News-Archiv

Hier finden Sie die News aus den letzten Jahren.

Berlin - „Der gemeinschaftliche Initiativplan Organspende des Bundesgesundheitsministeriums und vieler weiterer Organisationen aus dem Gesundheitswesen kann wesentlich dazu beitragen, die Zahl der Spenderorgane zu erhöhen. Damit gibt er den mehr als 10.000 Menschen auf der Warteliste mehr Hoffnung auf Leben.“ Das sagte Dr. Günther Matheis, Mitglied der Ständigen Kommission Organtransplantation der Bundesärztekammer (BÄK) und Vertreter der BÄK bei der morgigen Vorstellung des Initiativplans in Berlin. Der gemeinschaftliche Initiativplan Organspende, an dem sich auch die Bundesärztekammer beteiligt, knüpft unmittelbar an das 2. TPG-Änderungsgesetz an. Er soll insbesondere die Entnahmekrankenhäuser und die Transplantationsbeauftragten weiter stärken. Die Transplantationsbeauftragten sollen stärker vernetzt und ihre Tätigkeit weiter professionalisiert werden. Für die Krankenhäuser mit wenig Erfahrung in der Organspende...
Berlin - Die Bundesärztekammer lehnt die vom Bundesgesundheitsministerium (BMG) geplante gesetzliche Neuregelung der Bewertung neuer Untersuchungs- und Behandlungsmethoden im Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) ab und bezeichnet die geplanten staatliche Eingriffe als "systemfremd". Sie bezieht sich dabei auf einen Passus zur Neuregelung der Methodenbewertung, der vom Bundesgesundheitsministerium in den Entwurf des Implantateregister-Errichtungsgesetzes mit aufgenommen wurden. Demnach sollen unter anderem die Aufsichtsrechte des BMG über den G‐BA erweitert und für die Bewertungsverfahren Vorgaben in zeitlicher und prozessualer Hinsicht festgelegt werden. Vor der öffentlichen Anhörung des Gesetzentwurfs am kommenden Montag im Bundestags-Gesundheitsausschuss warnt die Bundesärztekammer davor, die Arbeitsprinzipien des deutschen Gesundheitswesens und die Rolle der Selbstverwaltung in Frage zu stellen. Bei der vorgesehenen...
Berlin - Um die ärztliche Versorgung in dünnbesiedelten Regionen zu sichern, sind neue Konzepte und innovative Ideen gefragt. Darauf hat der Präsident der Bundesärztekammer, Dr. Klaus Reinhardt, in einem Interview mit der Tageszeitung „Die Welt“ verwiesen (21.06.2019). „Dort, wo es auf dem Land keine vernünftige Infrastruktur gibt, wird kaum ein Arzt hinziehen wollen. Wichtig ist, dass die Patienten gut versorgt sind, dafür müssen wir neue Wege gehen“, sagte er. Telemedizin werde künftig bei der Versorgung in entlegenen ländlichen Gebieten eine wichtige Rolle spielen. Eine weitere Möglichkeit seien ambulante Ärzteteams, die regelmäßig durch die Orte kommen. Reinhardt forderte zudem bessere Rahmenbedingungen für die ärztliche Arbeit. Das Vergütungssystem sei teilweise absurd organisiert. Vieles, was Ärzte tun, werde einfach ungenügend honoriert. Zudem fühlten sich viele Ärzte fremdbestimmt und sie „ersticken förmlich in Bürokratie“, kritisierte Reinhardt. Notwendig sei ausreichend Zeit für persönliche Zuwendung. „Zeit ist nicht nur für Diagnostik und Therapie essenziell, sondern auch für die Berufszufriedenheit der Ärztinnen und Ärzte. Hier muss sich dringend etwas ändern. Dafür werde ich mich einsetzen“, kündigte Reinhardt an, der auf dem 122. Deutschen Ärztetag im Mai dieses Jahres zum neuen Präsidenten der Bundesärztekammer gewählt wurde. In einem Interview mit der Funke-Mediengruppe (21.06.2019) forderte Reinhardt, die Gesundheitskompetenz der Menschen zu stärken. Dadurch ließen sich beispielsweise unnötige Arztbesuche vermeiden. „Die Patienten müssen lernen, verantwortungsvoll mit der Ressource Arzt umzugehen. Wer das nicht tut, verbaut den Menschen, die ernsthaft erkrankt sind, den Weg zu ärztlicher Hilfe“, warnte er. Man könne auch über eine wirtschaftliche Beteiligung der Patienten nachdenken. Diese müsse aber sozialverträglich ausgestaltet sein. Interview mit Dr. Klaus Reinhardt in der Tageszeitung „Die Welt“ (21.06.2019) ...
Berlin - Das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) hat vier Kurzinformationen zu Multiresistente Erreger, Multimedikation, sichere Arzneimitteltherapie und Früherkennung von Prostatakrebs auf den neuesten Stand gebracht. Die Texte beruhen auf dem derzeit besten verfügbaren Wissen und werden nach einer strengen Methodik erstellt. Grundlage der  Infoblätter sind die jeweiligen S3-Leitlinien beziehungsweise aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse. Multiresistente Erreger [PDF] Infektionen durch Bakterien lassen sich meist gut mit Antibiotika behandeln. Einige Bakterien sind jedoch unempfindlich gegenüber vielen Antibiotika. Man spricht in diesem Fall von multiresistenten Erregern – kurz: MRE. Die Medien haben in letzter Zeit häufig von den Gefahren berichtet, die von MRSA und anderen multiresistenten Erregern ausgehen. In dieser Information erfahren Interessierte, für wen multiresistente Erreger...
Berlin – Die Zielsetzung stimmt, aber auf dem Weg zu mehr Digitalisierung in der Patientenversorgung muss das Bundesgesundheitsministerium dringend Kurskorrekturen vornehmen. Dies verdeutlicht die Bundesärztekammer (BÄK) in ihrer heute vorgelegten schriftlichen Stellungnahme zum Referentenentwurf des Digitale Versorgung-Gesetzes. Darin begrüßt die Bundesärztekammer die Initiative des Bundesgesundheitsministeriums, digitale Anwendungen und Innovationen in die Patientenversorgung einzubringen. Sie stellt aber auch fest, dass bei der konkreten Umsetzung die spezifischen Bedürfnisse von Patienten und Ärzteschaft bislang keine Berücksichtigung finden. Insbesondere bei den Plänen für eine öffentliche Liste von erstattungsfähigen digitalen Gesundheitsanwendungen sowie bei der vorgesehenen Förderung von Versorgungsinnovationen sei die ärztliche Expertise dringend einzubeziehen, fordert die BÄK. Die Bundesärztekammer merkt...
Berlin - Das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) hat zwei Kurzinformationen zu Lebererkrankungen und Schuppenflechte auf den neuesten Stand gebracht. Die Texte beruhen auf dem derzeit besten verfügbaren Wissen und werden nach einer strengen Methodik erstellt. Grundlage dieser Infoblätter sind S3-Leitlinien. Lebererkrankungen Die Leber ist ein Organ mit vielen lebenswichtigen Aufgaben. Arbeitet sie nicht mehr richtig, kann dies schwerwiegende Folgen für den gesamten Körper haben. Veränderte Leberwerte aus dem Blut können darauf hindeuten, dass Leberzellen geschädigt sind. Häufige Ursachen dafür sind: Alkohol, Überernährung und Fettleibigkeit, Diabetes mellitus, Bewegungsmangel, Medikamente und Viren. Die Kurzinformation enthält wichtige Informationen zur Bedeutung der Leberwerte sowie praktische Tipps, was selbst für eine gesunde Leber getan werden kann. Schuppenflechte der Haut Etwa 2 bis 3 von...
Münster - Heute ist der 122. Deutsche Ärztetag zu Ende gegangen. 250 Delegierte aus ganz Deutschland haben vom 28. bis 31. Mai zahlreiche gesundheits- sozial- und berufspolitische Themen beraten. Der nächste Deutsche Ärztetag findet vom 19. bis 22. Mai 2020 in Mainz statt.
Münster – Der 122. Deutsche Ärztetag in Münster hat an seinem letzten Beratungstag eine Reihe von gesundheits- sozial- und berufspolitischen Beschlüsse gefasst. Unter anderen warnte der Ärztetag vor einer Aushöhlung des Berufsgeheimnisses der Ärzte durch das Bundeskriminalamtsgesetz sowie die neuen Polizeigesetze der Länder. Diese seien für das Vertrauensverhältnis zwischen Patienten und Ärzten ausgesprochen gefährlich, betonten die Abgeordneten in einem Beschluss. „Der Staat greift zunehmend in diese besondere, ethisch zu schützende Beziehung ein und untergräbt durch erkennungsdienstliche Maßnahmen dieses Vertrauensverhältnis nachhaltig und dauerhaft“, so das Ärzteparlament. Bürgern vermittele sich so der Eindruck, dass selbst in der geschützten Arzt-Patienten-Beziehung der Staat stets mithöre. Rolle der Hausärzte stärken Hausärzte sollen in der Regel erste Ansprechpartner für Patienten sein. Dafür hat sich der 122....
Münster – Trotz Verbesserungen sieht der 122. Deutsche Ärztetag weiterhin Korrekturbedarf an dem Regierungsentwurf für ein Psychotherapeutenreformgesetz. „Die Zusammenfassung und die Verkürzung der bisherigen Berufsbezeichnungen ´Psychologischer Psychotherapeut´(PP) und ´Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut´ (KJP) zu ´Psychotherapeut´ wurden von den Abgeordneten des Deutschen Ärztetages entschieden abgelehnt. „Psychotherapeuten sind nicht nur PP und KJP, sondern auch Ärztinnen und Ärzte mit einer entsprechenden Weiterbildung. Nur die differenzierten Berufsbezeichnungen verdeutlichen Patientinnen und Patienten, vor welchem fachlichen Hintergrund psychotherapeutische Leistungen erbracht werden“, heißt es in einem Beschluss des Ärztetages. Das Ärzteparlament forderte den  Gesetzgeber nachdrücklich auf, in allen Gesetzen (insbesondere auch im SGB V) einheitlich die Berufsbezeichnung „Psychologischer Psychotherapeut“ zu...
Berlin - Der 122. Deutsche Ärztetag hat sich für die schrittweise Einführung der elektronischen Patientenakte ausgesprochen. Dass Versicherte aus technischen Gründen zunächst keine Möglichkeit haben, für jedes einzelne Dokument auf der Akte detaillierte Zugriffsrechte zu vergeben, sollte die Einführung der ePA nicht weiter verzögern. Zwar fordert der Ärztetag ein differenziertes Berechtigungsmanagement. „Ein solches muss es den Patienten ermöglichen, auch einzelne Dokumente bzw. Inhalte nur für von ihm explizit berechtigte Personen zugänglich zu machen.“ Es sei aber anzuerkennen, dass ein so komplexes Vorgehen nur schrittweise eingeführt werden kann. Nach Zusicherung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) wird dieser Übergangszeitraum zwölf Monate dauern. In einem weiteren Beschluss forderte der Ärztetag einen „positiv formulierten Ordnungsrahmen“ für die Digitalisierung im Gesundheitswesen. Diesen Ordnungsrahmen...