Berlin, 16.04.2013 Der Weltärztebund hat mit einer zweimonatigen öffentlichen Konsultation des überarbeiteten Entwurfs der Deklaration von Helsinki begonnen. Die Deklaration ist eines der wichtigsten Dokumente des Weltärztebundes und gilt weltweit als ethischer Standard für die klinische Forschung am Menschen. Die Deklaration wurde 1964 verabschiedet und feiert 2014 ihr 50-jähriges Bestehen. Die Bundesärztekammer leitet die internationale Arbeitsgruppe, die mit der Überarbeitung beauftragt wurde. „Die vorgelegte überarbeitete Version ist das Ergebnis einer über zweijährigen Diskussion und mehreren internationalen Expertenkonferenzen. Wir möchten nun einem größeren Expertenkreis und der Öffentlichkeit die Möglichkeit geben, zum neuen Entwurf Stellung zu nehmen“, erklärte der Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Frank Ulrich Montgomery, zum Konsultationsprozess. Mit der Überarbeitung werde ein größerer Schutz für...
Berlin, 17.04.2013 „Die immer stärker werdende Marktorientierung des Gesundheitswesens fordert eine Gegenregulierung ökonomischer Fehlanreize. Gerade hier können Qualitätsmanagementmaßnahmen eine wichtige Funktion übernehmen.“ Das sagte der Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, auf dem Symposium „Ergebnisverbesserung durch Qualitätsmanagement“ der BÄK in Berlin. Qualitätssicherung zähle zum professionellen Selbstverständnis der deutschen Ärzteschaft. „Gerade wegen des zunehmenden Wettbewerbs im Gesundheitswesen kommt es darauf an, dass Ärzte nicht nur gute Qualität erbringen, sondern auch darlegen können, auf welch hohem Niveau die medizinische Versorgung stattfindet“, so Montgomery. Die Experten stellten insbesondere einrichtungsinterne bzw. -übergreifende Maßnahmen des Qualitätsmanagements vor, die nicht nur Struktur- und Prozessqualität, sondern vor allem die Ergebnisqualität der...
Berlin, 15.04.2013 Die Bundesärztekammer unterstützt die Initiative der Bundesregierung „Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen“. Der Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, sagte: „Wir unterstützen jegliche Maßnahmen zur Verbesserung der Situation von Frauen, die seelischer, körperlicher oder sexueller Gewalt ausgesetzt sind oder waren. Daher begrüßen wir sehr das Hilfetelefon, das betroffenen Frauen eine unkomplizierte und kompetente Anlaufstelle bietet.“ Das Hilfetelefon für Frauen ist auf der Grundlage des vom Deutschen Bundestag beschlossenen Hilfetelefongesetzes beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Zusammenarbeit (BAFzA) in Köln eingerichtet worden. Unter der Telefonnummer 08000 116 016 stehen mehrsprachige Beraterinnen hilfesuchenden Frauen zu allen Formen der Gewalt kostenlos und rund um die Uhr zur Seite. Hörgeschädigte und Gehörlose können über einen Relay-Dienst in...
Pressemitteilung der... 11.04.2013

Trilaterales Spitzengespräch zur Medizinethik

Berlin, 10.04.2013 Ethische Aspekte zur Suizidbeihilfe, aktuelle Entwicklungen in der Transplantationsmedizin und medizinethische Fragen zur sogenannten „Pille danach“ standen im Mittelpunkt eines trilateralen Spitzengesprächs, das am heutigen Mittwoch, dem 10. April, zwischen Vertretern der Deutschen Bischofskonferenz, des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Bundesärztekammer in Berlin stattfand. Der derzeit intensiv diskutierte „Gesetzentwurf zur Strafbarkeit der gewerbsmäßigen Förderung der Selbsttötung“ wurde von allen Gesprächsteilnehmern in der bestehenden Form kritisiert. Es bestand Einigkeit darüber, dass ein Verbot lediglich des gewerbsmäßigen, also gewinnorientierten Handelns im bisherigen Gesetzentwurf zu kurz greife, da eine solche Engführung den Eindruck erwecken könne, alle nicht kommerziellen Formen seien als legitim zugelassen. Alle Beteiligten hielten außerdem fest, dass eine...
Berlin, 10.04.2013 Unter erblichen Netzhauterkrankungen wird eine Vielzahl seltener Augenkrankheiten zusammengefasst. Kennzeichnend für alle Krankheitsbilder ist eine beidseitige, meist fortschreitende Zerstörung der Netzhaut. Mit der Zeit führt sie oft zu schlechterem Sehen, manchmal sogar zum völligen Sehverlust. Aber es gibt Beratungsangebote und Hilfsmittel, die den Alltag erleichtern und Betroffenen ermöglichen, besser mit ihrer Erkrankung umzugehen. Auf zwei Seiten informiert die neu erschienene Kurzinformation „Was sind erbliche Netzhauterkrankungen?“ über Krankheitszeichen und verschiedene Untersuchungsmöglichkeiten. Patienten finden hier wichtige Fakten und praktische Tipps zum besseren Umgang mit der Erkrankung. Seltene Erkrankungen bilden einen neuen Schwerpunkt in der Reihe der Kurzinformationen. In einem Kooperationsprojekt erstellt das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) gemeinsam mit...
Berlin, 09.04.2013 Der Vorstand des Weltärztebundes hat auf seiner 194. Sitzung in Indonesien eine Resolution zur Patientensicherheit und Normung von medizinischer Berufsausübung verabschiedet. Der Weltärztebund warnt darin vor den Plänen des Europäischen Komitees für Normung (CEN), medizinische Verfahren, etwa im Bereich der ästhetischen Chirurgie,   durch nichtmedizinische Industrienormungs-Institutionen festzuschreiben. Diese Einrichtungen verfügten  weder über die notwendigen technischen und berufsethischen Kompetenzen, noch besäßen sie ein öffentliches Mandat. Die Resolution des Weltärztebundes basiert auf einem von der Bundesärztekammer gemeinsamen mit der spanischen und der französischen Ärztekammer eingebrachten Entwurf. Der Weltärztebund schließt sich mit der Resolution der Kritik an den Normungsverfahren den Bedenken dieser Kammern an. Die EU-Pläne könnten die Qualität der Versorgung und der...
Berlin, 04.04.2013 „Wer tatsächlich konkrete Qualitäts­verbesserung der Patientenversorgung will, muss Ärztinnen und Ärzte im Versorgungsalltag erreichen. Dies ist mit dem ärztlichen Peer Review gewährleistet“, so Dr. Günther Jonitz, Vorsitzender der Qualitätssicherungsgremien der Bundesärztekammer und Präsident der Ärztekammer Berlin, anlässlich der 2. Auflage des Curriculums „Ärztliches Peer Review“. Die entscheidende Voraussetzung für das Gelingen des kollegialen Dialogs sei eine vertrauensvolle Atmosphäre ohne Schuldzuweisungen. Es gehe nicht um Kontrolle, sondern um Kommunikation und Kooperation. „Das Gespräch mit Fachkollegen nach konkreten Verfahrensregeln ist der Goldstandard für die kontinuierliche Ver­besserung der Qualität und Sicherheit der Patientenversorgung“, sagte Jonitz. Die Bundesärztekammer (BÄK) hat deshalb das Curriculum „Ärztliches Peer Review“ entwickelt, das die Methodik von...
Berlin, 19.03.2013  „Es muss kein Widerspruch sein, wenn Menschen in einer Patientenverfügung lebensverlängernde Maßnahmen ausschließen und gleichzeitig ihre Organspendebereitschaft dokumentieren. Beide Erklärungen wurden von dem Patienten verfasst und sind entscheidend für die Feststellung des Patientenwillens.“ Das sagte der Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, anlässlich der Vorstellung des BÄK-Arbeitspapiers zum Verhältnis von Patientenverfügung und Organspendeerklärung in Berlin. Nach dem Transplantationsgesetz ist eine postmortale Organspende nur zulässig, wenn bei dem Spender der Hirntod festgestellt ist und der Patient oder subsidiär seine Angehörigen die Einwilligung zur Organspende erklärt haben. Hat sich der Patient gleichzeitig gegen lebenserhaltende Maßnahmen ausgesprochen, scheint dies der für die Organentnahme notwendigen Durchführung der Hirntoddiagnostik, die mit...
Berlin, 14.03.2013 Der Fachkräftemangel ist keine Prognose mehr, sondern in deutschen Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und Praxen bereits Realität. Es fehlen zunehmend Krankenhausärzte sowie Pflegefachpersonen. Arztpraxen in vielen Regionen können nicht nachbesetzt werden. Auch in anderen Gesundheitsfachberufen wird der Nachwuchs knapp. Arbeitgeber treten zunehmend in Wettbewerb um qualifizierten Nachwuchs. Auch die wachsende Mobilität in Europa bietet keine Lösung für die deutschen Probleme. Wie können der Versorgungsbedarf einer alternden Bevölkerung mit einem veränderten und erweiterten Krankheitsspektrum und das Arbeitskräfteangebot im Gesundheitswesen mit seinen demografischen Herausforderungen in Deckung gebracht werden? Mit dieser zentralen Frage beschäftigte sich die Konferenz der Fachberufe im Gesundheitswesen bei der Bundesärztekammer in ihrer 25. Sitzung seit Gründung. Nationale und europäische...
Berlin, 11.03.2013 Der Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, sieht Selbstverwaltung und Politik mit den eingeleiteten Maßnahmen für mehr Transparenz und Sicherheit in der Transplantationsmedizin auf dem richtigen Weg. Nach der neuen gesetzlichen Grundlage seien bislang 15 Leberprogramme überprüft worden. „Wir gehen davon aus, dass die Überprüfung aller Leberprogramme im Mai abgeschlossen sein wird“, sagte er der dpa.  Unter anderem werden bei den Prüfungen die Krankenakten nach Abgleich der Eurotransplant-Nummern  und der Feststellung der Patientendaten einer umfangreichen medizinischen Begutachtung unterzogen. Die Prüfer befragen die Klinikvertreter zur Indikation der Transplantation, zur Dialyse, zu möglichen Besonderheiten sowie zur Dokumentation der Krankenblätter und der Verlaufskontrolle vor der Meldung an Eurotransplant. Diese Verlaufsentwicklung gibt dann Aufschluss über die...

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