Berlin - Die Deutsche Aidshilfe und die Bundesärztekammer haben in Kooperation mit dem Verband Medizinischer Fachberufe e.V. einen Informationsfilm für medizinisches Fachpersonal zum Thema HIV veröffentlicht. Ziel ist es, zu informieren, Ängste und Vorurteile abzubauen und Patientinnen und Patienten mit einer HIV-Infektion eine gute und vertrauensvolle Behandlung zukommen zu lassen. Der knapp über zweiminütige Clip widmet sich zunächst drei Fakten zu HIV. So wird erklärt, dass die Krankheit heute gut behandelbar ist. Darüber hinaus besteht im Alltag keine Ansteckungsgefahr - beispielsweise beim Händeschütteln, bei der Berührung von Flächen oder bei der gemeinsamen Nutzung von Toiletten. Und dank der antiretroviralen Therapie wird HIV selbst beim Sex ohne Kondom nicht mehr übertragen. Der Kurzfilm klärt weiter darüber auf, welche Schutzmaßnahmen im Berufsalltag beim Kontakt mit Blut und Sekreten oder in Situationen, in...
Berlin - „Mit den heutigen Beschlüssen von Bund und Ländern wurden die administrativen Voraussetzungen für den Impfstart in den Arztpraxen geschaffen. Das ist gut und richtig. Die Beschlüsse bleiben aber Makulatur, wenn nicht ausreichend Impfstoff sowohl für die Impfzentren als auch für die Arztpraxen zur Verfügung gestellt werden kann. Bund und EU müssen deshalb auf die Einhaltung der ursprünglich zugesagten Impfstoff-Liefermengen drängen. Sie müssen außerdem sicherstellen, dass ausreichend Verbrauchsmaterialien wie Spritzen und Kanülen zur Verfügung stehen.“ Das sagte Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt nach dem heutigen Impfgipfel der Bundeskanzlerin und der Regierungschefs der Länder in Berlin. Er betonte: „Wenn alle Impfzentren unter Volllast laufen, vor allem aber 50.000 Arztpraxen mit ihrem Knowhow aus den jährlichen Grippeschutzimpfungen in die Impfkampagne eingebunden werden, haben wir eine echte...
Tag des Gesundheitsamtes 2021... 18.03.2021

Mehr Investitionen in Krisenreaktionsfähigkeit notwendig

Berlin - „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Gesundheitsämtern haben im bisherigen Verlauf der Corona-Pandemie Herausragendes geleistet. Sie haben durch ihr großes Engagement bei der Kontaktnachverfolgung und bei der Ermittlung von umfangreichen Daten zur Infektionslage maßgeblich dazu beigetragen, eine Überforderung unseres Gesundheitssystems zu vermeiden. Ein wichtiges Zeichen der Anerkennung ihrer Arbeit wäre es, wenn Bund und Länder jetzt endlich die seit vielen Jahren notwendigen Strukturreformen im Öffentlichen Gesundheitsdienst umsetzen würden.“ Das sagte Dr. Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), vor dem Tag des Gesundheitsamtes am 19. März 2021. Er betonte, dass die Corona-Krise die strukturellen Defizite des Öffentlichen Gesundheitsdienstes deutlich vor Augen führe. „Die Gesundheitsämter brauchen mehr materielle und personelle Ressourcen. Neben modernen digitalen...
Berlin - Der Präsident der Bundesärztekammer, Dr. Klaus Reinhardt, findet es richtig, Schnelltests auszuweiten. Besonders hob er hierbei das Modell in Tübingen hervor, wo Bürger mit einem sogenannten Tagesticket getestet werden, um Lockerung und Öffnungen zu ermöglichen. Diese Strategie müsse befördert werden, sagte er im SWR. Jetzt müsse man verstärkt Testzentren einrichten. Die seien immer wieder von der Politik angekündigt worden, allerdings lasse die Realisierung "zu wünschen übrig", kritisierte Reinhardt. Raum für weitere Lockerungen sieht er angesichts der steigenden Infektionszahlen nicht. Positiv hob er aber hervor, dass die Zahl der Neuinfektionen unter den besonders gefährdeten älteren Bevölkerungsgruppen seit Jahresbeginn zurückgehe. Das mache Hoffnung. Reinhardt bekräftigte seine Forderung, sich bei der Bewertung der Infektionslage nicht allein auf die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner zu...
Berlin - Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt hält den Beschluss von Bund und Ländern, jedem Bürger künftig einen  Schnelltest pro Woche kostenfrei anzubieten, für nicht ausreichend. „Lediglich ein kostenfreier Test pro Woche und Bürger wird kaum ausreichen, die kommenden Öffnungsschritte mit der dafür notwendigen Sicherheit zu flankieren“, sagte Reinhardt dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (04.03.2021). „Gerade an Schulen und Kitas brauchen wir mindestens zwei Tests, um Betreuungsangebote und Wechselunterricht für alle Altersstufen sicher anbieten zu können“, betonte der Ärztepräsident. Reinhardt kritisierte zudem, die Öffnungsschritte allein an die Infektionsrate zu koppeln. „Wir brauchen sehr viel ausdifferenziertere Kennzahlen zur Beurteilung der Infektionslage“, sagte er.  Dazu gehörten unter anderem die Zahl der belegten Intensivbetten, die Auslastung der Kliniken insgesamt, die Entwicklung des...
Berlin - Ärztepräsident Klaus Reinhardt hat davor gewarnt, dass Corona-Selbsttests Menschen in falscher Sicherheit wiegen könnten. „Allen Menschen sollte klar sein, dass die Testergebnisse immer nur eine Momentaufnahme darstellen", sagte der Präsident der Bundesärztekammer der dpa vor der Schaltkonferenz zur Corona-Lage an diesem Mittwoch in Berlin.
Berlin - Die Ergebnisse von Corona-Schnelltests sollten nach Ansicht der Bundesärztekammer zentral durch das Robert Koch-Institut (RKI) erfasst werden. "Mit der wachsenden Bedeutung der Antigen-Schnelltests in Deutschland sollten die Ergebnisse dieser Testverfahren detailliert ausgewertet werden", sagte Ärztepräsident Klaus Reinhardt den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Sonntag). Unkomplizierte digitale Meldeverfahren und eine zentrale Erfassung der Testergebnisse durch das RKI würden das Dunkelfeld nicht registrierter Infektionen aufhellen und ein umfassenderes Lagebild der Pandemie in Deutschland ermöglichen. Bislang werden in Deutschland nur die Ergebnisse der laborgebundenen PCR-Tests an das RKI gemeldet. Wegen der geringeren Empfindlichkeit müssen positive Schnelltest-Ergebnisse im Labor bestätigt werden, was Experten zufolge aber vermutlich nicht immer geschieht. (dpa)
Berlin - Wie können alte und pflegebedürftige Menschen besser vor einer Infektion mit dem Coronavirus geschützt werden? Diese Frage beantwortet eine Expertengruppe des Ärztlichen Pandemierats der Bundesärztekammer in einem aktuellen Positionspapier. Nach den Thesen zum verantwortungsvollen Umgang mit Corona-Schnelltests vom Dezember vergangenen Jahres ist es das zweite Papier, dass das fächerübergreifend besetzte Expertengremium nun vorlegt. „Bewohner in Senioren- und Pflegeheimen tragen ein besonderes hohes Risiko, schwer an einer Corona-Infektion zu erkranken oder sogar daran zu sterben. Es ist eine zentrale Aufgabe des Krisenmanagements in der Pandemie, diese Menschen besser zu schützen“, sagt Dr. Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer, anlässlich der Vorstellung des Positionspapiers. Heime müssten noch stärker als bisher bei der Umsetzung von Hygieneplänen unterstützt werden. „Wir brauchen pragmatische...
Berlin - Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt warnt vor sozialer Ausgrenzung, falls die erwarteten Corona-Selbsttests zu teuer werden. Sie müssten nicht nur zuverlässig und einfach handhabbar sein, sondern dürften auch nicht zu Ausgrenzung führen, etwa wenn sie bei der schrittweisen Öffnung von Kulturveranstaltungen und des Freizeitsports zum Einsatz kämen, sagte Reinhardt den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Dienstag). „Voraussetzung dafür ist, dass ausreichend Tests zur Verfügung stehen und dass sie für alle Menschen bezahlbar sind.“ Es dürfe nicht dazu kommen, dass sich Einkommensschwache die Tests nicht leisten könnten. Reinhardt warnte zudem vor einer Scheinsicherheit negativer Testergebnisse, die zu einem sorglosen Umgang mit den Gefahren des Virus verleiten könnten. Das zuständige Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte hofft auf eine Zulassung erster Selbsttests im März. In Österreich...
Berlin - Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt hat die die Bundesregierung und die EU-Kommission aufgefordert, gegenüber den Herstellern von Impfstoffen gegen das Corona-Virus auf Einhaltung der vertraglich zugesicherten Liefermengen und Lieferterminen zu drängen. Seit Beginn der Impfkampagne kam es wiederholt zu Lieferengpässen bei verschiedenen Vakzinen. Zuletzt hatte der britisch-schwedische Hersteller Astrazeneca Verzögerungen bei der Auslieferung angekündigt. „Für den breiten Einsatz in den Praxen brauchen wir Impfstoffe, die unkompliziert zu transportieren und ohne spezielle Kühltechnik gelagert werden können", sagte Reinhardt der Rheinischen Post (27.01.2021). Diese Voraussetzungen scheine das Vakzin von Astrazeneca zu erfüllen. „Solche Impfstoffe sind unerlässlich, um das Ziel der Herdenimmunität bis zum Sommer zu erreichen." Die Ursachen der jetzt bekannt gewordenen Lieferschwierigkeiten müssten...