Bundesärztekammer / 2020-09-29T17:09:04+02:00 https://www.bundesaerztekammer.denews-2701.atom Rheinland-Pfalz: Es gibt keinen Grund, Kammerwahlen ins nächste Jahr zu verschieben 2020-09-28T11:23:51+02:00 2020-09-28T11:23:00+02:00 Mainz - Mit der geplanten Änderung des Heilberufsgesetzes, die eine Verschiebung der Kammerwahl aller Heilberufskammern in Rheinland-Pfalz bis ins nächste Jahr ermöglichen soll, ist die Landesärztekammer Rheinland-Pfalz in keiner Weise einverstanden. Zur Gesetzesänderung gibt es morgen eine Anhörung im Ausschuss für Gesundheit, Pflege und Demografie des Landtags Rheinland-Pfalz.

Mainz - Mit der geplanten Änderung des Heilberufsgesetzes, die eine Verschiebung der Kammerwahl aller Heilberufskammern in Rheinland-Pfalz bis ins nächste Jahr ermöglichen soll, ist die Landesärztekammer Rheinland-Pfalz in keiner Weise einverstanden. Zur Gesetzesänderung gibt es morgen eine Anhörung im Ausschuss für Gesundheit, Pflege und Demografie des Landtags Rheinland-Pfalz.

Der Vorstoß zur Gesetzesänderung „ist im Alleingang der Pflegekammer Rheinland-Pfalz erfolgt“, erklärt Landesärztekammer-Präsident Dr. Günther Matheis. Die Begründung: Das Ende der Amtszeit einiger Kammerorgane falle in eine Zeitspanne, in der die ordnungsgemäße Durchführung der Wahl neuer Kammerorgane aufgrund der pandemischen Lage nicht sichergestellt werden könne.

„Da die Kammerwahlen jedoch reine Briefwahlen sind, erschließt sich uns dieser Vorstoß mit dieser Begründung nicht, denn Wahllokale sind ja gar nicht nötig“, kritisiert Matheis. Nach Ansicht der Landesärztekammer gibt es keinen Grund und keine Notwendigkeit, Wahlen zu verschieben. Matheis: „Wir sind nicht erfreut über dieses Vorgehen der Pflegekammer. Schließlich wirft dies auch ein falsches Licht auf uns andere Heilberufskammern.“

Der Ärztekammer-Präsident ist zudem verärgert, weil die Pflegekammer das Thema im Alleingang so geschickt platziert habe als sei gar keine andere Lösung möglich. Matheis: „Ich halte das für ausgesprochen problematisch. Das kommt einer Vorspiegelung falscher Tatsachen oder gar einer Täuschung von Kammermitgliedern und Politikern nah.“ Denn eine Briefwahl bleibt von einer Pandemie unberührt.

Zur morgigen Anhörung sei auch kein Vertreter einer anderen Kammer eingeladen worden.

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https://www.bundesaerztekammer.denews-2700.atom Niedersachsen: Modern und nutzerorientiert: Neuer Webauftritt der Ärztekammer Niedersachsen 2020-09-28T11:21:31+02:00 2020-09-25T11:18:00+02:00 Hannover - Nach dem Motto „Weniger ist mehr“ wird heute unter der Internetadresse www.aekn.de die neue Webseite der Ärztekammer Niedersachsen freigeschaltet. News sowohl für Ärztinnen und Ärzte als auch für Patientinnen und Patienten werden nun in einem luftigen, modernen Design – ansprechend durch Fotografien und Illustrationen veranschaulicht – präsentiert.

Hannover - Nach dem Motto „Weniger ist mehr“ wird heute unter der Internetadresse www.aekn.de die neue Webseite der Ärztekammer Niedersachsen freigeschaltet. News sowohl für Ärztinnen und Ärzte als auch für Patientinnen und Patienten werden nun in einem luftigen, modernen Design – ansprechend durch Fotografien und Illustrationen veranschaulicht – präsentiert. „Unser neuer Internetauftritt führt Nutzerinnen und Nutzer schneller und effektiver zu den gewünschten Informationen“, informiert Dr. med. Martina Wenker, Präsidentin der Ärztekammer Niedersachsen (ÄKN).

Vor allen Dingen ist der dem unverkennbaren Corporate Design verpflichtete ÄKN-Internetauftritt responsiv, das heißt, die Inhalte können auf allen Endgeräten wie Computer, Tablet oder Smartphone genutzt werden. „Das wird besonders interessant, wenn das neue Mitgliederportal installiert ist“, kündigt Wenker an, „und Ärztinnen und Ärzte zum Beispiel ihre Weiterbildungen dort per Smartphone dokumentieren können.“

Schon jetzt sorgen die schlanken klaren Strukturen und entschlackten Rubriken dafür, dass Nutzerinnen und Nutzer schneller die gewünschten Informationen finden. Unterstützt werden sie von der neu programmierten Suchfunktion, die das Aufspüren von Inhalten zum Kinderspiel macht. Auch den Anforderungen in Sachen Barrierefreiheit wurde Rechnung getragen: Ein Button ermöglicht das einfache Umschalten der Ansicht auf hohe Kontraste.

Im nächsten Schritt installiert die ÄKN ein erweitertes Mitgliederportal, über das sich die Ärztekammer-Mitglieder in ihren persönlichen Bereich – ausgestattet mit zusätzlichen Funktionen – einloggen werden. Dort können sie künftig sowohl ihre persönlichen Daten aktualisieren als auch für sie hinterlegte Informationen abrufen sowie ihre Fort- und Weiterbildungen begleiten.

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https://www.bundesaerztekammer.denews-2698.atom Patientengespräche - Wie Ärzte und Patienten sich verstehen 2020-09-25T10:03:06+02:00 2020-09-25T10:02:06+02:00

Berlin - Bei allen Errungenschaften der modernen Medizin und bei allem technologischen Fortschritt: Das Patientengespräch bleibt eine der wichtigsten und gleichzeitig herausforderndsten Aufgaben für Ärztinnen und Ärzte. Was macht ein gutes Arzt-Patienten-Gespräch aus? Wie lange sollte es dauern? Und warum wäre es gerade für die Patienten wichtig, dass diese Form der ärztlichen Zuwendung endlich angemessen entlohnt wird? Über diese und viele weitere Fragen diskutiert Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt mit Moderator Daniel Finger in der aktuellen Folge des BÄK-Podcasts „Sprechende Medizin“.

https://www.bundesaerztekammer.denews-2697.atom BÄK gibt wichtige Hinweise für Organisation von Videosprechstunden 2020-09-25T09:57:55+02:00 2020-09-25T09:54:07+02:00

Berlin - „Mit der Corona-Pandemie sind Bedeutung und Akzeptanz der Telemedizin in Deutschland deutlich gestiegen. Das gilt auch und gerade für Videosprechstunden, die von Patientinnen und Patienten immer häufiger nachgefragt werden. Wir geben deshalb Ärztinnen und Ärzten Informationen an die Hand, wie sie diese Versorgungsangebote gut und sicher in ihre Praxisabläufe integrieren können.“ Das sagte Dr. Josef Mischo, Vorsitzender der Arbeitsgruppe Fernbehandlung der Bundesärztekammer (BÄK), anlässlich der Vorstellung einer Handreichung der BÄK für Ärztinnen und Ärzte zur Umsetzung von Videosprechstunden in der Praxis.

Die Handreichung der Bundesärztekammer ist in acht Themenblöcke unterteilt, die einen kompakten und verständlichen Überblick über organisatorische, technische und rechtliche Aspekte der Fernbehandlung geben. Weiterführende Informationen, etwa zum Ablauf der Videosprechstunde, zu den technischen Voraussetzungen oder zur Vergütung, sind in dem Papier ebenfalls enthalten. Sie können mit Hilfe von eingebetteten QR-Codes aufgerufen werden.
Mischo betonte, dass die Bundesärztekammer mit dieser Handreichung auch über die Corona-Krise hinaus einen Beitrag dazu leisten wolle, telemedizinische Angebote als Ergänzung zum Arztbesuch zu fördern. Der direkte und persönliche Arzt-Patienten-Kontakt werde der Regelfall bleiben, ist er überzeugt. Als zusätzliche Option biete sich die Videosprechstunde aber bei bestimmten Erkrankungen und Therapieformen an.

Schon vor der Corona-Pandemie habe es von Seiten der Patienten Interesse an diesen Leistungen gegeben. Mittlerweile habe sich die Zahl der Patienten, die Videosprechstunden bereits nutzen oder sich dies vorstellen können, deutlich erhöht. „Mit unserer Handreichung wollen wir Ärztinnen und Ärzte dabei unterstützen, der Nachfrage ihrer Patienten nach Videosprechstunden zu entsprechen.“  

Die „Handreichung für Ärztinnen und Ärzte zur Umsetzung von Videosprechstunden in der Praxis“ steht unter www.baek.de/handreichung-videosprechstunde zum Download bereit.

5 Fragen an Dr. med. Josef Mischo, Vorsitzender Arbeitsgruppe „Fernbehandlung“ der Bundes­ärzte­kammer
Deutsches Ärzteblatt, 25.09.2020

https://www.bundesaerztekammer.denews-2699.atom Hamburg: Schutzmaßnahmen vor Bescheinigung 2020-09-28T11:17:09+02:00 2020-09-23T14:15:00+02:00 Hamburg - Mit Erleichterung nimmt die Ärztekammer Hamburg die Stellungnahme des Deutschen Ethikrates zur Immunitätsbescheinigung zur Kenntnis. Bereits in einer Pressemitteilung vom 30.06.2020 hatten der Präsident und die Vizepräsidentin der Ärztekammer Hamburg, Dr. Pedram Emami und PD Dr. Birgit Wulff, sich kritisch zu dem Vorhaben positioniert.

Hamburg - Mit Erleichterung nimmt die Ärztekammer Hamburg die Stellungnahme des Deutschen Ethikrates zur Immunitätsbescheinigung zur Kenntnis. Bereits in einer Pressemitteilung vom 30.06.2020 hatten der Präsident und die Vizepräsidentin der Ärztekammer Hamburg, Dr. Pedram Emami und PD Dr. Birgit Wulff, sich kritisch zu dem Vorhaben positioniert.

Im Einklang mit der Einschätzung des Deutschen Ethikrates sieht Emami nach wie vor weder einen medizinischen noch einen gesellschaftlichen Vorteil einer so genannten Immunitätsbescheinigung für COVID-19: „Vor allem angesichts der vielen Unklarheiten hinsichtlich der Immunität und Infektiosität nach abgelaufener Erkrankung macht eine Diskussion um eine solche Bescheinigung zum jetzigen Zeitpunkt gar keinen Sinn.“ so Emami. „Die Einführung eines solchen Ausweises hätte meiner Ansicht nach so weitreichende ethische und politische Konsequenzen, dass - selbst wenn ein eindeutiger medizinischer Nutzen vorläge - die gesellschaftlichen Nachteile den praktischen Nutzen im Alltag deutlich überwiegen würden. Das wird auch daran deutlich, dass der Ethikrat sich in diesem Fall ebenso wenig zu einer eindeutigen und einstimmigen Meinung durchringen konnte. Die bisherige Akzeptanz der Schutzmaßnahmen darf die Politik durch Aktionismus, überzogene Maßnahmen und ethisch grenzwertige Entscheidungen nicht unnötig aufs Spiel setzen, schon gar nicht zu einem Zeitpunkt, in dem besonnenes und maßvolles Handeln durchaus ausreichenden Schutz für die Bevölkerung bietet."

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https://www.bundesaerztekammer.denews-2696.atom Westfalen-Lippe: Selbstbestimmung auch in Grenzfällen 2020-09-23T09:24:04+02:00 2020-09-22T12:21:00+02:00 Münster - Die von der Ärztekammer Westfalen-Lippe herausgegebene Broschüre „Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht – Leitfaden für Patienten und Angehörige“ bietet Informationen zu den wichtigsten Fragen und ist jetzt in einer vollständig überarbeiteten Fassung erhältlich.

Münster - Selbstbestimmung und Willensäußerung waren schon immer eines der höchsten Güter des Menschen. Was tun wir jedoch, wenn uns dieses Recht beispielsweise durch eine Krankheit verwehrt wird? Für einen solchen Fall gibt es die Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht, die sicherstellt, dass Patientinnen und Patienten ihren Wünschen gemäß behandelt werden, auch wenn sie diese zu dem Zeitpunkt nicht mehr artikulieren können. Die von der Ärztekammer Westfalen-Lippe herausgegebene Broschüre „Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht – Leitfaden für Patienten und Angehörige“ bietet Informationen zu den wichtigsten Fragen und ist jetzt in einer vollständig überarbeiteten Fassung erhältlich.

„Inzwischen wissen immer mehr Menschen, dass allgemeine Aussagen wie ‚Ich will keine Apparatemedizin‘ oder ‚Ich will in Würde sterben im Ernstfall nicht hilfreich sind“, betont Dr. Hans-Albert Gehle, Präsident der ÄKWL. „Wenn nicht erkennbar ist, was der Betroffene in der aktuellen Situation gewollt hätte, kann die Umsetzung des Patientenwillens gefährdet sein.“

Der Leitfaden gibt den Betroffenen die erforderlichen Bausteine zur Erstellung einer Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht sowie Betreuungsverfügung an die Hand und bietet dahingehend die Möglichkeit einer reflektierten Entscheidungsfindung. Er thematisiert also nicht nur das Wie, sondern auch das Warum. Patienten werden darüber informiert, wie sie Angehörige dazu bevollmächtigen, Entscheidungen für sie zu treffen, sodass sichergestellt werden kann, dass das Recht auf Selbstbestimmung stets aufrechterhalten wird. Die Informationen sind zudem so gestaltet, dass der Patient dazu in der Lage ist, die Verfügung persönlich auf sich zuzuschneiden, sodass sie rechtskräftig ist.

Die Broschüre steht unter https://www.aekwl.de/fuer-patienten/beratunginfo/patientenverfuegung zum Download bereit oder kann bei der Patientenberatung der Ärztekammer und der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe bestellt werden.
Interessierte können dazu einen DIN A4-Rückumschlag, den sie mit ihrer Adresse versehen und mit einem Porto von 1,55 Euro frankieren, an folgende Adresse schicken:
Ärztekammer Westfalen-Lippe
Patientenberatung
Postfach 4067
48022 Münster

www.aekwl.de

https://www.bundesaerztekammer.denews-2694.atom Reinhardt: Praxen bereiten sich auf Grippesaison vor 2020-09-22T10:02:09+02:00 2020-09-22T10:00:03+02:00

Berlin - Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt geht davon aus, dass Arztpraxen in diesem Herbst deutlicher stärker frequentiert werden als in anderen Jahren. „Vermutlich werden viele Patienten in die Praxen kommen, um Erkältungssymptome auch auf eine mögliche Corona-Infektion abklären zu lassen“, sagte Reinhardt der Neuen Osnabrücker Zeitung (22.09.2020). Die Praxen bereiteten sich durch geänderte Abläufe, durch separate Wartebereiche, Möglichkeiten der Fernbehandlung und gesonderte Sprechstundenzeiten für Atemwegserkrankte auf die Erkältungszeit vor. „Auch die von Jens Spahn ins Gespräch gebrachten Fieberambulanzen können eine sinnvolle Ergänzung sein, um Patienten vor Ansteckung zu schützen. Hier sind Lösungen gefragt, die passgenau auf die Gegebenheiten vor Ort zugeschnitten sind“, so Reinhardt.

Der BÄK-Präsident unterstützt Spahns Ankündigung, neben PCR-Tests stärker auf Antigen-Tests zu setzen, die schneller Ergebnisse über eine mögliche Corona-Infektion liefern. Für die zügige Nachverfolgung von Infektionsketten sei es ein Problem, dass die Ergebnisse des PCR-Tests in der Regel erst nach mehreren Tagen übermittelt werden könnten. „Schnelltests liefern schon nach etwa einer Stunde ein Ergebnis. Ärzte können Patienten so direkt in den Praxen oder in Teststationen beraten und entsprechende Quarantänemaßnahmen veranlassen“, sagte Reinhardt.

Für das medizinische Personal sei eine bundesweit verbindliche Teststrategie notwendig. Reinhardt wies darauf hin, dass sich in Deutschland schätzungsweise 15.500 Beschäftigte aus dem Gesundheitswesen mit dem Corona-Virus infiziert haben. „Das ist belastend für die Betroffenen und riskant für die Patienten. Gerade in der bevorstehenden Grippesaison können wir uns keine Ausfälle beim medizinischen Personal leisten.“

 

https://www.bundesaerztekammer.denews-2695.atom Brandenburg: Gutes Gesetz mit noch einiger Luft nach oben 2020-09-23T09:20:21+02:00 2020-09-21T17:17:00+02:00 Potsdam - „Das am 18. September beschlossene Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG) geht zwar in genau die richtige Richtung, lässt aber noch einige Luft nach oben.“ Dies erklärte Dipl.-Med. Frank-Ullrich Schulz am Montag in Potsdam. Der Präsident der Landesärztekammer Brandenburg wertete das KHZG auch als Erfolg zahlreicher Initiativen von Seiten der Ärzteschaft.

Potsdam - „Das am 18. September beschlossene Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG) geht zwar in genau die richtige Richtung, lässt aber noch einige Luft nach oben.“ Dies erklärte Dipl.-Med. Frank-Ullrich Schulz am Montag in Potsdam. Der Präsident der Landesärztekammer Brandenburg wertete das KHZG auch als Erfolg zahlreicher Initiativen von Seiten der Ärzteschaft. Er appellierte aber an die Politik, es jetzt nicht bei einem einmaligen Sonderprogramm zu belassen, sondern den gerade in der jetzigen Situation erforderlichen großen Wurf zu wagen. Es sei an der Zeit, eine langfristige und nachhaltige Klinikfinanzierung sowie eine aktive Krankenhausplanung zu etablieren. 

Schulz bezeichnete es als „dringend notwendig, neben dem Ausbau der Digitalisierung von Kliniken auch die Notfallkapazitäten räumlich auszubauen und digital zu optimieren.“ Dafür müsse man aber nicht nur mehr Geld zur Verfügung stellen, sondern auch den dazu notwenigen Personalbedarf insbesondere an Notfallmedizinern und IT-Spezialisten berücksichtigen, um Quersubventionierungen mit den bereits bekannten negativen Folgen für die Patienten zu vermeiden.

Der brandenburgische Kammerpräsident begrüßte, dass neben den 3 Mrd. Euro aus dem Gesundheitsfonds weitere 1,3 Mrd. Euro durch die Länder zur Verfügung gestellt werden sollen.  Die bislang vorgesehene Kofinanzierung durch Krankenhausträger sei jedoch nicht zielführend. Da bereits jetzt abzusehen sei, dass viele Krankenhäuser dies nicht leisten könnten, würden zahlreiche Kliniken im Zweifel auch nicht von dem Förderprogramm profitieren können. Vielmehr drohten dann nicht sachgerechte Ausweitungen lukrativer Leistungen oder Einsparungen bei Personal- und Sachkosten.

Gerade wegen der ausreichend zur Verfügung gestellten Betten insbesondere im Intensivmedizinischen Bereich sei es Deutschland gelungen, die erste Phase der Corona-Pandemie vergleichsweise gut zu meistern. Bislang wisse aber noch niemand genau, was angesichts der wieder steigenden Infektionszahlen auch auf das Gesundheitssystem zukomme.

Insofern sei es jetzt besonders wichtig, dass die angekündigte Erarbeitung von Formularen und Konkretisierung der Förderrichtlinien durch das Bundesamt für Soziale Sicherung und das Bundesministerium für Gesundheit nun sehr zeitnah erfolge. „Die aktuelle Situation erfordert eine erleichterte Antragstellung, damit die Kliniken rasch Hilfestellung bei der Verwirklichung zukunftsgerichteter Projekte erhalten,“ so Schulz.

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https://www.bundesaerztekammer.denews-2693.atom Berlin: Gemeinsam für eine bessere Notfallversorgung in Berlin 2020-09-21T09:58:02+02:00 2020-09-21T09:56:13+02:00 Berlin - Die Delegiertenversammlung der Ärztekammer Berlin hat am 16. September 2020 das „Thesenpapier zur sektorübergreifenden Notfallversorgung der Ärztekammer Berlin“ beschlossen. In dem Thesenpapier des Ausschusses Versorgung sind gemeinsam von Vertretern des ambulanten und stationären Bereichs neun Handlungsempfehlungen formuliert, die Defizite in der Notfallversorgung beseitigen sollen.

Berlin - Die Delegiertenversammlung der Ärztekammer Berlin hat am 16. September 2020 das „Thesenpapier zur sektorübergreifenden Notfallversorgung der Ärztekammer Berlin“ beschlossen. In dem Thesenpapier des Ausschusses Versorgung sind gemeinsam von Vertretern des ambulanten und stationären Bereichs neun Handlungsempfehlungen formuliert, die Defizite in der Notfallversorgung beseitigen sollen. Damit bezieht die Ärztekammer Berlin Stellung  zur Reform der Notfallversorgung mit dem der Gesetzgeber im Bereich der ambulanten Notfallversorgung die Rahmenbedingungen erneut anpassen will.

Das Papier richtet sich insbesondere an Akteure der Berliner Gesundheitspolitik und berücksichtigt die Besonderheiten und vorhandenen Strukturen des Stadtstaates. Dr. med. Klaus-Peter Spies, Mitglied des Vorstandes der Ärztekammer Berlin, unterstreicht: „Mit diesem jetzt von allen Listen beschlossenen Papier wollen wir zur Lösung dieses komplexen Problems beitragen. Wir empfehlen unter anderem die in Berlin bereits vorhandenen Versorgungsstrukturen zu einem leistungsfähigen System der sektorübergreifenden Notfallversorgung weiterzuentwickeln. Dabei sollen bestehende Strukturen erhalten bleiben – insbesondere die funktionierenden Notdienstpraxen. Wir begrüßen jedoch auch den Plan des Gesetzgebers, zukünftig INZ (Integrierte Notfallzentren) zu etablieren.“

Herr Dr. med. Thomas Werner, Mitglied des Vorstandes der Ärztekammer Berlin, formuliert eine der Kernforderungen des Thesenpapiers: „Innerhalb der vorhandenen Finanzierungssysteme lassen sich die erhöhten Versorgungsbedarfe an den Sektorengrenzen nicht sachgerecht abbilden. Eine zeitgemäße Neuordnung der intersektoralen Notfallversorgung wird verhindert. Grundlage der geforderten Anpassungen muss daher eine sachgemäße, ausreichende Finanzierung sein, welche die Besonderheiten und veränderten Anforderungen an die vorhandenen Schnittstellen zwischen ambulant und stationär berücksichtigt.“

Das „Thesenpapier zur sektorübergreifenden Notfallversorgung der Ärztekammer Berlin“ finden Sie unter folgendem Link: https://www.aerztekammer-berlin.de/50ueberUns/20_Organisation/20_DV/60_Resolutionen/0894_Thesenpapier_Notfallversorgung_2020.pdf

 

https://www.bundesaerztekammer.denews-2689.atom Schleswig-Holstein: Volkskrankheit Demenz - Welt-Alzheimertag 2020-09-21T09:04:25+02:00 2020-09-21T09:02:25+02:00 Bad Segeberg - Zum Welt-Alzheimertag und der mit diesem Tag eingeleiteten Woche der Demenz spricht sich die Ärztekammer Schleswig-Holstein (ÄKSH) für die Etablierung von Demenzbeauftragten, mehr Aufklärung sowie unterstützende Maßnahmen von Betroffenen und Angehörigen aus.

Bad Segeberg - Mehr als 50 Millionen Menschen sind weltweit an einer Demenz erkrankt. Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e. V. geht davon aus, dass bis 2050 über 152 Millionen Menschen von der neurodegenerativen Erkrankung betroffen sein werden. In Deutschland wird die Zahl der Erkrankten derzeit auf 1,6 Millionen Menschen geschätzt. Zum Welt-Alzheimertag und der mit diesem Tag eingeleiteten Woche der Demenz spricht sich die Ärztekammer Schleswig-Holstein (ÄKSH) für die Etablierung von Demenzbeauftragten, mehr Aufklärung sowie unterstützende Maßnahmen von Betroffenen und Angehörigen aus.

Deutschland - eine alternde Gesellschaft
„Die Menschen in Deutschland werden im Durchschnitt immer älter. Mit dem Älterwerden steigt das Risiko an einer Demenz zu erkranken“, erklärt Prof. Henrik Herrmann, Präsident der ÄKSH. Es gibt zwar eine Nationale Demenzstrategie und landesweite Konzepte. Diese gilt es aber jetzt flächendeckend umzusetzen. Menschen mit Demenz haben in der medizinischen Versorgung besondere Bedürfnisse. „Speziell ausgebildete MitarbeiterInnen können im Sinne von Demenzbeauftragten auf eine ganzheitliche Versorgung dieser Patienten und Angehörigen sowie auch deren Pflegekräften und Ärzten hinwirken“, so Herrmann. Auch die ÄKSH habe eine Demenzbeauftragte benannt.

Menschen mit Demenz nicht ausschließen
Betroffene wie Angehörige trifft die Diagnose Demenz oft schwer. Etwa 90 Prozent aller hirnorganischen Demenzerkrankungen* sind nicht heilbar. Ein Absterben von Nervenzellen im Gehirn führt zur Beeinträchtigung der zeitlichen und örtlichen Orientierung und der Kommunikationsfähigkeit, zur Veränderung der Persönlichkeitsmerkmale und damit letztendlich der autobiographischen Identität. „Menschen mit Demenz möchten weiterhin Teil der Gesellschaft sein, Hobbys nachgehen und ihren Alltag möglichst eigenständig gestalten“, gibt Herrmann zu bedenken. Im frühen Krankheitsstadium merken Demenzkranke an den Reaktionen ihrer Umwelt, dass etwas mit ihnen nicht stimmt. Das verunsichert sie. Abschottung und depressive Verstimmungen können die Folgen sein und sich negativ auf den Krankheitsverlauf auswirken. „Besonders Angehörige, Partner, Freunde und Nachbarn sind wichtige Größen im Leben eines Demenzkranken“, so Herrmann. „Wir müssen mit Menschen mit Demenz im Gespräch bleiben und ihnen zeigen, dass sie ein akzeptierter Teil dieser Gesellschaft sind.“

*auch primäre Demenzerkrankung genannt. Hierzu zählen u. a. die Alzheimer-Demenz oder die vaskuläre (gefäßbedingte) Demenz. Auslöser für sekundäre Demenzerkrankungen können Depressionen, Alkoholsucht oder Schilddrüsenerkrankungen sein.

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