FAQ rund um den elektronischen Arztausweis

1. Was ist der elektronische Arztausweis?

Der elektronische Arztausweis ist eine personenbezogene Chipkarte im Scheckkarten-Format. Er dient neben seiner klassischen Funktion als Sichtausweis auch als Instrument, das seinem Inhaber die Zugehörigkeit zum Beruf „Arzt“ in der digitalen Welt attestiert. Dies ist notwendig, da der Gesetzgeber vorgegeben hat, dass ein Zugriff auf die Daten der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) und die medizinischen Anwendungen der Telematikinfrastruktur (TI) grundsätzlich nur durch Berechtigte erfolgen darf. Je nach Anwendung sind dies z. B. Ärzte oder Apotheker. Daher müssen diese Berechtigten mit einem entsprechenden elektronischen Ausweis ausgestattet sein. Im Vergleich zu allen anderen elektronischen Heilberufsausweisen (z. B. für Apotheker, Psychotherapeuten) verfügt der elektronische Arztausweis über die umfassendsten Zugriffsrechte.

Siehe auch Frage: 17.

 

 

2. Welche Funktionen besitzt der eArztausweis?

Der elektronische Arztausweis (eArztausweis) besitzt fünf Grundfunktionen:

  1. Sichtausweis: Wie sein klassischer Vorgänger – der Arztausweis aus Papier – dient er zusammen mit dem amtlichen Lichtbildausweis als Sichtausweis, bspw. um in einer Apotheke verschreibungspflichtige Medikamente zu erwerben.
  2. Signatur: Der Inhaber kann mit dem eArztausweis eine elektronische Unterschrift (Qualifizierte elektronische Signatur – QES) erstellen. Diese elektronische Signatur ist der eigenhändigen Unterschrift rechtlich gleichgestellt. Mit ihr können Arztbriefe, Abrechnungsunterlagen für die Kassenärztliche Vereinigung, Notfalldaten auf der elektronischen Gesundheitskarte, elektronische Rezepte oder elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen rechtssicher und medienbruchfrei elektronisch unterschrieben werden. Die elektronische Signatur wird mittels der Eingabe einer selbst vergebenen, mindestens 6-stelligen PIN ausgelöst. Mittels der sog. Stapelsignatur können mit einer PIN-Eingabe auch mehrere Signaturen ausgelöst werden. Bei der sogenannten Komfortsignatur muss nur einmal die PIN-Eingabe erfolgen und anschließend können durch ein sogenanntes auslösendes Merkmal (z. B. Doppel-Klick am Praxisverwaltungssystem) weitere Signaturen ausgelöst werden.
  3. Authentifizierung: Mit dem eArztausweis ist es möglich, sich in der elektronischen Welt mit seiner virtuellen Identität und in der Eigenschaft „Arzt“ sicher auszuweisen, z. B. an Portalen von Kammern oder Arztnetzen oder in der Telematikinfrastruktur. Unsichere Anmeldeverfahren können ersetzt und auf ein höheres Sicherheitsniveau angehoben werden. Diese Funktionalität ist der Kern für den späteren Zugriff auf die elektronischen Patientenakten von Versicherten.
  4. Vertraulichkeit: Der eArztausweis ist in der Lage, medizinische Daten sicher zu ver- und entschlüsseln. Damit steigt das Datenschutz- und Sicherheitsniveau bei der Übertragung personenbezogener medizinischer Daten oder bei vertraulichen Informationen deutlich.
  5. eGK-Zugriff: Mit dem eArztausweis kann auf medizinische Daten zugegriffen werden, die auf der eGK des Patienten abgespeichert sind wie bspw. „Notfalldaten“ und „elektronischer Medikationsplan“.

3. Für welche Anwendungen brauche ich heute oder in naher Zukunft den eArztausweis?

Der elektronische Arztausweis wird zunehmend integraler Bestandteil der ärztlichen Berufsausübung sein. Praxisverwaltungssysteme bieten schon länger die Möglichkeit, die quartalsweisen Sammelabrechnungen ausgewählter Kassenärztlichen Vereinigungen oder auch der Privatärztlichen Verrechnungsstellen zu signieren.

Gemäß der aktuellen gesetzlichen Regelungen benötigen Sie einen eArztausweis für die in der folgenden Tabelle aufgeführten Anwendungen zu den angegebenen Terminen, die teils sanktionsbewehrt sind. Zusätzlich sind in der Tabelle die Funktionen der Anwendungen aufgeführt für die der eArztausweis aus technischer Sicht zwingend erforderlich ist.

AnwendungGesetzliche RegelungGesetzlicher Termin / SanktionenTechnische Notwendigkeit HBA
Elektronische Patientenakte(ePA)Zugriff auf Daten der Anwendung nur, wenn der Zugreifende einen eArztausweis besitzt (§ 339 Abs. 3 SGB V).

Am 30.06.2021 müssen sich Vertragsärzte zwingend mit den erforderlichen Komponenten und Diensten für die Nutzung der ePA ausgestattet haben. Dazu zählt auch der eArztausweis. / Sanktion: Pauschale Kürzung der Vergütung um 1 Prozent

Für Krankenhäuser gilt formal eine Frist bis zum 1. Januar 2021, Sanktionen in Form eines einprozentigen Abschlags des Rechnungsbetrags für jeden voll- und teilstationären Fall drohen aber erst zum 01.01.2022.
Zugriff auf die ePA kann technisch mit einer SMC-B (Praxisausweis) erfolgen. Rechtlich ist allerdings zwingend ein eArztausweis notwendig.
Elektronischer Medikationsplan (eMP)

Zugriff auf Daten der Anwendung nur, wenn der Zugreifende einen eArztausweis besitzt (§ 339 Abs. 3 SGB V).

Anspruch auf die Erstellung und Aktualisierung eines eMP haben Versicherte, die mindestens drei zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung verschriebene Arzneimittel dauerhaft anwenden.

Kein gesetzlich festgesetzter Termin.

Abhängig von der Verfügbarkeit der benötigten Komponenten in der  medizinischen Einrichtung (inbes. E-Health-Konnektor)
Alle Zugriffe sind auch mit SMC-B (Praxisausweis) möglich. Rechtlich ist allerdings zwingend ein eArztausweis notwendig.

Notfalldatenmanagement (NFDM)

  • Notfalldaten
  • Hinweise der Versicherten auf das Vorhandensein und den Aufbewahrungsort von Vorsorgevollmachten oder Patientenverfügungen
  • Hinweise der Versicherten auf das Vorhandensein und den Aufbewahrungsort von Erklärungen zur Organ- und Gewebespende

Zugriff auf Daten der Anwendung nur, wenn der Zugreifende einen eArztausweis besitzt (§ 339 Abs. 3 SGB V).

Versicherte haben Anspruch auf die Erstellung und Aktualisierung eines Notfalldatensatzes.

Die Vergütung für das Anlegen, Aktualisieren und Löschen eines Notfalldatensatzes ist an die Verfügbarkeit eine eArztausweises der Generation 2 geknüpft!

Kein gesetzlich festgesetzter Termin.

Abhängig von der Verfügbarkeit der benötigten Komponenten in der  medizinischen Einrichtung (inbes. E-Health-Konnektor)

Alle Zugriffe sind  mit SMC-B (Praxisausweis) möglich.

Zur Signatur des NFD wird zwingend der eArztausweis benötigt.
Elektronische Verordnungen (E-Rezept)Zugriff auf Daten der Anwendung nur, wenn der Zugreifende einen eArztausweis besitzt (§ 339 Abs. 3 SGB V).Einführung des E-Rezeptes ab 01.07.2021.
Pflichtanwendung zum 01.01.2022
für verschreibungspflichtige Arzneimittel.

Wird zwingend für die Signatur des E-Rezepts benötigt.

Authentisierung und anschließender Zugriff auf E-Rezepte im Fachdienst nur mit SMC-B (Praxisausweis) möglich.
Elektronischer Arztbrief (eArztbrief)Vergütung für eArztbrief ist abhängig von einer Signatur mit einem eArztausweis.01.04.2021Wird zwingend für die Signatur der eArztbriefes benötigt.

Elektronische Arbeitsunfähigkeitsbe-
scheinigung (eAU)

Gemäß gesetzlicher Lage benötigen Sie den eArztausweis verpflichtend zur rechtssicheren qualifizierten elektronischen Signatur (QES).

Gemäß einer Übergangsregelung zwischen KBV und GKV-Spitzenverband wurde die gesetzliche Frist (01.01.2021) zur verpflichtenden Versendung einer eAU an die Krankenkassen auf 01.10.2021 verlängert.

Zudem regelt die Übergangsregelung, dass vor dem 01.01.2022 bei fehlender Verfügbarkeit des eArztausweis mit der SMC-B (Praxisausweis) signiert werden kann.
Wird zwingend für die Signatur der eAU benötigt.
Kommunikation im
Medizinwesen
(KIM)
Verpflichtendes Kommunikations-
mittel für die Über-
tragung von elektro-
nischen Arbeitsun-
fäghikeitsbeschei-
nigungen (eAU), für deren Signatur man wiederrum den eArztausweis ver-
pflichtend benötigt.
s. Termine für eAUEinen eArztausweis benötigen Sie neben der verpflichtenden SMC-B (Praxisausweis), wenn Sie neben einem Institutspostfach auch ein persönliches Postfach verwenden möchten.

Hinweis

Der Gesetzgeber schreibt über die obigen Regelungen hinaus vor, dass Praxisausweise nur an Leistungserbringerinstitutionen ausgegeben werden, denen ein Inhaber eines elektronischen Heilberufs- oder Berufsausweises zugeordnet ist. (§ 340 SGB V).

Auch jenseits des Gesundheitswesens bieten sich weitere Einsatzmöglichkeiten an. Der elektronische Arztausweis ist mit seiner qualifizierten elektronischen Signatur nutzbar, um beliebige rechtsgültige Verträge zu kontrahieren.

4. Welche Aufgaben hat die Ärztekammer bei der Herausgabe der elektronischen Arztausweise?

Kernaufgabe der Ärztekammer bei der Herausgabe der elektronischen Arztausweise ist die Bestätigung der Arzteigenschaft des antragstellenden Arztes. Einige Kammern bieten zusätzlich die Möglichkeit der gesetzeskonformen Identifizierung des antragstellenden Arztes durch Kammermitarbeiter an (KammerIdent-Verfahren).

Ihre Ärztekammer ist auf Grund der Heilberufe- und Kammergesetze der Länder für die Herausgabe der eArztausweise zuständig. Die notwendige technische Infrastruktur die als Grundlage für die eArztausweise dient, wird jedoch von Dienstleistern betrieben. Diese sogenannten Vertrauensdiensteanbieter, die gemeinschaftlich von allen deutschen Ärztekammern zugelassen werden müssen, produzieren die Ausweise und betreiben die technische Infrastruktur für die Möglichkeit der Onlineprüfung der elektronischen Signaturen sowie die notwendigen Sperrdienste, die relevant sind, sobald eine Karte verloren geht oder die Approbation entzogen wird.

Es gibt derzeit vier zugelassene Anbieter des eArztausweises:

Hinweis
Für einige technische Szenarien und zur Abrechnung bspw. der Anwendung NFDM benötigen Sie einen eArztausweis der Generation 2. Haben Sie noch einen Ausweis der Generation 0, so bietet Ihnen medisign einen kostenfreien Austausch an.

5. Brauche ich den elektronischen Arztausweis? Ich bin bereits Teilnehmer des KV-SafeNet, brauche ich dennoch den elektronischen Arztausweis?

Die Notwendigkeit eines HBA erwächst aus den Anwendungen, die sie über KV-SafeNet nutzen. Nutzen Sie eine der unter Frage 3 genannten Anwendungen, finden sie dort die entsprechenden Hinweise zur Notwendigkeit eines eArztausweises. Welche Anwendungen derzeit über KV-SafeNet nutzbar sind finden Sie auf entsprechenden Web-Seite der KBV.

Siehe auch Frage 3.

6. Ist mein Papierausweis noch gültig, wenn ich den elektronischen Arztausweis habe?

Bitte informieren Sie sich hierzu bei Ihrer zuständigen Ärztekammer.

7. Welche meiner Daten werden auf dem elektronischen Arztausweis gespeichert?

In den sogenannten Zertifikaten auf dem elektronischen Arztausweis werden lediglich die folgenden personenbezogenen Daten gespeichert:

  • Vorname
  • Nachname
  • ggf. akadem. Grad/Titel
  • Berufsgruppe „Ärztin/Arzt“
  • Telematik-ID (eindeutige Nummer des Karteninhabers in der Telematikinfrastruktur)
  • Optional: E-Mail-Adresse

Zusätzlich werden die folgenden personenbezogenen Daten optisch auf die Kartenrückseite gedruckt:

  • EFN (Einheitliche Fortbildungsnummer)
  • Ausweisnummer (wird auch im Chip als sogenannte ICCSN (Integrated Circuit Card Serial Number, eindeutige Chipnummer), gespeichert)

Weiterhin wird dem Vertrauensdiensteanbieter die sogenannte bundeseinheitliche Arztnummer übermittelt. Diese dient der sicheren und kammerübergreifenden Verwaltung der Ausweise zwischen den Ärztekammern und den Anbietern. Diese Nummer wird nicht im elektronischen Arztausweis gespeichert oder aufgedruckt.

Im Rahmen des Beantragungsprozesses erhebt der Anbieter ggf. weitere Daten, wie Geburtsdatum und -Ort sowie die (Melde-)Adresse und Daten des vorgelegten amtlichen Ausweisdokumentes zum Zwecke der sicheren Identifikation des antragstellenden Arztes. 

8. Ich möchte den elektronischen Arztausweis jetzt beantragen. Was muss ich tun, auch wenn ich die Karte erhalten habe?

  1. Der elektronische Arztausweis ist mit Kosten verbunden und wird ggf. von verschiedenen Anbietern zu unterschiedlichen Preisen angeboten. Deshalb sollten Sie sich zuvorderst über den elektronischen Arztausweis, insbesondere hinsichtlich der Kosten, informieren und danach einen Anbieter auswählen. Als Einstiegspunkt für die Information bietet sich die Website Ihrer Landesärztekammer an, dort finden Sie auch Links zu den Antragsportalen der zugelassenen Anbieter.
  2. Über diesen Link gelangen Sie zu den webbasierten Antragsformularen im Portal des Anbieters und füllen dort den Antrag online aus. Sie haben die Möglichkeit Ihr Bild elektronisch hochzuladen. Einige Kammern bieten auch die Möglichkeit an, dass das Antragsformular bereits mit wesentlichen Daten des antragstellenden Arztes vorbefüllt wird. In diesem Fall gestaltet sich Schritt 2 wie folgt:
    Nachdem Sie sich im Kammerportal angemeldet haben, besteht die Möglichkeit Ihre sogenannten Stammdaten auf Korrektheit zu überprüfen bzw. zu korrigieren. Sofern die notwendigen Daten korrekt sind können Sie über einen individuellen Link im Kammerportal diese notwendigen Daten in das Antragsportal Ihres ausgewählten Anbieters „vorbefüllen“ und werden automatisch weitergeleitet zu dem webbasierten Antragsformular im Portal des Anbieters. Dort ergänzen sie online ggf. noch einige fehlende Informationen. Vorbefüllte Informationen sind dort nicht änderbar.
  3. Anschließend drucken Sie die generierten Antragsunterlagen und das Identifizierungsformular (bspw. POSTIDENT Coupon) aus, ergänzen ggf. den Antrag um ein Passbild und unterschreiben an den angegebenen Stellen.
  4. Mit den Antragsunterlagen und dem während des Antragsprozesses angegebenen und noch gültigen amtlichen Ausweisdokument lassen Sie sich nun entweder
    - nach Terminabsprache per KammerIdent in der Ärztekammer oder
    - per POSTIDENT in einer Postfiliale in Ihrer Nähe identifizieren.
    - bestehen auch weitere Identifizierungsmöglichkeiten, wie z. B. ein Video-Ident, so können Sie dies während des Antragsprozesses auswählen. (Die Anbieter bieten neben o.g. Verfahren weitere, unterschiedliche Ident-Verfahren an. Auch hierüber sollten Sie sich informieren, welches der Verfahren für sie am Praktikabelsten sein kann.)
  5. Durch die Identifizierungsstelle wird das Identifizierungsformular mit den Daten Ihres bei der Identifizierung vorgelegten Ausweisdokuments ausgefüllt und die Daten elektronisch an den Vertrauensdienstanbieter weitergeleitet. Die Antragsunterlagen senden Sie eigenständig an den Vertrauensdienstanbieter. Ihre zuständige Ärztekammer bestätigt dem Anbieter ggü. anschließend Ihre Berufsgruppeneigenschaft „Ärztin/Arzt“ und gibt die Ausweisproduktion frei.
  6. Der Anbieter produziert daraufhin den eArztausweis und sendet Ihnen diesen per Post zu. Den PIN-Brief zum Ausweis erhalten Sie aus Sicherheitsgründen zeitversetzt mit gesonderter Post. Mit Hilfe der PIN nehmen Sie den Ausweis „in Betrieb“ indem Sie individuelle PINs setzen (Aktivierung). Sofern Sie hiermit erfolgreich sind, bestätigen Sie dem Anbieter ggü. den Empfang und dieser „aktiviert“ anschließend Ihre qualifizierte elektronische Signatur (Freischaltung).

Hinweis zur Inbetriebnahme:

Die Aktivierung des eArztausweises, also das Setzen Ihrer individuellen PINs für den eArztausweise, sollten Sie zuvorderst über das Praxisverwaltungssystem anstreben. Hierfür benötigen Sie den eHealth-Konnektor sowie ein entsprechend angepasstes Praxisverwaltungssystem. Sofern Sie noch einen (noch nicht aktualisierten) VSDM-Konnektor haben oder den Ausweis komplett außerhalb der TI einsetzen wollen, dann stellt Ihnen der jeweilige Anbieter kostenlos eine entsprechende Software zur Aktivierung der Karte zur Verfügung. Wenden Sie sich in diesem Falle an Ihren Anbieter.

Siehe auch Fragen 6166.

9. Warum kann meine Kammer mir meinen elektronischen Arztausweis nicht einfach zusenden? Warum kann die Ärztekammer nicht einfach gegenüber dem Vertrauensdiensteanbieter bestätigen, dass ich Arzt bin. Schließlich bin ich in der Kammer registriert?

Warum muss ich mich selbst identifizieren lassen?

Da der elektronische Arztausweis in der Online-Welt weitreichende Einsatzmöglichkeiten hat (z. B. rechtsicherer Abschluss von Verträgen), ist die Ausgabe der elektronischen Arztausweise mit deutlich höheren Sicherheitsmaßnahmen verbunden als die Ausgabe der bisherigen Papier-Ausweise. Hinsichtlich der qualifizierten elektronischen Signatur unterliegt der elektronische Arztausweis den strengen Anforderungen der EU-Verordnung eIDAS, dem Vertrauensdienstegesetz sowie hinsichtlich der Zugriffsmöglichkeit auf die Daten der elektronischen Gesundheitskarte zusätzlich den Anforderungen aus dem § 291a des SGB V.

Daher ist insbesondere eine sichere und gesetzeskonforme Identifizierung des antragstellenden Arztes Voraussetzung für den Erhalt eines elektronischen Arztausweises. Diese sichere Identifikation ist die Grundlage der Verknüpfung Ihrer realen und Ihrer virtuellen Identität. Die sichere und korrekte Ausführung der Identifikation verhindert einen Identitätsdiebstahl und somit den Missbrauch Ihrer Identifikation in der Online-Welt.

Im Rahmen der vom Gesetzgeber geforderten sicheren Identifikation müssen Sie sich persönlich mittels Ihres amtlichen Ausweisdokuments ausweisen und im Beisein des Identifizierers unterschreiben.

Allerdings bieten die verschiedenen Anbieter auch eigene Identifizierungsverfahren an. Auch der neue Personalausweis wird zukünftig dafür online nutzbar sein.

10. Wie viel Fördergeld erhalte ich für den elektronischen Arztbrief?

Sowohl der Versand als auch der Empfang elektronischer Arztbriefe (eArztbriefe) in der vertragsärztlichen Versorgung wird gefördert wird, wenn die eArztbriefe mittels des eArztausweises qualifiziert elektronisch signiert werden und über den Kommunikationsdienst KIM der Telematikinfrastruktur versendet werden.

Das Nähere zur Förderung regelt die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) im Benehmen mit dem Spitzenverband Bund der Krankenkassen (GKV-SV) im Rahmen einer Richtlinie. Nähere Informationen erhalten Sie auf der entsprechenden Webseite der KBV.

11. Wird der elektronische Arztausweis finanziell gefördert? Warum ist der elektronische Arztausweis kostenpflichtig? Warum und bei wem fallen Kosten für den elektronischen Arztausweis an?

Die finanzielle Förderung im ambulanten Bereich richtet sich nach der „Vereinbarung zur Finanzierung und Erstattung der bei den Vertragsärzten entstehenden Kosten im Rahmen der Einführung und des Betriebes der Telematikinfrastruktur gemäß § 291a Absatz 7 Satz 5 SGB V sowie zur Abbildung nutzungsbezogener Zuschläge gemäß § 291a Absatz 7b Satz 3 SGB V vom 14. Dezember 2017 in der Fassung vom 9. Februar 2021“, die zwischen KBV und GKV-SV als Anlage 32 zum Bundesmantelvertrag-Ärzte verhandelt wurde und am 01.04.2020 in Kraft getreten ist. Danach wird der elektronische Arztausweis mit 11,63 € je Quartal gefördert.

Die finanzielle Förderung im stationären Bereich richtet sich nach der „Vereinbarung zwischen dem GKV-Spitzenverband (Spitzenverband Bund der Krankenkassen) und der Deutschen Krankenhausgesellschaft zur Finanzierung der bei den Krankenhäusern entstehenden Ausstattungs- und Betriebskosten im Rahmen der Einführung und des Betriebs der Telematikinfrastruktur gem. § 291a Abs. 7a SGB V zum 1.1.2019“. Demnach erhält ein Krankenhaus nach Wahl für jeden im Krankenhaus tätigen ärztlichen Mitarbeiter gegen Nachweis anteilig die Kosten für dessen elektronischen Heilberufsausweis (HBA) in Höhe von pauschal 46,52 EUR pro Jahr. Bei Wahl dieser Option gewährleistet das Krankenhaus gemäß der Finanzierungsvereinbarung im Innenverhältnis die Weiterleitung des Betrags an die jeweiligen ärztlichen Mitarbeiter. Benötigt der Arzt den eArztausweis im Rahmen seiner Tätigkeit (bspw. im Entassmanagement für die unter Frage 3 aufgeführten Anwendungen) in einer stationären Einrichtung, so gehen wir derzeit davon aus, dass die Kosten als Arbeitsmittel vollständig von der Einrichtung übernommen werden. Wenden Sie sich zur Klärung der Kostenfrage vor der Beantragung bitte zunächst an ihre Einrichtung. Den Ausweis müssen sie immer persönlich beantragen, da er auf Sie als Person ausgestellt ist und ihre digitale Unterschrift "enthält".

Die Kosten für den elektronischen Arztausweis entstehen zuvorderst und insbesondere aus den Anforderungen des Gesetzgebers, dass der elektronische Arztausweis eine qualifizierte elektronische Signatur (QES) enthalten muss. Diese QES wird lediglich von wenigen Anbietern angeboten, die auf Grund der gesetzlichen Anforderungen hohe technische Hürden und Prüfungen absolvieren müssen. Auch die Identifikation des antragstellenden Arztes gemäß den gesetzlichen Anforderungen sowie die Bereitstellung der sogenannten Public-Key-Infrastruktur, über welche ausgestellte Signaturen über 30 Jahre auf Gültigkeit geprüft werden können, sind mit hohen Kosten verbunden.

Siehe auch Frage 13.

12. Sind die Kosten für den elektronischer Arztausweis steuerlich absetzbar?

Die Absetzfähigkeit der Kosten für den elektronischen Arztausweis ist vergleichbar mit den IT-Kosten für das Praxisverwaltungssystem. Im Detail kann Ihnen aber nur Ihr Steuerberater Auskunft geben.

13. In der Schweiz ist die Health Professional Card in den Mitgliedsbeiträgen der Ärzteorganisation enthalten, warum nicht auch in Deutschland?

Siehe auch Frage 10.

Eine vergleichbare Regelung hätte die Folge, dass alle Ärzte über Ihren Mitgliedsbeitrag dafür bezahlen würden, auch wenn sie den Ausweis für Ihre Tätigkeit nicht benötigen.

14. Mit welchen Gesamtkosten muss ich rechnen, um meinen Patienten die Nutzung der Telematikanwendungen anbieten zu können?

Die Gesamtkosten setzen sich aus einer Reihe ganz verschiedener Kosten zusammen, die sich final erst bestimmen lassen, wenn die Preisfindung der unterschiedlichen Industrieunternehmen am Markt sowie die Verhandlungen mit den Kostenträgern – zur Erstattung der initialen telematikbedingten Kosten für die neuen Komponenten (Kartenterminals, Konnektoren) – abgeschlossen sind.

Siehe auch Fragen 10, 12.

15. Wie lange ist der elektronische Arztausweis gültig?

Die sogenannten elektronischen Zertifikate des elektronischen Arztausweises sind maximal 5 Jahre gültig. Abhängig von den verwendeten kryptographischen Algorithmen kann diese Gültigkeitsdauer in Abstimmung mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik auch verkürzt werden.

Innerhalb der Vertragslaufzeit sorgt Ihr Anbieter bei Bedarf für den automatischen Austausch Ihres Ausweises. Über die sogenannte Telematik-ID (Eindeutige Identifikationsnummer in der Telematik) ist sichergestellt, dass Zugriffsrechte, die beispielsweise für eine elektronische Patientenakte von Ihren Patienten für Ihren alten Ausweis ausgesprochen worden sind, auch für Ihren neuen Ausweis erhalten bleiben. 

16. Mir sind die technischen Fachbegriffe rundum die Telematikinfrastruktur noch fremd. Wo finde ich ein Glossar?

… Telematikinfrastruktur, Konnektor, Trust Service Provider (TSP), Zertifikate, (eHealth-)Kartenterminal, Kommunikation im Medizinwesen (KIM), Secure Module Card Typ B (SMC-B)…

https://fachportal.gematik.de/glossar/

17. Wie sieht der elektronische Arztausweis aus?

18. Funktioniert der elektronische Arztausweis mit meiner Praxissoftware? Welche Softwarekomponenten brauche ich für den Betrieb des elektronischen Arztausweises? Welche Hardwarekomponenten brauche ich für den Betrieb des elektronischen Arztausweises?

Dies hängt von ihrem Praxisverwaltungssystem (PVS) ab. Bitte wenden Sie sich an Ihren PVS-Anbieter.

19. Kann ich mit dem elektronischen Arztausweis bei meiner KV online abrechnen?

Diese Information kann Ihnen Ihre zuständige Kassenärztliche Vereinigung geben.

20. Ich habe gehört, der elektronische Arztausweis ist nicht kompatibel mit der eGK. Stimmt das?

Dies trifft auf die sogenannte Vorläuferkarte (G0-HBA) zu, die vom Anbieter medisign ausgegeben wurde. Da die elektronischen Gesundheitskarten außer dem Versichertenstammdatenabgleich noch keine medizinischen Anwendungen unterstützen, fällt dies auch noch nicht ins Gewicht.
Der Anbieter Medisign hat aber zugesichert, dass noch vorhandene Vorläuferkarten, die zu aktuelleren eGKs inkompatibel sind, bei Bedarf ausgetauscht werden. Medisign wird in absehbarer Zeit nur noch sog. G2-HBA (Generation-2 Heilberufsausweise) herausgeben, so wie die drei weiteren Anbieter dies heute bereits tun. G2-HBA sind kompatibel zur eGK.

Siehe auch Frage 4.

21. Kann ich anstelle des elektronischen Arztausweises auch eine günstigere Standard-Signaturkarte verwenden? Ich habe schon den neuen Personalausweis mit digitaler Signatur, kann ich diesen anstelle des elektronischen Arztausweises verwenden?

Für die unter Frage 3 aufgeführten Anwendungen, die einen elektronischen Arztausweis erfordern, können Sie keine Standard-Signatur-Karte einsetzen.

22. Ich habe weitere Fragen, an wen kann ich mich wenden?

Siehe Frage 33.

23. Ich bin Laborarzt, Pathologe, …Bekomme ich für meine Laborberichte, Befunde… auch die eArztbrief-Förderung?

Siehe Frage 10.

24. Wie lange dauert es von Antragstellung bis zur Lieferung des eArztausweises?

Ca. 15 bis 20 Werktage. Ihr Ansprechpartner für Rückfragen ist in erster Linie der jeweilige Anbieter.

25. Warum muss ich für meine Identifizierung in der Ärztekammer (per KammerIdent) einen Termin vereinbaren?

Bitte informieren Sie sich hier bei Ihrer zuständigen Ärztekammer.

26. Kann ich mich bei meinem nächsten Besuch in der Ärztekammer schon einmal identifizieren lassen und den Antrag dann später stellen?

Nein.

27. Wer bietet einen elektronischen eArztausweis an?

Auf der Website Ihrer Ärztekammer können Sie eine aktuelle Übersicht der zugelassenen Anbieter von eArztausweisen einsehen. Ansonsten finden Sie auch eine Liste der Anbieter unterhalb der Antwort 4.

28. Sollte ich das vom Anbieter angebotene Ausstattungspaket für Software und Kartenlesegerät nehmen, oder welches Kartenlesegerät ist am besten?

Bitte wenden Sie sich diesbezüglich an den Anbieter Ihres Praxisverwaltungssystems.

29. Gibt es eine Möglichkeit, einen Reserveausweis zu bestellen?

Nein, es besteht nicht die Möglichkeit, einen Reserveausweis zu beantragen. Aber es besteht die Möglichkeit, (kostenpflichtig) mehrere gültige elektronische Arztausweise inne zu haben. Die genaue Anzahl entscheidet die zuständige Ärztekammer.

30. Kann ich mehrere gültige elektronische Arztausweise gleichzeitig haben?

Es besteht die Möglichkeit, (kostenpflichtig) mehrere gültige elektronische Arztausweise inne zu haben. Die genaue Anzahl entscheidet die zuständige Ärztekammer.

31. Muss ich bei der Antragstellung meine EFN angeben?

Nein. Die korrekte EFN (einheitliche Fortbildungsnummer) wird durch Ihre zuständige Ärztekammer an den Anbieter übermittelt und von diesem optisch auf die Rückseite der Karte gedruckt.

Siehe auch Frage 7.

32. Wieso muss ich bei der Antragstellung meine E-Mailadresse angeben?

Eine E-Mail-Adresse wird im Rahmen des Antragsprozesses an zwei Stellen abgefragt. Einerseits fordert der Anbieter eine E-Mail-Adresse, um Ihnen Informationen über die Abarbeitung des Antragsprozesses übermitteln zu können und andererseits können Sie eine E-Mail-Adresse angeben, die direkt in die Zertifikate aufgenommen wird. Hiermit können Sie dann – auch außerhalb der Telematikinfrastruktur – verschlüsselte E-Mails senden und empfangen (Stichwort: S/MIME-fähiger E-Mail-Software). Sie können an beiden Stellen dieselbe E-Mail-Adresse verwenden.

Siehe Frage 50.

33. Ich habe technische Probleme bei der Nutzung des elektronischen Arztausweises. Wo bekomme ich Hilfe?

Bitte wenden Sie sich an Ihren Dienstleister für das Praxisverwaltungssystem bzw. ihren Dienstleister für die Telematikinfrastruktur (DVO (Dienstleister vor Ort) für Konnektor, Kartenterminals, Karten) in ihrer Praxis.

34. Ich habe meine PIN vergessen. Was muss ich tun?

Nach der Lieferung Ihres eArztausweises haben Sie mit getrennter Post Ihren PIN-Brief erhalten. Dieser enthält zwei sogenannte "Transport-PINs", eine für die PIN für die qualifizierte elektronische Signatur PIN (Signatur-PIN oder PIN.QES), die andere für die Verschlüsselungs- und Authentifizierungsfunktionalität (Karten-PIN oder PIN.CH). Beide Transport-PINs haben Sie im Rahmen der „Karteninbetriebnahme“ in individuelle PINs geändert. Die neuen individuellen PINs sollten Sie auf den originalen PIN-Briefen notieren und sicher verwahren. Mit dem PIN-Brief erhalten Sie zudem zu jeder PIN einen sogenannten "Personal Unblocking Key" (PUK).

Sollten Sie dennoch einmal eine Ihrer PINs vergessen haben, ist zu beachten, dass nach dreimaliger Falscheingabe die damit verbundene Funktionalität gesperrt ist. Eine Entsperrung ist durch Eingabe der PUK für die jeweilige PIN möglich. Allerdings ist über die PUK-Eingabe nur die Karten-PIN (PIN.CH) änderbar. Die Signatur-PIN (PIN.QES) können Sie nur entsperren und haben dann weitere drei Versuche die richtige ursprüngliche PIN einzugeben. Eine PUK kann nur zehnmal genutzt werden.

Das bedeutet, sie haben die Möglichkeit, ihre Karten-PIN (PIN.CH) mittels PUK-Eingabe zu ändern, wenn sie diese vergessen haben. Für die Signatur-PIN besteht diese Änderungsmöglichkeit nicht. Sie erhalten nach Eingabe der PUK lediglich drei weitere Versuche die PIN zu "erraten". Gelingt dies nicht benötigen Sie einen neuen eArztausweis.

35. Ich kenne mich mit der Praxis der Erstellung und Prüfung digitaler Signaturen noch nicht aus. Wo bekomme ich Hilfe?

Die praktische Nutzung (Erzeugung und Prüfung) digitaler Signaturen kann nicht pauschal beantwortet werden und ist abhängig von der eingesetzten Software. Da im Gesundheitswesen die verschiedenen Anwendungen in der Regel direkt im Praxisverwaltungssystem umgesetzt werden, kann Ihnen zur praktischen Nutzung der Anbieter dieser Systeme oder Ihr Dienstleister Auskunft geben.

36. Ich kenne mich mit der Praxis der Ver- und Entschlüsselung noch nicht aus. Wo bekomme ich Hilfe?

Siehe Frage 35.

37. Die Gültigkeit meines elektronischen Arztausweises endet bald, worauf muss ich achten?

In der Regel sollte sich der Anbieter (Stichwort: Vertragsverlängerung) bzw. Ihre zuständige Ärztekammer an Sie wenden und Sie auf das Auslaufen Ihres Ausweises hinweisen. Sie können sich aber auch rechtzeitig vor Auslaufen der Gültigkeit direkt an Ihren bisherigen Anbieter wenden und einen sogenannten Folgeantrag stellen. Auch bei der Beantragung eines Folgeausweises müssen Sie sich erneut identifizieren lassen. Alternativ können Sie auch einen neuen Antrag bei einem anderen Anbieter stellen. Jeder weitere beantragte Ausweis muss durch Ihre zuständige Ärztekammer freigeben werden.

38. Muss ich mich jedes Mal neu persönlich identifizieren lassen, wenn die Gültigkeit des elektronischen Arztausweises endet und ich nur eine neue Karte benötige?

Aktuell ja, dies ist aber abhängig von den seitens der Bundesnetzagentur bestätigten Sicherheitskonzepten der Anbieter.

Siehe Frage 37.

39. Ich habe den elektronischen Arztausweis verloren, was muss ich tun?

Bitte melden Sie dies umgehend bei Ihrem Anbieter. Jeder Anbieter betreibt hierfür eine Sperrhotline. Dort müssen Sie das Sperrkennwort angeben, welches Sie bei der Beantragung angegeben haben und welches in Ihren Antragskopien enthalten ist. Der Ausweis wird dann irreversibel gesperrt. Ein einmal gesperrter Ausweis lässt sich nicht wieder reaktivieren, d. h. Sie müssen ihn ersetzen. Der Anbieter gibt Ihnen dabei Informationen, wie Sie am einfachsten an einen neuen Ausweis gelangen.

40. Ich bin umgezogen. Bleibt der elektronische Arztausweis gültig?

Der Ausweis ist weiterhin gültig. Die geänderte Adresse müssen Sie der Ärztekammer und dem Anbieter bekannt geben.

41. Ich gehe ins Ausland möchte auf meine Kammermitgliedschaft verzichten. Kann ich den elektronischen Arztausweis auch im Ausland verwenden?

Der elektronische Arztausweis wird beim Abgang eines Kammermitgliedes ins Ausland bzw. bei Verzicht auf die Kammermitgliedschaft nicht gesperrt. Die Nutzung und Akzeptanz der qualifizierten elektronischen Signatur ist über die eIDAS-Verordnung europaweit einheitlich geregelt, sodass zumindest die Signaturfunktion uneingeschränkt auch im europäischen Ausland bzw. außerhalb des Gesundheitswesens nutzbar ist. Ob und welche sonstigen Anwendungen Sie im Ausland bzw. außerhalb des Gesundheitswesens nutzen können, ist abhängig vom jeweiligen Land.

42. Kann ich die Verwendung des elektronischen Arztausweises an meine Mitarbeiter/Kollegen delegieren?

Die verschiedenen Anwendungen des elektronischen Arztausweises sind durch zwei unterschiedliche, mindestens 6-stellige PINs geschützt. Eine für die qualifizierte elektronische Signatur (QES) sowie eine für die restlichen Funktionen (Verschlüsseln, Authentisieren, Zugriff auf eGK-Daten). Diese PINs können aber auch gleichgesetzt werden.

Das Vertrauensdienstegesetz fordert die alleinige Kontrolle des Ausweisinhabers über den Ausweis. D.h. mindestens die Nutzung der QES-Anwendung sollten Sie nicht durch Dritte ermöglichen, da Ihnen hiermit ein (finanzieller) Schaden, auch Jahre später, durch den unberechtigten Abschluss rechtsgültiger Verträge in Ihrem Namen entstehen kann.

Ihre Praxisangestellten haben Zugriff auf die Funktionen des sogenannten Praxisausweises, auch „Institutionskarte“ oder „SMC-B“ genannt. Diese Karte ist direkt dem Konnektor zugeordnet und ermöglicht – abgesehen von der qualifizierten elektronischen Signatur – identische Funktionen für die in Ihrem Auftrag tätigen Angestellten, damit Sie Ihren Ausweis nicht weitergeben müssen.

43. Ich bin ein Nicht-EU-Bürger und die Deutsche Post verweigert mir die Identifikation mit meinem elektronischen Aufenthaltstitel (eAT). Was kann ich tun?

Sofern Ihre Landesärztekammer das sogenannte KammerIdent-Verfahren unterstützt sollten Sie anstelle des PostIdent-Verfahrens das KammerIdent-Verfahren bei der Antragstellung auswählen. Diese Landesärztekammern akzeptieren den eAT als Ausweisdokument.

Falls Ihre zuständige Landesärztekammer das KammerIdent-Verfahren nicht anbietet, wenden Sie sich für diese Fälle an den Anbieter Ihrer Wahl, welcher Ihnen ein alternatives Identifikationsverfahren anbieten wird. Ggf. wird dann das sogenannte NotarIdent-Verfahren angewendet oder der Anbieter übernimmt selbst die Identifikation durch eigenes Personal.

Nähere Informationen erhalten Sie vom jeweiligen Anbieter.

44. Benötige ich den elektronischen Arztausweis als Vertragsarzt und ab wann?

Siehe auch Frage 3.

45. Benötige ich den elektronischen Arztausweis als Krankenhausarzt und ab wann?

Rechtlich sind sie als Krankenhausarzt nicht grundsätzlich verpflichtet einen eArztausweis zu besitzen.

Sie benötigen jedoch zwingend einen eArztausweis, wenn Sie im Rahmen ihrer Tätigkeit eine der Anwendungen unter Frage 3 nutzen, die einen eArztausweis rechtlich oder technisch erfordern. Dies ist beispielsweise für alle Anwendungen der Fall, die eine qualifizierte elektronische Signatur erfordern, wozu insbesondere das Anlegen eines Notfalldatensatzes, der eArztbrief, die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung oder das E-Rezept zählen, die vorwiegend im Entlassmanagement eine Rolle spielen werden. Rechtlich ist aber der Besitz eines HBA für jeden Arzt zwingend erforderlich, der auf die elektronische Patientenakte eines Patienten, auf Daten der Anwendung Notfalldatenmanagement, den elektronischen Medikationsplan oder E-Rezepte zugreifen muss. Somit werden beispielsweise in der Notaufnahme tätige Ärzte ebenfalls einen eArztausweis benötigen.

Ob und wie Krankenhausbetreiber diese gesetzliche Anforderung umsetzen, erfragen Sie bitte beim Krankenhausbetreiber. Weitere Informationen über Anwendungen, für die Sie den HBA benötigen, finden Sie unter Antwort 3. Informationen zur finanziellen Förderung finden Sie unter Antwort 11.

Zudem finden Sie Hinweise zur Telematikinfrastruktur, ihren Anwendungen und dem HBA in den TI-Hinweisen 3 der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), dort zum HBA insbesondere Kapitel 3.5.

46. Benötige ich den elektronischen Arztausweis als Arzt im Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigungen oder in sonstigen Rettungs‐ und Notdiensten und ab wann?

Siehe auch Fragen 3, 45.

47. Benötige ich den elektronischen Arztausweis als Honorararzt, der in unterschiedlichen Praxen und Krankenhäusern tätig ist?

Siehe auch Fragen 3, 45.

48. Was gilt für Krankenhausärzte, die eine Tätigkeit im ärztlichen Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung ausüben? Ist dafür ein elektronischer Arztausweis perspektivisch explizit notwendig und wenn ja, ab welchem Zeitpunkt?

Zu welchem Zeitpunkt ist mit genauen Bestimmungen für Kliniken und Rettungsstellen zu rechnen?

Siehe auch Fragen 3, 45.

49. Benötige ich den elektronischen Arztausweis als Privatarzt?

Als Privatarzt benötigen Sie den eArztausweis für die von Ihnen genutzten Anwendungen, die einen eArztausweis erfordern. Ein gesetzlicher Zwang besteht nicht.

Zu den Anwendungen siehe auch Frage 3.

50. Wie kann ich als Privatarzt eArztbriefe sicher elektronisch verschicken?

Mit Hilfe des elektronischen Arztausweises und einer sicheren Internet-Anwendung (S/MIME-fähiger E-Mail-Software) ist es möglich, elektronische Arztbriefe von Arzt zu Arzt sicher und Ende-zu-Ende-verschlüsselt zu verschicken.

51. Wo erhalte ich Beratung zu Themen rund um den elektronischen Arztausweis (Ansprechpartner)?

Diese Informationen erhalten sie bei Ihrer Ärztekammer.

52. Was ist das Sichere Netz der Kassenärztlichen Vereinigungen?

Als „Sicheres Netz der KVen“ (KV-SafeNet) wird die Online-Infrastruktur des KV-Systems bezeichnet. Weitere Informationen dazu erhalten Sie unter http://www.kbv.de/html/14098.php oder bei Ihrer KV.

53. Welche Unterschiede bestehen hinsichtlich der Übermittlung elektronischer Arztbriefe über KV‐Connect oder den Kommunikationsdienst der Telematikinfrastruktur (KIM)?

Die Übermittlung elektronischer Arztbriefe wird ab 01.04.2021 nur noch vergütet, wenn Sie über KIM erfolgt. Die Übermittlung über KV-Connect ist derzeit weiterhin technisch möglich, es besteht jedoch kein Anspruch mehr auf Vergütung. Details zur Vergütung der Übermittlung von eArztbriefen finden Sie auf der entsprechenden Webseite der KBV.

Siehe auch Frage 55.

54. Was ist grundsätzlich für den Erhalt der Förderung der eArztbriefschreibung notwendig?

Siehe auch Frage 55.

55. Wie funktioniert die Abrechnung der elektronischen Arztbriefschreibung gegenüber meiner KV? Welches sind die notwendigen technischen Voraussetzungen?

Die Abrechnung der elektronischen Arztbriefschreibung erfolgt im Rahmen der quartalsweisen KV-Abrechnung. Details zur Höhe der Vergütung finden Sie hier.

Folgende technische Voraussetzungen müssen für den Versand und den Empfang von elektronischen Arztbriefen neben dem eArztausweis gegeben sein, mit dem der Arztbrief qualifiziert elektronisch signiert werden muss.

Notwendige Voraussetzung

Ansprechpartner

Hinweise

Das Praxisverwaltungssystems muss in der Lage sein, eArztbriefe zu versenden, zu empfangen und zu signieren

PVS-Anbieter des Arztes

Das PVS Module zur Übermittlung der eArztbriefe sollte von der KBV zertifiziert sein, Die Liste der zertifizierten Anbieter finden sie hier.

Kommunikationsdienst KIM (Kommunikation im Medizinwesen)

Bis 31.03.2021 kann alternativ auch ein alternativer Kommunikationsdienst wie bspw. KV-Connect über KVSafenet genutzt werden.

KIM-Anbieter

Die Nutzung des KIM-Dienstes setzt den Anschluss an die Telematikinfrastruktur voraus. Details zu den benötigten Komponenten finden Sie hier.

Es gibt einige KIM-Anbieter am Markt.

Auch die KBV bietet mit kv.dox einen KIM-Dienst an.

Weitere Detailinformationen zu KIM finden sie hier.


Siehe auch Frage 10

56. Was mache ich, wenn meine Kammer meine Daten an den Anbieter gesendet hat, ich aber von der Antragstellung Abstand nehmen möchte?

Die Übertragung der Antragsdaten an den Anbieter (die sogenannte Vorbefüllung) stellt noch keine Beantragung eines elektronischen Arztausweises dar. Erst sofern Sie die Antragsunterlagen ausgedruckt, unterschrieben und sich identifizieren lassen haben, läuft das eigentliche Antragsverfahren.

Wenn Sie keinen eArztausweis beantragen wollen, müssen Sie nichts unternehmen. Die ggf. von der Kammer übertragenen (vorbefüllten) Daten werden entsprechend der Regelungen zum Datenschutz automatisch nach festgelegten Fristen im Antragsportal des Anbieters automatisch gelöscht, sofern Sie nicht darauf zugreifen und die Beantragung beenden.

Siehe auch Frage 8.

57. Wann muss ich den elektronischen Arztausweis sperren lassen und was muss ich dafür tun?

Sie müssen den elektronischen Arztausweis sperren lassen, wenn Sie „keine alleinige Kontrolle“ mehr über die Karte haben, wie es im Gesetz heißt. Dies wird der Fall sein, wenn Sie die Karte verloren haben. Bitte wenden Sie sich an die Sperrhotline Ihres Anbieters, alternativ ist der Anbieter ggf. auch an die bundesweit einheitliche Sperrhotline 116 116 angeschlossen. Mit der Beantragung wird i.d.R. ein Sperrkennwort vereinbart, welches Sie für die Sperrung nutzen.

Wenden Sie sich im Falle des Verlustes nicht an Ihre Ärztekammer, diese ist nicht berechtigt im Falle des Verlustes Ihre Karte zu sperren. Die Ärztekammer sperrt Ihren eArztausweis lediglich im Falle des Approbationsentzuges.

58. Was tue ich bei Diebstahl/Verlust meines elektronischen Arztausweises?

Siehe auch Frage 57.

59. Derzeit verschickt meine Praxisassistentin/MFA meine Arztbriefe? Muss ich dies zukünftig beim elektronischen Versand selbst erledigen oder kann meine Praxisassistentin/MFA dies mit meinen Arztausweis für mich übernehmen?

Die Erzeugung der qualifizierten elektronischen Signatur eines elektronischen Arztbriefes entspricht der handschriftlichen Unterschrift eines papiergebundenen Arztbriefes. Die elektronische Unterschrift müssen Sie selbst durchführen. Der eigentliche Versand eines von Ihnen unterschriebenen Dokumentes kann auch zukünftig delegiert werden.

Siehe auch Frage 42.

60. Ich habe gehört, dass ich eine Vielzahl von elektronischen Unterschriften auch auf einmal leisten kann? Wie funktioniert dies und worauf muss ich dabei achten?

Durch die sog. Stapelsignatur erhalten Anwender des elektronischen Arztausweises die Möglichkeit, dutzende Dokumente nach einmaliger PIN-Eingabe elektronisch zu unterzeichnen.

Alle im Feld befindlichen eArztausweise unterstützen die Stapelsignatur.

Folgende Besonderheiten hinsichtlich der verschiedenen Generationen von eArztausweisen sind zu beachten:

Der eArztausweis

  • der Generation 0 unterstützt die Stapelsignatur auch ohne den Konnektor der Telematikinfrastruktur als Signaturanwendungskomponente. Sie können jede stapelsignaturfähige Signaturanwendungskomponente verwenden.
  • der Generation 2 unterstützt die Stapelsignatur nur mit dem Konnektor der Telematikinfrastruktur als Signaturanwendungskomponente.
  • der (zukünftigen) Generation 2.1 unterstützt die Stapelsignatur mit und ohne Konnektor der Telematikinfrastruktur als Signaturanwendungskomponente.

Tlw. gelten speziellere Anforderungen an die Absicherung der sogenannten Stapelsignatur. Diese Anforderungen sind beschrieben in den Handbüchern zu Ihrem Praxisverwaltungssystem bzw. dem Konnektor, welcher die Signaturerzeugung steuert.

61. Ersetzt eine Signaturanwendungskomponente den elektronischen Arztausweis?

Nein. Eine Signaturanwendungskomponente (SAK) ist eine Software. Diese steuert die kryptographischen Operationen für z. B. die Signaturerstellung durch die Karte bzw. die Verifizierung der Signatur. Auch das PIN-Management übernimmt die Software. D.h. die Software ersetzt die Karte nicht! Der sogenannte eHealth-Konnektor (nicht der VSDM-Konnektor!) wird eine Signaturanwendungskomponente beinhalten.

62. Kann/Muss ein Arzt bei einer Doppelmitgliedschaft bei der Zahn- und Ärztekammer zwei eArztausweise beantragen?

Es gibt keine Verpflichtung einen elektronischen Arztausweis (eA) und zusätzlich einen elektronischen Zahnarztausweis (eZA) zu beantragen im Falle einer Doppelmitgliedschaft (bspw. für Fachärzte der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie). Es spricht auch nichts dagegen, allerdings ist zu bedenken, dass jeder eArztausweis dann Kosten verursacht.

Falls die beiden Fachqualifikationen organisatorisch nicht getrennt werden sollen (z. B. weil jeweils eine eigene Praxis mit eigenem Anschluss an die Telematikinfrastruktur existiert für die nur der jeweilige elektronische Heilberufsausweis zum Einsatz kommen soll oder ein eigenes persönliches Postfach für jede Qualifikation im Rahmen des Kommunikationsdienstes (KIM) der Telematikinfrastruktur gewünscht ist), reicht ein Ausweis.

Die Funktionalität der beiden Ausweise ist derzeit annähernd gleich. Einziger Unterschied ist, dass über den Zahnarztausweis kein Zugriff auf  die Hinweise des Versicherten auf das Vorhandensein und den Aufbewahrungsort  von Organ- und Gewebespenden sowie Vorsorgevollmachten und Patientenverfügungen auf der elektronischen Gesundheitskarte (nach § 291a Abs. 3 Nr. 8 und 9) möglich ist. Zu empfehlen ist daher bei Nutzung nur eines Ausweises, den eArztausweis mit den weitergehenden Rechten zu beantragen.

63. Was muss ich bei der Anlage eines Medikationsplans/Notfalldatensatzes beachten?

Für die Signatur eines Notfalldatensatzes benötigen Sie einen eArztausweis. Der eMedikationsplan wird nicht signiert. Aus rechtlichen Gründen benötigen Sie zudem einen eArztausweis, um auf den elektronischen Medikationsplan auf der eGK des Patienten oder auf dessen elektronische Patientenakte zuzugreifen, in der ebenfalls ein eMedikationsplan oder Notfalldatensatz abgelegt werden kann.

Siehe auch Frage 3.

64. Kann der Patient die von mir angelegten Daten auf der elektronischen Gesundheitskarte ändern?

Nein, der Patient kann derzeit keine von Ihnen angelegten Daten, bspw. im Notfalldatensatz, löschen. Er kann allerdings die Einwilligung in die Nutzung der Anwendung jederzeit widerrufen. Infolgedessen werden alle Daten der Anwendung auf der elektronischen Gesundheitskarte gelöscht. Ansonsten hat der Patient nur Leserechte, für die auf der elektronischen Gesundheitskarte abgelegten Informationen.

65. Was genau versteht man unter der ab dem 01.01.2021 vorgesehenen elektronischen Patientenakte? Sollen die medizinischen Daten auf der eGK (zwischen‐)gespeichert werden? Oder liegen die Daten auf einem anderen Server als dem des Arztes?

Kann der Patient über die Daten frei verfügen, d. h. diese auch jederzeit einsehen?

Informationen zur elektronischen Patientenakte finden Sie auf der Webseite der gematik, die für die Konzeption und Spezifikation dieser Anwendung der Telematikinfrastruktur zuständig ist.

66. Warum funktioniert mein eArztausweis von medisign (G0 Karte) nicht im Zusammenspiel mit meinem Kartenleser und dem Konnektor?

Die heute teilweise in den Praxen noch vorhandenen VSDM-Konnektoren unterstützen nicht das sogenannte PIN-Handling, insbesondere hinsichtlich der Kartenaktivierung der Vorläufer-HBA von Medisign (G0-Karten). Diese Funktionalität wird erst unterstützt mit dem QES-fähigen eHealth-Konnektor.

Siehe auch Frage 4.

67. Für Hausbesuche etc. verwende ich ein mobiles Kartenterminal, um die Versichertenstammdaten der eGKs der Patienten einzulesen.

Im Handbuch meines mobilen Kartenterminals habe ich gelesen, dass erst der sogenannte G2-eArztausweis hierfür nutzbar ist und nicht mein bisheriger eArztausweis der medisign (G0-HBA; Vorläuferkarte). Warum ist das so?

Die Aussage aus dem Handbuch ist korrekt und hat den folgenden Hintergrund:

Die eArztausweise, die als sogenannte Vorläufer-HBA bzw. G0-Karten heute von medisign ausgegeben werden, unterstützen nicht das Card-2-Card-Verfahren in der gleichen Art und Weise wie es die Telematikinfrastruktur oder die Gesundheitskarten nutzen. Die Karten sind damit zueinander diesbezüglich inkompatibel.

Der Einsatz dieser eArztausweise ist nur sinnvoll in Verbindung mit Anwendungen, die die X.509-Zertifikate für die qualifizierte Signatur, die Authentifizierung oder die Verschlüsselung nutzen. Dazu zählen beispielsweise der elektronische Arztbrief, der Laborbefund oder die Quartalsabrechnung zur KV.

Anwendungen, aktuell lediglich das Versichertenstammdatenmanagement, die auf das Card-2-Card-Verfahren aufsetzen und damit CV-Zertifikate (card verifiable certificate) nutzen, sind mit diesen Vorläufer-Karten nicht nutzbar.

In Nutzungsszenarien mit sogenannten „mobilen Kartenterminals“ geht es um das Auslesen der Versichertenstammdaten (VSD) der eGK. Hierfür ist alternativ ebenfalls die SMC-B, auch Praxisausweis genannt, nutzbar. Diese Karten werden vom KV-System ausgegeben. Die SMC-B gibt es auch in einer sogenannten ID000-Bauform (ähnlich einer SIM-Karte). Diese SMC-B (im SIM-Kartenformat) können Sie dauerhaft in einen speziellen Slot ihres mobilen Kartenterminals einstecken und per PIN aktivieren. Damit haben Sie die dauerhafte Möglichkeit der Nutzung des mobilen Kartenterminals, auch ohne einen eArztausweis der Generation-2. Die Dienstleister der PVS-Anbieter sollten auch zu diesen Themen Support anbieten.

Seitens medisign besteht die Zusage, dass Vorläufer-Karten zu G2-Karten ausgetauscht werden. Bitte gehen Sie in diesem Fall direkt auf medisign zu.

Die anderen drei zugelassenen Anbieter geben vollwertige, sogenannten G2-Karten aus.

Ansonsten verweisen wir auch auf folgende Fragen in dieser FAQ:

Siehe auch Fragen 20, 66.

68. Ich bin Arzt in Weiterbildung. Erhalte ich eine Förderung für einen elektronischen Arztausweis?

Nein. Als Arzt in Weiterbildung erhalten Sie persönlich derzeit keine Förderung.

Gemäß den unter Antwort 11 aufgeführten Finanzierungsvereinbarungen ist eine zugewiesene Arztnummer Voraussetzung zur Inanspruchnahme der Förderung. Ist im Rahmen Ihrer Tätigkeit ein HBA gefordert, wenden Sie sich bzgl. Kosten- bzw. Erstattungsfragen an die Vertragsarztpraxis oder das Krankenhaus, in dem Sie tätig sind.


  Fragen im Überblick