News-Archiv

Hier finden Sie die News aus den letzten Jahren.

Berlin, 19.08.2014 „Sie kamen in Gruppen herein, fünf, zehn oder 15 Männer mit Waffen. Sie sagten, wenn wir ihnen nicht alles geben, Handys, Geld, Wasser, würden sie uns erschießen. Uns alle, alle die im Krankenhaus waren. Und einige wurden erschossen.“ Ronyo Adwok war Patient im Krankenhaus von Malakal im Südsudan, als dieses im Februar angegriffen und geplündert wurde. 14 Tote fanden die Helfer von Ärzte ohne Grenzen später auf dem Gelände, elf Patienten waren in ihren Betten erschossen worden. In einer Titelgeschichte (Heft 33/34) geht das Deutsche Ärzteblatt der stetigen Zunahme von Gewalt gegen humanitäre Helfer in Kriegs- und Krisenregionen nach. Die Ursachenforschung gestaltet sich dabei so komplex wie die Konflikte, in denen die Helferinnen und Helfer arbeiten. Geplünderte Kliniken, bedrohte, misshandelte oder getötete Ärzte, Pfleger und Patienten und nicht zuletzt Entführungen von Mitarbeitern internationaler...
Berlin, 11.08.2014 Der Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, hat sich in zwei Interviews entschieden gegen eine Erlaubnis der ärztlichen Beihilfe zum Selbstmord ausgesprochen. „Wir möchten nicht die Profis für den Tod sein. Wir sind die Profis für das Leben“, sagte er dem Evangelischen Pressedienst (11.08.). Statt den klinisch sauberen, qualitätsgesicherten Tod zu vermitteln, sollten Ärztinnen und Ärzte aufklären und ein würdevolles Sterben in Kliniken und Hospizen ermöglichen. Wäre die Beihilfe zum Suizid eine ärztliche Aufgabe, dann müsse sie nach den Regeln der ärztlichen Kunst erledigt werden. Die damit verbundenen Konsequenzen wolle er sich gar nicht ausmalen, erklärte der BÄK-Präsident in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (09.08.): „Am Ende gäbe es noch eine Abrechnungsziffer für Beihilfe zum Selbstmord. Nein, das ist Tötung auf Verlangen, und die ist falsch, sie verstößt...
Berlin, 06.08.2014 Auf zwei Seiten informiert die neu erschienene Kurzinformation „Endometriose – was für Sie wichtig ist“ über Krankheitszeichen, den oft langen Weg zur Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten. Betroffene Frauen finden hier wichtige Fakten und praktische Tipps zum besseren Umgang mit der Erkrankung. Endometriose ist eine häufige Erkrankung. In Deutschland sind jedes Jahr etwa 40 000 Frauen neu betroffen. Bei ihnen wächst gebärmutterschleimhaut-ähnliches Gewebe außerhalb der Gebärmutterhöhle, etwa im Bauchraum, Eierstock oder Eileiter, seltener an der Blase oder am Darm. Die Endometriose-Herde sind gutartig, können sich aber vergrößern und ausbreiten. Dies kann zu Entzündungen und Verwachsungen führen. Viele Frauen haben keine oder nur geringe Beschwerden. Andere sind durch starke Schmerzen so beeinträchtigt, dass sie ihrer Arbeit oder ihrem Alltag kaum nachgehen können. Endometriose ist eine...
Berlin, 05.08.2014  Die revidierte Fassung der Deklaration von Helsinki liegt nun in einer deutschen Übersetzung vor. Sie war im Herbst letzten Jahres von der 64. Generalversammlung des Weltärztebundes auf seiner Jahrestagung im brasilianischen Fortaleza verabschiedet worden. Die Neufassung, an der die Bundesärztekammer federführend beteiligt war, fordert einen besseren Schutz und mehr Rechte für Studienteilnehmer. Zudem sollen in Zukunft nicht nur klinische, sondern alle medizinischen Studien am Menschen registriert werden. Für die Mitglieder von Ethikkommissionen gelten strengere Qualifikationsanforderungen. Auch die Regeln für die Sammlung von Daten und Materialien wurden verschärft. Die 1964 erstmals veröffentlichte Deklaration von Helsinki ist das wichtigste Dokument des Weltärztebundes. Sie definiert die ethischen Prinzipien der medizinischen Forschung am Menschen. Geregelt wird in der Deklaration unter...