Bundesärztekammer / 2020-04-08T14:58:11+02:00 https://www.bundesaerztekammer.denews-2463.atom Westfalen-Lippe: Gehle: Freiwilligkeit und Engagement zeichnen die Ärzteschaft in Pandemie-Zeiten aus - „Es gibt keine ärztliche Pflicht zur Selbstgefährdung“ 2020-04-07T10:19:33+02:00 2020-04-07T10:11:55+02:00 Münster - Die Zwangs-Rekrutierung von Ärztinnen und Ärzten in Zeiten einer Pandemie ist nach Ansicht der Ärztekammer Westfalen-Lippe (ÄKWL) keine geeignete Maßnahme, um die Patientenversorgung in einer landesweiten Ausnahmesituation wie etwa der Corona-Krise zu gewährleisten. Kammerpräsident Dr. Hans-Albert Gehle erklärt nach einer Anhörung im nordrhein-westfälischen Landtag zum Entwurf des Pandemie-Gesetzes der NRW-Landesregierung, die Experten-Anhörung habe die Position der westfälisch-lippischen Ärzteschaft bestätigt, wonach Zwangsmaßnahmen einen erheblichen Eingriff in Grund- und Persönlichkeitsrechte der Ärzteschaft bedeuten.

Münster - Die Zwangs-Rekrutierung von Ärztinnen und Ärzten in Zeiten einer Pandemie ist nach Ansicht der Ärztekammer Westfalen-Lippe (ÄKWL) keine geeignete Maßnahme, um die Patientenversorgung in einer landesweiten Ausnahmesituation wie etwa der Corona-Krise zu gewährleisten. Kammerpräsident Dr. Hans-Albert Gehle erklärt nach einer Anhörung im nordrhein-westfälischen Landtag zum Entwurf des Pandemie-Gesetzes der NRW-Landesregierung, die Experten-Anhörung habe die Position der westfälisch-lippischen Ärzteschaft bestätigt, wonach Zwangsmaßnahmen einen erheblichen Eingriff in Grund- und Persönlichkeitsrechte der Ärzteschaft bedeuten. „Zwang verärgert uns“, so Gehle, und sei maximal als Ultima Ratio akzeptabel. „Aber Zwangs-Verpflichtungen sind auch gar nicht notwendig.“ Ebenso unterstrichen die Experten auch die Kammer-Forderungen, dass die Maßnahmen eines Pandemie-Gesetzes zum einen immer zeitlich befristet sein müssen und zum anderen stets auf einem Beschluss des nordrheinwestfälischen Landesparlamentes basieren sollen.

Gehle verweist darauf, dass die Ärzteschaft aktuell mit äußerst großem Engagement daran arbeitet, die medizinische Versorgung von Corona- und natürlich auch Nicht-Corona-Patienten zu bewältigen. Bei der Ärztekammer Westfalen-Lippe hätten sich bereits über 1000 Ärztinnen und Ärzte gemeldet, die, obwohl sie derzeit nicht in der Patientenversorgung ärztlich tätig sind, freiwillig mitarbeiten wollen. „Freiwilligkeit und Engagement zeichnen die Ärzteschaft aus.“ Dies vor dem Hintergrund der „unzumutbaren und gänzlich inakzeptablen Situation“, dass Ärztinnen und Ärzte ohne ausreichenden persönlichen Schutz Corona-Infizierte behandeln müssten. Eine Einschränkung des Grundrechts auf körperliche Unversehrtheit dürfe es auch im Pandemiefall für Ärztinnen und Ärzte nicht geben. „Es gibt die ärztliche Pflicht zur Hilfe, es gibt aber keine ärztliche Pflicht zur Selbstgefährdung!“

„Ärztinnen und Ärzte engagieren sich an vielen Stellen dennoch – und zwar freiwillig. Denn für die Versorgung von all unseren Patientinnen und Patienten in Corona-Zeiten braucht es jede helfende Hand. Und helfende Hände sind nur sinnvoll, wenn sie koordiniert eingesetzt werden und ineinandergreifen.“ Die Kammer begrüße es deshalb, dass mit dem vorliegenden Gesetzentwurf die Möglichkeit geschaffen werde, die stark dezentral organisierten Strukturen des Infektionsschutzes in NRW durch eine zentrale Koordination zu ergänzen. Solche Maßnahmen hatte die Kammerversammlung der ÄKWL bereits Anfang des Jahres gefordert.

Gehle kritisiert in diesem Zusammenhang, dass weder in den Krisenstäben der Bezirksregierungen noch im Krisenstab der Landesregierung die Ärztekammern beteiligt seien. „Wir werden punktuell aufgefordert zuzuarbeiten. Eine systematische und flächendeckende strategische Einbindung von ärztlichem Sachverstand sieht anders aus.“ Er fordert aus diesem Grund die Beteiligung eines Vertreters der Ärztekammer in jedem Krisenstab der fünf Bezirksregierungen, die Schaffung einer übergeordneten Koordination, an der auch die Ärztekammern beteiligt werden, mehr Transparenz bei Aufbau und Umbau von Versorgungsangeboten sowie eine digitale Vernetzung der Versorgungsstrukturen.

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https://www.bundesaerztekammer.denews-2462.atom Hamburg: Hilfe für Suchtkranke 2020-04-07T10:11:31+02:00 2020-04-07T09:54:18+02:00 Hamburg - Die Coronakrise stellt bislang nicht behandelte Opioidabhänge vor besondere Herausforderungen: Viele der in prekären Verhältnissen lebenden Menschen sehen sich ihrer Einkommensquellen wie Flaschensammeln, Betteln, Hinz&Kunzt-Verkäufe beraubt, die Preise auf dem Markt für illegale Opioide und andere Substanzen steigen an. Opioidabhängige müssen zudem als Risikopersonen für einen schweren Krankheitsverlauf angesehen werden. Durch das Leben auf der Szene können sie das Virus außerdem verbreiten.

Hamburg - Die Coronakrise stellt bislang nicht behandelte Opioidabhänge vor besondere Herausforderungen: Viele der in prekären Verhältnissen lebenden Menschen sehen sich ihrer Einkommensquellen wie Flaschensammeln, Betteln, Hinz&Kunzt-Verkäufe beraubt, die Preise auf dem Markt für illegale Opioide und andere Substanzen steigen an. Opioidabhängige müssen zudem als Risikopersonen für einen schweren Krankheitsverlauf angesehen werden. Durch das Leben auf der Szene können sie das Virus außerdem verbreiten.

Der Arbeitskreises Suchtmedizin der Ärztekammer und der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg (KVH), die Qualitätssicherungskommission der KVH und andere substituierenden Ärztinnen und Ärzte der Stadt haben deshalb kurzfristig eine Reihe von Maßnahmen auf den Weg gebracht, um diesen Menschen zu helfen. Dazu gehört die gestern im Drob Inn eingerichtete Substitutionsambulanz, wo Abhängige niedrigschwellig in die Substitutionsbehandlung aufgenommen werden können.

Dr. Pedram Emami, Präsident der Ärztekammer Hamburg begrüßt das Engagement sehr: „Es ist großartig, wie engagiert und schnell die Kolleginnen und Kollegen das Problem erkannt, angepackt und mit Hilfe der Gesundheitsbehörde, der KV und dem Träger Jugendhilfe e.V. gelöst haben“. Sie helfen damit nicht nur den betroffenen Menschen, sondern auch der Stadt. „Die substituierenden Ärztinnen und Ärzte stehen auch in dieser schwierigen Situation fest an der Seite ihrer Patienten, die momentan besonders leicht durch das Raster der Aufmerksamkeit fallen“.

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https://www.bundesaerztekammer.denews-2461.atom Nordrhein: Ärztinnen und Ärzte in Klinik und Praxis sofort von bürokratischen Pflichten entlasten 2020-04-06T15:16:30+02:00 2020-04-06T15:11:22+02:00 Düsseldorf - Angesichts der Corona-Krise sollen bürokratische Pflichten von Ärztinnen und Ärzten wie die Prüfungen der Medizinischen Dienste (MD) in Krankenhäusern und die Fortbildungs-Nachweispflicht für Ärztinnen und Ärzte sofort ausgesetzt werden. Das hat der Präsident der Ärztekammer Nordrhein, Rudolf Henke von Krankenhausverwaltungen und Krankenkassen gefordert.

Düsseldorf - Angesichts der Corona-Krise sollen bürokratische Pflichten von Ärztinnen und Ärzten wie die Prüfungen der Medizinischen Dienste (MD) in Krankenhäusern und die Fortbildungs-Nachweispflicht für Ärztinnen und Ärzte sofort ausgesetzt werden.

Das hat der Präsident der Ärztekammer Nordrhein, Rudolf Henke, am Freitag, 3. April 2020, in Düsseldorf von Krankenhausverwaltungen und Krankenkassen gefordert: „Bitte entscheiden Sie, dass in den Häusern, die sich um die Versorgung von Covid-19-Patienten kümmern, jetzt keine Zeit und keine Energie mehr darauf verwendet werden muss, sich auf MD-Prüfungen vorzubereiten.“

In einer Videobotschaft an die Mitglieder der Ärztekammer Nordrhein stellt der Kammerpräsident fest, dass man auch mit einer Zwangsverpflichtung nicht mehr Ärztinnen und Ärzte für die Hilfe gegen das Corona-Virus aktivieren könne als auf freiwilligem Weg: „Ich meine, der Staat kann darauf verzichten, und er kann auf das freiwillige Engagement vertrauen. Denn die Hilfsbereitschaft ist überwältigend.“ Da es sich um einen Eingriff in Grundrechte handele, sei ohnehin eine Entscheidung des Parlaments nötig.

Er fügte hinzu: „Es gibt keinen Gegensatz zwischen Freiwilligkeit und Verbindlichkeit. Wer wüsste besser als wir, die wir auch in Großschadensereignissen und Katastrophensituationen gefordert sind, dass es in einer solchen Zeit natürlich Verbindlichkeit und die Durchsetzung von Einsatzplänen braucht. Dazu ist die Ärzteschaft mit ihren Institutionen nicht nur bereit, sondern auch in der Lage.“

Videobotschaft des Präsidenten der Ärztekammer Nordrhein, Rudolf Henke, an die Mitglieder der Ärztekammer Nordrhein vom 4.4.2020 im Wortlaut

Stellungnahme der Ärztekammer Nordrhein und der Ärztekammer Westfalen-Lippe zum Entwurf des Covid-Gesetzes NRW

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https://www.bundesaerztekammer.denews-2460.atom Bayern: Freiwillige Ärzte und Medizinstudenten helfen in der SARS-CoV-2- Pandemie 2020-04-03T12:57:09+02:00 2020-04-03T12:53:05+02:00 München - 421 Ärztin­nen und Ärzte sowie 294 Medi­zin­stu­die­rende haben sich inner­halb einer Woche frei­wil­lig zur Unter­stüt­zung der erheb­li­chen zusätz­li­chen Perso­nal­be­darfe in der SARS-CoV-2-Krise gemel­det.

München - 421 Ärztin­nen und Ärzte sowie 294 Medi­zin­stu­die­rende haben sich inner­halb einer Woche frei­wil­lig zur Unter­stüt­zung der erheb­li­chen zusätz­li­chen Perso­nal­be­darfe in der SARS-CoV-2-Krise gemel­det.

Dazu hat die Baye­ri­sche Landes­ärz­te­kam­mer (BLÄK) seit 27. März 2020 eine eigene Website erstellt, frei­wil­lige.blaek.de, unter der sich Frei­wil­lige eintra­gen können.

Die ange­spro­che­nen Ziel­grup­pen unter­glie­dern sich in:

  • Ärztin­nen und Ärzte mit deut­scher Appro­ba­tion / Berufs­aus­übungs­er­laub­nis
  • Ärztin­nen und Ärzte mit auslän­di­schen Diplo­men, deren Aner­ken­nungs­pro­zess in Deutsch­land noch nicht abge­schlos­sen ist und
  • Medi­zin­stu­die­rende

Alle nicht bereits in medi­zi­ni­sche Versor­gungs­struk­tu­ren einge­bun­de­nen Ärztin­nen und Ärzte sowie Medi­zin­stu­die­rende können sich seit Ende März zur Unter­stüt­zung der Deckung der erheb­li­chen zusätz­li­chen Perso­nal­be­darfe bei diesem „Frei­wil­li­gen-Portal“ der BLÄK melden. Glei­ches gilt für alle Arzt­pra­xen, Medi­zi­ni­schen Versor­gungs­zen­tren, Gesund­heits­äm­ter, Betrei­ber von Bürger­te­le­fo­nen etc., die Bedarf an zusätz­li­cher ärzt­li­cher Mitar­beit melden.

BLÄK-Präsi­dent Dr. Gerald Quit­te­rer dankte allen Ärztin­nen und Ärzten sowie allen, die in dieser Corona-Pande­mie die Gesund­heits­ver­sor­gung in Bayern aufrecht­er­hal­ten. „Die Leis­tungs­be­reit­schaft und -fähig­keit der baye­ri­schen Ärztin­nen und Ärzte ist beein­dru­ckend. Das macht mir Mut, dass wir diese schwie­rige Situa­tion bewäl­ti­gen können – gemein­sam!“

Die Erfas­sung von Ange­bot und Bedarf unter frei­wil­lige.blaek.de sei ein Erfolgs­mo­dell, da inner­halb einer Woche über 700 Frei­wil­lige ihre Bereit­schaft zur Mitar­beit gemel­det haben.

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https://www.bundesaerztekammer.denews-2459.atom Hessen: Hessischer Ärztekammerpräsident fordert ausreichende Ausstattung des medizinischen Personals mit Schutzkleidung 2020-04-01T15:27:25+02:00 2020-04-01T15:25:44+02:00 Frankfurt - "Die Diskussion, ob alle Bürgerinnen und Bürger beim Einkaufen einen Mundschutz tragen sollen, macht aktuell keinen Sinn", sagt Dr. Edgar Pinkowski, Präsident der Landesärztekammer Hessen. "So lange es nicht genügend Masken und Schutzkleidung für medizinisches Personal gibt und sogar die Deutsche Gesellschaft Organtransplantation nicht mit Masken und Schutzkleidung ausgestattet wird, entbehrt eine Verpflichtung zum Tragen eines Mundschutzes in Lebensmittelläden, wie sie von Österreich eingeführt worden ist, hierzulande jeglicher Grundlage."

Frankfurt - "Die Diskussion, ob alle Bürgerinnen und Bürger beim Einkaufen einen Mundschutz tragen sollen, macht aktuell keinen Sinn", sagt Dr. Edgar Pinkowski, Präsident der Landesärztekammer Hessen. "So lange es nicht genügend Masken und Schutzkleidung für medizinisches Personal gibt und sogar die Deutsche Gesellschaft Organtransplantation nicht mit Masken und Schutzkleidung ausgestattet wird, entbehrt eine Verpflichtung zum Tragen eines Mundschutzes in Lebensmittelläden, wie sie von Österreich eingeführt worden ist, hierzulande jeglicher Grundlage."

Nachdrücklich fordert Pinkowski Politik und Hersteller sowie Firmen, die ihre Produktion entsprechend umrüsten könnten, auf, in ausreichender Stückzahl für die dringend notwendige Schutzausrüstung für Ärztinnen und Ärzte, Pflegepersonal und medizinische sowie soziale Hilfsberufe zu sorgen. Dies gelte sowohl für Krankenhäuser, als auch für die haus- und fachärztliche Versorgung, für den Rettungsdienst, die Pflegeheime und ambulante Pflegedienste, aber auch für das Personal von Palliativdiensten und Mitarbeitern der Deutschen Stiftung Organtransplantation. "In diesen Bereichen müssen Personal und damit auch Patienten besonders geschützt werden. Wegen der weltweiten Nachfrage nach Schutzkleidung dürfen die Ressourcen nicht zusätzlich verknappt werden."
Nur gesundes und handlungsfähiges Personal kann die Patientenversorgung gewährleisten.
Jetzt seien pragmatische Lösungen gefragt, um das Ziel einer guten Patientenversorgung mit effektiv geschütztem Personal zu erreichen. Hier muss der Gesetzgeber umgehend für Rechtssicherheit sorgen.

Um sich vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 zu schützen, komme es für Bürgerinnen und Bürger weiterhin in erster Linie darauf an, die Hygieneregeln einzuhalten. "Dies bedeutet, einen Abstand von mindestens 1,5 bis 2 Metern zu anderen Menschen zu wahren, sich an die Kontaktregeln zu halten, die Niesetikette zu beachten sowie sich regelmäßig und gründlich die Hände zu waschen." Das zusätzliche Tragen etwa eines selbst gefertigten Mundschutzes – Anleitungen gibt es im Internet – könne dazu beitragen, Mitmenschen nicht zu gefährden. "Einen wirksamen Schutz vor einer eigenen Ansteckung bieten sie nicht."

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https://www.bundesaerztekammer.denews-2458.atom Sachsen: Corona-Pandemie: Ohne Medizinische Fachangestellte keine ambulante Versorgung 2020-03-31T15:34:32+02:00 2020-03-31T15:32:33+02:00 Dresden - In Deutschland sichern rund 400.00 nichtärztliche Angestellte in Praxis und auch zum Teil in Kliniken im Wesentlichen die medizinische Versorgung mit ab. „Vor allem die ambulante Versorgung würde nicht funktionieren, wenn wir nicht unsere qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hätten und dies erst recht nicht in solchen Krisensituationen wie jetzt.“, betont Erik Bodendieck, Präsident der Sächsischen Landesärztekammer.

Dresden - In Deutschland sichern rund 400.00 nichtärztliche Angestellte in Praxis und auch zum Teil in Kliniken im Wesentlichen die medizinische Versorgung mit ab. Diese Berufsgruppe wird auf Grund der dualen Ausbildung und seiner Verortung in den kaufmännischen Berufen aktuell leider immer wieder vergessen.

„Vor allem die ambulante Versorgung würde nicht funktionieren, wenn wir nicht unsere qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hätten und dies erst recht nicht in solchen Krisensituationen wie jetzt.“, betont Erik Bodendieck, Präsident der Sächsischen Landesärztekammer.

Derzeit gibt es Berichte, wonach nicht nur Kurzarbeit in Praxen angeordnet wird, sondern auch Kündigungen stattfänden. Bodendieck: „Wir wollen für die Zukunft die medizinische Versorgung gerade gemeinsam mit den Medizinischen Fachangestellten/Arzthelferinnen auch im Rahmen der Delegation/Substitution ärztlicher Leistung gestalten.“ Dazu sei es wichtig, den Berufsstand zu stärken und Mitarbeiter zu halten.

Der Präsident erwartet von Ärzten wie auch politischen Entscheidungsträgern deshalb, Medizinische Fachangestellten und deren Arbeit stärker zu würdigen. Gemeinsam müsse überlegt werden, wie der Beruf attraktiver gestaltet werden könne.

Bodendieck fordert zugleich eine Refinanzierung von Tariferhöhungen wie bei Pflegekräften durch die Gesetzliche Krankenversicherung.

„Setzen Sie sich bitte mit uns gemeinsam dafür ein, die Sicherung der ambulanten Versorgung auch durch die Stärkung der uns anvertrauten Berufe zu gewährleisten.“, so der Präsident.

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https://www.bundesaerztekammer.denews-2457.atom Hamburg: Patientenversorgung geht vor 2020-03-31T13:48:09+02:00 2020-03-31T13:31:36+02:00 Hamburg - Nach der Entscheidung Österreichs, seine Bürgerinnen und Bürger beim Einkaufen zum Tragen von Mundschutz zu verpflichten, wird auch in Deutschland über Sinn und Unsinn dieser Maßnahme diskutiert. Dazu sagt Dr. Pedram Emami: Präsident der Ärztekammer Hamburg: „Viel wichtiger als die Maske ist es, konsequent die Hygieneregeln zu beachten, Abstand von seinen Mitmenschen zu halten und die Kontaktregeln einzuhalten. Außerdem ist es essenziell, dass ausreichend Schutzkleidung für medizinisches Personal zur Verfügung steht."

Hamburg - Nach der Entscheidung Österreichs, seine Bürgerinnen und Bürger beim Einkaufen zum Tragen von Mundschutz zu verpflichten, wird auch in Deutschland über Sinn und Unsinn dieser Maßnahme diskutiert. Dazu sagt Dr. Pedram Emami: Präsident der Ärztekammer Hamburg: „Viel wichtiger als die Maske ist es, konsequent die Hygieneregeln zu beachten, Abstand von seinen Mitmenschen zu halten und die Kontaktregeln einzuhalten. Außerdem ist es essenziell, dass ausreichend Schutzkleidung für medizinisches Personal zur Verfügung steht. Wenn sich Menschen an das alles halten und zusätzlich einen Mundschutz tragen, macht das durchaus Sinn – denn dieser schützt zwar nicht vor Ansteckung, kann aber dabei helfen, andere Menschen nicht anzustecken, wenn man selbst erkrankt ist."

Von einer Verpflichtung zum Tragen eines Mundschutzes hält Emami so lange nichts, wie es nicht genügend Schutzausrüstung für das medizinische Personal  gibt. „Krankenhäuser, Arztpraxen, Pflegeheime, bzw. -dienste und andere sensible Bereiche müssen absolut Vorrang haben. Eine zusätzliche Marktkonkurrenz wäre fatal, wir befinden uns da aufgrund des weltweiten Bedarfs ohnehin in einer sehr schwierigen Situation.“ Es wäre vollkommen kontraproduktiv, wenn es  eine zusätzliche Verknappung gäbe, weil jede Bürgerin und jeder Bürger einen Mundschutz tragen muss oder wenn Ressourcen mit der Produktion dieser Masken gebunden würden, die auch die dringend benötigten FFP2 oder 3-Masken herstellen könnten. Emami appelliert zudem an Industrieunternehmen, in die Produktion der jetzt knappen medizinischen Produkte, wie Schutzkleidung und Masken, einzusteigen, wo immer das möglich ist.

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https://www.bundesaerztekammer.denews-2456.atom Reinhardt für Meldepflicht von Intensivkapazitäten 2020-03-31T13:25:45+02:00 2020-03-31T13:21:42+02:00

Berlin - Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt hat sich für eine verpflichtende zentrale Erfassung von Intensivkapazitäten in deutschen Kliniken ausgesprochen. Alle Krankenhäuser sollten sich an dem Intensivregister der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) beteiligen. „Ich bin dafür, dass Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sein gerade verabschiedetes Gesetz zum Schutz der Bevölkerung dafür nutzt, die Meldung der Kliniken verpflichtend zu machen“, sagte Reinhardt in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (31.03.2020). Dann könnte man punkt- und zielgenau analysieren, in welcher Stadt, in welchem Krankenhaus wie viele Beatmungsplätze frei sind, und sie entsprechend schnell und sinnvoll nutzen.

Reinhardt betonte außerdem die Notwendigkeit, deutlich mehr Menschen auf Corona zu testen als bisher. Hersteller von Testreagenzien aus Deutschland sollten in dieser besonderen Situation verpflichtet werden, vor allem für den deutschen Markt zu produzieren. Einen möglichen Ausweg aus den gegenwärtigen Ausgangsbeschränkungen könnten nach Meinung des BÄK-Präsidenten neuartige sogenannte Antikörpertests weisen. „Alle Bürger, die immun sind, weil sie die Infektion schon hinter sich haben, könnten dann wieder zur Arbeit gehen und am gesellschaftlichen Leben teilnehmen“, sagte Reinhardt. „Diese Menschen wären die ersten, die ins Normalleben entlassen werden könnten. „Sie sind weder gefährdet, noch gefährden sie andere.“

Mit Blick auf die Versorgung von Corona-Patienten warnte Reinhardt vor den Folgen fehlender Schutzausrüstung für Beschäftigte im Gesundheitswesen. Die Lage habe sich zwar etwas entspannt, besonders heikel sei sie aber in der ambulanten Pflege sowie in den Pflege- und Altenheimen. Diese Einrichtungen müssten dringend besser geschützt werden, da die Krankheitsverläufe bei alten Menschen oft viel schwerer seien und es leider auch zunehmend Todesfälle gebe.

 

 

https://www.bundesaerztekammer.denews-2455.atom Bayern: Schutzausrüstung für Ärzte und medizinisches Personal dringend erforderlich 2020-03-31T12:38:33+02:00 2020-03-31T12:28:39+02:00 München - „Wir mahnen die erforderliche Schutzausrüstung für Ärztinnen und Ärzte und für das medizinische Pflegepersonal an. In ausreichender Stückzahl!“, meldet sich Dr. Gerald Quitterer, Präsident der Bayerischen Landesärztekammer (BLÄK), zu Wort.

München - „Wir mahnen die erforderliche Schutzausrüstung für Ärztinnen und Ärzte und für das medizinische Pflegepersonal an. In ausreichender Stückzahl!“, meldet sich Dr. Gerald Quitterer, Präsident der Bayerischen Landesärztekammer (BLÄK), zu Wort.

Der Mangel an persönlicher Schutzausrüstung werde immer dringlicher – ganz besonders in der haus- und fachärztlichen Versorgung, der stationären Langzeitpflege, im Rettungsdienst und auch bei ambulanten Pflegediensten. Diese Bereiche seien versorgungsrelevant. Die Beschäftigten im Gesundheitswesen sowie deren Patientinnen und Patienten hätten ein Recht, wirksam und verlässlich vor Infektionen geschützt zu werden, so der Präsident.

Erst dann könne darüber nachgedacht werden, eine generelle Maskenpflicht einzuführen. Das alleinige Tragen von Masken ersetze keinesfalls die allgemeinen Hygieneregeln wie Abstand halten, Händedesinfektion, Husten- und Niesetikette sowie das Einhalten der Kontaktbeschränkungen, so der Präsident.

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https://www.bundesaerztekammer.denews-2454.atom Brandenburg: Schutzausrüstung für niedergelassene Ärzte endlich bereitstellen! 2020-03-30T13:03:48+02:00 2020-03-30T13:01:51+02:00 Potsdam - Trotz der von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn vor einer Woche erfolgten Ankündigung, den Arztpraxen die dringend benötigte Schutzausrüstung jetzt zeitnah zur Verfügung zu stellen, ist dies immer noch nicht in ausreichendem Maße erfolgt. Die Landesärztekammer Brandenburg fordert die Politik daher dringend dazu auf, ihre Zusage jetzt schnellstmöglich einzuhalten.

Potsdam - Trotz der von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn vor einer Woche erfolgten Ankündigung, den Arztpraxen die dringend benötigte Schutzausrüstung jetzt zeitnah zur Verfügung zu stellen, ist dies immer noch nicht in ausreichendem Maße erfolgt. Die Landesärztekammer Brandenburg fordert die Politik daher dringend dazu auf, ihre Zusage jetzt schnellstmöglich einzuhalten.

„Die Kolleginnen und Kollegen meistern in der Beratung und Versorgung von COVID-19-Patienten derzeit eine Herkules-Aufgabe“, erklärte Dipl.-Med. Frank-Ullrich Schulz. Gleichzeitig erinnerte der brandenburgische Kammerpräsident daran, dass Ärztinnen und Ärzte auch die gesundheitliche Versorgung der Bevölkerung bei allen anderen Erkrankungen sicherstellen. „Jeden Tag haben wir die Aufgabe, zahlreiche schwerkranke und chronisch kranke Menschen zu versorgen. Das müssen und wollen wir mit dem geringstmöglichen Infektionsrisiko für Mitarbeiter und Patienten leisten. Auch für Praxen, deren Inhaber oder Mitarbeiter sich mit dem Corona-Virus infiziert haben, gelten die strengen Quarantäne-Vorschriften. Im Infektionsfall stünden sie daher für mindestens zwei Wochen nicht für die medizinische Versorgung der Bevölkerung zur Verfügung.“

Um dies zu verhindern sei es zwingend erforderlich, die Ärztinnen und Ärzte sofort durch die versprochene Bereitstellung insbesondere von Schutzausrüstung wie z. B. Atemmasken, Schutzbrillen und Schutzkitteln auch tatsächlich in die Lage zu versetzen, ihre ärztliche Tätigkeit mit einem noch vertretbaren Selbstgefährdungsrisiko auszuüben.

Es sei zudem unsagbar, dass es z.B. in Baumärkten FFP2 Schutzmasken für Privatpersonen gäbe, aber solches Material für Ärztinnen und Ärzte nicht über den Fachgroßhandel beziehbar sei.

Hier müsse die Politik notfalls auch über Beschlagnahmungen nachdenken. „Es ist gut, dass die politisch Verantwortlichen die Aufgabe übernommen haben, Arztpraxen mit ausreichender Schutzausrüstung auszustatten. Jetzt müssen sie aber auch liefern“, so Schulz.

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