News-Archiv

Hier finden Sie die News aus den letzten Jahren.

Berlin, 22.02.2014 „Jede Regierung hat die Pflicht, Angehörige von Gesundheitsberufen bei ihrer Arbeit zu unterstützen und zu schützen. Dass in der Türkei bestimmte Aspekte der Notfallversorgung durch Ärzte kriminalisiert werden und Ärzte bei Zuwiderhandlung bestraft werden sollen, widerspricht zutiefst internationalen Menschenrechtsstandards und der ärztlichen Ethik.“ So kommentierte der Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, ein neues Gesundheitsgesetz in der Türkei, nachdem die ärztliche Notfallversorgung nur bis zum Eintreffen der offiziellen Notfallkräfte erfolgen darf. Artikel 46 des gerade von Staatspräsident Abdullah Gül unterzeichneten Gesetzes sieht bei Verstößen bis zu drei Jahren Haft  und schwere Geldstrafen vor. Die Menschenrechtsorganisation „Physicans for Human Rights“ sieht in dem Gesetz eine Reaktion auf die Versorgung von Regierungsgegnern durch Ärzte während der...
Pressemitteilung der... 20.01.2014

Montgomery: „Wir lernen aus Fehlern“

Berlin, 21.01.2014 „Fehler passieren, auch in der Medizin. Wir kehren diese Fehler aber nicht unter den Tisch, sondern wir lernen aus ihnen und wir setzen uns dafür ein, dass den betroffenen Patienten schnellstmöglich geholfen wird. Man muss die Zahl der festgestellten schwerwiegenden Behandlungsfehler aber im Verhältnis zur Gesamtzahl der rund 18 Millionen Behandlungsfälle in den Krankenhäusern und mehr als 540 Millionen allein im vertragsärztlichen Bereich sehen. Jeder Fehler ist ein Fehler zu viel, und dennoch müssen wir sehen, dass sich die Zahl dieser Behandlungsfehler im Verhältnis zur Gesamtzahl aller Behandlungsfälle im Promillebereich bewegt. Zu beachten ist auch, dass der Verdacht auf einen Behandlungsfehler noch kein Behandlungsfehler ist. Wirklich schlimm ist es, wenn der Behandlungsfehler mit Pfusch gleichgesetzt wird. Pfusch ist vorsätzlich, aber Ärzte schädigen Patienten nicht vorsätzlich. Wir wollen auch...
Berlin, 16.01.2014 Der Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, hat vor einer Neuauflage der Debatte über eine Widerspruchslösung bei der Organspende gewarnt. In einem Live-Interview mit dem ZDF-heute-journal (15.01.2014) sagte der BÄK-Präsident: „Ich halte das in unserem Rechtssystem für nicht machbar.“ Diese Diskussion würde im Moment auch in die Irre führen, weil erst die Folgen des Transplantationsskandals aufgearbeitet werden müssten. Zuvor hatte die Deutsche Stiftung Organtransplantation einen neuen Tiefstand bei der Zahl der Organspender gemeldet. Waren es 2012 noch 1046 Spender, verzeichnete die Stiftung im vergangenen Jahr nur noch 876. Hauptgrund für den Rückgang ist nach Meinung Montgomerys die Verunsicherung der Menschen in Folge des Transplantationsskandals. Es sei zu verstehen, dass die Menschen jetzt Angst haben nicht richtig behandelt zu werden. Diese Sorge sei aber...
Berlin, 13.01.2014 Der Vorsitzende der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ), Prof. Dr. Wolf-Dieter Ludwig, hat an die Bundesregierung appelliert, am sogenannten Bestandsmarktaufruf für Arzneimittel festzuhalten. „Die Nutzenbewertung für bereits auf dem Markt befindliche Arzneimittel ist für eine qualitativ hochwertige und wirtschaftliche Arzneimittelversorgung unentbehrlich“, sagte Ludwig auf einer Tagung der Arzneimittelkommission im Rahmen des 38. Interdisziplinären Forums der Bundesärztekammer in Berlin. Bislang kann der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) nicht nur neu entwickelte Arzneimittel auf deren Nutzen untersuchen lassen, sondern auch Wirkstoffe, die bereits vor dem 1. Januar 2011 zugelassen wurden. Nach dem Koalitionsvertrag der schwarz-roten Bundesregierung soll dies künftig nicht mehr möglich sein. Dies soll auch für die laufenden Verfahren des G-BA für 25 Wirkstoffe gelten. Ludwig...
Berlin, 10.01.2014 Phasen der Trauer und Niedergeschlagenheit kennt jeder. Wann daraus die Krankheit „Depression“ wird, ist nicht immer leicht zu erkennen. Und eine Depression wirft auch Fragen bei nahen Angehörigen auf.  Ab sofort finden Betroffene und ihre Angehörigen Antworten auf Arabisch, Englisch, Französisch, Russisch, Spanisch und Türkisch in den beiden Kurzinformationen „Einfach nur traurig – oder depressiv?“ und „Depression – Ratgeber für Angehörige“ Das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) hat im Auftrag von Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) und Bundesärztekammer (BÄK) die verlässlichen und gut verständlichen Patienteninformationen zum Thema Depression in sechs Sprachen übersetzen lassen. Grundlage der Texte bildet die PatientenLeitlinie „Depression“ des Programms für Nationale VersorgungsLeitlinien (NVL). Link zu Patienteninformationen
Berlin, 10.01.2014 Vor zu viel Einfluss der Politik auf die Selbstverwaltung hat Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery gewarnt. "Wo immer wir als Selbstverwaltung selber handeln können, sollten wir das tun", sagte er zur Eröffnung des 38. Interdisziplinären Forums "Fortschritt und Fortbildung in der Medizin" der Bundesärztekammer (BÄK) in Berlin. Am Beispiel der Fortbildung werde deutlich, dass die ärztliche Selbstverwaltung ihrer Verantwortung gerecht werde. Mittlerweile erkenne dies auch die Politik an. "Im Koalitionsvertrag von Union und SPD finden sich keine Ankündigungen für weitere rechtliche Vorgaben zur Fortbildung. Das ist ein Erfolg der Arbeit der Ärztekammern und der Bundesärztekammer", so Montgomery. "Nur wenn wir als ärztliche Selbstverwaltung Handlungsfähigkeit zeigen, können wir verhindern, dass der Gesetzgeber dem Gemeinsamen Bundesausschuss weitere Aufgabenbereiche überträgt."...
Pressemitteilung der... 09.01.2014

Experten: Geschlechtskrankheiten nicht tabuisieren

Berlin, 10.01.2014 Jährlich erkranken weltweit mehr als 340 Millionen Männer und Frauen, vorrangig zwischen 15 und 49 Jahren, an sexuell übertragbaren Infektionen (STI, Sexually Transmitted Infections). Darunter sind neben HIV vor allem Syphilis, Gonorrhoe, Genitalherpes, Chlamydien- und Humane Papillomvirus-Infektionen zu verstehen, wie Prof. Dr. Norbert H. Brockmeyer, Präsident der Deutschen STI-Gesellschaft und Leiter des Zentrums für sexuelle Gesundheit an der Ruhruniversität Bochum,  auf dem 38. Interdisziplinären Forum „Fortschritt und Fortbildung in der Medizin“ der Bundesärztekammer in Berlin erklärte. „Trotz aller Sexualisierung im Alltag: Sex und Sexualität sind in unserer Gesellschaft weiterhin etwas Privates und Intimes.“ Daher seien Gespräche über die eigene Sexualität sehr häufig mit Scham, Scheu, Zurückhaltung und auch mit Tabus verbunden. „Wichtig ist, dass Kommunikation in diesem Spannungsfeld zwischen...
Berlin, 10.01.2014 Mehr als fünf Millionen Menschen sind in Deutschland von einer Schluckstörung betroffen. „Die Tendenz ist steigend“, sagte Dr. Christiane Hey vom Klinikum der Goethe-Universität in Frankfurt auf dem 38. Interdisziplinären Forum „Fortschritt und Fortbildung in der Medizin“ der Bundesärztekammer in Berlin. Ein wesentlicher Grund ist die steigende Zahl multimorbider und älterer Patienten. Multiple Erkrankungen aus den unterschiedlichsten medizinischen Teilgebieten könnten Schluckstörungen verursachen. „Besonders häufig kommt dies beim akuten Schlaganfall sowie Kopf-Hals-Tumoren vor. Betroffen sind häufig auch geriatrische und langzeitintubierte Patienten“, berichtete Hey. Neben dem Verlust an Lebensqualität für die Patienten führt eine Schluckstörung auch zu hohen finanziellen Belastungen des Gesundheitssystems, bedingt durch die Sekundärkomplikationen, vor allem Aspirationspneumonie und Malnutrition....
Berlin, 10.01.2014 Auf die besondere Bedeutung von Patientenverfügungen in der Versorgung von schwerkranken und sterbenden Patienten hat Prof. Dr. Friedemann Nauck, Direktor der Klinik für Palliativmedizin in Göttingen, hingewiesen. Auf dem 38. Interdisziplinären Forum „Fortschritt und Fortbildung in der Medizin“ der Bundesärztekammer in Berlin sagte er, „die gesetzlichen Regelungen zur Patientenverfügung greifen ohne Frage das große Bedürfnis in unserer Gesellschaft auf, für Patienten so viel Selbstbestimmung wie möglich auch für den Fall abzusichern, dass sie sich selbst nicht mehr zu ihrer medizinischen Versorgung und Betreuung äußern können." Jedoch bestünden nach wie vor viele Unsicherheiten. Nauck verwies auf Advance Care Planning (ACP = umfassende gesundheitliche Vorausplanung) als ein neues Konzept, dass an die Stelle der traditionellen Patientenverfügung treten könne.  Mit dem Konzept soll der Patient lernen,...
Pressemitteilung der... 08.01.2014

BÄK-Fortbildungskongress eröffnet in Berlin

Berlin, 09.01.2014 Welche Möglichkeiten bieten neuartige telemedizinische Versorgungskonzepte? Wie können die verschiedenen Disziplinen in der Krebsmedizin noch enger zusammenarbeiten und vor welchen besonderen Herausforderungen stehen Ärzte und Pflegende  im Umgang mit schwerkranken und  sterbenden Kindern?  Diese und weitere Fragen diskutieren namhafte Experten verschiedener Fachrichtungen und Professionen von heute an auf dem 38. Interdisziplinären Forum „Fortschritt und Fortbildung in der Medizin“.  Der zentrale Fortbildungskongress der Bundesärztekammer endet am 11. Januar 2014 mit einer begleitenden Tagung der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft. „Für uns Ärzte ist es selbstverständlich, unser Wissen auf Fachsymposien, in E-Learning-Kursen oder in  Qualitätszirkeln fortwährend zu erweitern. Ohne regelmäßige Fortbildung ist  sinnvolle ärztliche Tätigkeit bei der rasanten Entwicklung der Medizin gar...