News-Archiv

Hier finden Sie die News aus den letzten Jahren.

Düsseldorf, 30.05.2014 Der 117. Deutsche Ärztetag drängt auf die Einführung sinnvoller medizinischer Anwendungen für die elektronische Gesundheitskarte (eGK). Das geplante Versichertenstammdatenmanagement bringe keinerlei Verbesserung für die Versorgung der Patienten mit sich, kritisierten die Delegierten. Die Verbesserung der medizinischen Versorgung müsse bei der Entwicklung der Telematikinfrastruktur prägend sein. Die Anwendungen müssten sich in die Abläufe in Praxis und Klinik einfügen und dürften nicht zu mehr Bürokratie führen. Neue ärztliche Leistungen, wie zum Beispiel das Anlegen eines Notfalldatensatzes, müssten extrabudgetär vergütet werden und die ärztliche Schweigepflicht müsse stets gewahrt bleiben. Die Delegierten führten zudem aus, dass die bestehenden Vernetzungsaktivitäten der ärztlichen Selbstverwaltung, wie das sichere Netz der Kassenärztlichen Vereinigungen, auch künftig unter der Hoheit der...
Pressemitteilung der... 28.05.2014

Der Arzt als Präventionslotse

Düsseldorf, 29.05.2014 Der 117. Deutsche Ärztetag hat die Bundesregierung aufgefordert, die Stellung des Arztes in der Prävention zu stärken. Prävention sei ein integraler Bestandteil der ärztlichen Tätigkeit. „Ärzte sind für ihre Patienten wichtige Ansprechpartner nicht nur in Krankheits-, sondern auch in Gesundheitsfragen, sie können alle Bevölkerungsgruppen gleichermaßen gut erreichen und ihre Beratung ist nachhaltig wirksam“, begründete das Ärzteparlament seine Forderung. Neben der Förderung der Verhaltensprävention und einer besseren Verzahnung der Präventionsmaßnahmen sprach sich die Ärzteschaft für den Ausbau der Früherkennungsuntersuchungen bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen aus. Außerdem solle eine ärztliche Beratung im Hinblick auf Risiko- und Belastungsfaktoren zum festen Bestandteil der Untersuchungen werden. Zu einer solchen Beratung gehörten auch Informationen über frühe Hilfen und die Vermittlung...
117. Deutscher Ärztetag ... 28.05.2014

Ärztetag fordert Stärkung der ambulanten Weiterbildung

Düsseldorf, 28.05.2014 Für eine Stärkung der ambulanten Weiterbildung in Deutschland hat sich der 117. Deutsche Ärztetag in Düsseldorf ausgesprochen. „Die ärztliche Weiterbildung stellt sich als eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe dar, deren Finanzierung nicht zu Belastungen der Ärztegeneration und ärztlichen Organisationen führen darf, die derzeit die Versorgung ambulant wie stationär sichern“, heißt es in einer Entschließung des Ärztetages. Das Ärzteparlament forderte die Bundesregierung auf, eine verbindliche Regelung herbeizuführen, die die Selbstverwaltung in die Lage versetzt, zu einer stabilen Finanzierung der ärztlichen Weiterbildung zu kommen. Der zusätzliche Aufwand der Weiterbildungsstätte sei weder im Krankenhaus noch im ambulanten Bereich gegenfinanziert. Im Zeitalter der Unterfinanzierung aufgrund gedeckelter Budgets werde der Weiterbildungsaufwand weder über das DRG-System einerseits, noch über den...
117. Deutscher Ärztetag ... 27.05.2014

GOÄ-Novellierung jetzt angehen

Düsseldorf, 28.05.2014 Der 117. Deutsche Ärztetag hat die Politik von Bund und Ländern aufgefordert, die längst überfällige Novellierung der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) schnellstmöglich umzusetzen. Die entsprechenden Voraussetzungen für ein Gesetzgebungs- bzw. Versordnungsverfahren seien mit der Ende letzten Jahres geschlossenen „Rahmenvereinbarung zur Novellierung der GOÄ“ von Bundesärztekammer und Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) geschaffen worden. „An die Bundesländer als Träger der Heilfürsorge auf Landesebene ergeht der Appell, diesen Kompromiss konstruktiv umzusetzen. Keinem anderen freien Beruf ist die Modernisierung der Gebührenordnung so lange verwehrt worden“, so der Ärztetag. Bei der Novellierung fordert der Ärztetag mehr Transparenz. Die Delegierten warnten, weitere Verzögerungen des GOÄ-Novellierungsprozesses würden dazu führen, dass Untersuchungs- und Behandlungsmethoden der modernen...
117. Deutscher Ärztetag ... 27.05.2014

Kein Mittelentzug aus dem Gesundheitsfonds

Düsseldorf, 28.05.2014 Der 117. Deutsche Ärztetag hat davor gewarnt, dem Gesundheitsfonds Finanzmittel aus dem Bundeshaushalt zu entziehen. Das Geld müsse der medizinischen Versorgung der Bevölkerung zur Verfügung stehen. Hintergrund ist, dass das Haushaltsbegleitgesetz wegen der vergleichsweise guten Finanzlage der Krankenkassen eine Kürzung der Bundeszuschüsse an den Gesundheitsfonds für die Jahre 2014 und 2015 vorsieht. Diese Mittel sollten „für die dringend anstehenden Aufgaben im Bereich der medizinischen Versorgung der Bevölkerung genutzt werden, so zum Beispiel für die Finanzierung der ambulanten Weiterbildungsabschnitte oder von Präventionsleistungen“, so der Ärztetag. Der 117. Deutsche Ärztetag tagt vom 27. bis 30. Mai 2014 in Düsseldorf. Weitere Informationen finden Sie unter www.baek.de. Folgen Sie der Bundesärztekammer auch auf Twitter (https://twitter.com/BAEKaktuell) und halten Sie sich über die...
Düsseldorf, 28.05.2014 Der 117. Deutsche Ärztetag in Düsseldorf hat sieben Forderungen zur Stärkung der Kommunikation zwischen Patienten und Ärzten aufgestellt. Die Delegierten stellten klar, dass eine funktionierende Arzt-Patienten-Kommunikation von entscheidender Bedeutung für Sicherheit und Erfolg der Behandlung ist. Der Ärztetag sieht jedoch mit Sorge, dass sich die Rahmenbedingungen für die Arzt-Patienten-Kommunikation in Deutschland immer weiter verschlechtern. „Ökonomisierung, Bürokratisierung und Schematisierung der Medizin drohen die zuwendende Begegnung von Arzt und Patient in den Hintergrund zu drängen“. Der Deutsche Ärztetag fordert daher, die Kommunikationskompetenz in der ärztlichen Aus-, Weiter- und Fortbildung zu stärken. Mit Verweis auf die zunehmende Zahl ausländischer Ärztinnen und Ärzte sprach sich das Ärzteparlament für eine Stärkung der sprachlichen und interkulturellen Kompetenz aus. Die...
117. Deutscher Ärztetag ... 27.05.2014

Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen stärken

Düsseldorf, 28.05.2014 Der 117. Deutsche Ärztetag begrüßt das von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) angekündigte Verbot der organisierten, geschäfts- und gewerbsmäßigen Sterbehilfe. Darüber hinaus sei die Bereitstellung der notwendigen finanziellen Mittel für eine bessere Betreuung von schwerstkranken und sterbenden Menschen, der flächendeckende Ausbau der Palliativversorgung sowie die Stärkung der Suizidprävention notwendig. Dies forderte der 117. Deutsche Ärztetag in Düsseldorf. Es müsse ein gesellschaftliches Klima der Unterstützung, des sozialen Miteinanders und der geteilten Verantwortung geschaffen werden. Organisierte Sterbehilfe ermögliche kein Sterben in Würde, sondern verstelle den Weg für eine adäquate Behandlung und Unterstützung Sterbenskranker, unterstrichen die Delegierten. Die Menschen benötigten in dieser schwierigen Situation die Hilfe von Angehörigen, Freunden, Nachbarn sowie von...
117. Deutscher Ärztetag ... 27.05.2014

Selektivverträge gefährden stationäre Versorgung

Düsseldorf, 28.05.2014 Der 117. Deutsche Ärztetag plädiert für eine strukturierte, qualitätsorientierte Krankenhausplanung. „Um zu verhindern, dass mit steigendem ökonomischen Druck und einem ausufernden Wettbewerb die hohe Qualität der stationären Versorgung gefährdet wird, bedarf es einer krankenhausplanerischen Flankierung, die hier gegensteuern und Qualitätsstandards einfordern muss“, heißt es in einer Entschließung des Ärztetages. Gleichzeitig sprachen sich die Delegierten gegen die Einführung von Selektivverträgen als Steuerungselement aus. Diese stellten aufgrund von Interessenskonflikten bei der Leistungssteuerung ein erhebliches Risiko für die Sicherung der flächendeckenden medizinischen Versorgung dar. Der Ärztetag forderte die Bundesregierung auf, das angestrebte Modellprojekt für selektive Kontrahierungsmöglichkeiten einzelner Leistungen im stationären Bereich aufzugeben. Der damit verbundene Einfluss der...
117. Deutscher Ärztetag ... 27.05.2014

Qualitätssicherung nicht ohne die Ärzteschaft

Düsseldorf, 28.05.2014 Der 117. Deutsche Ärztetag begrüßt den hohen Stellenwert, den die Bundesregierung der Qualität der gesundheitlichen Versorgung in ihrem Koalitionsvertrag einräumt. Die von Schwarz-Rot angekündigte Qualitätsoffensive könne aber nicht ohne die Ärzteschaft erfolgen, stellte das Ärzteparlament klar. „Seit jeher zählt die Qualitätssicherung des eigenen Handelns zum professionellen Selbstverständnis der Ärzteschaft“, heißt es in dem einstimmig vom Ärzteparlament angenommenen  Leitantrag der Bundesärztekammer. Die Delegierten forderten den Gesetzgeber daher auf, die Expertise der Ärzteschaft in die Arbeit des geplanten Qualitätsinstituts konsequent einzubinden. Neben der angestrebten Qualitätsoffensive sei auch eine  Personaloffensive im Gesundheitswesen notwendig. Das Ärzteparlament verwies auf den wissenschaftlich belegten Zusammenhang zwischen personeller Unterbesetzung und Zunahme der...
117. Deutscher Ärztetag ... 27.05.2014

Regierung soll Gewerkschaftsvielfalt akzeptieren

Düsseldorf, 28.05.2014 Der 117. Deutsche Ärztetag hat an die Bundesregierung appelliert, die gewachsene Gewerkschaftsvielfalt zu akzeptieren. Es dürfe kein Gesetz geben, dass die freie gewerkschaftliche Betätigung von angestellten Ärztinnen und Ärzten im Marburger Bund sowie von hunderttausenden Arbeitnehmern in anderen Berufsgewerkschaften behindert oder sogar aushebelt. Die Ankündigung der Bundesregierung, „den Grundsatz der Tarifeinheit nach dem betriebsbezogenen Mehrheitsprinzip“ festzuschreiben, widerspreche dem Koalitionsgrundrecht und ignoriere die ständige Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichtes. „Das Grundrecht der Koalitionsfreiheit schließt das Recht zum Streik in Tarifauseinandersetzungen ein“, stellte das Ärzteparlament klar. Die Delegierten warnten, jede Regelung zur Tarifeinheit würde schnell eine Flut von Rechtsstreitigkeiten produzieren. Es könne nicht im Interesse der Bundesregierung sein, ein Gesetz...