Berlin, 03.01.213 Als „erschreckend“ hat der Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery,  die bekannt gewordenen Manipulationen bei Organtransplantationen am Universitätsklinikum Leipzig bezeichnet. Gleichwohl sieht er die von der Prüfungs- und Überwachungskommission von Bundesärztekammer, Deutscher Krankenhausgesellschaft und GKV-Spitzenverband aufgedeckten Fälle als Beleg für die Wirksamkeit der Kontrollen der Selbstverwaltung. Der Schaden sei groß, weil durch immer weniger Spenderorgane mehr Menschen auf der Warteliste sterben. Die gute Nachricht sei: „„Unser scharfes Kontrollsystem, das wir nach den Vorfällen in Göttingen und Regensburg im letzten Jahr eingeführt haben, greift“, sagte Montgomery der Bild-Zeitung (02.01.2013). Jetzt würden alle Ungereimtheiten aufgedeckt und transparent gemacht. „Die Fälle in Leipzig werden noch im Januar weiter geprüft und gegebenenfalls an die...
Gemeinsame Pressemitteilung... 01.01.2013

Überprüfung des Transplantationszentrums Leipzig zeigt Unregelmäßigkeiten

Berlin, 01.01.2013 In Wahrnehmung ihrer gesetzlich vorgeschriebenen Aufgaben haben die Prüfungskommission und die Überwachungskommission - in gemeinsamer Trägerschaft von Deutscher Krankenhausgesellschaft, GKV-Spitzenverband und Bundesärztekammer - am Transplantationszentrum Leipzig Unregelmäßigkeiten festgestellt. Die Prüfungen erbrachten konkrete Hinweise darauf, dass am TPZ Leipzig in zahlreichen Fällen Patienten fälschlich als Dialysepatienten ausgegeben worden sind, um diese auf der Warteliste zur Organtransplantation besser zu positionieren. Diese Unregelmäßigkeiten müssen nun in ausführlichen Sonderprüfungen substantiiert werden. Seit September 2012 prüfen die beiden unabhängigen Kommissionen die Lebertransplantationsprogramme an den deutschen Transplantationszentren. Ziel der Überprüfungen ist es, Auffälligkeiten und Regelverstöße im Zusammenhang mit der Wartelistenführung von Transplantationspatienten und der...
Weiterlesen