Deutsches Ärzteblatt, Heft... 25.02.2014

Kommentar: Die sicherste Diagnose

Von Dr. med. Eva Richter-Kuhlmann Es ist die Urangst des Menschen: lebendig begraben zu werden oder fälschlicherweise für tot erklärt und der Organe beraubt zu werden. Obwohl es statistisch gesehen extrem unwahrscheinlich ist, ein solches Schicksal zu haben, ist diese Urangst für einige Menschen ein Grund, keinen Organspendeausweis auszufüllen. Eine Entscheidung, die – wenngleich sie nicht rational ist – akzeptiert werden muss. Vor kurzem erhielt diese Urangst neuen Nährboden: In deutschen Kliniken werde des Öfteren der Hirntod falsch diagnostiziert, berichtete die „Süddeutsche Zeitung“. Genannt wurden acht Fälle, bei denen es zwischen 2011 und 2013 zu Fehlern bei Teilschritten der Hirntoddiagnostik kam. Ärzte würden die Richtlinien nicht genau genug befolgen und – auf Formfehler angesprochen – teilweise auch noch uneinsichtig, arrogant und schnippisch reagieren. Für viele Ärztinnen und Ärzte, die täglich um das Leben...
Berlin, 14.02.2014 Klinische Studien untersuchen Nutzen und Risiken von Medikamenten oder Behandlungstechniken, indem sie diese mit anderen, bereits geprüften Verfahren vergleichen. So erfahren Ärzte und Patienten, welche Behandlung wirksam und sicher ist – und welche nicht. Auf die Ergebnisse aus gut gemachten Untersuchungen gründen sie ihre Behandlungsentscheidungen. Deshalb sind klinische Studien wichtig: Sie helfen, die Versorgung von Patienten zu verbessern. Worauf Patienten achten sollten, wenn sie an einer Studie teilnehmen wollen, und wie sie zur Veröffentlichung der Ergebnisse beitragen können, darüber informiert die neue Kurzinformation "Klinische Studien". Untersuchungen belegen allerdings, dass etwa die Hälfte aller Studien nicht veröffentlicht wird. Häufig, weil die die Ergebnisse nicht so positiv ausgefallen sind, wie gewünscht. Dadurch enthalten die Forscher Ärzten und Patienten wichtiges Wissen vor. ...
Berlin, 12.02.2014 Eine Neukonzeption des DRG-Fallpauschalensystems, eine qualitätsorientierte Krankenhausplanung  und endlich ausreichend Investitionsmittel für die Kliniken – diese und weitere Forderungen richtet die Bundesärztekammer (BÄK) in zwei Positionspapieren an die Politik in Bund und Ländern. Zahlreiche Reformbaustellen müssten im Zuge der angekündigten gesetzlichen Regelungen im Krankenhaussektor dringend angegangen werden, um Unterfinanzierung, Überregulierung und Kommerzialisierung bei den Kliniken zu überwinden. In ihrem Positionspapier zur Krankenhausfinanzierung macht die Ärzteschaft  insbesondere das G-DRG-Fallpauschalensystem als dringend reformbedürftig aus. Während das System im Ausland meist nur indirekt für die Budgetverhandlungen herangezogen wird, sei es in Deutschland zu einem für das wirtschaftliche Überleben der Häuser maßgeblichen Bestimmungsfaktor geworden. Die BÄK fordert unter anderem,...
Berlin, 11.02.2014 Der Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, hat sich für die Beibehaltung der Rezeptpflicht für die sogenannte Pille danach (Levonorgestrel) ausgesprochen. In einem Interview mit dem Deutschlandfunk (11.02.2014) hob er das gut funktionierende System ärztlicher Beratung in Deutschland hervor. Oft werde die Pille danach von jungen Mädchen nach dem ersten Geschlechtsverkehr nachgefragt. „Da geht es nicht einfach, dass man eine Pille über den Tresen der Apotheke schiebt. Wir möchten den großen Vorteil des deutschen Gesundheitssystems wahren, dass man in einem Gespräch mit einem Arzt eine kompetente Beratung bekommt, wie so etwas auch für die Zukunft verhindert werden kann. Wir sollten uns nicht freiwillig dieses Vorteils einer Arztberatung berauben“, sagte Montgomery. Zu bedenken sei auch, dass die Entlassung von Levonorgestrel aus der Verschreibungspflicht die Möglichkeit der...
Montgomery im Spiegel ... 02.02.2014

Sterbehilfe-Vereinen das Handwerk legen

Berlin, 03.02.2014 Der Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, hat seine Forderung nach einem Verbot der organisierten Sterbehilfe in Deutschland bekräftigt. Im Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ (03.02.2014) sagte er, den Sterbehilfe-Vereinen, die für ihre Dienstleistung sogar Werbung trieben, müsse "das Handwerk gelegt werden". Er begrüßte den Vorstoß von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU), die organisierte Sterbehilfe gesetzlich verbieten zu lassen. Nach einer vom Spiegel in Auftrag gegebene Befragung des Meinungsforschungsinstituts TNS können sich 55 Prozent der Befragten vorstellen, im Alter aufgrund von Krankheit, Pflegebedürftigkeit oder Demenz ihrem Leben ein Ende zu setzen. Etwas mehr als die Hälfte der Befragten war zudem der Meinung, dass sich ältere Menschen mehr als bislang gedrängt fühlen, den Freitod zu wählen, um anderen nicht zur Last zu fallen, wenn Sterbehilfe...
Berlin, 22.02.2014 „Jede Regierung hat die Pflicht, Angehörige von Gesundheitsberufen bei ihrer Arbeit zu unterstützen und zu schützen. Dass in der Türkei bestimmte Aspekte der Notfallversorgung durch Ärzte kriminalisiert werden und Ärzte bei Zuwiderhandlung bestraft werden sollen, widerspricht zutiefst internationalen Menschenrechtsstandards und der ärztlichen Ethik.“ So kommentierte der Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, ein neues Gesundheitsgesetz in der Türkei, nachdem die ärztliche Notfallversorgung nur bis zum Eintreffen der offiziellen Notfallkräfte erfolgen darf. Artikel 46 des gerade von Staatspräsident Abdullah Gül unterzeichneten Gesetzes sieht bei Verstößen bis zu drei Jahren Haft  und schwere Geldstrafen vor. Die Menschenrechtsorganisation „Physicans for Human Rights“ sieht in dem Gesetz eine Reaktion auf die Versorgung von Regierungsgegnern durch Ärzte während der...
Pressemitteilung der... 20.01.2014

Montgomery: „Wir lernen aus Fehlern“

Berlin, 21.01.2014 „Fehler passieren, auch in der Medizin. Wir kehren diese Fehler aber nicht unter den Tisch, sondern wir lernen aus ihnen und wir setzen uns dafür ein, dass den betroffenen Patienten schnellstmöglich geholfen wird. Man muss die Zahl der festgestellten schwerwiegenden Behandlungsfehler aber im Verhältnis zur Gesamtzahl der rund 18 Millionen Behandlungsfälle in den Krankenhäusern und mehr als 540 Millionen allein im vertragsärztlichen Bereich sehen. Jeder Fehler ist ein Fehler zu viel, und dennoch müssen wir sehen, dass sich die Zahl dieser Behandlungsfehler im Verhältnis zur Gesamtzahl aller Behandlungsfälle im Promillebereich bewegt. Zu beachten ist auch, dass der Verdacht auf einen Behandlungsfehler noch kein Behandlungsfehler ist. Wirklich schlimm ist es, wenn der Behandlungsfehler mit Pfusch gleichgesetzt wird. Pfusch ist vorsätzlich, aber Ärzte schädigen Patienten nicht vorsätzlich. Wir wollen auch...
Berlin, 16.01.2014 Der Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, hat vor einer Neuauflage der Debatte über eine Widerspruchslösung bei der Organspende gewarnt. In einem Live-Interview mit dem ZDF-heute-journal (15.01.2014) sagte der BÄK-Präsident: „Ich halte das in unserem Rechtssystem für nicht machbar.“ Diese Diskussion würde im Moment auch in die Irre führen, weil erst die Folgen des Transplantationsskandals aufgearbeitet werden müssten. Zuvor hatte die Deutsche Stiftung Organtransplantation einen neuen Tiefstand bei der Zahl der Organspender gemeldet. Waren es 2012 noch 1046 Spender, verzeichnete die Stiftung im vergangenen Jahr nur noch 876. Hauptgrund für den Rückgang ist nach Meinung Montgomerys die Verunsicherung der Menschen in Folge des Transplantationsskandals. Es sei zu verstehen, dass die Menschen jetzt Angst haben nicht richtig behandelt zu werden. Diese Sorge sei aber...
Berlin, 13.01.2014 Der Vorsitzende der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ), Prof. Dr. Wolf-Dieter Ludwig, hat an die Bundesregierung appelliert, am sogenannten Bestandsmarktaufruf für Arzneimittel festzuhalten. „Die Nutzenbewertung für bereits auf dem Markt befindliche Arzneimittel ist für eine qualitativ hochwertige und wirtschaftliche Arzneimittelversorgung unentbehrlich“, sagte Ludwig auf einer Tagung der Arzneimittelkommission im Rahmen des 38. Interdisziplinären Forums der Bundesärztekammer in Berlin. Bislang kann der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) nicht nur neu entwickelte Arzneimittel auf deren Nutzen untersuchen lassen, sondern auch Wirkstoffe, die bereits vor dem 1. Januar 2011 zugelassen wurden. Nach dem Koalitionsvertrag der schwarz-roten Bundesregierung soll dies künftig nicht mehr möglich sein. Dies soll auch für die laufenden Verfahren des G-BA für 25 Wirkstoffe gelten. Ludwig...
Berlin, 10.01.2014 Phasen der Trauer und Niedergeschlagenheit kennt jeder. Wann daraus die Krankheit „Depression“ wird, ist nicht immer leicht zu erkennen. Und eine Depression wirft auch Fragen bei nahen Angehörigen auf.  Ab sofort finden Betroffene und ihre Angehörigen Antworten auf Arabisch, Englisch, Französisch, Russisch, Spanisch und Türkisch in den beiden Kurzinformationen „Einfach nur traurig – oder depressiv?“ und „Depression – Ratgeber für Angehörige“ Das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) hat im Auftrag von Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) und Bundesärztekammer (BÄK) die verlässlichen und gut verständlichen Patienteninformationen zum Thema Depression in sechs Sprachen übersetzen lassen. Grundlage der Texte bildet die PatientenLeitlinie „Depression“ des Programms für Nationale VersorgungsLeitlinien (NVL). Link zu Patienteninformationen

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