Bundesärztekammer / 2018-11-19T13:01:02+00:00 https://www.bundesaerztekammer.denews-1895.atom 7. Fortbildungskongress der Ärztekammer Berlin: Medizinisches Wissen – Komplexität. Herausforderungen. Reflektionen. 2018-11-16T12:22:13+00:00 2018-11-16T12:20:09+00:00 Berlin - „‚Sauberes Wissen‘ ist mehr denn je eine der zentralen Ressourcen für gute Medizin!“ – so fassen Dr. med. Günther Jonitz, Präsident der Ärztekammer Berlin, und Prof. Dr. med. Wolf-Dieter Ludwig, Vorsitzender der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ), die Motivation zur Ausrichtung des nunmehr 7. unabhängigen Fortbildungskongresses zusammen. Je rasanter sich die Medizin entwickelt und vielfältiger die Möglichkeiten sind, Informationen zu generieren und zu nutzen, desto anspruchsvoller ist auch der ärztliche Auftrag des „lebenslangen Lernens“.

Berlin -  „‚Sauberes Wissen‘ ist mehr denn je eine der zentralen Ressourcen für gute Medizin!“ – so fassen Dr. med. Günther Jonitz, Präsident der Ärztekammer Berlin, und Prof. Dr. med. Wolf-Dieter Ludwig, Vorsitzender der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ), die Motivation zur Ausrichtung des nunmehr 7. unabhängigen Fortbildungskongresses zusammen. Je rasanter sich die Medizin entwickelt und vielfältiger die Möglichkeiten sind, Informationen zu generieren und zu nutzen, desto anspruchsvoller ist auch der ärztliche Auftrag des „lebenslangen Lernens“.

Der diesjährige Kongress bietet den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wieder die Möglichkeit, sich mit dem Thema Wissenserwerb, dem Umgang und der Anwendung erworbenen Wissens und natürlich auch mit der Veränderung im digitalen Zeitalter – welche Chancen ergeben sich durch Künstliche Intelligenz – intensiv auseinanderzusetzen.

Neben der Vermittlung von aktuellem medizinischem Wissen, unter anderem zur Arzneimittel(therapie)sicherheit oder dem Einsatz von Antibiotika, bietet der Kongress Raum Fehler zu hinterfragen und das eigene ärztliche Handeln zu reflektieren – immer mit dem Ziel, im Sinne des individuellen Patienten gut entscheiden zu können.

„Wissensquellen“ werden ebenfalls im Fokus des Kongresses stehen. Wie finde ich die relevante objektive und unabhängige Information? Wie kann ich, trotz enormer Belastungen im Arbeitsalltag, mit adäquatem Aufwand den aktuellen Stand der Wissenschaft überblicken und einen maximalen Benefit für mich, (meine ärztliche Arbeit) und meine Patienten erreichen? Um auf dem Laufenden zu bleiben und das eigene medizinische Wissens aktuell zu halten, müssen Ärztinnen und Ärzte sich auch neue Kompetenzen wie „Data Literacy“ erschließen und Kenntnisse in der Digitalisierung erwerben, die es ihnen erlauben, in der „neuen“ Welt bestehen zu können.
 
Neue Wege: Science Slam – Wissenschaft in zehn Minuten!
 
In einem für den Kongress neuen Format – Science Slam – wagen sich Studierende und Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler aus dem Bereich Medizin aus ihren Labors und Bibliotheken und auf die Bühne. Sie haben die Möglichkeit ihr Forschungsprojekt in einem spannenden Vortrag vorzustellen. Wie überzeugend sie dabei sind, entscheiden die Kongressteilnehmerinnen und Kongressteilnehmer. Dabei geht es nicht nur um den wissenschaftlichen Wert der Arbeit, sondern ebenfalls um die Frage: Wer schafft es am besten, das eigene Forschungsthema verständlich und nachvollziehbar zu kommunizieren.

Der Fortbildungskongress der Ärztekammer Berlin

Der Fortbildungskongress der Ärztekammer Berlin in Kooperation mit der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft ist eine Kongressreihe, die erstmals im Dezember 2012 mit sehr positiver Resonanz etabliert wurde und fortan einmal jährlich in bewährter Form stattfindet. Interessierte sind für einen Tag in die Ärztekammer Berlin eingeladen, sich zu ausgewählten Themen und in ansprechender Weise und gleichzeitig auf höchstem Niveau über die Entwicklungen sowie den aktuellen Stand zu Herausforderungen der Patientenversorgung zu informieren.

www.aekb.de/fb-kongress2018

https://www.bundesaerztekammer.denews-1894.atom Sachsen-Anhalt: 1.000 Praxiskurs für Medizinische Fachangestellte heute in Mini-Arztpraxis der Ärztekammer 2018-11-16T12:18:46+00:00 2018-11-16T12:16:59+00:00 Magdeburg - Kompetentes, gut ausgebildetes medizinisches Fachpersonal benötigen Ärzte, um ihren Praxisbetrieb patientenfreundlich zu organisieren. „Neben der Fort- und Weiterbildung unserer Ärzte sind wir zusätzlich für die Ausbildung und Umschulung der Medizinischen Fachangestellten (MFA) verantwortlich. Schließlich arbeiten im Praxisalltag Ärzte und MFA Hand in Hand. Es muss gewährleistet sein, dass sich unsere Ärzte auf die fachliche Qualifikation ihrer Mitarbeiter verlassen können, was eine solide Ausbildung erfordert“, erklärt Dr. Simone Heinemann-Meerz, Präsidentin der Ärztekammer Sachsen-Anhalt. Anlass ist der heute stattfindende 1.000 Kurs in der Mini-Arztpraxis der Ärztekammer.

Magdeburg - Kompetentes, gut ausgebildetes medizinisches Fachpersonal benötigen Ärzte, um ihren Praxisbetrieb patientenfreundlich zu organisieren. „Neben der Fort- und Weiterbildung unserer Ärzte sind wir zusätzlich für die Ausbildung und Umschulung der Medizinischen Fachangestellten (MFA) verantwortlich. Schließlich arbeiten im Praxisalltag Ärzte und MFA Hand in Hand. Es muss gewährleistet sein, dass sich unsere Ärzte auf die fachliche Qualifikation ihrer Mitarbeiter verlassen können, was eine solide Ausbildung erfordert“, erklärt Dr. Simone Heinemann-Meerz, Präsidentin der Ärztekammer Sachsen-Anhalt. Anlass ist der heute stattfindende 1.000 Kurs in der Mini-Arztpraxis der Ärztekammer.
 
Um Auszubildende und Umschüler im Beruf Medizinische Fachangestellte eine möglichst authentische Übungsatmosphäre anzubieten, hat die Ärztekammer vor drei Jahren zwei „Mini-Arztpraxen“ als Übungs- und Prüfungsräume eingerichtet. U. a. ein Anmeldetresen und eine Arbeitsstrecke zur Blutabnahme sowie das Vorbereiten von Spritzen und Verbänden sichern dort das Einüben praxisnaher Tätigkeiten.
 
„Wir nutzen die Räume für wöchentlich stattfindende ausbildungsbegleitende praktische Übungen. Bis heute haben wir für etwa 9.500 Auszubildende 1.000 Kurse durchgeführt. Unsere Kurse erhöhen die Fachkompetenz der künftigen Absolventen erheblich. Denn die Anforderungen in einer Arztpraxis sind heute so komplex, dass das Einüben den Auszubildenden und Umschülern deutlich mehr Sicherheit gibt“, erklärt Kursleiterin Erika Sander. Sie leitet neben Uta Jahnke, Gudrun Schild und Nicole Henze die Kurse Injektion/Infusion; EKG; Laboruntersuchung; Blutdruck und Pulsmessung; Verbände und Notfälle.
 
Die Ärztekammer ist für die dreijährige Ausbildung bzw. zweijährige Umschulung der MFA zuständig. Präsidentin Heinemann-Meerz: „Unsere guten Ausbildungsbedingungen tragen dazu bei, dass der Beruf Medizinische Fachangestellte (MFA) für Schulabgänger attraktiv ist. Wir sind ständig bestrebt, unsere Kurse und Ausbildung auf hohem fachlichen Niveau durchzuführen.“

www.aeksa.de

https://www.bundesaerztekammer.denews-1893.atom Nordrhein: Häusliche Gewalt und Kindeswohl: Mehr Rechtssicherheit für behandelnde Ärzte 2018-11-16T12:16:26+00:00 2018-11-16T12:13:50+00:00 In Düsseldorf sind zur Stunde Experten aus Medizin und Wissenschaft sowie der Landesregierung zusammengekommen, um sich über neueste Erkenntnisse zu den Folgen von häuslicher Gewalt gegen Frauen, Mädchen und Jungen auszutauschen. Im Fokus des Symposiums „Häusliche Gewalt und Kindeswohl“ stehen auch Möglichkeiten zur Prävention und zum Stopp von Gewaltspiralen.

Düsseldorf -  Welche Auswirkungen haben mütterliche oder kindliche Gewalterfahrungen oder familiäre Trennungen auf die kindliche Entwicklung? Welche Spätfolgen haben kindliche Gewalterfahrungen? Welche Ansatzpunkte für die Prävention gibt es aus gesundheitswissenschaftlicher Sicht? Welche rechtlichen Möglichkeiten und Vorgaben der Intervention und Kooperation wurden mit der im Februar 2018 in Deutschland in Kraft getretenen Istanbul-Konvention und dem Kinderschutzgesetz geschaffen – und was ist noch zu tun?

Diesen und weiteren Fragen gehen heute (Freitag, den 16. November) seit 10 Uhr in Düsseldorf Experten aus Medizin und Wissenschaft und der Ministerien für Gesundheit und Familie des Landes NRW auf dem Symposium „Häusliche Gewalt und Kindeswohl“ von Ärztekammer Nordrhein, Kassenärztlicher Vereinigung Nordrhein sowie der Stiftung Deutsches Forum Kinderzukunft nach. Mädchen und Jungen sind die schwächsten Mitglieder unserer Gesellschaft und besonders schutzbedürftig. Seelische und körperliche Schäden aller Formen von Misshandlung prägen diese Kinder häufig ein Leben lang. Aber auch Gewalterfahrungen von Müttern oder familiäre Trennungen können Folgen für die kindliche Entwicklung haben. Mütterlicher Stress kann bereits präkonzeptionell die fetale Entwicklung eines Kindes beeinträchtigen und die psychische und körperliche Gesundheit im weiteren Leben beeinflussen.

2017 verzeichnete die Polizeiliche Kriminalstatistik 3.542 Fälle von Kindesmisshandlung. Dabei muss von einer hohen Dunkelziffer nicht angezeigter Straftaten ausgegangen werden, da die Tat in erster Linie in der Familie verübt wird und die Opfer noch zu klein und zu hilflos sind, um auf sich aufmerksam zu machen.

Ein umfassender und wirksamer Kinderschutz erfordert interdisziplinäre Kooperation. In Workshops werden im Haus der Ärzteschaft heute daher auch bewährte interdisziplinäre Kooperationen und Netzwerke vorgestellt. Die Geschäftsführende Ärztin der Ärztekammer Nordrhein, Professor Dr. med. Susanne Schwalen: „Ärztinnen und Ärzte nehmen eine zentrale Stellung ein, wenn es darum geht, Gewaltbelastungen bei Müttern und Kindern zu erkennen und Hilfestellung zu leisten. Ziel ärztlicher Intervention ist, den Kreislauf der Gewalt zu durchbrechen.“ Schwalen betont, dass Kinder mit Behinderung besonders vulnerabel sind: „Die Wahrscheinlichkeit, dass sie Gewalt erleben, ist für Kinder mit Behinderungen fast
viermal so hoch wie für nicht behinderte Kinder. Die in der Betreuung involvierten Berufsgruppen müssen hier besonders sensibilisiert werden.“

Für Dr. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein, ist das frühzeitige Erkennen eines etwaigen Therapiebedarfs von großer Bedeutung: „Vor allem frühe Missbrauchs- und Misshandlungserfahrungen können im Erwachsenenalter zu Depressionen und posttraumatischen Belastungsstörungen führen. Wichtig ist dann eine zügig eingeleitete und strukturierte Therapie, die auf die Bedürfnisse des Patienten abgestimmt ist. Genau diesen Ansatz verfolgen wir mit unserem im Rheinland gestarteten Projekt zur Verbesserung der neurologisch-psychiatrischen und psychotherapeutischen Versorgung.“ Von dem Projekt profitieren vor allem Patienten mit hohem koordinativen Versorgungsbedarf, wie dies zum Beispiel bei komplexen Traumafolgestörungen der Fall ist, so Bergmann.

Legt man die bundesweit repräsentative Studie ‚Kinder in Deutschland – KiD 0-3‘ des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen aus den Jahren 2015 und 2016 mit mehr als 8.000 Familien zugrunde, so ist damit zu rechnen, dass etwa drei Prozent aller Kinder bis zum Alter von drei Jahren Zeuge oder Opfer häuslicher Gewalt werden. „Den bei ihnen drohenden, lebenslang anhaltenden Trauma-Folgen kann frühzeitig und wirksam begegnet werden, wenn Risikofaktoren dazu möglichst bereits mit Beginn der Schwangerschaft erkannt und frühe Interventionen zur Unterbrechung der Gewaltspirale eingeleitet werden“, sagt Dr. Wilfried Kratzsch, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Deutsches Forum Kinderzukunft. „Die Tagung soll Wege aufzeigen, wie Früherkennung und Prävention häuslicher Gewalt verbessert werden können. Außerdem möchten wir Professionen unterschiedlicher Fachrichtungen aus Medizin, Polizei und Jugendhilfe bei gegenseitigem Respekt und Wertschätzung zusammenführen, um ein stärkeres Miteinander zu bewirken.“

www.aekno.de

https://www.bundesaerztekammer.denews-1891.atom Heilpraktikergesetz muss neu geregelt und der Patientenschutz verbessert werden 2018-11-16T12:08:18+00:00 2018-11-16T12:04:34+00:00 Frankfurt - „Mit ihrem Vorschlag, die Erlaubnis zur Bezeichnung als Heilpraktiker mittelfristig auslaufen zu lassen, hat die FDP eine wichtige Diskussion angestoßen“, sagt der hessische Ärztekammerpräsident Dr. med. Edgar Pinkowski. So weit sind die deutschen Ärztevertreter bisher nicht gegangen: Allerdings habe der Deutsche Ärztetag, zuletzt im Mai 2018, den Gesetzgeber dazu aufgefordert, im Sinne der Patientensicherheit, das Heilpraktikerwesen neu zu regeln. „Das geltende Heilpraktikergesetz von 1939 ist restlos veraltet. Wir sehen es als zwingend notwendig an, dieses Gesetz nach den aktuellen Erfordernissen der medizinischen Versorgung der Bevölkerung anzupassen bzw. gänzlich neu zu regeln“, betont Pinkowski.

Frankfurt - „Mit  ihrem  Vorschlag,  die  Erlaubnis  zur  Bezeichnung als Heilpraktiker mittelfristig  auslaufen  zu  lassen,  hat die  FDP eine wichtige Diskussion angestoßen“,   sagt  der  hessische  Ärztekammerpräsident  Dr.  med.  Edgar Pinkowski. So weit  sind die deutschen Ärztevertreter bisher nicht gegangen: Allerdings habe der Deutsche Ärztetag, zuletzt im Mai 2018, den  Gesetzgeber dazu aufgefordert, im Sinne der Patientensicherheit, das Heilpraktikerwesen neu  zu  regeln.  „Das  geltende   Heilpraktikergesetz  von 1939 ist restlos veraltet.  Wir  sehen  es als zwingend notwendig an, dieses Gesetz nach den aktuellen   Erfordernissen  der  medizinischen  Versorgung  der  Bevölkerung anzupassen bzw. gänzlich neu zu regeln“, betont Pinkowski.

Im  Gegensatz  zu  den sonst im Gesundheitswesen geltenden Anforderungen an klar     definierte     fachliche Qualifikationen, erfordert    die Heilpraktiker-Prüfung  keine staatliche Ausbildung. Auch eine formalisierte Ausbildung  ist  nicht  zwingend   notwendig. Kenntnisse müssen nur insoweit nachgewiesen  werden,  um  eine  Gefährdung  des  Patienten ausschließen zu können. Für die Erteilung der Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde nach § 2 Heilpraktikergesetz ist lediglich eine Überprüfung  durch das Gesundheitsamt gesetzlich vorgeschrieben.

Die Landesärztekammer Hessen appelliert daher an die Politik, den Beschluss des  121.  Deutschen  Ärztetags  umzusetzen,   Heilpraktiker  von  invasiven Maßnahmen   wie   chirurgische   Eingriffe,   Injektionen   und  Infusionen auszuschließen.  Auch  die Behandlung von Krebserkrankungen sollte untersagt werden.

„Heilpraktiker  werden  in  der Öffentlichkeit häufig als ‚kleine Ärztinnen und  Ärzte‘  wahrgenommen.  Doch  sie  verfügen   weder  über eine geregelte Ausbildung  noch  über eine staatliche Aufsicht“, erläutert Pinkowski. „Die Bevölkerung  muss  sich   darauf verlassen können, dass der Staat bei seinen Regelungen  zur  Ausübung von Heilkunde der Sicherheit von Patientinnen  und Patienten die höchste Priorität einräumt.“

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https://www.bundesaerztekammer.denews-1890.atom Zeitsparend und umweltschonend: Hessischer Ärztekammerpräsident begrüßt elektronisches Rezept 2018-11-16T10:45:25+00:00 2018-11-16T10:42:44+00:00 Frankfurt - Das elektronische Rezept ist weder das Ei des Kolumbus noch wird es die medizinische Therapie revolutionieren, aber es kann Ärzten und Patienten helfen, Zeit zu sparen“, begrüßt Dr. Edgar Pinkowski, Präsident der Landesärztekammer Hessen, den jüngsten Vorstoß von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zur Einführung einer digitalen Verordnung. „Schon heute werden Patienten auch telefonisch oder per Videosprechstunde beraten. Da macht es Sinn, wenn sie in diesen Fällen nicht gesondert in die Praxis kommen müssen, um sich ein Rezept in Papierform abzuholen. Das gilt auch für Wiederholungsrezepte.“ Elektronische Rezepte seien rund um die Uhr abrufbar und umweltschonend.

Frankfurt - Das  elektronische  Rezept  ist  weder das Ei des Kolumbus noch wird es die medizinische  Therapie  revolutionieren,  aber es kann Ärzten und Patienten helfen,  Zeit  zu  sparen“,  begrüßt  Dr.  Edgar  Pinkowski,  Präsident der Landesärztekammer  Hessen, den jüngsten Vorstoß von Bundesgesundheitsminister  Jens  Spahn (CDU) zur Einführung einer digitalen Verordnung.  „Schon  heute  werden  Patienten  auch  telefonisch  oder  per Videosprechstunde  beraten.  Da  macht  es  Sinn, wenn sie in diesen Fällen nicht  gesondert  in  die  Praxis  kommen  müssen,  um  sich  ein Rezept in Papierform    abzuholen.   Das   gilt   auch   für   Wiederholungsrezepte.“ Elektronische Rezepte seien rund um die Uhr abrufbar und umweltschonend.

Wichtige  Voraussetzung  ist  jedoch  eine  bislang  noch nicht vorhandene funktionstüchtige   digitale  Infrastruktur“,  betont   Pinkowski.  Zugleich dämpft  er  mögliche  Erwartungen,  dass  in  Zukunft  auch ohne Arztbesuch jedwedes  Medikament digital  verschrieben werden könnte.  „Für die Diagnose vieler Erkrankungen ist die körperliche Untersuchung unerlässlich. Und  auch in  unserer  digitalen  Welt  basieren  Therapie  und  Verordnung  auf  der Diagnose“,  erklärt  Pinkowski.  Um das  elektronische Rezept für Patienten, die eine Videosprechstunde besuchen oder ein Wiederholungsrezept benötigen, auf den Weg zu bringen  und den notwendigen gesetzlichen Rahmen zu schaffen, sei nun der Gesetzgeber gefordert.

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https://www.bundesaerztekammer.denews-1889.atom Bundesärztekammer beschließt neue (Muster-) Weiterbildungsordnung für Ärztinnen und Ärzte in Deutschland 2018-11-16T09:59:16+00:00 2018-11-16T09:57:03+00:00

Berlin - Der Vorstand der Bundesärztekammer hat einstimmig die Gesamt-Novelle der (Muster-)Weiterbildungsordnung (MWBO) für Ärztinnen und Ärzte beschlossen. Er gab damit den Startschuss für eine vollständige  Neuausrichtung der ärztlichen Weiterbildung. Kompetenzbasiert und flexibel, Inhalte statt Zeiten – dafür steht das neue Regelwerk, auf dessen Grundlage sich künftig Ärztinnen und Ärzte in ganz Deutschland zur Fachärztin beziehungsweise zum Facharzt weiterbilden lassen können.

Mit dem Beschluss hat eine Weiterbildungsreform ihren Abschluss gefunden, die im Jahr 2012 auf dem 115. Deutschen Ärztetag in Nürnberg begann. Damals erteilte der Ärztetag den Weiterbildungsgremien der Bundesärztekammer den Auftrag, eine kompetenzbasierte Weiterbildungsordnung mit dem Ziel einer hohen Weiterbildungsqualität zu entwickeln. In enger Abstimmung mit den Wissenschaftlich-Medizinischen Fachgesellschaften und mit den Berufsverbänden erarbeiteten Bundesärztekammer und Landesärztekammern nicht nur die fachlichen Anforderungen, sondern auch die didaktische Ausrichtung der neuen MWBO.

Die zu erwerbenden Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten werden künftig aufgeteilt in „Kognitive und Methodenkompetenzen“ sowie in „Handlungskompetenzen“. Sie werden den folgenden vier Kategorien zugeordnet: Inhalte, die der Weiterzubildende zu beschreiben hat; Inhalte, die der Weiterzubildende systematisch einordnen und erklären soll sowie Fertigkeiten, die der Weiterzubildende unter Anleitung erfüllt, und solche, die der Weiterzubildende selbstverantwortlich durchführt.

Die MWBO ist die Grundlage für die rechtlich verbindlichen Weiterbildungsordnungen der Landesärztekammern. Bereits im Mai dieses Jahres hatte der 121. Deutsche Ärztetag in Erfurt die strukturellen Vorgaben für die neue MWBO einstimmig beschlossen. Im Anschluss berieten Bundesärztekammer und Landesärztekammern die konkrete Ausgestaltung der 51 Facharzt-, 10 Schwerpunkt- und 57 Zusatz-Weiterbildungen. Der BÄK-Vorstand empfahl den Ländern, die jetzt von ihm verabschiedete Gesamt-Novelle in Landesrecht umzusetzen.

(Muster-)Weiterbildungsordnung (MWBO) 2018

Weitere Informationen

https://www.bundesaerztekammer.denews-1888.atom Montgomery fordert gemeinsamen Kampf gegen Antibiotika-Resistenzen 2018-11-16T08:40:23+00:00 2018-11-16T08:38:43+00:00

Berlin - „Antibiotika-Resistenzen sind eine globale Gefahr, der wir mit einem internationalen Schulterschluss begegnen müssen.“ Das erklärte Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), im Vorfeld des Europäischen Antibiotikatages am 18. November 2018. Gerade die Industrieländer stünden in der Pflicht, mehr in Forschung und Entwicklung neuer Antibiotika, alternativer Therapien und besserer Testverfahren zu investieren.

Montgomery betonte, dass Deutschland in den letzten Jahren eine Vorreiterrolle im Kampf gegen Antibiotika-Resistenzen übernommen habe. „Diesen Weg müssen wir konsequent weitergehen“, forderte er. So sei es notwendig, den Einsatz von Antibiotika in der Tiermast weiter zu senken. Die Ärzteschaft sei sich ihrer besonderen Verantwortung im Kampf gegen resistente Keime bewusst. In der ärztlichen Aus-, Fort- und Weiterbildung werden umfangreiche Kenntnisse über Antibiotika-Resistenzen und einer rationalen Antibiotika-Therapie vermittelt. Strategien zum rationalen Einsatz von Antiinfektiva bilden einen Schwerpunkt der strukturierten curricularen Fortbildung „Antibiotic Stewardship“ der Bundesärztekammer. Das Thema Antibiotika-Einsatz ist fester Bestandteil vieler weiterer Fortbildungsangebote der Landesärztekammern.

Montgomery mahnte auch eine bessere Personalausstattung in den Krankenhäusern an. „Studien belegen, dass eine hohe Arbeitsdichte das größte Risiko für nosokomiale Infektionen darstellt. Wir brauchen deshalb, insbesondere in Risikobereichen wie Intensivstationen, dringend mehr Ärzte und Pflegekräfte", so der BÄK-Präsident.

https://www.bundesaerztekammer.denews-1887.atom Aktualisierte Kurzinformationen für Patienten erschienen: Asthma, Endometriose, Herzschwäche und Melanom 2018-11-16T07:41:45+00:00 2018-11-16T07:32:39+00:00

Berlin - Das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) hat vier Kurzinformationen zu Asthma, Endometriose, Herzschwäche und Melanom auf den neuesten Stand gebracht. Alle Texte beruhen auf dem derzeit besten verfügbaren Wissen und werden nach einer strengen Methodik erstellt. Ärzte, Pflegekräfte und andere medizinische Fachleute können die neuen Kurzinformationen kostenlos herunterladen, ausdrucken, an Interessierte weitergeben oder im Wartebereich auslegen.

  • Asthma – wenn Atmen schwer fällt

Etwa jeder 20. Mensch hat Asthma. Bei dieser chronischen Erkrankung sind die Atemwege ständig entzündet. Sie schwellen an und verengen sich. Dadurch bekommt man schlecht Luft. Das kann bedrohlich sein. Viele Menschen brauchen dann dauerhaft Medikamente. Grundlage dieses Infoblattes ist die überarbeitete Nationale VersorgungsLeitlinie Asthma.

Asthma - Wenn Atmen schwer fällt [PDF]
  • Unterleibsschmerzen, ungewollt kinderlos – habe ich Endometriose?

In Deutschland sind jedes Jahr etwa 40 000 Frauen neu betroffen. Bei ihnen wächst Gebärmutterschleimhaut-ähnliches Gewebe außerhalb der Gebärmutterhöhle. Dies kann zu Entzündungen und Verwachsungen führen. Es gibt mehrere wirksame Behandlungsmöglichkeiten. Oft sind jedoch wiederholte Behandlungen notwendig, da Endometriose häufig wiederkehrt. Hier finden betroffene Frauen wichtige Fakten und praktische Tipps zum besseren Umgang mit der Erkrankung.

Unterleibsschmerzen, ungewollt kinderlos - Habe ich Endometriose? [PDF]

  • Herzschwäche – was für Sie wichtig ist

Bei einer Herzschwäche pumpt das Herz zu wenig Blut in den Körper. Dadurch hat der Körper weniger Sauerstoff und es kommt zu Beschwerden wie Atemnot, Erschöpfung, verminderte Belastbarkeit oder Wassereinlagerungen. Feste Bestandteile der Behandlung sind eine gesunde Lebensweise und Medikamente. Grundlage dieser Kurzinformation ist die überarbeitete Nationale VersorgungsLeitlinie Chronische Herzinsuffizienz.

Herzschwäche - Was für Sie wichtig ist [PDF]

  • Schwarzer Hautkrebs: meist gut zu behandeln

Der schwarze Hautkrebs wird Melanom genannt und geht auf entartete Pigmentzellen zurück. Das sind Hautzellen, die dafür sorgen, dass die Haut sich dunkel verfärbt. Frühzeitig behandelt, ist es in der Regel heilbar. Unbehandelt kann ein Melanom zum Tode führen. In dieser Information erfahren Sie, wie man schwarzen Hautkrebs erkennen und behandeln kann.

Melanom: Schwarzer Hautkrebs - meist gut zu behandeln [PDF]

Weitere Patienteninformationen

https://www.bundesaerztekammer.denews-1892.atom Sachsen: Einheitliche Aufwandsentschädigung für Medizinstudierende im Praktischen Jahr 2018-11-16T12:12:51+00:00 2018-11-15T12:10:00+00:00 Dresden - Die Kammerversammlung, das Parlament der Sächsischen Landesärztekammer, hat auf ihrer heutigen Tagung in Dresden eine landesweit einheitliche Aufwandsentschädigung für Studierende im Praktischen Jahr (PJ) in Höhe des BAföG-Höchstsatzes gefordert. In Zeiten des in Sachsen zunehmenden Ärztebedarfs braucht es gerechte Bedingungen in der Ausbildung des ärztlichen Nachwuchses.

Dresden - Die Kammerversammlung, das Parlament der Sächsischen Landesärztekammer, hat auf ihrer heutigen Tagung in Dresden eine landesweit einheitliche Aufwandsentschädigung für Studierende im Praktischen Jahr (PJ) in Höhe des BAföG-Höchstsatzes gefordert. In Zeiten des in Sachsen zunehmenden Ärztebedarfs braucht es gerechte Bedingungen in der Ausbildung des ärztlichen Nachwuchses.
 
Erik Bodendieck, Präsident der Sächsischen Landesärztekammer: „Während des Praktischen Jahres arbeiten Studierende in Vollzeit stationär oder ambulant. Es darf nicht sein, dass ein  Großteil der Kliniken in Sachsen den Studierenden hier keine oder nur eine geringe Aufwandsentschädigung zahlt.“
 
Eine Anfrage der Landtagsabgeordneten Dr. Claudia Maicher vom April 2018 ergab, dass kein einziges Lehrkrankenhaus in Sachsen eine Entschädigung in Höhe des derzeit auf 735 EUR/Monat festgesetzten BAföG-Höchstsatzes bezahlt. Ebenso wenig erhalten Studierende, die ein Tertial ambulant beim Allgemeinarzt absolvieren und von der KV Sachsen gefördert werden, eine Aufwandsentschädigung in dieser Höhe.
 
Gleichzeitig verändert sich die finanzielle Situation der Studierenden zum Ende des Studiums: Aufgrund von Auslands- oder Promotionssemestern, familiären Verpflichtungen oder sozialem Engagement studieren viele während des PJs außerhalb der Regelstudienzeit und erhalten somit kein BAföG mehr. Hinzu kommt, dass der Anspruch auf die Familienversicherung mit dem 25. Lebensjahr erlischt und Studierende sich selbst krankenversichern müssen. Weiterhin entfällt das Kindergeld. Laut einer Umfrage der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland müssen 60% der Studierenden neben dem PJ arbeiten. Dies ist parallel zur normalen Arbeitswoche nur nachts und am Wochenende möglich, sodass sich wichtige Ruhezeiten verkürzen und die Gesundheit der Studierenden darunter leidet. Aufgrund der Mehrfachbelastung ist außerdem eine Gefährdung der Patienten zu befürchten.
 
Viele Studierende sind gezwungen, ihren PJ-Platz nach der Höhe der Aufwandsentschädigung statt nach der Qualität der Lehre auszuwählen. Eine freie Ortswahl ist nicht gegeben. Bodendieck „Sachsen verliert junge Mediziner, weil diese im Zweifel nach dem Studium an die Einrichtung gehen, wo sie im PJ gute Erfahrungen gemacht haben.“ Die Sächsische Landesärztekammer wird über das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst für eine Umsetzung dieser Forderung drängen. Damit soll Landesweit sichergestellt werden, dass die Qualität der Lehre und nicht die Höhe der Bezahlung das Auswahlkriterium für Studierende bei der Wahl eines PJ-Tertials ist.

www.slaek.de

https://www.bundesaerztekammer.denews-1886.atom Bayern: Und sie bewegt sich doch … 2018-11-15T08:01:29+00:00 2018-11-15T07:59:47+00:00 München - „Bayern hat eine neue Weiterbildungsordnung auf den Weg gebracht“, ist Dr. Gerald Quitterer, Präsident der Bayerischen Landesärztekammer (BLÄK) begeistert im Leitartikel der Novemberausgabe des Bayerischen Ärzteblattes. Die Delegierten des diesjährigen 77. Bayerischen Ärztetages in Nürnberg stimmten einem entsprechenden Antrag, bei nur einer Enthaltung und einer Gegenstimme, zu. Dieser Beschluss könne zu Recht als historischer Schritt in eine neue Zukunft der Weiterbildung für die Ärztinnen und Ärzte in Bayern bezeichnet werden.

München -  „Bayern hat eine neue Weiterbildungsordnung auf den Weg gebracht“, ist Dr. Gerald Quitterer, Präsident der Bayerischen Landesärztekammer (BLÄK) begeistert im Leitartikel der Novemberausgabe des Bayerischen Ärzteblattes. Die Delegierten des diesjährigen 77. Bayerischen Ärztetages in Nürnberg stimmten einem entsprechenden Antrag, bei nur einer Enthaltung und einer Gegenstimme, zu. Dieser Beschluss könne zu Recht als historischer Schritt in eine neue Zukunft der Weiterbildung für die Ärztinnen und Ärzte in Bayern bezeichnet werden.

Der Prozess der Novellierung der (Muster-)Weiterbildungsordnung (MWBO) zieht sich bereits seit sechs Jahren hin und ist auch auf Bundesebene noch nicht zu Ende, fehlen doch noch die Inhalte der Zusatz-Weiterbildungen, was gegebenenfalls wieder Anpassungen bei den Inhalten der Gebiete erfordert. Vor allem aber fehlt das elektronische Logbuch, in dem die Weiterbildungsinhalte abgebildet werden. „Wir warten hier auf die Fertigstellung durch die Bundesärztekammer“, so Quitterer. Des Weiteren muss noch der Paragrafenteil geändert werden, vor allem, was den zentralen Stellenwert der Befugnisse anbelangt.

Der „Temporäre Ausschuss“ zur Umsetzung der MWBO hatte sich vorerst mit den großen Gebieten beschäftigt und war in einem äußerst zeit- und denkintensiven Diskussionsprozess zu dem Schluss gekommen, dem Bayerischen Ärztetag einige Elemente der auf dem diesjährigen Deutschen Ärztetag beschlossenen MWBO jetzt schon zur Übernahme in die bestehende Weiterbildungsordnung für die Ärzte Bayerns vorzuschlagen – auch, um ein Zeichen zu setzen.
 
Dem Ausschuss waren Ergänzungen in den Gebietsdefinitionen unter Versorgungsaspekten; Änderungen der Weiterbildungszeiten, dort wo es deutliche Verschiebungen in den ambulanten Bereich oder den Erwerb von Kompetenzen gibt; die Aufnahme neuer Weiterbildungsinhalte sowie der Erhalt der Befugnisse in den jeweiligen Gebieten wichtig.
Diesen Empfehlungen ist der Bayerische Ärztetag gefolgt und hat damit den Paradigmenwechsel – weg von Erfahrungen, Fertigkeiten und Fähigkeiten hin zu Kompetenzen und neuen Inhalten – eingeleitet.
 
Mehr zu „Und sie bewegt sich doch …“ lesen Sie in der November-Ausgabe 2018 des Bayerischen Ärzteblattes unter www.bayerisches-ärzteblatt.de.