News-Archiv

Hier finden Sie die News aus den letzten Jahren.

Berlin, 28.02.2014 "Endlich setzt das Europäische Parlament stärkere Signale gegen den Tabakkonsum in Europa, der jedes Jahr allein in Deutschland zehntausende Todesfälle durch Lungenkrebs verursacht“, so Dr. Martina Wenker, Vizepräsidentin der Bundesärztekammer. Die Fotos von schwarzen Lungen oder verfaulten Füßen schreckten nicht nur ab, sondern zeigten auch, was sich Ärzten bei vielen Untersuchungen offenbare, berichtete die Lungenfachärztin. "Wenn Jugendliche anfangen zu rauchen, sind sich die meisten nicht der Tatsache bewusst, dass sie damit ihr Leben im Durchschnitt um rund zehn Jahre verkürzen und zugleich ein großes Risiko eingehen, mitunter jahrzehntelang an einer schweren Folgeerkrankung wie Schlaganfall oder Herzinfarkt zu leiden“, sagte Wenker. In sofern seien die neuen Bilder auf den Verpackungen von Tabakwaren ein wichtiger Schritt, um vor den Gefahren des Rauchens zu warnen. Dringlicher sei jedoch ein...
Berlin, 28.02.2014 Der Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, hat sich in einem Interview mit dem Deutschen Ärzteblatt (Heft 9/2014) gut zwei Monate nach dem Start der schwarz-roten Bundesregierung zur Gesundheitspolitik der Großen Koalition geäußert. Gegen den Ärztemangel, vor allem auf dem Land, müssten neben einem erleichterten Zugang zum Medizinstudium weitere Maßnahmen ergriffen werden, forderte Montgomery. Dazu gehörten etwa ausreichend verfügbare Praxisräume oder die Aufhebung des Anwesenheitsgebots. „Und natürlich muss man die Vergütungsbedingungen im niedergelassenen Bereich für die Versorgung in der Fläche verbessern.“  Hausärzte „müssen einfach adäquat Geld verdienen. Dann werden sie auch wieder auf dem Land arbeiten“, sagte der BÄK-Präsident. Skeptisch äußerte sich Montgomery zu den Bestrebungen der Bundesregierung, die Krankenhausvergütung stärker an...
Deutsches Ärzteblatt, Heft... 25.02.2014

Kommentar: Die sicherste Diagnose

Von Dr. med. Eva Richter-Kuhlmann Es ist die Urangst des Menschen: lebendig begraben zu werden oder fälschlicherweise für tot erklärt und der Organe beraubt zu werden. Obwohl es statistisch gesehen extrem unwahrscheinlich ist, ein solches Schicksal zu haben, ist diese Urangst für einige Menschen ein Grund, keinen Organspendeausweis auszufüllen. Eine Entscheidung, die – wenngleich sie nicht rational ist – akzeptiert werden muss. Vor kurzem erhielt diese Urangst neuen Nährboden: In deutschen Kliniken werde des Öfteren der Hirntod falsch diagnostiziert, berichtete die „Süddeutsche Zeitung“. Genannt wurden acht Fälle, bei denen es zwischen 2011 und 2013 zu Fehlern bei Teilschritten der Hirntoddiagnostik kam. Ärzte würden die Richtlinien nicht genau genug befolgen und – auf Formfehler angesprochen – teilweise auch noch uneinsichtig, arrogant und schnippisch reagieren. Für viele Ärztinnen und Ärzte, die täglich um das Leben...
Berlin, 14.02.2014 Klinische Studien untersuchen Nutzen und Risiken von Medikamenten oder Behandlungstechniken, indem sie diese mit anderen, bereits geprüften Verfahren vergleichen. So erfahren Ärzte und Patienten, welche Behandlung wirksam und sicher ist – und welche nicht. Auf die Ergebnisse aus gut gemachten Untersuchungen gründen sie ihre Behandlungsentscheidungen. Deshalb sind klinische Studien wichtig: Sie helfen, die Versorgung von Patienten zu verbessern. Worauf Patienten achten sollten, wenn sie an einer Studie teilnehmen wollen, und wie sie zur Veröffentlichung der Ergebnisse beitragen können, darüber informiert die neue Kurzinformation "Klinische Studien". Untersuchungen belegen allerdings, dass etwa die Hälfte aller Studien nicht veröffentlicht wird. Häufig, weil die die Ergebnisse nicht so positiv ausgefallen sind, wie gewünscht. Dadurch enthalten die Forscher Ärzten und Patienten wichtiges Wissen vor. ...
Berlin, 12.02.2014 Eine Neukonzeption des DRG-Fallpauschalensystems, eine qualitätsorientierte Krankenhausplanung  und endlich ausreichend Investitionsmittel für die Kliniken – diese und weitere Forderungen richtet die Bundesärztekammer (BÄK) in zwei Positionspapieren an die Politik in Bund und Ländern. Zahlreiche Reformbaustellen müssten im Zuge der angekündigten gesetzlichen Regelungen im Krankenhaussektor dringend angegangen werden, um Unterfinanzierung, Überregulierung und Kommerzialisierung bei den Kliniken zu überwinden. In ihrem Positionspapier zur Krankenhausfinanzierung macht die Ärzteschaft  insbesondere das G-DRG-Fallpauschalensystem als dringend reformbedürftig aus. Während das System im Ausland meist nur indirekt für die Budgetverhandlungen herangezogen wird, sei es in Deutschland zu einem für das wirtschaftliche Überleben der Häuser maßgeblichen Bestimmungsfaktor geworden. Die BÄK fordert unter anderem,...
Berlin, 11.02.2014 Der Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, hat sich für die Beibehaltung der Rezeptpflicht für die sogenannte Pille danach (Levonorgestrel) ausgesprochen. In einem Interview mit dem Deutschlandfunk (11.02.2014) hob er das gut funktionierende System ärztlicher Beratung in Deutschland hervor. Oft werde die Pille danach von jungen Mädchen nach dem ersten Geschlechtsverkehr nachgefragt. „Da geht es nicht einfach, dass man eine Pille über den Tresen der Apotheke schiebt. Wir möchten den großen Vorteil des deutschen Gesundheitssystems wahren, dass man in einem Gespräch mit einem Arzt eine kompetente Beratung bekommt, wie so etwas auch für die Zukunft verhindert werden kann. Wir sollten uns nicht freiwillig dieses Vorteils einer Arztberatung berauben“, sagte Montgomery. Zu bedenken sei auch, dass die Entlassung von Levonorgestrel aus der Verschreibungspflicht die Möglichkeit der...
Montgomery im Spiegel ... 02.02.2014

Sterbehilfe-Vereinen das Handwerk legen

Berlin, 03.02.2014 Der Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, hat seine Forderung nach einem Verbot der organisierten Sterbehilfe in Deutschland bekräftigt. Im Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ (03.02.2014) sagte er, den Sterbehilfe-Vereinen, die für ihre Dienstleistung sogar Werbung trieben, müsse "das Handwerk gelegt werden". Er begrüßte den Vorstoß von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU), die organisierte Sterbehilfe gesetzlich verbieten zu lassen. Nach einer vom Spiegel in Auftrag gegebene Befragung des Meinungsforschungsinstituts TNS können sich 55 Prozent der Befragten vorstellen, im Alter aufgrund von Krankheit, Pflegebedürftigkeit oder Demenz ihrem Leben ein Ende zu setzen. Etwas mehr als die Hälfte der Befragten war zudem der Meinung, dass sich ältere Menschen mehr als bislang gedrängt fühlen, den Freitod zu wählen, um anderen nicht zur Last zu fallen, wenn Sterbehilfe...