Bundesärztekammer / 2020-07-04T14:30:26+02:00 https://www.bundesaerztekammer.denews-2586.atom Berlin: Dr. med. Regine Held legt ihr Amt als Vizepräsidentin nieder 2020-07-02T12:42:07+02:00 2020-07-02T12:38:51+02:00 Berlin - Frau Dr. med. Regine Held ist am 30. Juni 2020 vom Amt als Vizepräsidentin und damit auch als Vorstandsmitglied der Ärztekammer Berlin zurückgetreten. Sie war seit 1999 Mitglied des Kammervorstands für die Liste „Allianz Berliner Ärzte“. Nach dem Ausscheiden ihres Vorgängers Dr. med. Elmar Wille übernahm Held 2017 das Amt der Vizepräsidentin. Für ihre Entscheidung gibt sie persönliche Beweggründe an.

Berlin - Frau Dr. med. Regine Held ist am 30. Juni 2020 vom Amt als Vizepräsidentin und damit auch als Vorstandsmitglied der Ärztekammer Berlin zurückgetreten. Sie war seit 1999 Mitglied des Kammervorstands für die Liste „Allianz Berliner Ärzte“. Nach dem Ausscheiden ihres Vorgängers Dr. med. Elmar Wille übernahm Held 2017 das Amt der Vizepräsidentin. Für ihre Entscheidung gibt sie persönliche Beweggründe an.

Die Ärztekammer Berlin dankt Regine Held für die fortwährend konstruktive und zielorientierte Zusammenarbeit. Sie hat sich im besonderen Maße für die Ausbildung der medizinischen Fachangestellten eingesetzt und verdient gemacht. Die Ärztekammer Berlin bedauert und respektiert gleichermaßen diese sicherlich schwere Entscheidung. Als Mitglied in der Delegiertenversammlung und weiterer Gremien bleibt Regine Held der Ärztekammer Berlin erhalten.

In den kommenden Wochen wird die Wahl der Neubesetzung vorbereitet. Mit einer Neuwahl ist nach derzeitigem Stand im September zu rechnen.

 

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https://www.bundesaerztekammer.denews-2585.atom Baden-Württemberg: Die meisten werden Hausärzte 2020-07-02T12:36:00+02:00 2020-07-02T12:33:42+02:00 Stuttgart - Ein Trend verfestigt sich: Erneut ist die Facharztprüfung zur Allgemeinmedizinerin/zum Allgemeinmediziner die am häufigsten absolvierte Prüfung aller Ärztinnen und Ärzten in Baden-Württemberg. Das geht aus der aktuellen Ärztestatistik 2019 der Landesärztekammer hervor, die jetzt veröffentlicht wurde.

Stuttgart - Ein Trend verfestigt sich: Erneut ist die Facharztprüfung zur Allgemeinmedizinerin/zum Allgemeinmediziner die am häufigsten absolvierte Prüfung aller Ärztinnen und Ärzten in Baden-Württemberg. Das geht aus der aktuellen Ärztestatistik 2019 der Landesärztekammer hervor, die jetzt veröffentlicht wurde.

Insgesamt 234 Ärztinnen und Ärzte haben im Jahr 2019 die Facharztprüfung für Allgemeinmedizin abgelegt. Auf dem zweiten Platz folgten die Facharztanerkennungen für Innere Medizin (223) und für Anästhesiologie (188) auf dem dritten Platz. Schon 2018 war die Facharztanerkennung für Allgemeinmedizin ganz vorn – damals waren es 238 Anerkennungen, ebenfalls gefolgt von Innerer Medizin (226) und Anästhesiologie (155). Noch 2017 hatte das Fachgebiet Innere Medizin die meisten Anerkennungen (217), Allgemeinmedizin belegte damals Platz 2 (198).

„Der Hausärztemangel ist immer noch ein akutes Problem – daran wird sich so schnell nichts ändern“, sagt Dr. Wolfgang Miller, Präsident der Landesärztekammer. „Viele ältere Hausärztinnen und Hausärzte werden in den kommenden Jahren voraussichtlich in Ruhestand gehen, zumindest aber den Umfang ihrer Arbeit in der Versorgung altersbedingt reduzieren. Die Zahlen geben aber Grund zur Hoffnung. Denn der verstetigte Trend zeigt: Der Beruf Hausarzt wird für junge Kolleginnen und Kollegen interessanter.“

Dr. Miller verweist in diesem Zusammenhang auf die gemeinsamen und intensiven Bemühungen der Landesregierung, der Universitäten, der Landesärztekammer, der Kassenärztlichen Vereinigung, der Krankenhausgesellschaft, der Berufsverbände und anderer, die Allgemeinmedizin für junge Ärztinnen und Ärzten attraktiver zu machen. Dazu trägt aktuell neben der finanziellen Förderung der Weiterbildung angehender Hausärzte unter anderem auch die Einrichtungen von regionalen Weiterbildungsverbünden, einer Koordinierungsstelle sowie von Seminar- und Mentoringprogrammen bei. Mittel- bis langfristig wirken auch das Landärzteprogramm und die Erhöhung der Zahl von Medizin-Studienplätzen dem Hausärztemangel entgegen. „Das alles sorgt mit dafür, dass sich mehr Ärztinnen und Ärzte als bisher für die Weiterbildung Allgemeinmedizin und damit für eine hausärztliche Tätigkeit entscheiden“, sagt Dr. Miller.

Aktuell habe beispielsweise auch die Corona-Pandemie das Wirken der Hausärztinnen und Hausärzte sichtbar gemacht, so der Kammerpräsident. Völlig zu Recht hätten Medien und Politik die Hausarztpraxen im Pandemieverlauf wiederholt als „Schutzwall“ gegen die Ausbreitung des Virus bezeichnet und deren Rolle beim Verhindern einer Krankenhaus-Überlastung durch zu viele Patienten gewürdigt. Auch dies könne dazu beitragen, dass das Interesse an Allgemeinmedizin bei jungen Menschen gestärkt werde.

Entwicklung in den Kliniken, Frauenanteil, niedergelassen oder angestellt: Weitere Trends und Entwicklungen in der baden-württembergischen Ärzteschaft können aufbereitet hier eingesehen werden.

Auch die gesamte aktuelle Ärztestatistik 2019 kann abgerufen werden.

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https://www.bundesaerztekammer.denews-2584.atom Hessen: "Wir brauchen attraktivere Arbeitsbedingungen im Öffentlichen Gesundheitsdienst" 2020-07-01T13:25:26+02:00 2020-07-01T13:23:17+02:00 Frankfurt - Seit Wochen arbeiten die Gesundheitsämter in Hessen am Limit. „In der Corona-Krise zeigt sich deutlich, wie wichtig der Öffentliche Gesundheitsdienst (ÖGD) ist“, betont Dr. med. Edgar Pinkowski, Präsident der Landesärztekammer Hessen. „Doch Ärztinnen und Ärzte in den Gesundheitsämtern kämpfen nicht nur aktuell gegen die Pandemie, sondern permanent mit strukturellen Defiziten und der personellen Unterbesetzung des ÖGD.“

Frankfurt - Seit Wochen arbeiten die Gesundheitsämter in Hessen am Limit. „In der Corona-Krise zeigt sich deutlich, wie wichtig der Öffentliche Gesundheitsdienst (ÖGD) ist“, betont Dr. med. Edgar Pinkowski, Präsident der Landesärztekammer Hessen. „Doch Ärztinnen und Ärzte in den Gesundheitsämtern kämpfen nicht nur aktuell gegen die Pandemie, sondern permanent mit strukturellen Defiziten und der personellen Unterbesetzung des ÖGD.“

Dass die Politik nun ein Einsehen habe und Maßnahmen zur Stärkung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes plane, sei grundsätzlich zu begrüßen, so Pinkowski weiter. Allerdings müssten diese Maßnahmen schnellstmöglich umgesetzt werden: „Sonst ist der ÖGD als dritte Säule im Gesundheitswesen ernsthaft in Gefahr – und damit die Gesundheit der Bevölkerung.“

Es reiche nicht, die Arbeit der Gesundheitsämter in Krisenzeiten zu loben, erklärt der hessische Ärztekammerpräsident. „Neben einer dauerhaften Wertschätzung des ÖGD sind die Festlegung einer Mindestpersonalausstattung, attraktivere Arbeitsbedingungen und eine bessere Bezahlung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unabdingbar.“

Derzeit verdienten die Kolleginnen und Kollegen des ÖGD mehr als 1.000 Euro brutto im Monat weniger als in der Klinik. „Um junge Leute zu gewinnen, müssen die Tarifgehälter der Ärztinnen und Ärzte in den Gesundheitsämtern deshalb den Arztgehältern in den Kliniken angepasst werden“, fordert Pinkowski.

„Kein Wunder, dass der ärztliche Nachwuchs ausbleibt“, legt der Kammerpräsident verbal den Finger in die Wunde. Die sinkenden Zahlen sprechen Bände: In den letzten 20 Jahren ist die Anzahl der Ärztinnen und Ärzte in den Gesundheitsämtern bundesweit um rund ein Drittel zurückgegangen. „Auch den hessischen Gesundheitsämtern droht neben dem Personalmangel künftig ein massives Nachwuchsproblem“, so Pinkowski: „Von einer Gesamtzahl von 276 Beschäftigten (Stand 30. Juni 2020) sind rund 32 % der Ärztinnen und Ärzte über 60 Jahre alt. Bei den über 55-Jährigen sind es sogar satte 55 %.“

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https://www.bundesaerztekammer.denews-2582.atom Lehren aus der Corona-Pandemie: Ärzteschaft zeigt Perspektiven für die Zukunft der Gesundheitsversorgung 2020-07-01T10:00:52+02:00 2020-07-01T11:30:00+02:00

Berlin - „Wir brauchen jetzt den entscheidenden Digitalisierungsschub zur weiteren Bekämpfung der Pandemie. In den letzten Monaten sind viele digitale Angebote entwickelt worden, aber es bleiben Schwachstellen. Wir zeigen in unserem Positionspapier Lösungen und Perspektiven für die digitale Transformation der Medizin auf. Diese kann aber nur gelingen, wenn auch die notwendige Infrastruktur aufgebaut und die entsprechenden Ressourcen freigegeben werden.“ Diese Zwischenbilanz zog Dr. Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), bei der Vorstellung des Positionspapiers „Digitale Transformation in der Medizin in Pandemiezeiten“.

„Wir müssen die Versorgung digitaler denken. Die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass wir von einem ungehinderten Informationsfluss entlang des medizinischen Versorgungsprozesses noch weit entfernt sind“, betonte Dr. Peter Bobbert, Co-Vorsitzender des BÄK-Ausschusses „Digitalisierung der Gesundheitsversorgung“. Probleme bereite insbesondere der Datenaustausch zwischen verschiedenen Akteuren und Einrichtungen. Abhilfe schaffen könnten aus Sicht der Ärzteschaft unter anderem digitale Melde- und Informationswege, ein plattformübergreifendes Identitätsmanagement für Ärztinnen und Ärzte oder eine sichere Messenger-App zur innerärztlichen Kommunikation, so Bobbert.

„Eine der wichtigsten Erkenntnisse aus den vergangenen Monaten ist sicherlich, dass Videokonferenzen einen positiven Beitrag zur gesundheitlichen Versorgung leisten können. Das gilt sowohl in der Kommunikation mit den Patientinnen und Patienten als auch beim kollegialen Austausch“, sagte Erik Bodendieck, der ebenfalls dem BÄK-Digitalisierungs-Ausschuss vorsitzt. Die Ärzteschaft plädiere dafür, diesen Weg konsequent weiterzugehen und eine sichere und zuverlässige Infrastruktur für Videokonferenzen aufzubauen. Auch die vorübergehend eingeführte Möglichkeit zur Krankschreibung nach ausschließlich telemedizinischer Konsultation habe sich bewährt. „Digitale Behandlungs- und Betreuungsmöglichkeiten können die Patienten schützen und die Praxen entlasten. Alle sich im täglichen Gebrauch als sinnvoll bewährenden digitalen Anwendungen sollten dauerhaft in die haus- und fachärztliche Versorgung eingeführt werden“, so Bodendieck.

Digitale Transformation in der Medizin in Pandemiezeiten (Behandlung - Information - Kommunikation – BIK) – Erfahrungen und Perspektiven
Berlin, 01.07.2020

 

https://www.bundesaerztekammer.denews-2583.atom Reinhardt: Jeder Kranke hat Anspruch auf ärztliche Hilfe 2020-07-01T10:41:07+02:00 2020-07-01T10:39:54+02:00

Berlin - Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt rät dringend, auch während der Corona-Pandemie bei unklaren gesundheitlichen Problemen in die Arztpraxis zu kommen. „Wir rechnen mit ernsthaften gesundheitlichen Folgen für die Patienten, die nicht oder zu spät den Arzt aufsuchen.“ Chronisch Kranke sollten ihre Behandlung nicht unterbrechen. Schlaganfall oder Herzinfarkt seien schwere Erkrankungen, die immer und unverzüglich ärztlich abgeklärt werden müssten, so Reinhardt in einem Interview mit der Rhein-Neckar-Zeitung am Mittwoch (1.7.2020).

„Mit großer Sorge“ sieht Reinhardt die erheblich verringerte Inanspruchnahme vieler Praxen auch aus einem weiteren Grund. Viele Arztpraxen gerieten „in eine erhebliche finanzielle Schieflage“, warnte der BÄK-Präsident. Zwar greife in der gesetzlichen Krankenversicherung ein sogenannter „Rettungsschirm“, der 90 Prozent der Vorjahresumsätze aus dem GKV-Bereich garantiere. Das Personal, die Technik, die Betriebskosten einer Praxis finanzierten sich aber aus einer Mischkalkulation. Dazu zählten auch die Einnahmen aus der privaten Krankenversicherung, was es aufgrund des wirtschaftlichen Rechtsverhältnisses mit dem einzelnen Patienten schwierig mache, staatliche Kompensationsmaßnahmen vorzunehmen.

 

https://www.bundesaerztekammer.denews-2581.atom BÄK und AkdÄ: Pharmaunternehmen bei Arzneimittelreserve gefordert 2020-06-30T15:51:37+02:00 2020-06-30T15:49:31+02:00

Berlin – Richtiger Fokus, aber unzureichende Maßnahmen – so lässt sich die Kritik der  Bundesärztekammer (BÄK) und der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) am Referentenentwurf des Bundesgesundheitsministeriums zur ITS-Arzneimittelbevorratungsverordnung (ITS-ABV) zusammenfassen.

In ihrer gemeinsamen Stellungnahme bewerten es die beiden Organisationen als positiv, dass das Thema Arzneimittel-Lieferengpässe in den Fokus des Gesetzgebers gerückt sei. Die COVID-19-Pandemie habe die Fragilität von Lieferketten und die Abhängigkeit Europas von Arzneimittelproduzenten aus Drittstaaten deutlich gemacht. Allerdings übertrage der Verordnungsentwurf die Verantwortung für ausreichende intensivmedizinische Arzneimittelvorräte allein auf Krankenhausapotheken und krankenhausversorgende Apotheken. Diese könnten Arzneimittel aufgrund der Versorgungslage aber nicht immer im gewünschten Umfang beziehen. Beim Aufbau einer nationalen Arzneimittelreserve seien daher „dringend“ auch andere Akteure gefordert, beispielsweise die pharmazeutischen Unternehmer.

Weiterhin kritisieren BÄK und AkdÄ die im Entwurf vorgesehene Bevorratung „in ausreichender Menge“, mindestens jedoch einem dreiwöchigen Bedarf der intensivmedizinischen Abteilungen der jeweiligen Krankenhäuser entsprechend. Die Ausweitung erscheine „angesichts etwaiger weiterer ‚Wellen‘ der Pandemie in Deutschland nicht ausreichend“, heißt es dazu in der Stellungnahme. Eine Bevorratung solle in der Pandemiesituation mindestens sechs Wochen abdecken. Sofern Kriterien festgelegt würden, anhand derer man in einer Pandemie die Erhöhung von Lagerbeständen definieren würde, erscheine auch eine Bevorratung von vier Wochen ausreichend.

Die Stellungnahme der BÄK finden Sie hier.

https://www.bundesaerztekammer.denews-2580.atom Hessen: Aufbruch in die Zukunft: Die neue ärztliche Weiterbildungsordnung für Hessen tritt ab 1. Juli 2020 in 2020-06-30T14:17:51+02:00 2020-06-30T14:16:32+02:00 Frankfurt - Es ist der Beginn einer neuen Ära in der ärztlichen Weiterbildung: Ab 1. Juli 2020 tritt die von der Delegiertenversammlung der Landesärztekammer Hessen verabschiedete und vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration genehmigte neue Weiterbildungsordnung (WBO) in Kraft. Seit dem 30. Juni 2020 ist die bisherige WBO von 2005 für Neubeginner der ärztlichen Weiterbildung nicht mehr gültig. Wer vor diesem Datum eine Weiterbildung begonnen hat, kann freiwillig in die neue Regelung überwechseln oder im Rahmen von Übergangsregeln nach der bisherigen WBO abschließen.

Frankfurt - Es ist der Beginn einer neuen Ära in der ärztlichen Weiterbildung: Ab 1. Juli 2020 tritt die von der Delegiertenversammlung der Landesärztekammer Hessen verabschiedete und vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration genehmigte neue Weiterbildungsordnung (WBO) in Kraft. Seit dem 30. Juni 2020 ist die bisherige WBO von 2005 für Neubeginner der ärztlichen Weiterbildung nicht mehr gültig. Wer vor diesem Datum eine Weiterbildung begonnen hat, kann freiwillig in die neue Regelung überwechseln oder im Rahmen von Übergangsregeln nach der bisherigen WBO abschließen.

„Mit der neuen Weiterbildungsordnung starten wir in die Zukunft. Während für Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung nach der bisherigen WBO der Nachweis von Weiterbildungszeiten und Mindestzahlen diagnostischer und therapeutischer Verfahren im Vordergrund stand, kommt es nun vor allem darauf an, Kompetenzen zu erlangen. Erstmalig ist der Kompetenzbegriff in der Weiterbildungssystematik enthalten“, erklärt Dr. med. Edgar Pinkowski, Präsident der Landesärztekammer Hessen.

In der kompetenzorientierten Weiterbildung geht es darum, das bis zur Approbation erworbene medizinische Wissen und die ärztlichen Fähigkeiten zu vertiefen und zu einer Vielzahl möglicher Fachspezialisierungen aufzubauen, wie die Vorsitzenden des Weiterbildungsausschusses der hessischen Ärztekammer betonen. Die erworbenen Kompetenzen werden den Weiterzubildenden von den Weiterbildungsbefugten – zur ärztlichen Weiterbildung befugte Ärztinnen und Ärzte – künftig auch in einem elektronischen Logbuch (eLogbuch) bescheinigt. Auch bietet die neue WBO mehr Möglichkeiten zur ambulanten Weiterbildung; nur an wenigen Stellen werden stationäre Pflichtzeiten gefordert.

Die umfassende Novellierung der Weiterbildungsordnung mit dem Ziel, die Weiterbildung der Ärztinnen und Ärzte dem neusten Stand der medizinischen und technischen Fortschritte anzupassen, begann bereits vor zehn Jahren im Zusammenwirken von Bundesärztekammer, Landesärztekammern sowie medizinischer Fachgesellschaften und Berufsverbände. Herausgekommen ist eine vollständig neue Muster-Weiterbildungsordnung, die auf dem 121. Deutschen Ärztetag 2018 in Erfurt verabschiedet wurde. Seit Mitte 2018 hat die Landesärztekammer Hessen die Umsetzung für Hessen intensiv vorbereitet. „Jetzt ist es soweit: Mit der neuen Weiterbildungsordnung soll die ärztliche Weiterbildung transparenter werden und zugleich qualitativ hochwertig sein“, sagt Pinkowski. „Damit wollen wir auch zukünftig eine bestmögliche Patientenversorgung gewährleisten.“

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https://www.bundesaerztekammer.denews-2579.atom Hamburg: Werbung für Immunitätsausweise: Unseriöse Angebote 2020-06-30T14:16:07+02:00 2020-06-30T14:10:04+02:00 Hamburg - Anlässlich der aktuellen Werbung einer in Hamburg ansässigen Firma, welche „Immunitätsausweise“ anbietet, warnt Dr. Pedram Emami, MBA, Präsident der Ärztekammer Hamburg, vor derart „unseriösen und irreführenden Angeboten“. „COVID-19 ist eine Krankheit, die noch nicht lange bekannt ist. Uns fehlen Langzeitdaten“ so Emami. Eine Aussage darüber, wie lange ein Mensch gegen SARS-CoV-2 immun bzw. wann er oder sie ansteckend ist, könne nicht ohne Weiteres beantwortet werden.

Hamburg - Anlässlich der aktuellen Werbung einer in Hamburg ansässigen Firma, welche „Immunitätsausweise“ anbietet, warnt Dr. Pedram Emami, MBA, Präsident der Ärztekammer Hamburg, vor derart „unseriösen und irreführenden Angeboten“.

„COVID-19 ist eine Krankheit, die noch nicht lange bekannt ist. Uns fehlen Langzeitdaten“ so Emami. Eine Aussage darüber, wie lange ein Mensch gegen SARS-CoV-2 immun bzw. wann er oder sie ansteckend ist, könne nicht ohne Weiteres beantwortet werden. Klar sei, dass die bekannten Maßnahmen (Abstand, Hygiene und Mund-Nasen-Schutz) nach aktuellen Erkenntnissen die sichersten Schutzmaßnahmen sind. „Mit einem solchen Produkt zu werben, gaukelt den Menschen eine Sicherheit vor, die dieser Ausweis überhaupt nicht bieten kann“, mahnt Emami.

Fraglich sei zudem der Nutzen eines solchen Ausweises – unabhängig davon, ob es sich um ein privates oder ein staatliches Angebot handelt. Soll der Inhaber oder die Inhaberin in bestimmten Situationen bevorzugt werden? Oder Menschen ohne Ausweis benachteiligt? Emami sieht hierbei – über medizinische Fragen hinaus – weitreichenden gesellschaftlichen Diskussionsbedarf. „Angesichts der Komplexität der Frage würde ich mich nicht wundern, wenn hier doch eher das Geschäft im Vordergrund stünde und weniger eine durchdachte und praktikable Lösung zur Eindämmung der Pandemie“, sagt Emami. „Denn wer die Hände wäscht, Abstand hält und eine Maske trägt, muss kein Geld ausgeben für fragwürdige Angebote, in dem trügerischen Glauben, sich und andere damit besser zu schützen.“

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https://www.bundesaerztekammer.denews-2578.atom Schleswig-Holstein: Neue Weiterbildungsordnung tritt in Kraft 2020-06-30T13:52:19+02:00 2020-06-30T13:47:46+02:00 Bad Segeberg - Es ist endlich soweit. Die am 27. November 2019 in der Kammerversammlung der Ärztekammer Schleswig-Holstein (ÄKSH) einstimmig verabschiedete neue Weiterbildungsordnung (WBO) tritt am 1. Juli 2020 in Kraft. Die markantesten Neuerungen sind eine stärkere Orientierung am Kompetenzbegriff, das eLogbuch sowie neue Kriterien für die Befugten. „Die neue Weiterbildungsordnung bietet eine große Chance, eine transparente Weiterbildung zu realisieren und damit eine neue Weiterbildungskultur zu schaffen“, so Prof. Henrik Herrmann, Präsident der ÄKSH.

Bad Segeberg - Es ist endlich soweit. Die am 27. November 2019 in der Kammerversammlung der Ärztekammer Schleswig-Holstein (ÄKSH) einstimmig verabschiedete neue Weiterbildungsordnung (WBO) tritt am 1. Juli 2020 in Kraft. Die markantesten Neuerungen sind eine stärkere Orientierung am Kompetenzbegriff, das eLogbuch sowie neue Kriterien für die Befugten.

„Die neue Weiterbildungsordnung bietet eine große Chance, eine transparente Weiterbildung zu realisieren und damit eine neue Weiterbildungskultur zu schaffen“, so Prof. Henrik Herrmann, Präsident der ÄKSH. Die Novellierung beinhaltet die  erstmalige Verankerung des Kompetenzbegriffs in der Weiterbildungssystematik. Der Arzt in Weiterbildung musste bei der vorherigen WBO mehr auf die Erfüllung von Zeiten und Richtzahlen achten. Nach neuer WBO kommt es darauf an, Kompetenzen zu erwerben und diese vom Befugten im eLogbuch bescheinigt zu bekommen. „Der Schwerpunkt liegt also auf den erworbenen Inhalten bzw. Kompetenzen und nicht so sehr auf Zeiten und Richtzahlen“, äußert sich der Kammerpräsident zu der Neuregelung.

Um die Weiterbildung der Ärztinnen und Ärzte auf dem neusten Stand der medizinischen und technischen Fortschritte anzupassen, ist eine regelmäßige Aktualisierung der WBO notwendig. Die ab 1. Juli gültige WBO wurde jedoch völlig überarbeitet und erneuert. Diese umfassende Novellierung begann bereits vor 10 Jahren. Sie ist Resultat vieler Abstimmungen zwischen den Landesärztekammern und der Bundesärztekammer (BÄK) sowie zahlreicher Fachgesellschaften und Berufsverbänden.

Die vorherige Weiterbildungsordnung beruhte auf der (Muster-)Weiterbildungsordnung von 2003 und war auf dem inhaltlichen Stand von 2000/2001. Ärzte, die ihre Weiterbildung in einem Gebiet nach der alten WBO begonnen haben, können diese innerhalb einer Übergangsfrist von sieben Jahren abschließen. Ein Wechsel in die neue WBO ist jedoch zu empfehlen, wenn die Weiterbildung noch nicht fortgeschritten ist.

Im Schleswig-Holsteinischen Ärzteblatt erschienen in den letzten vier Monaten jeweils eine wichtige Neuerung aus der neuen WBO.

Die entsprechenden Artikel finden Sie in unserem Ärzteblatt Print-Archiv.

Die neue WBO ist zudem Thema der #11 Folge des Podcasts des Schleswig-Holsteinischen Ärzteblatts. Diese und andere Folgen finden Sie in dem Podcast-Archiv.

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https://www.bundesaerztekammer.denews-2577.atom Reinhardt: Bei Corona-Tests systematisch vorgehen 2020-06-30T12:29:36+02:00 2020-06-30T12:28:08+02:00

Berlin - Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt rät von Corona-Massentests ab. „Wir sollten lieber einmal zu viel testen, als zu wenig. Trotzdem ist es wichtig, dass wir systematisch vorgehen“, sagte Reinhardt der Rheinischen Post am Dienstag (30.6.2020). Reinhardt weiter: „Wir brauchen die Testkapazitäten, damit für Verdachtsfälle, Risikogruppen und Klinikpatienten ausreichend Tests zur Verfügung stehen und vor allem eine schnelle Testauswertung möglich ist.“ Daneben seien Beschäftigte in der Patientenversorgung auf freiwilliger Basis in regelmäßigen und kurzen Intervallen zu testen. Massentests für alle würden zwar interessante wissenschaftliche Erkenntnisse liefern, er halte aber schnelle und gezielte Testungen von klar definierten Bevölkerungsgruppen für sinnvoller.