Bundesärztekammer / 2019-07-23T11:59:33+02:00 https://www.bundesaerztekammer.denews-2206.atom Notfallversorgung: Behandlung optimieren, Wartezeiten reduzieren 2019-07-22T11:51:39+02:00 2019-07-22T11:50:02+02:00

Berlin - Zum Diskussionsentwurf des Bundesministeriums für Gesundheit zur Reform der Notfallversorgung erklärt Bundesärztekammerpräsident Dr. Klaus Reinhardt:

„Mit dem Diskussionsentwurf werden endlich konkrete Schritte zu der längst überfälligen Reform der Notfallversorgung aufgezeigt. Wir haben auf Deutschen Ärztetagen wiederholt die Einführung eines integrierten Konzeptes für die strukturierte Inanspruchnahme der Notfallstrukturen gefordert. Dass jetzt ambulante Strukturen der Notfallversorgung in sogenannten Integrierten Notfallzentren (INZ) mit geeigneten Krankenhausstandorten in gemeinsamer Trägerschaft zusammenarbeiten sollen, unterstützt den dringend notwendigen Ausbau der Kooperation aller Beteiligten. Insbesondere die geplante, strukturierte Zuordnung des Patienten zu der jeweilig erforderlichen Behandlungsebene bietet eine Chance, die patientenindividuelle Behandlung zu optimieren, Notfallambulanzen zu entlasten und Wartezeiten zu reduzieren.“

Hierbei gelte es allerdings, ausreichend Spielraum zur Integration gewachsener Strukturen wie den bereits bundesweit etablierten 771 Notfall- und Portalpraxen und weiterer regionaler Besonderheiten zu gewährleisten.

„Die neuen Vorschläge, so auch die geplante Einrichtung von Gemeinsamen Notfall-Leitstellen oder die Reorganisation des Rettungsdienstes, bieten grundsätzlich eine gute Grundlage für den weiteren Dialog“. Da die Neuausrichtung der Notfallversorgung in Zukunft beispielgebend für weitere, sektorenübergreifende Versorgungsansätze sein werde, gelte es aus Sicht der Bundesärztekammer jetzt einen intensiven Austausch der Beteiligten zu den Details zu gewährleisten. „Hier gilt Qualität vor Schnelligkeit“. Dies betreffe z.B. das geplante neue Zusammenspiel zwischen Kliniken, Kassenärztlichen Vereinigungen, den Bundesländern sowie den Ärztekammern, aber auch Fragen zur notwendigen Personalverfügbarkeit, der Qualifikation sowie verlässlicher Regelungen einer extrabudgetären, additiven Finanzierung.

„Wir sehen hier gute Chancen, gemeinsam zu einer tragfähigen Lösung zu kommen“,  so Präsident Reinhardt.

https://www.bundesaerztekammer.denews-2205.atom Nordrhein: Invasive Maßnahmen und Krebsbehandlungen gehören nicht in die Hand von Heilpraktikern 2019-07-16T09:34:46+02:00 2019-07-16T09:32:38+02:00 Düsseldorf - Anlässlich des Urteils des Landgerichts Krefeld zum Heilpraktiker-Prozess in Brüggen-Bracht (Montag, 15. Juli 2019) in Krefeld erklärt der Präsident der Ärztekammer Nordrhein, Rudolf Henke: „Um Fälle wie diesen in Brüggen-Bracht, bei dem drei Menschen durch eine versuchte Krebsbehandlung mit einer Chemikalie gestorben sind, zukünftig auszuschließen, sollten Heilpraktiker im Sinne der Patientensicherheit keine Tätigkeiten ausüben, mit denen unvertretbare Risiken verbunden sind. Invasive Therapien und Krebsbehandlungen gehören in jedem Fall nicht in die Hände von Heilpraktikern.

Düsseldorf - Anlässlich des Urteils des Landgerichts Krefeld zum Heilpraktiker-Prozess in Brüggen-Bracht (Montag, 15. Juli 2019) in Krefeld erklärt der Präsident der Ärztekammer Nordrhein, Rudolf Henke:

„Um Fälle wie diesen in Brüggen-Bracht, bei dem drei Menschen durch eine versuchte Krebsbehandlung mit einer Chemikalie gestorben sind, zukünftig auszuschließen, sollten Heilpraktiker im Sinne der Patientensicherheit keine Tätigkeiten ausüben, mit denen unvertretbare Risiken verbunden sind. Invasive Therapien und Krebsbehandlungen gehören in jedem Fall nicht in die Hände von Heilpraktikern.

Der Bundesgesetzgeber hat mit dem Gesetz für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung (GSAV) inzwischen erste Konsequenzen aus den Vorfällen in Brüggen-Bracht gezogen und die Herstellung verschreibungspflichtiger Arzneimittel und die Herstellung von Zubereitungen aus menschlichem Gewebe durch Angehörige nichtärztlicher Heilberufe (insbesondere Heilpraktiker) erlaubnispflichtig gemacht. Doch diese Regelungen sind erst der halbe Weg. So müsste zur Gefahrenabwehr nicht nur die Herstellung verschreibungspflichtiger Arzneimittel erlaubnispflichtig gemacht werden, sondern auch die der nichtverschreibungspflichtigen Arzneimittel und Stoffe, wenn diese zur invasiven Anwendung bestimmt sind.

Auch fordert die Ärzteschaft seit Langem ein Verbot der Krebsbehandlung durch Heilpraktiker. Menschen mit Krebsbehandlungen sind besonders verletzlich und lassen sich aus Angst viel unkritischer auf Heilsversprechungen durch Heilpraktiker ein.

Aus Gründen der Patientensicherheit sollte die Krebsbehandlung unter Arztvorbehalt gestellt werden, wie dies mit der Behandlung sexuell übertragbarer Krankheiten schon lange der Fall ist. Eine solche Regelung träfe den weit überwiegenden Teil der Heilpraktiker nicht, da die weitaus meisten Heilpraktiker ohnehin von der originären Behandlung von Krebserkrankungen absehen.“

www.aekno.de

https://www.bundesaerztekammer.denews-2204.atom Ärztekammer Bremen: Schlüsse der Bertelsmann-Studie gehen zu weit 2019-07-16T09:31:00+02:00 2019-07-16T09:29:19+02:00 Bremen - „Wer Krankenhäuser schließen möchte, muss die gesamte medizinische Versorgungsrealität einbeziehen“, sagte Dr. Heidrun Gitter, die Präsidentin der Ärztekammer Bremen, im Hinblick auf eine jetzt veröffentlichte Bertelsmann-Studie zur Krankenhausversorgung in Deutschland. Die Autoren der Studie hatten vorgeschlagen, nur etwa 600 von den derzeit rund 1.400 Krankenhäusern in Deutschland zu erhalten, sie mit mehr Geld und Personal auszustatten und so eine bessere Patientenversorgung zu erreichen.

Bremen - „Wer Krankenhäuser schließen möchte, muss die gesamte medizinische Versorgungsrealität einbeziehen“, sagte Dr. Heidrun Gitter, die Präsidentin der Ärztekammer Bremen, im Hinblick auf eine jetzt veröffentlichte Bertelsmann-Studie zur Krankenhausversorgung in Deutschland. Die Autoren der Studie hatten vorgeschlagen, nur etwa 600 von den derzeit rund 1.400 Krankenhäusern in Deutschland zu erhalten, sie mit mehr Geld und Personal auszustatten und so eine bessere Patientenversorgung zu erreichen.

„Die Bremer Ärzteschaft unterstützt schon lange Vorschläge zu einer Krankenhausplanung, die an Strukturqualität orientiert ist“, sagte Heidrun Gitter. Krankenhäuser in Bremen, die öffentliche Gelder für Investitionen und die Vergütungen der gesetzlichen Krankenkassen erhalten wollen, müssen sich zum Beispiel an der Facharzteiterbildung beteiligen. Dazu prüft die Ärztekammer Bremen auch die notwendigen Strukturen. „Wer einen Versorgungsauftrag für ein Spezialgebiet haben möchte, muss auch für die Qualifizierung des nötigen Personals sorgen und das notwendige Personal und die notwendigen Strukturen rund um die Uhr vorhalten“, so Gitter. In dieser Auffassung fühlt sich die Ärztekammer Bremen von der zuständigen Gesundheitsbehörde und auch den Kostenträgern unterstützt. „Die Krankenhausplanung in Bremen hat bereits vor Jahren begonnen, Dinge zu berücksichtigen, die in der Bertelsmann-Studie vorgeschlagen werden“, sagte Gitter.

Patientinnen und Patienten müssen flächendeckend auf eine wohnortnahe Gesundheitsversorgung zugreifen können. „Da haben Städte wie Bremen und Bremerhaven Vorteile gegenüber Flächenstaaten wie Niedersachsen“, sagte Gitter. „Bremer Krankenhäuser versorgen in Teilen auch das niedersächsische Umland mit, das darf nicht vergessen werden.“ Nach Angaben der Bremer Krankenhausgesellschaft kommen 50 Prozent der Patienten in den Bremerhavener Krankenhäusern aus dem niedersächsischen Umland, in Bremen sind es 40 Prozent.

Sinnvoll wäre aus Sicht der Ärztekammer Bremen eine bessere Vernetzung der ambulanten und stationären Versorgung, gerade auch in der gemeinsamen Sicherstellung der Rund-um-die Uhr-Versorgung. Heidrun Gitter: „Dann könnte man die Versorgung noch viel besser nach dem Bedarf der Patienten ausrichten – und man würde mehr über notwendige Leistungen und weniger über aufgestellte Betten sprechen.“

www.aekhb.de

https://www.bundesaerztekammer.denews-2203.atom Krankenhäuser: Keine undifferenzierte Schließungspolitik - flächendeckende Versorgung sicherstellen 2019-07-15T11:24:52+02:00 2019-07-15T11:23:12+02:00

Berlin - Zu der aktuell veröffentlichten Studie der Bertelsmann-Stiftung mit der Forderung nach Schließung von 800 Krankenhäusern erklärt Bundesärztekammerpräsident Dr. Klaus Reinhardt:

„Die von der Bundesregierung eingesetzte Kommission „Gleichwertige Lebensverhältnisse“ hat gerade erst die Bedeutung der Daseinsvorsorge und Sicherung einer gut erreichbaren, wohnortnahen Gesundheitsinfrastruktur herausgestellt und das Bundesgesundheitsministerium die Förderung von 120 kleineren Kliniken bundesweit beschlossen. Da ist es schon mehr als befremdlich, wenn die Bertelsmann-Stiftung jetzt pauschal die Schließung von 800 Krankenhäusern fordert.“

Der Präsident der Bundesärztekammer stellt allerdings auch klar: „In Ballungsgebieten mit erhöhter Krankenhausdichte kann es durchaus sinnvoll sein, dass Ärzte und Pflegepersonal in größeren Strukturen Patienten behandeln. Dadurch könnten Abläufe vereinfacht und die zunehmende Arbeitsverdichtung gemildert werden.“

Reinhardt warnte aber vor einer undifferenzierten Schließungspolitik: „Gerade im ländlichen Raum müssen wir die flächendeckende Versorgung der Patienten sicherstellen. Deshalb müssen wir mehr als bisher die sektorübergreifende Versorgung gemeinsam mit den niedergelassenen Ärzten ausbauen. Wir müssen auch sogenannte Mitversorgeraspekte berücksichtigen. In Hamburger Krankenhäusern werden ja auch Patienten aus dem weiteren Umland behandelt. Das alles zeigt, dass man diese Fragen nicht vom grünen Tisch aus entscheiden kann. Diese Fragen müssen vor Ort und von den Landes- und Kommunalpolitikern gemeinsam mit den Ärzten diskutiert werden.“ Und schließlich dienten Kliniken und Praxen nicht nur der regulären medizinischen Versorgung, so Reinhardt, sondern müssten auch aufgestellt sein für die medizinische Versorgung in Krisenfällen wie Epidemien und Großschadensereignissen.

„Wer auch immer mit welchen Ideen den Krankenhaussektor verändern will, muss dem grundgesetzlichen Auftrag der Daseinsvorsorge, der Gleichheit der Lebensverhältnisse und dem Feuerwehr-Prinzip der Krankenhäuser im Katastrophenfall gerecht werden. Vor allem aber müssen wir Optionen diskutieren, wie wir der zunehmenden Behandlungsbedürftigkeit in unserer Gesellschaft bei gleichzeitigem Fachkräftemangel begegnen wollen. Auch wenn wir die Zahl der Krankenhäuser reduzieren, reduzieren wir dadurch ja nicht die Zahl der Behandlungsfälle“, mahnt Reinhardt.

https://www.bundesaerztekammer.denews-2202.atom Ärztekammer Westfalen-Lippe ehrt prüfungsbeste Absolventinnen und Absolventen 2019-07-12T11:49:35+02:00 2019-07-12T11:47:42+02:00 Münster - Sie sind die besten 2,6 Prozent ihres Ausbildungsjahrganges: 44 frisch ausgebildete Medizinische Fachangestellte wurden am 11. Juli in einer Feierstunde der Ärztekammer Westfalen-Lippe in Münster für ihre hervorragenden Prüfungsleistungen ausgezeichnet. Die 43 jungen Frauen und ein Mann hatten in der Abschlussprüfung ihrer Ausbildung mindestens 92 von 100 möglichen Punkten und damit die Note „Sehr gut“ erreicht. Als Anerkennung für diese Leistung erhielten sie von Dr. med. Hans-Peter Peters, Beauftragter der Ärztekammer für die Ausbildung Medizinischer Fachangestellter, eine Urkunde und ein Buchpräsent überreicht. Glückwünsche gingen auch an acht Fachwirtinnen für ambulante medizinische Versorgung, die ihre Fortbildung ebenfalls mit der Bestnote abgeschlossen hatten. Insgesamt hatten sich in diesem Jahrgang 1.662 Auszubildende und 66 angehende Fachwirtinnen zur Prüfung angemeldet.

Münster - Sie sind die besten 2,6 Prozent ihres Ausbildungsjahrganges: 44 frisch ausgebildete Medizinische Fachangestellte wurden am 11. Juli in einer Feierstunde der Ärztekammer Westfalen-Lippe in Münster für ihre hervorragenden Prüfungsleistungen ausgezeichnet. Die 43 jungen Frauen und ein Mann hatten in der Abschlussprüfung ihrer Ausbildung mindestens 92 von 100 möglichen Punkten und damit die Note „Sehr gut“ erreicht. Als Anerkennung für diese Leistung erhielten sie von Dr. med. Hans-Peter Peters, Beauftragter der Ärztekammer für die Ausbildung Medizinischer Fachangestellter, eine Urkunde und ein Buchpräsent überreicht. Glückwünsche gingen auch an acht Fachwirtinnen für ambulante medizinische Versorgung, die ihre Fortbildung ebenfalls mit der Bestnote abgeschlossen hatten. Insgesamt hatten sich in diesem Jahrgang 1.662 Auszubildende und 66 angehende Fachwirtinnen zur Prüfung angemeldet.
 
„Sie haben Ihr gestecktes Berufsziel nicht einfach nur erreicht, sondern Ihre Prüfung mit Bravour bestanden und damit Ihre Qualifikation in ganz besonderer Weise unter Beweis gestellt“, lobte Dr. Peters die Ausgezeichneten. Als wichtige Bezugspersonen in der Arztpraxis bzw. anderen Einrichtungen der medizinischen Versorgung trügen die neuen Medizinischen Fachangestellten und Fachwirtinnen fortan eine hohe Verantwortung. Sie seien als Angehörige gut qualifizierter medizinischer Fachberufe für die ärztliche Berufsausübung unverzichtbar, machte Dr. Peters deutlich.
 
Die Ärztekammer Westfalen-Lippe ist Ansprechpartnerin in Fragen rund um die Aus- und Fortbildung Medizinischer Fachangestellter. Die Ausbildung, die je nach Qualifikation der Auszubildenden zwischen zwei und drei Jahre dauert, wird in Kooperation von Ausbildungsbetrieben – zumeist Arztpraxen – und Berufskollegs durchgeführt und durch die Ärztekammer geregelt und überwacht. Im Anschluss daran bietet die Ärztekammer eine Aufstiegsfortbildung zur Fachwirtin für ambulante medizinische Versorgung sowie knapp 30 Spezialisierungsqualifikationen an. Freie Ausbildungsplätze, Informationen zur Aus und Fortbildung sowie Kontaktdaten zu Ansprechpartnern finden Interessierte auf den Internetseiten der Ärztekammer Westfalen-Lippe unter www.aekwl.de im Bereich MFA.

www.aekwl.de

https://www.bundesaerztekammer.denews-2201.atom Bayern: Gesundheit ist ein hohes Gut – gerade für uns Ärzte 2019-07-12T10:17:30+02:00 2019-07-12T10:15:32+02:00 München - „Ich werde auf meine eigene Gesundheit, mein Wohlergehen und meine Fähigkeiten achten, um eine Behandlung auf höchstem Niveau leisten zu können“, heißt es in der Deklaration von Genf. Mit diesen Sätzen beginnt der Vizepräsident der Bayerischen Landesärztekammer, Dr. Wolfgang Rechl, seinen Leitartikel in der Juli/August-Ausgabe des Bayerischen Ärzteblattes und mahnt: „Was wir Ärztinnen und Ärzte in der Deklaration von Genf festschreiben, droht uns nach und nach abhanden zu gehen: denn, wir arbeiten heute zunehmend am Limit.“ Gründe seien unter anderem die Personalnot, Arbeitsverdichtung und ein höherer Wettbewerbsdruck. Dies könne zu körperlicher aber auch zu einer emotionalen Überbelastung von Ärzten führen.

München -  „Ich werde auf meine eigene Gesundheit, mein Wohlergehen und meine Fähigkeiten achten, um eine Behandlung auf höchstem Niveau leisten zu können“, heißt es in der Deklaration von Genf. Mit diesen Sätzen beginnt der Vizepräsident der Bayerischen Landesärztekammer, Dr. Wolfgang Rechl, seinen Leitartikel in der Juli/August-Ausgabe des Bayerischen Ärzteblattes und mahnt: „Was wir Ärztinnen und Ärzte in der Deklaration von Genf festschreiben, droht uns nach und nach abhanden zu gehen: denn, wir arbeiten heute zunehmend am Limit.“ Gründe seien unter anderem die Personalnot, Arbeitsverdichtung und ein höherer Wettbewerbsdruck. Dies könne zu körperlicher aber auch zu einer emotionalen Überbelastung von Ärzten führen.
 
Dies sei mit ein Grund, weshalb das Thema auf dem vergangenen Deutschen Ärztetag in Münster als Schwerpunkt diskutiert worden sei. Dort sei deutlich geworden, dass wesentliche Voraussetzungen für gesundheitsförderliche Arbeitsbedingungen in den Krankenhäusern und Arztpraxen die gesetzlichen und ökonomischen Rahmenbedingungen sind. „Für gesunde Arbeitsbedingungen müssen die Leistungen des Gesundheitswesens ausreichend finanziert sein“, betonte Rechl. So habe der Deutsche Ärztetag an die Arbeitgeber appelliert, ihrer Verpflichtung für die Schaffung gesundheitsgerechter Arbeitsbedingungen deutlich stärker als bisher nachzukommen. Das Ärzteparlament fasste eine ganze Reihe von Beschlüssen, um das Thema Arztgesundheit in die Öffentlichkeit zu tragen. Neben der Berücksichtigung von gesundheitsgerechten Arbeitsbedingungen, der Einhaltung von Arbeitsschutzregeln und der Stärkung des betrieblichen Gesundheitsmanagements, müssten sich die zuständigen Behörden verpflichtet fühlen, die Einhaltung des Arbeitszeitgesetzes im ärztlichen Dienst der Klinik regelmäßig zu überprüfen. „Wir müssen unsere Kolleginnen und Kollegen auch in Sachen Bürokratie entlasten. Das heißt, dass Personalschlüssel so gestaltet werden müssen, dass jederzeit eine patienten- und aufgabengerechte Versorgung möglich ist“, appellierte der BLÄK-Vize.

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https://www.bundesaerztekammer.denews-2200.atom Rheinland-Pfalz: Facharztanerkennungen: Innere Medizin und Allgemeinmedizin belegen weiterhin Spitzenplätze 2019-07-12T10:14:53+02:00 2019-07-12T10:13:22+02:00 Mainz - Insgesamt 548 Ärztinnen und Ärzte haben im vergangenen Jahr in Rheinland-Pfalz ihre Weiterbildung zur Fachärztin beziehungsweise zum Facharzt erfolgreich abgeschlossen. Etwas mehr als die Hälfte von ihnen (297) sind Ärztinnen.

Mainz - Insgesamt 548 Ärztinnen und Ärzte haben im vergangenen Jahr in Rheinland-Pfalz ihre Weiterbildung zur Fachärztin beziehungsweise zum Facharzt erfolgreich abgeschlossen. Etwas mehr als die Hälfte von ihnen (297) sind Ärztinnen.
 
Nach Abschluss ihres Medizinstudiums durchlaufen Ärztinnen und Ärzte eine mehrjährige Weiterbildung zur/ zum Fachärztin/ Facharzt. Diese Weiterbildung findet unter Anleitung erfahrener Ärztinnen und Ärzte statt, die von der Landesärztekammer zur Weiterbildung befugt worden sind. Die Weiterbildung endet mit einer Prüfung. Wer sie besteht, erhält die Facharztanerkennung. Ohne Facharztanerkennung können sich Ärztinnen und Ärzte nicht niederlassen.
 
Die meisten Facharztanerkennungen gab es im Jahr 2018 (genau wie im Vorjahr) im Gebiet Innere Medizin (89). Am zweithäufigsten war die Anerkennung in der Allgemeinmedizin (78), gefolgt von der Anästhesiologie (55) sowie der Orthopädie und Unfallchirurgie (34).
 
Die Zahl der Facharztanerkennungen in der Allgemeinmedizin ist im vergangenen Jahren weiter deutlich gestiegen. Allein im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Facharztanerkennungen in der Allgemeinmedizin um ein Viertel gestiegen: von 62 auf 78. Zum Vergleich: Im Jahr 2015 gab es 44 neue Facharztanerkennungen in der Allgemeinmedizin. „Beobachtet man die statistische Entwicklung in diesem Fachgebiet, dann könnte es ein Indiz dafür sein, dass unsere Bemühungen um eine Stärkung der Allgemeinmedizin ankommen“, erklärt Landesärztekammer-Präsident Dr. Günther Matheis.
 
Zugleich forderte er aber auch, dass nicht nur die allgemeinmedizinische Versorgung Stärkung braucht, sondern auch die fachärztliche Grundversorgung. Matheis: „Auch dies müssen wir fest im Blick haben. Auch hier zeigen sich Engpässe.“

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https://www.bundesaerztekammer.denews-2199.atom Sachsen-Anhalt: Der ersehnte Abschluss: Ärztekammer übergibt Zeugnisse an 67 Medizinische Fachangestellte 2019-07-11T09:51:01+02:00 2019-07-11T09:48:55+02:00 Magdeburg - Der Lohn für eine dreijährige teilweise sehr fordernde Ausbildung ist das Zeugnis. Erwartungsvoll fieberten die 67 Medizinischen Fachangestellten daher dem 10. Juli entgegen. Am heutigen Nachmittag wurde in der Ärztekammer Sachsen-Anhalt nun die offizielle Freisprechung (feierliche Zeugnisübergabe) vollzogen.

Magdeburg - Der Lohn für eine dreijährige teilweise sehr fordernde Ausbildung ist das Zeugnis. Erwartungsvoll fieberten die 67 Medizinischen Fachangestellten daher dem 10. Juli entgegen. Am heutigen Nachmittag wurde in der Ärztekammer Sachsen-Anhalt nun die offizielle Freisprechung (feierliche Zeugnisübergabe) vollzogen.

Aus den Händen von Dr. med. Dipl.-Ing. Angelika Henze, ärztliche Assistentin der Geschäftsführung der Ärztekammer Sachsen-Anhalt, erhielten sie ihre Prüfungszeugnisse und den Brief Medizinische(r) Fachangestellte(r). Die Ärztekammer ist für die Ausbildung zuständig. Sie unterstützt die zukünftigen MFA in der prüfungsfreien Zeit mit praktischen Übungen im Bereich EKG, Injektionen/Infusionen, Laboruntersuchungen, Verbände und Notfälle. „Allein im vergangenen Schuljahr haben wir in 106 Kursen insgesamt 866 Teilnehmer für die zukünftige Tätigkeit und die anstehenden Prüfungen vorbereitet“, erklärt Dr. Henze.

Somit stehen für die Praxisinhaber und Patienten bestens ausgebildete Medizinische Fachangestellte zur Verfügung. Diese hochwertige Ausbildung hat sich auch auf dem Arbeitsmarkt herumgesprochen. Von 93 Absolventen haben 82 % einen Arbeitsvertrag unterschrieben.

www.aeksa.de

https://www.bundesaerztekammer.denews-2198.atom Thüringen: Glückliche Absolventen – Landesärztekammer verabschiedet 103 Medizinische Fachangestellte ins Berufsleben 2019-07-09T11:10:54+02:00 2019-07-09T11:05:06+02:00 Jena - Die Landesärztekammer Thüringen hat am Sonnabend, dem 6. Juli 2019, 103 glückliche Absolventen als Medizinische Fachangestellte nach dreijähriger Ausbildung oder zweijähriger Umschulung in der Geschäftsstelle der Landesärztekammer in Jena-Maua in das Berufsleben verabschiedet. Die jungen frischgebackenen Medizinischen Fachangestellten konnten in diesem Jahr im doppelten Sinne glücklich sein: Nicht nur über die bestandene Prüfung, sondern auch darüber, dass jeder von ihnen einen Arbeitsplatz sicher hat. Dabei sind 77 Prozent (79 Personen) vom Ausbilder in ein Arbeitsverhältnis übernommen worden, 18 Prozent (19 Personen) haben eine neue Anstellung in einer anderen Arztpraxis gefunden, und fünf Prozent (fünf Personen) beginnen eine neue Ausbildung.

Jena - Die Landesärztekammer Thüringen hat am Sonnabend, dem 6. Juli 2019, 103 glückliche Absolventen als Medizinische Fachangestellte nach dreijähriger Ausbildung oder zweijähriger Umschulung in der Geschäftsstelle der Landesärztekammer in Jena-Maua in das Berufsleben verabschiedet. Die jungen frischgebackenen Medizinischen Fachangestellten konnten in diesem Jahr im doppelten Sinne glücklich sein: Nicht nur über die bestandene Prüfung, sondern auch darüber, dass jeder von ihnen einen Arbeitsplatz sicher hat. Dabei sind 77 Prozent (79 Personen) vom Ausbilder in ein Arbeitsverhältnis übernommen worden, 18 Prozent (19 Personen) haben eine neue Anstellung in einer anderen Arztpraxis gefunden, und fünf Prozent (fünf Personen) beginnen eine neue Ausbildung.
 
Besonders hervorzuheben ist in diesem Jahr das sehr gute Gesamtergebnis. Von 106 Prüfungskandidaten müssen nur drei die Prüfungen wiederholen. Beispielsweise hatten im vergangenen Jahr 13 Personen die Prüfung nicht bestanden.
 
Seit einigen Jahren interessieren sich zunehmend auch Männer für den Beruf des Medizinischen Fachangestellten. So gab es in diesem Jahr zwei männliche Absolventen, im Vorjahr waren es fünf gewesen.
 
Die Landesärztekammer Thüringen ist seit 1991 für die Ausbildung und Umschulung von Medizinischen Fachangestellten im Freistaat zuständig. Die Standesvertretung der Ärzte überwacht die Berufsausbildung und berät Auszubildende und Ausbilder. Darüber hinaus ist die Ärztekammer für die Organisation und Durchführung der Prüfungen und für die Fortbildung der Medizinischen Fachangestellten verantwortlich.

www.laek-thueringen.de

https://www.bundesaerztekammer.denews-2197.atom Bayern: Gesetz zur Sicherheit in der Arzneimittelversorgung – Licht und Schatten 2019-07-05T11:30:15+02:00 2019-07-05T11:27:55+02:00 München - Der Bundesrat hat das Anfang Juni vom Bundestag beschlossene Gesetz zur Sicherheit in der Arzneimittelversorgung (GSAV) passieren lassen. Dr. Gerald Quitterer, Präsident der Bayerischen Landesärztekammer (BLÄK) sieht beim GSAV beides: Licht und Schatten. „Das GSAV zielt auf mehr Sicherheit in der Versorgung der Patienten und wird daher von der BLÄK begrüßt, denn es setzt im Bereich der Arzneimittelversorgung an Schwachstellen an, die sich bei Vorfällen in der Vergangenheit gezeigt haben.“ Das GSAV stärke die Position der Aufsichtsbehörden und unterstreiche die koordinierende Rolle und die Kompetenzen (Rückrufkompetenz) der Bundesbehörden.

München - Der Bundesrat hat das Anfang Juni vom Bundestag beschlossene Gesetz zur Sicherheit in der Arzneimittelversorgung (GSAV) passieren lassen. Dr. Gerald Quitterer, Präsident der Bayerischen Landesärztekammer (BLÄK) sieht beim GSAV beides: Licht und Schatten. „Das GSAV zielt auf mehr Sicherheit in der Versorgung der Patienten und wird daher von der BLÄK begrüßt, denn es setzt im Bereich der Arzneimittelversorgung an Schwachstellen an, die sich bei Vorfällen in der Vergangenheit gezeigt haben.“ Das GSAV stärke die Position der Aufsichtsbehörden und unterstreiche die koordinierende Rolle und die Kompetenzen (Rückrufkompetenz) der Bundesbehörden.
 
Darüber hinaus bringe das GSAV im Bereich der Patientenversorgung weitere Verbesserungen, wie die Herstellung von Arzneimitteln zur persönlichen Anwendung, die nur noch für Ärzte erlaubnisfrei ist oder das Verbot des Einsatzes von Frischzellen. Die Verordnung von Arzneimitteln in elektronischer Form nennt Bayerns Ärztechef die „konsequente Folge der Neuformulierung der Fernbehandlung in der Berufsordnung“.

Doch Bayerns Ärztepräsident übt auch Kritik am neuen Gesetz: Die Modifikation der Bestimmungen über den Import für Arzneimittel ließe nicht erkennen, wie die Sicherheit der importierten Arzneimittel besser sichergestellt werden könne. „Hohe europäische Standards nützen nur, wenn ausländische Arzneimittel daran konsequent gemessen werden“, sagt Quitterer. Zudem seien keine nachhaltigen Ansätze für die Bewältigung von Versorgungsengpässen erkennbar. Zwar gebe es eine Ergänzung der Kriterien für den Abschluss von Rabattverträgen, aber keine systematische Lösung bei Produktions- und Lieferschwierigkeiten. „Die Schaffung eines wirksamen Frühwarnsystems, das alle Leistungsbereiche umfasst, ist notwendig“, so Quitterer. Ebenso die Vorhaltung einer ausreichenden Reserve für wichtige Medikamente.

„Lieferengpässe bei der Versorgung mit Medikamenten sind inakzeptabel. Sie sind auch eine Folge der Wirtschaftlichkeitsbestrebungen der Kostenträger. Eine wirtschaftliche Leistungserbringung ist wichtig, damit die Beitragszahler nicht übermäßig belastet werden. Dies darf aber am Ende nicht dazu führen, dass die Versorgungssicherheit und damit Gesundheit und Leben der Patienten in Gefahr geraten.“ Es gelte einen angemessenen Ausgleich zwischen diesen beiden Positionen herzustellen und insbesondere die Beschaffungsverträge der Gesetzlichen Krankenkassen so auszugestalten, dass beispielsweise die Versorgung nicht auf nur einen Anbieter beschränkt werde und stets ausreichend Reserven von Produzenten aus der EU zur Verfügung stünden.

www.blaek.de