leitungsfunktion eine solche planen, beabsichtigt die Bundesärztekammer, eine Übersicht erfolgreicher Modelle aufzubauen.

Bitte melden Sie uns positive Beispiele unter Nennung der Fachrichtung und der Klinik an: karriere-in-teilzeit@baek.de.

Evaluation der Weiterbildung

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