News-Archiv

Hier finden Sie die News aus den letzten Jahren.

Berlin, 23.01.2015 Die Bundesärztekammer (BÄK) hat ihre grundsätzliche Kritik an dem von der Bundesregierung geplanten GKV-Versorgungsstärkungsgesetz bekräftigt. „Statt die freiheitliche ärztliche Berufsausübung zu sichern und zu fördern, setzt der Entwurf in vielen Bereichen auf mehr staatliche Regulierung sowie auf eine weitere Kompetenzausweitung des Gemeinsamen Bundesausschusses“, moniert die BÄK in ihrer Stellungnahme zu dem Regierungsentwurf für das GKV-Versorgungsstärkungsgesetz. Bereits nach Bekanntwerden des Referentenentwurfs hatte die Ärzteschaft im November letzten Jahres gewarnt, die Pläne würden das deutliche Bekenntnis des Koalitionsvertrages zur ärztlichen Freiberuflichkeit konterkarieren. Daran hat sich für die Bundesärztekammer trotz einigen Nachbesserungen der Koalition bei Detailregelungen nichts geändert. Als Beispiele nennt sie die vorgesehene Verschärfung der ärztlichen Zulassungsbeschränkungen,...
Berlin, 22.01.2015 Der Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, hat den Aufruf von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) zu mehr Organspenden unterstützt. In der Neuen Osnabrücker Zeitung (21.01.2015) sagte er, die von Selbstverwaltung und Gesetzgeber nach dem Transplantationsskandal veranlassten Maßnahmen für mehr Kontrolle und Transparenz bei der Organvergabe greifen. Dies habe jüngst auch die Bundesregierung in einem Bericht bescheinigt. Danach sei es „durch die Reformen gelungen, für mehr Sicherheit und Klarheit in den Transplantationszentren und den Entnahmekrankenhäusern zu sorgen“, erklärte der Ärztepräsident. „Unter anderem haben wir das Mehraugenprinzip bei der Anmeldung von Wartelisten-Patienten eingeführt und eine unabhängige Vertrauensstelle ‚Transplantationsmedizin‘ zur Meldung von Auffälligkeiten und Verstößen gegen das Transplantationsrecht eingerichtet“, erläuterte...
Berlin, 22.01.2015 Auf zwei Seiten vermittelt die Patienten-Kurzinformation Wissenswertes zu erblichem Eierstockkrebs und klärt über die Möglichkeit auf, seine Gene untersuchen zu lassen. Frauen, die einen Gentest erwägen, erfahren außerdem, was bei der Entscheidung zu bedenken ist, und finden wichtige Fakten sowie praktische Tipps. Die Reihe „Kurzinformationen für Patienten" entwickelt das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin im Auftrag der Bundesärztekammer und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. Etwa drei von 100 bösartigen Tumoren der Frauen betreffen die Eierstöcke. Davon ist ungefähr jeder zehnte Eierstockkrebs erblich bedingt. Frauen mit familiärem Eierstockkrebs haben ein deutlich erhöhtes Risiko, sowohl Eierstock- als auch Brustkrebs zu bekommen. Sie erkranken häufig früher als üblich – also vor dem 50. Lebensjahr. Mit einem Gentest kann festgestellt werden, ob eine veränderte Erbanlage...
Berlin,20.01.2015 Die Bundesärztekammer (BÄK) setzt sich dafür ein, dass das bisher erreichte gesundheitliche Schutzniveau für Frauen bei der Anwendung der „Pille danach“ trotz der Entlassung des Präparates aus der Verschreibungspflicht möglichst wenig abgesenkt wird. Nicht selten handele es sich bei den betroffenen Frauen um Jugendliche, unterstrich die BÄK in ihrer Stellungnahme zu der entsprechenden Änderung der Arzneimittelverschreibungsverordnung. Insbesondere müssten die Packungsbeilagen die Empfehlung enthalten, sich bei Fragen zur Indikation, Wirkung und Nebenwirkung sowie zur Sexualität und Kontrazeption ärztlich beraten zu lassen. Auch Apotheker müssten beim Verkauf des Medikaments auf diese Möglichkeit hinweisen. Im Sinne des Gesundheitsschutzes empfiehlt die BÄK außerdem, die Auswirkungen der Neuregelung über einen Zeitraum von fünf Jahren zu evaluieren. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und...
Berlin, 21.01.2015 Die Bundesärztekammer (BÄK) hat ihre Forderung nach einer stärkeren strukturellen Einbindung der Ärzteschaft in die Leistungen des geplanten Präventionsgesetzes bekräftigt. In ihrer Stellungnahme zu dem Regierungsentwurf des Gesetzes weist die BÄK auf die zentrale Rolle der Ärztinnen und Ärzte bei der Prävention hin. Sie erreichten Patienten aller gesellschaftlichen Schichten gleichermaßen. Daher solle die Bundesregierung die Chance nutzen und die Kompetenzen der Ärzte im Rahmen der Primärprävention stärken. Die BÄK begrüßt den im Präventionsgesetz verfolgten Ansatz, die Gesundheitsuntersuchungen in Zukunft stärker auf die Erfassung und Bewertung gesundheitlicher Risiken und Belastungen auszurichten und diese bereits ab dem 18. Lebensjahr anzubieten. Sie warnt jedoch davor, ihre zukünftige Ausgestaltung allein dem Gemeinsamen Bundesausschuss zu überlassen und unter Erprobungsvorbehalt zu stellen....
Berlin, 19.01.2015 Als „potentiell zielführend“ bezeichnet Dr. Franz Bartmann, Vorsitzender des Telematik-Ausschusses der Bundesärztekammer,den ersten Entwurf für ein E-Health-Gesetz. Wichtig sei die eindeutige Festlegung auf die Nutzung der Telematikinfrastruktur über die elektronische Gesundheitskarte und ihre Anwendungen hinaus, sagte Bartmann in der Ärztezeitung  (10.01.2015) mit Blick auf die telemedizinische Patientenversorgung. Der Deutsche Ärztetag hatte dies bereits 2010 gefordert.   Bedenken äußerte er in Bezug auf die geplante Vergütung elektronisch versendeter Arztbriefe. Sie soll die Investitionen von Ärzten und Kliniken in die Anpassung ihrer IT-Infrastruktur abfedern. „Ob die Pauschale von 55 Cent ausreicht, hängt sicher von der Ausgangslage der jeweiligen Institution ab“, so Bartmann. Auf die endgültige Höhe werde man sich „nach zwei Jahren im Wirkbetrieb einigen.“
Berlin, 05.01.2015 Der Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, hat sich für einen Abbau unnötiger staatlicher Vorgaben im Gesundheitswesen ausgesprochen. „Wir sind längst hoffnungslos überreguliert“, sagte Montgomery in einem gemeinsamen Interview mit dem Vorsitzenden der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Dr. Andreas Gassen, im Deutschen Ärzteblatt (Heft 1-2, 2015). Man müsse in vielen Bereichen „den Reset-Knopf drücken und bei Null anfangen, um auf dem Weg des reinen Denkens zu einfachen und vernünftigen Lösungen zu kommen“. Konkret ging Montgomery auf das geplante Versorgungsstärkungsgesetz ein. Der Entwurf  konterkariere das klare Bekenntnis des Koalitionsvertrages zur ärztlichen Freiberuflichkeit. Unter anderem sei die in dem Gesetz angelegte Aufkaufregelung für Vertragsarztsitze falsch. Die Regelung gehöre komplett gestrichen. Immerhin seien mittlerweile mehr Ausnahmetatbestände...