Telemedizin und Telematik

Aktuelle Meldungen

Berlin - „Wir brauchen jetzt den entscheidenden Digitalisierungsschub zur weiteren Bekämpfung der Pandemie. In den letzten Monaten sind viele digitale Angebote entwickelt worden, aber es bleiben Schwachstellen. Wir zeigen in unserem Positionspapier Lösungen und Perspektiven für die digitale Transformation der Medizin auf. Diese kann aber nur gelingen, wenn auch die notwendige Infrastruktur aufgebaut und die entsprechenden Ressourcen freigegeben werden.“ Diese Zwischenbilanz zog Dr. Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), bei der Vorstellung des Positionspapiers „Digitale Transformation in der Medizin in Pandemiezeiten“. „Wir müssen die Versorgung digitaler denken. Die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass wir von einem ungehinderten Informationsfluss entlang des medizinischen Versorgungsprozesses noch weit entfernt sind“, betonte Dr. Peter Bobbert, Co-Vorsitzender des BÄK-Ausschusses „Digitalisierung der...
Berlin – Das zwischenzeitlich gestoppte KammerIdent-Verfahren, mit dem Ärztinnen und Ärzte, die einen eArztausweis beantragen, durch einen Mitarbeiter einer Ärztekammer gemäß den Anforderungen der eIDAS-Verordnung der EU identifiziert werden, ist wieder verfügbar. Wegen Sicherheitsmängel, die durch den Chaos Computer Club kurz vor der Jahreswende bekannt wurden, war es notwendig, kritische Bestandteile des Verfahrens zu überarbeiten. „Wir freuen uns, dass damit neben dem PostIdent-Verfahren nun wieder ein weiteres Verfahren zur Verfügung steht“, so Erik Bodendieck, Vorsitzender des Ausschuss Digitalisierung in der Gesundheitsversorgung der Bundesärztekammer. Das KammerIdent-Verfahren wird von einem Teil der Ärztekammern als Identifizierungsvariante angeboten. Antragstellende Ärzte können sich auf dem Internetauftritt ihrer Kammer informieren, ob diese das Verfahren anbietet.
Berlin - Die Digitalisierung im Gesundheitswesen ist kein Selbstzweck, sondern muss den Patientinnen und Patienten nutzen. Sie wird nur dann zu einem Erfolg, wenn digitale Anwendungen aufgrund ihres medizinischen Nutzens in der Versorgung gleichermaßen von Patienten und Ärzten akzeptiert wird. Darauf verweist die Bundesärztekammer (BÄK) in ihrer Stellungnahme zum Referentenentwurf eines Patientendaten-Schutzgesetzes (PDSG). Daher seien die vorgesehenen Anreizmechanismen für die Erstanlage medizinischer Anwendungen, wie z. B. der Notfalldaten und der elektronischen Patientenakte, ein richtiger Schritt. Kontraproduktiv wirken aus Sicht der Ärzteschaft die im PDSG vorgesehenen Sanktionsdrohungen. So müssten Vertragsärzte mit Honorarkürzungen rechnen, wenn sie die notwendige Hard- und Software für den Zugriff auf die elektronische Patientenakte nicht rechtzeitig bereitstellen. Sie können aber die Verfügbarkeit und...
Berlin - Heute hat die Bundesärztekammer der D-Trust GmbH, einem Unternehmen der Bundesdruckerei, die Zulassung für die Ausgabe des elektronischen Heilberufsausweises der Generation 2 (HBA G2) ausgesprochen. Damit hat neben T-Systems ein weiterer Anbieter das Zulassungsverfahren erfolgreich durchlaufen. „Ein weiterer wichtiger Schritt für die flächendeckende Ausgabe der elektronischen Heilberufsausweise an unsere Ärztinnen und Ärzte und für die Nutzung digitaler Anwendungen ist damit erreicht. In den nächsten sechs Monaten rechnen wir mit der Zulassung von zwei weiteren Anbietern“, erklärt Erik Bodendieck, Vorsitzender des Ausschusses „Digitalisierung der Gesundheitsversorgung“ der Bundesärztekammer. Der elektronische Heilberufsausweis der zweiten Generation ist die persönliche Zugangskarte der Ärztinnen und Ärzte in die digitale Welt der Gesundheitsversorgung. Er besitzt alle notwendigen Grundfunktionalitäten zur...
Berlin – „Die Digitalisierung im Gesundheitswesen hat das Potenzial, sowohl die Prozesse als auch grundsätzliche Prinzipien der gesundheitlichen Versorgung zu verändern. Diese Veränderungen werden aber nur dann zu Verbesserungen führen, wenn Ärzte und Patienten Vertrauen in die neuen Strukturen und Abläufe entwickeln können.“ Das sagte Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt zur Eröffnung der Tagung „BÄK im Dialog, die Vertrauensfrage in der digitalen Medizin“ in Berlin. Reinhardt forderte eine Gesamtstrategie für den Ausbau der Digitalisierung sowie einen Ordnungsrahmen, der politische, rechtliche und ethische Aspekte umfasst. Im Beisein von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sagte Reinhardt: „Es ist Aufgabe der Politik, einen solchen Rahmen zu setzen. Unser Anliegen ist es, die Politik mit unserem besonderen Blick auf die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten dabei zu unterstützen.“ Inhaltliche...
Berlin - Die Digitalisierung im Gesundheitswesen verändert die künftige Rolle des Arztes in der Patientenversorgung. Davon ist der Präsident der Bundesärztekammer (BÄK),Dr. Klaus Reinhardt, überzeugt. Die Digitalisierung werde den Arzt aber nicht überflüssig machen. „Vorstellbar sind technologische Prozesse, die den Arzt in seinem Tun unterstützen“, sagte er in einem gemeinsamen Interview mit dem Vorsitzenden der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Dr. Andreas Gassen, im Deutschen Ärzteblatt (Heft 37/2019). Intelligente digitale Anwendungen könnten Ärztinnen und Ärzte bei der Bewältigung von Bürokratie entlasten. „Die Möglichkeiten reichen aber bis hin zur künstlichen Intelligenz, also algorithmischen Prozessen, die mithilfe von komplexen Datenanalysen Hilfe bei der Diagnose geben können“, so Reinhardt. Der BÄK-Präsident verwies auch auf das sich ändernde Arzt-Patienten-Verhältnis. Die Fragenstellungen der Patienten...
Berlin – Die Zielsetzung stimmt, aber auf dem Weg zu mehr Digitalisierung in der Patientenversorgung muss das Bundesgesundheitsministerium dringend Kurskorrekturen vornehmen. Dies verdeutlicht die Bundesärztekammer (BÄK) in ihrer heute vorgelegten schriftlichen Stellungnahme zum Referentenentwurf des Digitale Versorgung-Gesetzes. Darin begrüßt die Bundesärztekammer die Initiative des Bundesgesundheitsministeriums, digitale Anwendungen und Innovationen in die Patientenversorgung einzubringen. Sie stellt aber auch fest, dass bei der konkreten Umsetzung die spezifischen Bedürfnisse von Patienten und Ärzteschaft bislang keine Berücksichtigung finden. Insbesondere bei den Plänen für eine öffentliche Liste von erstattungsfähigen digitalen Gesundheitsanwendungen sowie bei der vorgesehenen Förderung von Versorgungsinnovationen sei die ärztliche Expertise dringend einzubeziehen, fordert die BÄK. Die Bundesärztekammer merkt...
Berlin – „Nicht einmal ein Jahr nachdem der Deutsche Ärztetag im Jahr 2018 den Weg für die ausschließliche Fernbehandlung geebnet hat, ist die Umsetzung in den Ländern auf einem guten Weg. Mittlerweile haben fast alle Ärztekammern entsprechende berufsrechtliche Neuregelungen eingeleitet. Nun kommt es darauf an, Ärztinnen und Ärzte umfassend über die neuen Möglichkeiten zu informieren.“ Darauf verwies Dr. Josef Mischo, Vorsitzender des Berufsordnungsausschusses der Bundesärztekammer, anlässlich der Veröffentlichung von Hinweisen und Erläuterungen der Bundesärztekammer zur ausschließlichen Fernbehandlung sowie eines Fragen-Antwortenkataloges. Die Informationsmaterialien wurden unter Leitung Mischos von der Arbeitsgruppe „Fernbehandlung“ der Bundesärztekammer erarbeitet und vom Vorstand verabschiedet. Mischo stellte klar, dass alle beruflichen Rechte und Pflichten von Ärztinnen und Ärzten  auch im Rahmen einer...