News-Archiv

Hier finden Sie die News aus den letzten Jahren.

Berlin, 27.12.2013 Der Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, hat der von der Bundesregierung geplanten Termingarantie einen eigenen Vorschlag entgegengesetzt. Das Termin-Management müsse in Händen der Ärzte bleiben, sagte er in einem Interview mit der Rheinischen Post (27.12.2013). Er schlug vor, dass gesetzlich Versicherte  künftig per "dringlicher Überweisung" besonders schnell zu einem Facharzt vermittelt werden sollen. Wer ohne Überweisung seines Hausarztes einen Facharzttermin wünsche, müsse unter Umständen etwas länger warten. "Wichtig ist, dass Termine beim Facharzt weiterhin aus medizinischen Gründen vergeben werden."Union und SPD planen, dass Kassenpatienten, die nicht binnen vier Wochen einen Facharzttermin erhalten, in einer Klinik versorgt werden sollen. Die Kosten  für die Behandlung sollen dem Budget der jeweiligen Kassenärztlichen Vereinigung entnommen werden."Das halte ich...
Berlin, 20.12.2013 Mehr als 180 Seiten umfasst der Koalitionsvertrag von Union und SPD, auf zwölf Seiten kommt allein das gesundheitspolitische Kapitel. „Aber der Umfang täuscht, weil vieles sehr detailistisch dargestellt wurde“, sagt der Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, in einem Interview mit BÄKground. Der Informationsdienst der Bundesärztekammer erläutert, wohin die Koalitionäre in der Gesundheitspolitik wollen und wo die Schwachstellen der vorgestellten Agenda liegen.Nicht weit genug gehen die angekündigten Maßnahmen im Koalitionsvertrag auch den im Bündnis Gesundheit 2000 zusammengeschlossenen Gesundheitsberufen. In einer gemeinsamen Resolution fordern sie die künftige Bundesregierung auf, angesichts der steigenden Behandlungs- und Pflegebedürftigkeit der Bevölkerung akute Probleme in der Gesundheitsversorgung und wichtige gesundheitspolitische Zukunftsthemen jetzt...
Berlin, 20.12.2013 Die Zahl der mit dem Förderprogramm zur Weiterbildung in der Allgemeinmedizin unterstützten Ärztinnen und Ärzte steigt. Im ambulanten Bereich sind im Jahr 2012 im Vergleich zum Start des Programms im Jahr 2010 18 Prozent mehr Ärzte gefördert worden (gestiegen auf 3.842 Ärzte) und im stationären Bereich über 14 Prozent (gestiegen auf 2.199 Ärzte). Dies ist ein Ergebnis des dritten Evaluationsberichts zur Weiterbildung in der Allgemeinmedizin, der jetzt erschienen ist. Die Partner des Förderprogramms sind der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Spitzenverband), die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) und die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) unter Beteiligung des Verbandes der Privaten Krankenversicherung (PKV-Verband) und der Bundesärztekammer (BÄK). Hintergrund ist die zum 1. Januar 2010 in Kraft getretene neustrukturierte Vereinbarung zur Förderung der Weiterbildung...
Berlin, 19.12.2013 Zur Amtseinführung hat der Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, dem Bundesminister für Gesundheit, Hermann Gröhe gratuliert. Die vor ihm liegenden Herausforderungen seien groß, so die Sicherung der Nachhaltigkeit des Finanzierungssystems  und die Stabilisierung der Krankenhausfinanzierung. Montgomery sagte dem Minister eine weiterhin vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Ärzteschaft zu.
Berlin, 17.12.2013 Die Zentrale Ethikkommission (ZEKO) bei der Bundesärztekammer hat in ihrer konstituierenden Sitzung für die 7. Amtsperiode (2013-2016) Prof. Dr. Dr. h.c. Dieter Birnbacher als Vorsitzenden und Prof. Dr. Wolfram Henn als dessen Stellvertreter gewählt. Weitere Vorstandsmitglieder sind  PD Dr. Tanja Krones, Prof. Dr. Claudia Wiesemann und Prof. Dr. Jochen Taupitz. Neu in die ZEKO wurden PD Dr. Alena Buyx, Prof. Dr. Elisabeth Gräb-Schmidt und Prof. Dr. Georg Marckmann berufen. Für die erste Hälfte der Amtsperiode hat die ZEKO zwei Arbeitsschwerpunkte ausgewählt. Sie wird sich mit ''Entscheidungs(un)fähigkeit und den Grenzen der Entscheidungsassistenz'' befassen und sich dem Thema ''Mobilität und Umgang mit medizinischen Angeboten im Ausland'' widmen. Weitere Themen sollen zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt werden. Weiterführende Informationen können unter www.zentrale-ethikkommission.de abgerufen...
Berlin, 16.12.2013 Die im Bündnis Gesundheit 2000 zusammengeschlossenen Gesundheitsberufe sprechen für die rund fünf Millionen Beschäftigten im Gesundheitswesen. In einer gemeinsamen Resolution fordern sie die künftige Bundesregierung auf, angesichts einer steigenden Behandlungs- und Pflegebedürftigkeit der Bevölkerung akute Probleme in der Gesundheitsversorgung und wichtige gesundheitspolitische Zukunftsthemen jetzt anzugehen. Die demografische Entwicklung und steigende Kosten des medizinischen Fortschritts erfordern nach Überzeugung der Gesundheitsberufe eine Weiterentwicklung des dualen Krankenversicherungssystems. Zudem müssen ambulante und stationäre Einrichtungen in die Lage versetzt werden, den steigenden Kosten und den Anforderungen des Strukturwandels in der medizinischen Versorgung adäquat begegnen zu können. Außerdem warnen die Gesundheitsberufe: „Der Fachkräftemangel ist keine Prognose mehr, sondern längst...
Berlin, 13.12.2013 Auf zwei Seiten klärt die Kurzinformation über Risikofaktoren und Anzeichen für Mundhöhlenkrebs auf. Interessierte finden hier wichtige Fakten und praktische Tipps. Grundlage ist die Patientenleitlinie „Mundhöhlenkrebs“ des Leitlinienprogramms Onkologie. Mundhöhlenkrebs ist ein bösartiger Tumor, der von der Mundschleimhaut ausgeht. Jeder Bereich in der Mundhöhle kann betroffen sein. In Deutschland erkranken pro Jahr über 10 000 Menschen an Mundhöhlenkrebs. Veränderungen der Mundschleimhaut, zum Beispiel nicht heilende Wunden, können erste Hinweise darauf sein. Bestimmte Lebensgewohnheiten können zur Entstehung beitragen. Wer regelmäßig raucht und trinkt, hat ein 30-fach erhöhtes Risiko zu erkranken. Experten empfehlen deshalb, den Tabakkonsum aufzugeben und auf Alkoholkonsum weitgehend zu verzichten. Die Reihe „Kurzinformationen für Patienten“ entwickelt das Ärztliche Zentrum für Qualität in der...
Berlin, 04.12.2013 Die Steuerungsgruppe der Charta Palliativmedizin begrüßt, dass der Ausbau der Hospiz-und Palliativversorgung in den Koalitionsvertrag aufgenommen wurde. Die Bundesärztekammer, die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin und der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband hatten sich in einem gemeinsamen Schreiben an die Verhandlungsführer der Koalitionsarbeitsgruppen Gesundheit und Pflege sowie Familie, Frauen und Gleichstellung für die Stärkung der Rechte von Schwerstkranken und Sterbenden stark gemacht. Nun heißt es im Koalitionsvertrag: "Zu einer humanen Gesellschaft gehört das Sterben in Würde. Wir wollen die Hospize weiter unterstützen und die Versorgung mit Palliativmedizin ausbauen." Dieser Passus sei ein "wichtiges Signal für die vor uns liegende Arbeit in der kommenden Legislaturperiode", so die Steuerungsgruppe.Unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, des Deutschen...
Berlin, 04.12.2013 Die Bundesärztekammer unterstützt die vom Marburger Bund initiierte Online-Petition „Rettet die Gewerkschaftsfreiheit – Kein Streikverbot per Gesetz“. Mit der Initiative sollen die künftigen Koalitionspartner aufgefordert werden, kein Gesetz auf den Weg zu bringen, das die Tarifeinheit („Ein Betrieb – ein Tarifvertrag“) erzwingt und damit die freie gewerkschaftliche Betätigung faktisch außer Kraft setzt. Der Marburger Bund hat sich selbst zum Ziel gesteckt, in sechs Monaten 50.000 Unterschriften zu sammeln. Union und SPD kündigen in ihrem Koalitionsvertrag eine gesetzliche Regelung der Tarifeinheit nach dem betriebsbezogenen Mehrheitsprinzip an, die auf Forderungen der Unternehmerverbände und des Deutschen Gewerkschaftsbundes zurückgeht.  Danach soll in einem Betrieb nur noch derjenige Tarifvertrag zur Anwendung kommen, an den die Mehrzahl der Gewerkschaftsmitglieder in diesem Betrieb gebunden ist....
Berlin, 03.12.2013 Die Bundesärztekammer (BÄK) hat ein mögliches Verbot von Schöhnheitsoperationen bei Minderjährigen ohne medizinische Grundlage begrüßt und darüber hinaus europaweite Regelungen gefordert. Man dürfe nicht hinnehmen, dass die Schönheitsindustrie das Menschenbild definiere. "Eine medizinisch nicht notwendige Brust-OP als Geschenk zum Abitur oder Geburtstag – das sind fürchterliche Entwicklungen. Besonders Kinder und Jugendliche werden von der ständigen Sorge um das Aussehen in ihrer Stimmung und in ihrem Selbstwertgefühl beeinflusst. Die Unzufriedenheit und Verunsicherung in Bezug auf den eigenen Körper geht manchmal so weit, dass junge Menschen Schönheitsoperationen als einzigen Ausweg aus dem Unglücklichsein und als wirksame Befreiung von Komplexen betrachten", so die BÄK. Verbote allein würden aber nicht ausreichen. Dem unerträglichen Hype um den Schönheitskult müsse man eine nachhaltige...