News-Archiv

Hier finden Sie die News aus den letzten Jahren.

Düsseldorf, 28.05.2014 Der 117. Deutsche Ärztetag in Düsseldorf hat die Europäische Kommission aufgefordert, die geplante EU-Normungsverordnung nicht auf Gesundheitsdienstleistungen anzuwenden. Das Normen medizinischer Prozesse und Qualifikationen auf EU-Ebene sei nicht nur kontraproduktiv für die betroffenen Berufsgruppen, sondern auch schädlich für die Patientinnen und Patienten. Grundlegende Inhalte ärztlicher Tätigkeit seien europaweit über Aus-, Weiter- und Fortbildung und entsprechende Anerkennungsverfahren geregelt. Die Ausübung des Arztberufs erfordere eine sehr hohe fachliche Qualifikation sowie die Beachtung des allgemein anerkannten Standes der Erkenntnisse der medizinischen Wissenschaft. Normen könnten diese Anforderungen nicht abbilden. „Patientinnen und Patienten sind nicht normierbar“, stellte das Ärzteparlament klar. Mit einer Normungsverordnung im Gesundheitswesen drohe der Selbstverwaltung eine...
117. Deutscher Ärztetag ... 27.05.2014

Schmerzmedizinische Versorgung stärken

Düsseldorf, 28.05.2014 Der 117. Deutsche Ärztetag hat eine Verbesserung der schmerzmedizinischen Versorgung in Deutschland gefordert. „Patienten haben das Recht auf eine strukturierte und wirksame Schmerztherapie auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft“, erklärte Dr. Martina Wenker, Vizepräsidentin der Bundesärztekammer. Etwa zehn Millionen Deutsche leiden unter chronischen Schmerzen. Im Durchschnitt dauert die Leidensgeschichte eines Schmerzpatienten sieben Jahre. Die Kosten für schmerzbedingte Arbeitsunfähigkeit und Frühverrentung werden auf über 20 Milliarden Euro jährlich geschätzt. Um die Schmerzmedizin zu stärken, forderten die Delegierten einen niedrigschwelligen, vom Hausarzt koordinierten Zugang zu allen schmerzmedizinischen Versorgungsebenen. Von zentraler Bedeutung sei eine strukturierte Patientenführung mit enger Verzahnung zwischen ambulanter und stationärer Versorgung. Dazu müssten flächendeckende...
117. Deutscher Ärztetag ... 26.05.2014

117. Deutscher Ärztetag in Düsseldorf eröffnet

Düsseldorf, 27.05.2014 „Wir brauchen keine Behörde, die Qualität verwaltet. Wir wollen Unterstützung dabei, Qualität zu produzieren und zu verbessern. Wir erzeugen Qualität bei der Behandlung von Patienten. Behörden und Krankenkassen verwalten sie nur.“ Das sagte Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer, bei der heutigen Eröffnung des 117. Deutschen Ärztetages in Düsseldorf. Der BÄK-Präsident forderte in seiner Rede vor den Delegierten und Gästen des Ärzteparlaments eine führende Verankerung des ärztlichen Sachverstands in dem von der Bundesregierung geplanten Qualitätsinstitut für das Gesundheitswesen. „In den wissenschaftlichen Gremien und den Beiräten muss eine klare, den Regeln des ärztlichen Berufsrechts verpflichtete Mehrheit der ärztlichen, zahnärztlichen und psychotherapeutischen Fachleute gewährleistet sein. Alles andere wäre wie Pauken ohne Trompeten.“ Der BÄK-Präsident begrüßte...
Berlin 24.05.2014 Der Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, hat sich für eine rasche Umsetzung des von Schwarz-Rot geplanten Präventionsgesetzes ausgesprochen.  "Wir wünschen uns ein Gesetz, das Prävention nicht nur als medizinische Aufgabe begreift, sondern als Aufgabe, die früh anfängt: in Kindergärten und Schulen, bei der Ernährungs- und Elternberatung", sagte Montgomery in einem Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung (24.05.2014). Der letzte Vorstoß für ein Präventionsgesetz sei 2013 kurz vor der Wahl aus parteitaktischen Gründen gescheitert. "So darf man mit Prävention nicht umgehen." Der BÄK-Präsident forderte in diesem Zusammenhang, Risiken und Nutzen sogenannter Screeningprogramme genauer zu untersuchen. Studien zeigten, dass sich die Zahl der Todesfälle durch derartige Massenuntersuchungen zum Teil nur marginal senken lasse, sagte er in der Frankfurter Rundschau...
Berlin, 23.05.2014 Der Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, hat in der Debatte über eine mögliche Bettenreduzierung in den Kliniken klar gemacht, dass in den vergangenen Jahren schon zehn Prozent der Krankenhäuser abgebaut wurden. Die Verweildauer sei um 40 Prozent gesunken, aber die Fallzahlen um 25 Prozent gestiegen. „Es passiert alles schneller, intensiver mit immer mehr und kränkeren Patienten“, sagte er in einem Interview mit der Tageszeitung „Die Welt“ (23.05.2014). Wenn es dennoch zu Klinikschließungen kommen muss, hält er den derzeit diskutieren Innovationsfonds für eine gute Lösung. Umwidmungen von Kliniken etwa in Pflegeheime könnten mit den Mitteln des Fonds unterstützt werden. Montgomery bekräftigte seine Forderungen nach mehr Investitionsmitteln für die Kliniken und einer Weiterentwicklung des Fallpauschalensystems. „Die Länder kommen ihren Investitionsverpflichtungen...
Berlin, 21.05.2014 Mehr Investitionsmittel für die Kliniken und eine qualitätsorientierte Krankenhausplanung – diese und weitere Forderungen richtete Bundesärztekammerpräsident Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery an die Politik von Bund und Ländern. Die Investitionsmittel der Länder sind seit 1991 um rund 30 Prozent gesunken. Das daraus entstandene Defizit beläuft sich bundesweit auf mehr als 30 Milliarden  Euro.  „Das ist schändlich. So kann man auf Dauer kein qualitätsorientiertes Krankenhauswesen aufrechterhalten.  Man muss den Ländern klar  machen, dass ihr aus dem Grundgesetz abgeleitetes Recht auf Krankenhausplanung auch die Pflicht zu einer ausreichenden Investitionsfinanzierung nach sich zieht“, sagte Montgomery im Vorfeld des 117. Deutschen Ärztetages und wenige Tage vor der ersten Sitzung der Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur Vorbereitung der Krankenhausreform.  Der BÄK-Präsident stellte klar:  „Qualität gibt es...
Gemeinsame Pressemitteilung... 20.05.2014

Heilberufekammern verantwortlich einbinden

Berlin, 21. Mai 2014 Die Arbeitsgemeinschaften der Heilberufekammern der Ärzte, Zahnärzte und Psychotherapeuten fordern, in die Arbeit des neuen „Instituts zur Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen“ verantwortlich eingebunden zu werden. Qualitätssicherung gehört zu den originären gesetzlichen Aufgaben der Heilberufekammern. Deshalb sollten sie jeweils mit einem Sitz im Vorstand der Stiftung beteiligt sein und auch ein unmittelbares Antragsrecht beim Gemeinsamen Bundesausschuss erhalten, das Institut zu beauftragen. Über die Ausgestaltung des neuen Qualitätsinstituts für das Gesundheitswesen berät heute der Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages. Das neue Institut ist Teil des „Gesetzes zur Weiterentwicklung der Finanzstruktur und der Qualität in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-FQWG). Es soll voraussichtlich im Jahr 2016 mit der Arbeit beginnen und dabei die bisherigen Aufgaben des...
Berlin, 19.05.2013 Der Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, hat sich gegen eine gesetzliche Regelung für die Terminvergabe beim Facharzt ausgesprochen. "Wir wissen doch am besten: Wenn ein Arzt feststellt, dass ein Patient dringend zum Facharzt gehen muss, sind zügige Termine absolut gerechtfertigt. Das markieren wir gleich auf den Überweisungen.“ Dafür brauche mach keine gesetzliche Regelung. Wenn hingegen ein Patient meine, er benötige fix sein Hautarzt-Screening, werde er weiter etwas warten müssen. "Ungebremste Leistungsversprechen und gedeckelte Budgets - das passt nicht zusammen", sagte Montgomery in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin „Focus“ (19.05.2014).Im Vorfeld der konstituierenden Sitzung der Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur Vorbereitung der Krankenhausreform richtete der BÄK-Präsident scharfe Kritik an die Länder: „Es ist schändlich, wie sich die Länder aus der...
Berlin, 16.05.2014 Auf zwei Seiten informiert die neu erschienene Kurzinformation „Schwarzer Hautkrebs – meist gut zu behandeln“ über Krankheitsverlauf, Untersuchungen und Behandlungsmöglichkeiten. Betroffene und Interessierte finden hier wichtige Fakten und praktische Tipps zum besseren Umgang mit der Erkrankung. Man unterscheidet hellen und schwarzen Hautkrebs. Der helle Hautkrebs ist häufig, aber nur sehr selten bedrohlich. Der schwarze Hautkrebs dagegen ist seltener, aber gefährlicher. Er wird Melanom genannt und geht auf entartete Pigmentzellen zurück. Das sind Hautzellen, die dafür sorgen, dass die Haut sich dunkel verfärbt. Unbehandelt kann ein Melanom zum Tode führen. Frühzeitig behandelt, ist es aber meist heilbar. Im Jahr 2010 wurden in Deutschland bei etwa 19.000 Menschen Melanome festgestellt. Die meisten werden rechtzeitig entdeckt: Sechs von sieben Melanompatienten überleben den Krebs. Das Ärztliche...
Ausländische Stipendiaten ... 14.05.2014

Informationen für Ärzte aus dem Ausland

Berlin, 15.05.2014 Die ärztliche Weiterbildung in Deutschland genießt international einen hervorragenden Ruf. Eine Reihe von Ländern sendet deshalb Ärztinnen und Ärzte zur Weiterbildung nach Deutschland und fördert dies mit eigenen Stipendien oder Förderprogrammen. Um Missverständnissen über die Anforderungen an eine Weiterbildung in Deutschland und möglichen Problemen, die daraus entstehen können, entgegenzuwirken, hat die Bundesärztekammer zur Information für die Stipendiaten ein „Merkblatt zur Anerkennung der Weiterbildungszeiten ausländischer Ärztinnen und Ärzte im Rahmen eines Stipendiums oder eines anderen Förderprogramms“ erarbeitet. Darin werden die formalen und fachlichen Grundvoraussetzungen zusammengefasst, die eine Weiterbildung in Deutschland erfüllen muss. In den einzelnen Bundesländern gelten eigene Weiterbildungsordnungen, die im Detail voneinander abweichen können. Die Bundesärztekammer rät...